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Retail 10.5.6 Installation auf einem PC

Präambel

Dies ist mein dritter und auch letzter Bericht zum Thema Mac OS X auf PC-Hardware. Der erste befasste sich mit der Installation von Mac OS X auf dem NetBook S10 von Lenovo mit der Distribution MSIWINDOSX86, der zweite mit der Installation der Distribution iPC 10.5.6 auf einem selbst gebauten PC auf der Basis des Motherboards Gigabyte EP45-UD3R.
Beide Distros laufen sehr gut und zuverlässig, aber sie haben einen "Sprachfehler" . Wählt man als Standardsprache Deutsch stürzt der Finder ab wenn man dessen Einstellungen ändern möchte, und die Systemeinstellung Tastatur/Maus zeigt Mehrfach-Reiter an für die Einstellung ein und derselben Sache, also zwei Mäuse und zwei Trackpads, obwohl der PC kein Trackpad hat!
Die korrekten Einstellungen lassen sich nur bewerkstelligen, indem man die Sprache auf Englisch wechselt, die Einstellungen tätigt und danach wieder die Sprache Deutsch einstellt.
Diese Problematik ist jedoch KEIN Fehler der OS X Installation auf PC Hardware, sondern ist ein immanenter Fehler der US-Distribution von OS X. Ich habe mich deshalb entschieden eine Original-Installation von OS X 10.5.6 zu versuchen.


Retail Installation von OS X 10.5.6 Deutsch auf einem PC

Die Hardware
Ich habe zwei PCs, die ich selbst zusammengestellt habe, mit offizieller und bezahlter Original-Software von Apple installiert.

Mac-PC (basierend auf einem LIAN-LI A06 Gehäuse, Motherboard Gigabyte EP45-UD3R - ATX (unterstützt HPET), Intel Core2Quad 2.83 GHz, 4 GB RAM):
Link zum Gehäuse:

Mac-PC-CUBE (basierend auf einem LIAN-LI PC-V350B Gehäuse, Motherboard Gigabyte EG45M-DS2H - µATX, Intel Core2Quad 2.33 GHz, 4 GB RAM)
Link zum Gehäuse:

Die Installation (gilt für beide Rechner)

1. Ohne EFI bootet OS X Retail auf keinem Hackintosh. Es ist deshalb notwendig eine Boot-CD auf Linuxbasis zu erstellen. Mit Torrent-Software lädt man sich deshalb eine neuere Version von Boot132 und erstellt eine ISO 9600 CD.

2. Im BIOS wird generell AHCI eingestellt und alle unnötigen Einstellungen für Parallel- und Serialports disabled. Als erster Boot-Device wird CDROM und als zweiter Boot-Device Harddisk eingestellt.

3. Danach wird der Rechner gestartet und die Boot132 CD eingelegt. Wenn der Prompt Boot: erscheint, wird die Boot132 CD aus dem Schacht entfernt und die Retail OS X 10.5.6 deutsch eingelegt. Nach zweimal ENTER startet der Rechner die Installation von OS X.

4. Nach der Wahl der Installationssprache MUSS die Harddisk mit dem Festplattendienstprogramm partitioniert und formatiert werden. Beim Partitionieren muss zwingend die Option GUID gewählt werden. (Mehr Info zu GUID hier: ). Der Name der Partition kann frei gewählt werden, ich empfehle jedoch einen Namen ohne Leerzeichen zu wählen (bspw. Macintosh_HD), das erleichtert die nachfolgende Installation gerätespezifischer Treiber via Terminal.

5. Die Installation kann jetzt bzgl. Sprachen und Druckertreiber angepasst und fortgesetzt werden.

6. Beide Installationen melden nach erfolgter Installation eine Erfolgsmeldung!

7. Der "Neustart" erfolgt wieder mit der Boot132 CD. Eventuell muss dazu der Rechner durch Drücken der Einschalttaste "abgeschossen" und von Hand neu gestartet werden, da OpenHaltRestart noch nicht installiert ist.

