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Tools, die das wissenschaftliche Arbeiten erleichtern

xaMax21.10.0811:36
Hallo,

welche Tools benutzt ihr bei wissenschaftlichen Arbeiten (z.B. Seminararbeiten, Diplomarbeiten, Doktorarbeiten usw.).

Ich stehe kurz vor einer solchen und bin auf der Suche nach "intelligenten" Tools, die einem ein wenig Arbeit abnehmen und die Übersicht erhöhen.
Von Literaturverwaltung bis Artikelsuchmaschinen - mich interessiert alles

Vielen Dank für ein paar Tipps, was ihr benutzt!
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Kommentare

JSauppe21.10.0811:45
da bin ich auch interessiert.
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specialized21.10.0811:46
Me too...
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wan21.10.0811:55


Ich kann auf "Papers" nicht mehr verzichten
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3d-swiss21.10.0812:03
Zum Schreiben gibt es ausser WORD noch viele andere Programme
Schau Dir mal Scrivener an oder
bzw. Ulysses
Neben dem Planen und Schreiben kannst Du in beiden Programmen auch Deine Quellen (Dokumente) verwalten.
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sierkb21.10.0812:06
Schau Dir mal näher Skim , und PersonalBrain , an. Vielleicht ist das ja jeweils was für Dich.
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TCHe
TCHe21.10.0812:32
  • Skim für PDFs, meine PDF-Bibliothek ist noch größer als meine reale
  • Bookends für die Literaturverwaltung, hat bei meiner MA-Arbeit hervorragend gearbeitet und mir viel Mühe erspart.
  • Beim Schreibprogramm schwöre ich auf Mellel, kurze Einarbeitung und dann kommt man damit wirklich gut zurecht.
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TCHe
TCHe21.10.0812:35
wan

Ich habe mal gehört, Papers sei im naturwissenschaftlichen Bereich funktionaler wegen der Datenbankenanbindungen oder so. Tut das auch im sozialwissenschaftlichen Bereich?

Ich verwende für die Organisierung meiner PDFs zur Zeit Yep!. Das Problem ist, es kommen täglich welche dazu und ich komme in Yep! mit dem Verschlagworten nicht mehr hinterher
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perestroika21.10.0812:35
Kommt ein bisschen aufs Gebiet an... fuer Geisteswissenschaften halte ich zum eigentlichen schreiben z.B. Scrivener sehr geeignet. Fur mathematiklastige Arbeiten (Mathe, Informatik, Physik...) wird man wohl um LaTeX nicht rumkommen. Editoren dafuer gibt es viele, aber meiner Meinung nach kann nichts mit Emacs mit installiertem AucTex und BRef mithalten (aber ich geb zu, dass ist etwas sehr old-school, aber wenn man mal drin ist sehr sehr schnell und effizient)

Zum Verwalten von Quellen und Papers bieten sich Programme wie Papers oder DEVONthink an.

Eine grosse Hilfe fuer mich (der viele lustige grosse Baueme und Graphen zeichnen muss) ist OmniGraffle, zusammen mit AppleScript erleichtert mir das den Arbeitsalltag erheblich.

Wer gerne plant was er tut und Gliederungen erstellt (was sich fuer eine DrArbeit durchaus anbietet ) moechte vielleicht auch mal einen Blick auf OmniOutliner werfen.

Aber eigentlich verbringe ich 90% des Tages im Emacs. Dabei schwanke ich jedoch immer noch zwischen Emacs.app (Carbon Emacs) und Aquamacs... und bin mit keinem 100% zufrieden.

Aber ansich waere es mal interessant, wer sich hier so rumtreibt im Wissenschaftsbereich? Doktoranden? PostDocs? Researcher? Professoren? Ich mach einfach mal den Anfang: Ich promoviere in Informatik Genau!
„Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von allen (Karl Valentin)“
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TCHe
TCHe21.10.0812:39
Ich promoviere – wenn nix mehr dazwischen kommt (Sprich: echtes Geld im richtigen Job ) – in Politikwissenschaften.

