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M1 auch bei Linuxern beliebt?

Stefan S.
Stefan S.05.12.2014:04
Der Linux-Entwickler Hector Martin ist für eine Vielzahl von beeindruckenden Hacks sowie für seine Portierungsarbeiten bekannt. Als nächstes Projekt plant Martin nun die Portierung von Linux auf die neuen M1 ARM-CPUs von Apple.
Wow!
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Kommentare

xcomma05.12.2014:58
Wenn es klappt, werden die M1 (und was da noch kommen mag) sicherlich die Renner werden unter Linuxern. Die Power ist einfach überwältigend.

Das MacBook Air 13" war ja schon ein sehr beliebtes Gerät für Linuxer (und MacBooks allgemein).

Als damals Windows Vista veröffentlicht wurde, war - lustigerweise - das stärkste Vista Notebook ein Macbook


Apple würde sich einen noch viel grösseren Markt erschliessen. Na ja, immerhin gemäss Artikel werfen sie keine expliziten Steine in den Weg (derzeit). Könnten aber schon mehr Support geben. Reverse Engineering für Treiberentwicklung ist sicherlich eine der anstrengendsten Tätigkeiten.
+5
rmayergfx
rmayergfx05.12.2017:13
Bleibt die Frage, ob er es überhaupt umsetzen kann, da in den neuen Modellen der T2 ja auch integriert ist. Wenn Apple hier einen Riegel vorschiebt und z.B. die Firmware aktualisiert liegt das ganze Projekt mit einem Schlag auf Eis. Zudem wird es einiges an Entwicklungsarbeit kosten, wirklich alle Komponenten sauber zu integrieren. Die nächste Frage die sich mir stellt ist, warum sollte ich auf solch einem Gerät Linux installieren wollen ? Nur wegen der Performance ?
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
+1
gfhfkgfhfk05.12.2017:50
xcomma
Wenn es klappt, werden die M1 (und was da noch kommen mag) sicherlich die Renner werden unter Linuxern. Die Power ist einfach überwältigend.
Die meiste kommerzielle Software ist für x86-64 Linux erhältlich bzw. für kommerzielle gepflegte Linuxe auf Power oder ARM. Dabei spielt zurzeit ARM die geringste Rolle. Die erhältlichen ARM-Server-CPUs sind auch nicht uneingeschränkt empfehlenswert, da sie erhebliche Schwächen haben. EPYC2 ist da oftmals die bessere Wahl. Apples neue Plattform ist wegen des ganzen DRM-Zeugs als FOSS Plattform generell nicht empfehlenswert. Dazu müsste Apple grundlegend etwas ändern, und die Offenheit der Plattform garantieren, und das ist nicht sichtbar.
+2
xcomma05.12.2021:45
rmayergfx
Bleibt die Frage, ob er es überhaupt umsetzen kann, da in den neuen Modellen der T2 ja auch integriert ist. Wenn Apple hier einen Riegel vorschiebt und z.B. die Firmware aktualisiert liegt das ganze Projekt mit einem Schlag auf Eis. Zudem wird es einiges an Entwicklungsarbeit kosten, wirklich alle Komponenten sauber zu integrieren.
Ja, das ist die grosse Frage und wie Apple damit umgeht/umgehen wird. Es ist jedenfalls ein interessantes Thema.
rmayergfx
Die nächste Frage die sich mir stellt ist, warum sollte ich auf solch einem Gerät Linux installieren wollen ? Nur wegen der Performance ?
Performance scheint ja derzeit ein massgebendes Signal zu sein, das Apple mit seiner Architektur ausstrahlt.
Aber auch Linuxer dürfen Design-Geschmack haben
Man findet definitiv günstigere Notebooks generell für Linux, aber Macbooks sind ja auch so sehr beliebt gewesen seit dem Intel-Umschwung und zähl(t)en mit zu den "sexiesten" Linux Maschinen nehme ich an.
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xcomma05.12.2021:55
gfhfkgfhfk
Dabei spielt zurzeit ARM die geringste Rolle.
Da ist wohl alles so wie du es beschreibst. Aber es gibt immer einen Anfang für eine neue Bewegung. Man befindet sich damit wohl in der ersten Phase des Gartner Hype Cycles und wird erstmal nur für Early Adopters interessant sein.
gfhfkgfhfk
Apples neue Plattform ist wegen des ganzen DRM-Zeugs als FOSS Plattform generell nicht empfehlenswert.
Dazu müsste Apple grundlegend etwas ändern, und die Offenheit der Plattform garantieren, und das ist nicht sichtbar.
Das ist sicherlich eines der grossen Probleme. Vielleicht können bestimmte Komponenten auch "einfach nicht unterstützt" bzw. "ausgehebelt" werden. Keine Ahnung was möglich ist. Aber ja, Apple hält die Zügel in der Hand und das letzte was "FOSS-Jünger" wollen ist, dass eine so weitreichende Kontrolle/Entscheidungshoheit bei einem einzigen Unternehmen liegt.
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silversurfer2205.12.2022:12
hat schonmal jemand drüber nachgedacht was passiert, wenn Apple, dank UNglaublicher Umsatzzahlen (auch wegen der Linuxer), einen Marktanteil von 25, 30 oder XX% erreicht ?
Es könnte schnell passieren, dass das ganze Unternehmen zerschlagen wird, weil es einfach zu groß geworden ist, da es ja jetzt schon das "Wertvollste" ist