8. Beim Erscheinen des Prompt Boot: drückt man einmal die Enter-Taste und gibt dann 80 ein und drückt Enter. 80 ist die Hex-Boot-Adresse des ersten Harddisks.
Nun sollte der Harddisk mit Namen erscheinen und durch nochmaliges Drücken der Enter-Taste bootet der Rechner von der HD und schliesst die Installation mit den persönlichen Einstellungen bzgl. Tastatur, Userdaten etc. ab.

9. Übertragen persönlicher Daten von einem anderen Mac. Das geht eigentlich nur über einen externen Disk (Volume). Wer seine Daten von einem Mac oder Hackintosh auf den neuen Rechner übertragen möchte, der macht dies mit Vorteil via Backup mit CCC auf einen externen Disk, den er dann mit USB oder FW an den Rechner anschliesst.

10. Nach erfolgter vollständiger Installation ist der Rechner betriebsbereit, aber einiges wie Sleep, Restart, Audio und Ethernet wird nicht richtig funktionieren und einige Software, wie bspw. ScreenFlow, wird ihren Dienst verweigern.


Erweiterte Installationen, damit der Rechner weitestgehend wie ein Mac funktioniert

Benötigt werden folgende Installationswerkzeuge:
- LS8v15 Shell Distribution von Kernelerweiterungen ()
- UInstaller_1.2 und UND EFIStudio von von http://www.pcwizcomputer.com/
- Bei Motherboards die HPET (High Precision Event Timer) nicht unterstützen, muss DSDT gepachted werden (http://pcwizcomputer.com/index.php?option=com_content&task=view&id=150&Itemid=48)

Am besten ist, man hat diese "Werkzeuge" bereits vor der Installation auf einen USB Stick geladen.

1. UInstaller starten und folgende Optionen wählen:
a) Harddrive to apply (Harddisk, auf dem installiert werden soll auswählen)
b) Apply kext package anwählen
c) Install PC_EFI v9.... anwählen
Dann auf Install klicken
d) Bei Motherboards die HPET nicht unterstützen, muss noch das DSDT gepacht werden, den DSDT-Patcher findet man hier > ()
e) Boot CD auswerfen (wird nicht mehr benötgt), Gerät abschalten und neu starten.

2. Nach dem Neustart (auch Zwangsstart) müssen jetzt einige Einstellungen vorgenommen werden.

a) Zuerst sollte der automatische Bootvorgang unterbrochen werden durch Drücken der Enter-Taste während des Rückwärtszählens des Boot-Timeout Zählers. Mit den Optionen -v -f bewirkt man, dass einerseits der Bootvorgang sichtbar wird und andererseits alle Kernelerweiterungen geladen werden.

3. Nach dem booten müssen jetzt einerseits die EFI Parameter gesetzt und die Kernelextension geladen werden, damit alles funktioniert.

4. Zuerst EFI-Studio starten. Korrekte Graka hinzufügen, dann Ethernet (keine Auswahl) und AZAL (keine Auswahl) hinzufügen und den erzeugten EFI String in die plist com.apple.Boot.plist sichern.

5. Im Terminal zuerst auf das Verzeichnis LS8v15 wechseln und das Skript install-ls8v15.sh laufen lassen (Wichtig: damit das Skript funktioniert MUSS man sich im Verzeichnis LS8v15 befinden).

6. Nach dem Start alle Optionen mit Y/n, y/N resp. Enter befolgen, ausser bei "Install patched AppleACPIPlatform - reboot fix? [Y/n] ", da OpenHaltRestart bereits installiert ist.

7. Den Rechner abschalten und neu starten mit der Bootoption -v -f

8. Eventuell ist es notwendig einen weiteren Reboot vorzunehmen, falls das System irgendwo hängen bleiben sollte, aber in der Regel war's das.