OmniOutliner hat bei mir übrigens auch eine Verwendung als Programm zum Erstellen von Exzerpten …
So richtig Planen würde ich eher in Omni Focus. Wenn ich mal den A*** hochkriege
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Garak
Garak21.10.0812:48
- DEVONthink für Verwaltung von Informationen.
- DEVONagent für Internet Recherche
- Bookends für Literaturverwaltung
- Zumindest für naturwissenschaftliche Arbeiten: LaTex; in Verbindung mit OmniOutliner als Texterfassungs- und Verwaltungstool und einem AppleScript für die Überführung in die LaTex Umgebung eine hervorragende Textverarbeitung.
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apfelbaum21.10.0812:51
Zur Literaturverwaltung kann ich Jabref empfehlen. Es bietet eine direkte Exportmöglichkeit nach Bibtex und damit nach Latex.
Zum Schreiben, Präsentieren, Formeleditieren usw. benutze ich Latex. Für das Plotten von Graphen kann ich den freien Matlab Clone Octave empfehlen.
„apfelbaum, ohne i“
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xaMax21.10.0820:07
ok, das sind ja schonmal jede Menge Vorschläge:

Zum Schreiben benutze ich auch Latex - demenstprechend kommt Word, Mellel, Scrivener u. Ä. nicht weiter in Betracht (bei mir zumindest). BooksEnd fällt auch weg.

Zur Literaturrecherche kenne ich bisher auch nur BibTex und Jabref. Letzteres fand ich aber nicht so super. Ich denk, ich werd mal BibTex (das Programm) ausprobieren. Hat jemand damit schon gearbeitet? @@

Kennt jemand noch nen guten Latex Editor? TexShop ist zwar ganz nett, aber irgendwie unterstützt es nicht wirklich beim arbeiten - man schreibt den ganzen Code selbst
perestroika: kannst Du vielleicht noch etwas über emacs und deine erwähnten Programme schreiben (was Vor- und Nachteile sind z.B.)? Danke


und zu den Leuten, die Papers benutzen:
Vom Internetauftritt sieht es irgendwie so aus, als ob:
- es lange nicht aktualisiert wurde (keine neuen Features)
- sehr Medizinlastig ist (hauptsächlich Pubmed)
- keine wirkliche Bibtex unterstützung und damit für Latexnutzer ungeeignet ist.
oder?
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xaMax21.10.0820:15
ich meinte nicht BibTex allgemein, sondern das Programm: BibDesk (der Link dahin ist richtig)
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perestroika22.10.0800:11
xaMax Also wenn du z.B. Auquamacs runterlaedst bekommst du Auctex und dergleichen gleich mitgeliefert.

Vorteile:
* Alles wichtige laesst sich frei konfigurieren (wie immer bei Emacs)
* Tastenkombis fuer alle wichtigen Dinge, wie Environments einfuegen, sections und dergleichen, automatische be-labelung
* Nette Uebersicht beim zitieren, automatischen Suchen im BibTex File nach passenden Eintraegen
* Inline Preview, d.h. du siehst direkt im Texteditor die gerenderten Ergebnisse von Tabellen, Formeln, Grafiken usw... kann auch mal ganz nuetzlich sein
* Man kann durch die Errors im Dokument durchnavigieren... erleichtert die Fehlersuche


Um es kurz zu machen: Wenn man mal drin ist, schreibt man damit verdammt schnell LaTeX Code... Also ich trau mich wetten, jeden mit irgendwelchen grafischen Klick-Programmen in die Tasche zu stecken Auf wenn Tastenkombis wie Ctrl+c Ctrl+f Ctrl+b auf den ersten blick nicht gerade intuitiv wirken (command - font - bold - um ein textbf{} einzufuegen ) Aber man kommt schnell dahinter, und dann merkt man, dass verdammt vieles sehr sehr clever geloest wurde. Oft nur Kleinigkeiten, aber genau die machens eben aus.