Wie könnte dann eine Aufspaltung aussehen ?
Hardware / Software ?
iOS / macOS ?

es ist fast alles so verwoben, das ich eine Aufspaltung als große Gefahr für die Zukunft sehe
-1
xcomma05.12.2022:15
silversurfer22
große Gefahr für die Zukunft sehe
Gefahr für wen?
Eine Aufspaltung kann besser für Kunden sein und kann schlechter für Shareholder sein.
You choose . Ich bin für die Kundenseite.
+5
silversurfer2205.12.2022:24
ich für Shareholder aber auch für die ganze Firma, denn ohne diese Verwebung wird es "schwierig"
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Stefan S.
Stefan S.05.12.2023:29
xcomma
Eine Aufspaltung kann besser für Kunden sein und kann schlechter für Shareholder sein.
You choose . Ich bin für die Kundenseite.
Oder andersrum…

Ich glaube, dass allein schon ein lüfterloser Rechner einen Haben-Wollen-Effekt ausmacht, selbst bei Linuxern .
-1
Weia
Weia06.12.2003:11
rmayergfx
Bleibt die Frage, ob er es überhaupt umsetzen kann, da in den neuen Modellen der T2 ja auch integriert ist. Wenn Apple hier einen Riegel vorschiebt und z.B. die Firmware aktualisiert liegt das ganze Projekt mit einem Schlag auf Eis.
Die Frage ist, warum sollte Apple das tun?

Apple finanziert fast seine gesamte Softwareentwicklung über den Hardwareverkauf. Ein DRM, damit die hauseigene Software nicht unentgeltlich (ohne jeden Gewinn für Apple) auf anderen (bislang Intel-)PCs läuft, ist daher kommerziell nachvollziehbar.

Ein DRM, das umgekehrt verhindert, dass andere Software auf der eigenen Hardware läuft, hingegen nicht. Wenn Menschen, die ein anderes OS bevorzugen, sich dennoch Apple-Hardware kaufen und daher zu deren vermehrtem Absatz beitragen, wieso sollte Apple das stören? Das Gegenteil sollte der Fall sein.

Die einzige Einschränkung, die ich sehe, wäre, dass Apple u.U. befürchten müsste, dass durch die Entwicklungsarbeit der Linux-Gemeinde mehr über Apples DRM bekannt wird und Hacker, die umgekehrt macOS auf anderer Hardware zum Laufen bekommen wollen, davon profitieren könnten.

Das kann ich technisch nicht wirklich beurteilen, vermute aber, dass die Gefahr für Apple augenblicklich eher gering ist.
Die nächste Frage die sich mir stellt ist, warum sollte ich auf solch einem Gerät Linux installieren wollen ?
Weil jemand Linux-Software und Apple-Hardware mag?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
Gerry
Gerry01.01.2120:26
Die Frage ist hier halt mal. Geht es nur um das machbare oder soll das was erstes werden.
Selbst wenn es was ersten werden sollte, ist dann die Frage wie sieht es dann mit Software aus? Der Raspberry ist fest in Linux Hand. Wenn man sich aber da mal Ubuntu ansieht, gibt es weit weniger Software für den Raspberry dann. Abgesehen davon das Ubuntu am Raspberry langsamer ist als PI OS.