Erweiterte Wireless-Hardware

Wireless Anbindungen funktionieren problemlos mit allen USB-Sticks die auch Leopard unterstützen. Solche, die nur Tiger unterstützen funktionieren ebenfalls, müssen aber nach Sleep jeweils aus den Rechner entfernt und wieder eingesetzt werden.
Wer die n-Option nicht braucht und mit 54 MBit/s leben kann, dem sei die PCI Karte von Buffalo (Wireless-G 125 High Speed) empfohlen, die funktioniert OOB als Airport-Karte.


System-Upgrades

Jeder System-Upgrade auf eine andere OS X Version derselben Distribution (bspw. von Leopard 10.5.6 auf Leopard 10.5.7) wird gewisse Dateien überschreiben, die mit der LS8v15 eingerichtet wurden. Da die Installation sehr OS X nah ist, genügt es in der Regel, das Shellskript erneut laufen zu lassen und ausser "Install patched AppleACPIPlatform - reboot fix? [Y/n] " alle anderen Optionen erneut zu installieren.
Die anderen Upgrades lassen sich in der Regel ohne Probleme installieren.


Mein Fazit

Die Gründe einen Hackintosh, anstatt Original Apple Hardware einzusetzen mögen unterschiedlich sein. Ich habe die rote Pille geschluckt, da mir zwei Rechnertypen im Apple-Programm gefehlt haben die ich wollte, nämlich ein Netbook und ein normaler Mac (zwischen Mini und Pro).
Ganz nebenbei habe ich eine neue, interessante Welt kennen gelernt, die ich nicht mehr missen möchte. Meine "Kisten" laufen ohne die geringsten Probleme und das seit Monaten. Der Aufwand einen Hackintosh zu bauen ist, mit all dem Know-How das ich mir inzwischen erworben habe, eigentlich sehr gering. Wer sich daran wagt, sollte es in jedem Fall versuchen mit einer Retail-Installation mit Original Apple-Software probieren.


Schadet mein Tun Apple?

Im Gegenteil!
Apple dürfte sich an der wachsenden Gemeinde von PC Hackern, die OS X auf ihren Kisten installieren, erfreuen, denn viele Newbies aus der PC Szene kaufen früher oder später auch Original Apple Produkte oder besitzen schon welche (bspw. iPod, iPhone).
Die Hackintosh Gemeinde erlaubt es Newbies OS X auf ihren Kisten auszuprobieren und führt viele von ihnen zu Apple. Denn seien wir ehrlich, wer arbeitet noch gerne unter Windows, wenn er sich an die Annehmlichkeiten, Funktionen und Möglichkeiten von OS X gewöhnt hat.

Kommentare

bluefisch20012.04.09 15:06
Schadet mein Tun Apple?
Und wie...denn Apple ist ein Hardwareverkäufer...
rex1966
rex196612.04.09 15:44
Dieses Gefrickel ist den meisten Leuten zu viel Arbeit.
Zumal die Probleme meist schon bei der Grundinstallation beginnen.

tubtub
tubtub12.04.09 16:26
Das Tun schadet Apple auch, da jemand der OS X auf seinem Windows PC ausprobiert schnell gefrustet sein wird. Wegen dem relativ hohen Aufwand bis alles funktioniert. Außerdem hat der "Tester" ja auch nicht unbedingt gut geeignete Hardware für einen Hackintosh.

Ich bin auch am überlegen, ob sich so ein Ding lohnen würde, aber ich kaufe lieber Apple-Hardware und bin sorgenfrei. Das ist ja grad das was es ausmacht

Trotzdem danke für deinen Bericht.
cr4nky12.04.09 17:01
Es ist definitiv VIEL Arbeit! Ich habe das mal getestet, mit einem Dell Inspiron 1520. Habe etwa 1 Woche jeden Tag bis Mitten in der Nacht dran gesessen *sick* Jetzt geht zwar zu 99 % alles aber die Arbeit würde ich freiwillig nicht noch einmal machen... Bin ich froh, wenn nächste Woche mein neuer iMac kommt Dann bin ich endlich vom DELL befreit. Würde also NIEMALS einen hackintosh kaufen, habe es mit nem Notebook gemacht, dass sowieso grad "leer" war.
nextmac12.04.09 23:00
rex1966, bluefisch200, cr4nky
Schadet mein Tun Apple?
Und wie...denn Apple ist ein Hardwareverkäufer...
Dieses Gefrickel ist den meisten Leuten zu viel Arbeit.
Zumal die Probleme meist schon bei der Grundinstallation beginnen.