Nachteile:
* Lange Einarbeitungszeit in a) Emacs (wobei Aquamacs ein paar Tastenkombis immerhin Mac-stylig macht, z.B. Apfel C und Apfel V fuer kopieren und einfuegen (waere bei emacs sonst Alt+W und Strg+Y )
* Tastenkombis fuer Auctex muessen auch gelernt werden
* keine grafischen Hilfen, wenn man mal nicht weiss, wie ein Latexbefehl heisst (aber Autocompletion bei Macros)
* Auf deutschen Tastatur koennen die Dinge manchmal ausarten. Ich benutze eine Englische (GB) da macht das alles Spass... aber sowas wie alt + } auf einer deutschen Tastatur macht natuerlich nicht gerade Bock auf mehr

Also zusammenfassend wuerde ich sagen, es kommt drauf an, wie viel du in Zukunft noch mit LaTeX vorhast. Wenn es um eine Abschlussarbeit geht und dann wirst du nie wieder sowas schreiben, denke ich, isses den Aufwand nicht wert. Wenn aber abzusehen ist, dass du auf Dauer noch viel mit LaTeX arbeiten wirst, wuerde ich definitiv dazu raten! Also ich hab mit Emacs+Auctex nach dem Vordiplom angefangen, bei der Diplomarbeit hat sichs schon sehr gut bedienen lassen, und jetzt im Uni- und Forschungsalltag spart es mir immens viel Zeit und ich moechte wirklich mit keinem anderen Programm mehr tauschen. (Obwohl es ja Leute gibt, die sagen, vim sei auch ganz gut *g* Aber wir wollen ja jetzt keine vim vs. emacs Grundsatzdiskussion anfangen)

Ach und ja: emacs is natuerlich auch fuer alles andere schoen, nicht nur fuer LaTeX...
„Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von allen (Karl Valentin)“
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uniX
uniX22.10.0801:33
Mein LaTeX-Editor ist Lyx: Lyx
Super einfach und auch ohne TeX-Befehle auswendig zu können zu bedienen (besitzt z.B. eine Art "Formeleditor").
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pbr22.10.0803:12
MacTeX!
Viel mehr brauche ich nicht. Wobei ich immer noch von einer guten PDF-Verwaltung träume. Skim und Yep konnten mich bisher überhaupt nicht überzeugen...
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haui197922.10.0809:49
Ich promoviere in Politikwissenschaft.

Zum schreiben bin ich mit Aquamacs und JabRef recht zufrieden.

Für die Verwaltung der .pdfs nutze ich seit kurzem Papers - und bin eher mittelzufrieden. Gerade die Einbindung in BibTex läuft da noch nicht sooo hervorragend. Auch wenn ich Buchkapitel oder Konferenzpapiere abspeichere, ist mir Papers bislang eher Hindernis als Erleichterung. Und: Die Suchroutinen sind auch nicht die Besten. Ab und an findet man auf Browserbasierten Maschinen wie googlescholar die Sachen einfach schneller...
Aber vielleicht muss ich mich einfach noch mehr mit Papers auseinandersetzen..?
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perestroika22.10.0809:58
uniX Is sicher nett, wenn man nicht zu viele Formeln hat... und daher fuer viele ausreichend... aber wenn man natuerlich den ganzen Tag nichts anderes als Formeln schreibt ist eine "Zusammenklick"-Loesung nicht das optimalste... Jeder Griff zur Maus kostet Zeit... Abgesehen davon sollten Plain LaTeX symbole ehr nur einmal geschrieben werden, naemlich in ein Makro Denn wir trennen ja strikt zwischen syntaktischer Praesentation und semantischer Information eines Symbols Mein aktuelles Paper hat so an die 500 verschiedenen Makros Aber genau da kommt dann eben die Staerke von LaTeX ins Spiel. Wenn ich mit ein paar Zeilen die gesammte Notation im ganzen Paper aendern kann, eine Metavariable umbennen kann... das is schon alles sehr schoen