Gerade weil es viel Know How braucht einen möglichst kompatiblen Hackintosh auszuwählen und darauf OS X zu installieren, schadet mein Tun Apple keineswegs.

Und dann:
Die Gründer von Apple waren selbst Hacker und haben das Know How für den ersten Apple von HP geklaut und das Interface für die Apple Lisa und den Macintosh von Xerox abgekupfert.

Zur Erinnerung: Das Ur-System von OS X, NeXTStep, respektive OpenStep, lief auch auf i386 Rechnern.

Durch den Switch auf die Intel-Plattform hat Apple selbst das Tor für Hacker weit aufgestossen und diese werden auch nicht durch irgendwelche OS X spezifischen Hindernisse an ihrem Tun gehindert. Für Apple wäre es ein leichtes, das Hacken von OS X durch zusätzliche Hardware weitestgehend zu unterbinden. Tun sie aber nicht. Apple ist noch gegen keinen Hacker und auch gegen keine Hackergemeinde gerichtlich vorgegangen. Nur wer sein Know How kommerziell nutzen will, den bittet Apple eventuell zum Kadi.
Mir hat es sehr viel Spass gemacht, die richtige Hardware für meine OS X Systeme auszusuchen und ich bin mit dem Erreichten rundum zufrieden. Zudem habe ich festgestellt, dass PC Hardware durchaus seinen eigenen Reiz hat.
Der Preis spielte dabei keine Rolle. Meine Hardware ist zwar wesentlich schneller als jeder Mac unterhalb des Mac Pro, aber gerecht gerechnet kostet mein Core2Quad 2.83 GHz Rechner inkl. LaCie 324 LCD Monitor, Logitech diNovo Tastatur, Mighty Mouse und offiziell gekauftem OS X und iLife 09 einiges mehr als die meisten iMacs. Allerdings ist mein Teil auch mit einem Terabyte Disk ausgerüstet.
ExMacRabbitPro13.04.09 00:07
*lol* - und ich bin vor 8 Jahren zum Mac gewechselt unter anderem weil ich KEINE Bastelei mit PC Hardware mehr wollte...
Johloemoe
Johloemoe13.04.09 01:36
nextmac
Man kann sich ja vieles schönreden, aber klar schadest du Apple. Du kaufst nur OS X und nicht noch für 1000€ nen Rechner hintendran. Das Geld geht Apple durch die Lappen.

Warum verklagen sie nicht jeden Hacker? Erstens: Sinnlos. Zweitens: Schlechte PR. Drittens: Aufwändig.


Naja, von mir aus mach das, aber schaden tust du dem Unternehmen schon (würde man davon ausgehen, dass du sonst z.B. einen iMac kaufen würdest)
Frowin
Frowin13.04.09 11:53
Ich habe einen mac mini, habe mich aber zusätzlich noch entschieden auch meinen Laptop mit OSX zu bestücken. Das war eine menge Arbeit und am ende funktionierte es gerade mal zu 80%. Nach dieser Erfahrung schätze ich meinen mini umso mehr und bin glücklich das alles rundläuft, ohne treiber installationen usw.

ich denke hackosx ist ideal um OSX zu testen, und vorm mackauf mal reinzuschnuppern. ich kann mir vorstellen das viele OSX "hacker" früher oder später apple hardware kaufen werden.



imacdummy13.04.09 18:36
Schadet mein Tun Apple?

Nein. Erstens kauft man sich als PC Hardwareeigner eine OS X Version. Geld das Apple bekommt. Ausserdem bedeutet die Installation auf "Nicht OS X Hardware" keineswegs das Apple Geld des Hardwarekaufs durch die Lappen geht - denn es ist ja gar nicht gesagt, dass man sich einen original Apple kaufen würde/möchte. Man installiert nur eine andere OS Version auf seinem Windows PC, den man nicht weggeben möchte (und auch vielleicht nie gegen einen Apple tauschen würde)

bluefisch20013.04.09 18:47
Die Klone wurden nicht einfach so verboten...jetzt ist es noch mit Aufwand verbunden...aber das wird sich noch ändern....Apples Preis für OS X ist so tief weil sie nicht von Software leben sondern von Hardwareverkäufen...
nextmac13.04.09 20:18
Johloemoe
Aproz Apple und ich.
Ich besitze noch ein MacBook Pro, einen iPod orange und ein iPhone und habe wohl insgesamt bisher etwa 100'000 Franken für NeXT und Apple Hard- und Software ausgegeben. Und gäbe es einen konfigurierbaren Mac unterhalb des Mac Pro, er wäre meiner.

Und dann, ich hatte einen Alu iMac 24". Das war in etwa die mieseste Hardware die ich je von Apple besass. Zu Beginn beinahe täglich Kernel Panics und Grafikabstürze, dann hatte das Panel 8 Pixelfehler und andauernd "eingebrannte" Stellen. Zu guter Letzt beschlug noch das Glas von innen (links oben, wo der Lüfter haust) und musste gereinigt werden.

iMac - Nein, danke. Nicht nochmals!
sver
sver13.04.09 22:03
was für ein mist, es kann ein update kommen, dann ist irgendeine versteckte funktion nicht mehr erreichbar und das macht sich aufeinmal bemerkbar wenn ich mein hackintosh notebook an den beamer in der uni anschließen will.

der vorteil von apple ist doch gerade, dass hardware und software aus einem hause kommt. von snowleopard wollen wir hier dann garnicht erst reden. wer kein windows will, aber keine apple hardware kaufen möchte der soll sich doch bitte linux installieren und sich das so weit anpassen, dass es mit osx mithalten kann.

es schädigt all diejenigen, die apple computer kaufen möchten, da apple weniger kohlen durch solche aktionen wie dir bekommt. apple lebt nicht von software, sondern von hardware, wenn eine geldquelle einbricht, fehlt das geld an anderen stellen.

ich gebe zu, dass ich die vorteile eines ibms notebooks nicht am mac habe, jedoch fehlt mir dort das osx, und das ist das wichtigere für mich. sollte es irgendwann legal und einfach gehen, dann steige ich vllt irgendwann um, aber so aufgarkeinenfall!
Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion. (Kurt Tucholsky)
alfrank14.04.09 08:13
Einen Mac midi, also einen unterhalb des Mac Pro, kann man sich auch problemlos aus original Apple Hardware bauen. Siehe meinen aktuellen hier:

Die wichtigsten technischen Daten:

Mac mini (early 2009), 2 GHz Core 2 Duo, 4 GB RAM
500 GB 3,5" SATA Festplatte Samsung (intern direkt angeschlossen)
1 TB 3,5" SATA Festplatte Samsung F1 (über FW-800 angebunden)
Pioneer 5,25" SATA SuperDrive DVR-216DBK (intern direkt angeschlossen)
Gehäuse eines PowerMac G3 b/w

Macht zusammen weniger als € 1000,- !

Alle drei Netzteile (Mac mini, Festplatten, DVD-Brenner) intern eingebaut, über eine gemeinsame Kaltgerätebuchse versorgt.

Das folgende Bild ist mittlerweile etwas überholt, der Mac mini hat wieder sein komplettes Gehäuse, auch wenn man das von aussen kaum sieht...

Kraftbuch
Kraftbuch14.04.09 10:42
"Apples Preis für OS X ist so tief weil sie nicht von Software leben sondern von Hardwareverkäufen..."