Aber wie gesagt: Jedem das seine, und sicher nicht fuer jeden notwednig (Wobei die DIfferenzierung zwischen Inhalt und Repraesentation natuerlich von jedem gemacht werden sollte. Eigentlich sollten in einem Dokument selber nie Informationen wie fett, kursiv, unterstrichen, was auch immer sein... nur Informationen wie: das ist ein Ort, eine Person, ein Verfahren, was immer... dann hat man hinther immer noch schoen die Moeglichket mit einer Zeile die Praesentation zu aendern.)
„Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von allen (Karl Valentin)“
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xaMax22.10.0810:25
danke für die ausführlichen Texte!
Ich werd Aquamacs mal ausprobieren. Viel komplizierter als TexShop sieht es auch nicht aus bisher

Lyx wäre mir auch zu grafisch - ich bin bisher ganz gut klar gekommen mit dem reinem Code und dem Endergebnis am Ende...

Nur eine gute Literaturverwaltung, die mit Latex/Bibtex zusammenarbeitet scheint es nicht wirklich zu geben... Bibtex und Jabref kümmern sich glaueb ich nicht richtig, um die PDFs im Dateisystem. Und Yep u. Ä. haben keine Bibtex Anbindung bzw. ordentliche Literaturangaben... hm
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Hot Mac
Hot Mac22.10.0810:43
BibTeX files kann man übrigens recht gut mit DEVONthink Pro/Office verwalten.
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morethan2cents
morethan2cents22.10.0811:00
gibt es vielleicht auch programme, die seminararbeiten ganz alleine schreiben?

*hust*
„könnten sie bitte? ja, danke, köstlich!“
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apfelbaum22.10.0811:29
Für wissenschaftliche Papers gibt es sowas:

Bei manchen Konferenzen kommt es mir so vor, als ob manche Leute den auch wirklich benutzen.
„apfelbaum, ohne i“
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morethan2cents
morethan2cents22.10.0811:36
apfelbaum

großartige sache

vielleicht kann ich das als kleine arbeit irgendwo unterbringen
„könnten sie bitte? ja, danke, köstlich!“
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xaMax07.11.0809:58
und nochmal eine Frage:
welches Programm nutzt ihr, um Diagramme, Zeitleisten, Tabellen, Übersichten, usw. zu erstellen? Mit Word/Excel bekommt man das auch alles "irgendwie" hin, aber so richtig hübsch ist es nicht.

OmniGraffle wurde weiter oben erwähnt, und ich bin auch ein Freund von Shareware bzw. vom Bezahlen von guter Software - aber 99$ bzw. 199$ finde ich dann doch etwas heftig, da ich nicht wirklich viele Diagramme brauche
Hat jemand noch einen anderen Tip?


Nebenbei: Zur Latex/Bibtex Literaturverwaltung nutze ich jetzt BibDesk. Bietet perfekte BibTex Unterstützung und viele weitere Annehmlichkeiten - und ist Freeware! Komme damit viel besser klar als mit JabRef!!
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perestroika08.11.0823:44
Ich kann dir leider keine Alternative nennen, da ich nur OmniGraffle nutze (was in Verbindung mit AppleScript wirklich sehr sehr maechtig ist!), aber ich kann dir sagen, dass Omni einen Eduction store hat. Wenn du also Student bist, oder an der Uni angestellt bist oder Lehrer usw, kostet OmniGraffle nur 59 bzw 119$. Vielleicht brauchst du ja die Pro Featues nicht, dann koennten 59$ ja noch drin sein

Einfach im Store am rechten Rand schauen, da gibts dann den Educational Store.
„Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von allen (Karl Valentin)“
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jenethan2008
jenethan200808.11.0823:49
Ich als Politikwissenschaftler schreibe gerade meine Magisterarbeit - mit Latex - nach ein bisschen reinfuxen ist es echt super - und erspart am Ende ne Menge Nerven. Am besten mit TexShop und Bibdesk.

Wenn ich daran denke, dass ich vor etwa 150 Tagen noch keine Ahnung hatte von Latex - und inzwischen kann sich das Ergebnis echt sehen lassen.
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