Software/Musik/iPhone Apps/.Mac etc. gehören aber ebenfalls zum Kuchen. Auch an einer verkauften OS X Retail DVD verdient Apple. Es ist ein Märchen, dass OS X quasi subventioniert wird durch den Verkauf der Macs.
Johloemoe
Johloemoe14.04.09 20:41
Kraftbuch
Ja, klar... Das was du ansprichst, damit verdient Apple Geld, aber NICHT MIT OS X. Schau dir die Preise von Windows an, dann weisste was ein OS so kostet. Natürlich wird OS X subventioniert...
nextmac14.04.09 21:39
alfrank
Geile Kiste
Und das beweist, dass Basteln eben doch Spass macht.
Hacker am Werk:
Kraftbuch
Kraftbuch14.04.09 22:07
@Johloemoe "Natürlich wird OS X subventioniert..."

Das würde bedeuten, ich könnte mir eine Retail OS X DVD kaufen, diese ungebraucht in den Abfall werfen und hätte Apple damit geschadet. Vergiss es!
Weisst du denn wie viel Entwicklungskosten OS X verursacht? Bei 10.4 "Tiger" waren es 29.7 Millionen Dollars. Zu Leopard habe ich keine Zahlen. Nehmen wir an es wären 40 Millionen Dollars.
Und jetzt setze dem die Verkaufszahlen von OS X gegenüber.
Zur Erinnerung:
Macwelt: Gratulation zu zwei Millionen verkauften Kopien von Mac-OS X 10.5 in vier Tagen!

Binnen 4 Tagen wurden also ca. 300-400 Millionen Dollar umgesetzt ohne einen einzigen Mac verkauft zu haben!

Apple verdient an jeder verkauften OS X DVD gutes Geld!





nextmac14.04.09 22:25
Johloemoe "Quod erat demonstrandum"
Kraftbuch Danke für deine Rechnerei.
LaRate
LaRate15.04.09 08:38
Interessanter Bericht. Ich habe vor einiger Zeit selbst einen Versuch unternommen, ein MacOS auf PC-Hardware einzurichten. Das Ganze sollte Dual-Boot mit WinXP laufen.

Na ja - nach einer Woche Bastelei hab ich die ganze Geschichte an den Nagel gehängt: zwar lief 10.5.2 halbwegs annehmbar, aber sämtliche Update-Versuche (die bei einem Hackintosh deutlich komplizierter ablaufen als beim Mac) schlugen fehl - System bootet nicht mehr.

Ich begnüge mich nun wieder(willig) mit XP - einen Original-Mac kaufen kommt aber mir nicht mehr in die Tüte: mein Powerbook war eine einzige Katastrophe (Hardwaredefekte am laufenden Band). Für den Preis erwarte ich einfach mehr Qualität und Service (entweder stabilere Hardware oder 3 Jahre AppleCare Parts&Labour inklusive).
poskopiati
poskopiati15.04.09 14:26
Hier läuft ein Akoya E1210 mini als Apple-Netbook 10 Zoll völlig problemlos (bis auf den Kopfhörereingang).

Installation ca. 2 Stunden - zuvor hatte ich mir alle benötigten Treiber und .kext besorgt und mich intensiv in die Materie eingelesen. Eine passende Airport-Extreme-Karte gabs über eBay aus HongKong für EUR 15,-, ein Bluetooth Ministick für 10,- arbeitet ohne Probleme. OS X: 10.5.6

So bald Apple mit einem ähnlichen Gerät auf den Markt kommt, werde ich mir das Original zulegen. Und wenn Apple irgend wann mal einen Desktop zwischen Mac Mini und Pro anbietet, geht mein alter Mac Mini auch in Rente.
pcbastler15.04.09 15:01
Angeregt durch den Artikel wollte ich es jetzt auch mal ausprobieren, aber irgendwie tut's bei mir gar nicht...

Die Boot-CD läuft, danach wechsle ich die Disc, lege die Leo-Retail ein, danach erscheint der graue Schirm mit dem Apple-Logo und weiter geht's nicht.
An Hardware isses ein Q6600 Quad auf einem Asus P5Q mit 8GB RAM und ATI-GraKa, nix außergewöhliches also...

Also so einfach wie's beschrieben ist, geht es dann doch nicht.
nextmac15.04.09 21:16
pcbastler
Du hast auch nicht dasselbe Motherboard wie ich. Schau mal hier nach >
El Raymondo15.04.09 22:44
Ein Bekannter hat mit einem Zweikernprozessor von AMD (2x 2Ghz bei 64bit) und einem Mainboard einer Firma namens Saphire (so oder so ähnlich) und anderer nicht sorgfältig abgestimmer Hardware ein OSX86 in 3-4h perfekt zum Laufen gebracht. Er ist beileibe kein PC-Experte und hat sich auch nicht großartig eingelesen. Anleitung genommen und ging, ohne viel Bastelei.
Jetzt hat er sich dennoch einen neuen iMac geholt, weil ihm das All-in-one gut gefallen hat, genauso wie das System.
Kovu
Kovu25.04.09 09:04
Ich hasse solchen Hackintosh-Schmuh und würde mir wünschen, dass der von einer Mac-Seite fern bleibt.
nextmac07.05.09 00:28
Kovu
Würde mir wünschen, dass Apple ein umfassendes Angebot anbietet. Mein "Kistchen" läuft absolut problemlos und der EIZO Monitor EV2411W ist erste Sahne. Hatte noch NIE einen so guten und schnellen "Mac".
Die PC-Industrie bietet zum Teil sehr gute Hardware-Komponenten (derer sich auch Apple bedient). Mit dem richtigen Betriebssystem ausgestattet, können spezifische Bedürfnisse manchmal besser befriedigt werden als es die Erzeugnisse von Apple vermögen.
Das ist kein Hackintosh-Schmuh und die Apple-Gemeinde, zu der ich mich auch zähle, sollte durchaus zwischendurch die IT-Welt ausserhalb ihres Biotops betrachten, denn da gibt es zahlbare Alternativen in bester Qualität und mit besseren Garantieleistungen!
wall-e12.05.09 01:11
ihr werdet euch noch wundern...
warum hat apple das wort computer aus dem firmennamen gestrichen?
und warum wird jetzt beim system das mac weggelassen?

10.6 mag noch ein echtes apple-system sein aber spätestens 10.7 läuft auf jeder hardware, wetten dass?
hansjochen28.05.09 22:49
Die Idee, Mac-Software auf einem PC laufen zu lassen, finde ich gut. Bin selbst Besitzer mehrerer Macs. Meinen PC hingegen konnte ich hardwareseitig genauso konfigurieren, wie es mir gefallen hat - und genau das hat mir am PC gefallen.
Ich wäre durchaus bereit, für die Software (denn die ist es doch, auf die es mir am Ende ankommt) den doppelten Preis zu zahlen, wenn ich das MacOs dafür auf einem PC installieren könnte, den ich mir selbst zusammengeschraubt habe. Na ja, vielleicht probier ich mal den EFI-USB-Dongle
oillio12.08.09 00:13
Hi nextmac,

danke für Deine Beschreibung! Ich bin selbst Besitzer des EG45M-DS2H und habe mir überlegt, darauf mal einen OSX-Probelauf zu machen, bin aber immer vor der Kompliziertheit zurückgeschreckt.

Deine ist eine der wenigen success stories, die ich zu diesem Boardmodell finden konnte und die erste, die mich nicht schon im Vorhinein entmutigt.

Hast Du Sound, Netzwerk und auch die interne Chipsatzgrafik zum Laufen gekriegt oder verwendest Du eine separate Grafikkarte. Ich würde OSX letztlich gern in einer Mulitbootumgebung verwenden. Geht das nach der von Dir beschriebenen Methode, eine separate Platte wäre vorhanden, oder müsste ich einen anderen Bootloader verwenden? Du schreibst das ggF. die DSDT gepatcht werden muss, ist das in diesem Fall der Fall und muss dazu das BIOS gepatcht werden, oder wird das auch emuliert?

Ich weiß, Fragen über Fragen...
Danke oillio!

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