Zur Umsetzung von Software ist auch die Frage wie viele nutzen den dann unter Linux? Das Teil ist nun mal sehr teuer und da bekommt man eben für das gleiche Geld wo anderes mehr Leistung. Das wird wohl die größte Bremse sein bei dem ganzen.
Nvidia wird ARM CPUs bauen, Microsoft hat das schon angekündigt das sie welche Bauen werden. AMD will sich dann auch demnächst was bekannt geben zu ihren ARM Programm. Ich denke zwar da jetzt nicht das Microsoft eine billig Schiene fahren wird, ´was auch verkehrt wäre wenn sie das machen.
Aber Computer die mit CPUs von AMD oder Nvidia ausgestattet sind wird es die sicher geben.

Man kann jetzt noch fragen wie schnell die sind. Da würde ich mal sagen abwarten und Tee trinken. Sicher kann es sein das Apple hier einen Vorsprung hat. Fragt sich nur wie lange. Den man kann es drehen wie man will. Bei den drei genannten Firmen arbeiten auch nicht lauter Deppen. Vor allem werden die schon Gas geben, weil sie ja in Konkurrenz zu einander stehen. Siehe AMD und INTEL.
Dann muss man auch erst sehen ob sich die ARM CPUs auch durch setzen. Entwickelt hat man die ja schon Ende der 1970 Jahre. Die hatten damals die gleichen Vorteile wie Heute. Daran hat sich nicht geändert. Die CSIC CPU's hatten bis jetzt am Ende eben immer die Nase vorne. Aber gut vielleicht wird es dieses mal anderes. Wobei für den User ist es am Ende egal was da für eine CPU dann verbaut ist.
-2
KingBradley
KingBradley01.01.2120:44
Ich persönlich finde:
Jeder Besitzer eines Computer (Desktop/Laptop) sollte frei entscheiden können welches OS er installieren möchte OHNE Beschränkungen / Steine-in-den-Weg-legen des Herstellers!

Man stelle sich vor Wintel hätte sowas damals forciert...

Wir brauchen bezüglich der Tech Riesen den Gesetzgeber mehr denn je, von alleine werden diese Riesen immer in die falsche Richtung driften...

Und warum Apple bei den neuen Macs andere OS aussperrt, versteh ich nicht ganz. Das Sicherheitsargument kaufe ich nicht ab, da hätte ich dann liebend gerne eine Option diese zu opfern um ein anderes OS (wie Linux) nativ zu betreiben. Wieso gewährt das den Usern nicht?
+3
silversurfer2201.01.2123:40
... weil das OS auf unserer Plattform nur deshalb so schnell, aber auch stabil läuft, weil nicht für AberBillionen verschiedene Hardwarekompenennten Treiber vorhanden sein müssen, Inkompatibilitäten untereinander gefixt werden müßten.

Nur mit einem überschaubaren Hardwarebestand ist ein vernünftiges optimieren des OS, aber auch der Programme zu einem annehmbaren Aufwand möglich.

Es gibt genügend Beispiele, schon zu G4/5 Zeiten, wo besonders angepaßte Programme auch auf unterlegener Hardware (zumindest vom Papier) dann doch konkurrenzfähig war.
Es liegt noch immer ein EXTREM großes Potential für mehr Geschwindigkeit bei der Anpassung der Programme an die Hardware seit vielen Jahre brach. Das Apple jedes Jahr große OS Updates bringt, ist dabei nicht immer von Vorteil !
0
gfhfkgfhfk02.01.2107:22
Gerry
Selbst wenn es was ersten werden sollte, ist dann die Frage wie sieht es dann mit Software aus? Der Raspberry ist fest in Linux Hand. Wenn man sich aber da mal Ubuntu ansieht, gibt es weit weniger Software für den Raspberry dann. Abgesehen davon das Ubuntu am Raspberry langsamer ist als PI OS.
Ubuntu läuft auf dem Raspberry Pi die ganze Zeit schon als 64Bit Distribution, Raspberry Pi OS (vormals Raspian) ist immer noch 32Bit. Dazu wird Raspberry Pi OS nur als ARMv7 übersetzt, d.h. es nutzt das Potential der neuen CPUs nicht aus.

nVidia hatte vor einigen Jahren die Portland Group gekauft und hat die komplette Compiler Suite nun kostenlos erhältlich gemacht und sie auch auf ARM portiert.
+2
Gerry
Gerry02.01.2109:45
@gfhfkgfhfk
Das ist mir bekannt, wo bei PI OS mit 32 Bit noch schneller ist als Ubuntu mit 64Bit. Das PI OS 64 ist da noch um einiges schneller. Hat aber noch so seine Bug. Denke aber die wird man bei Zeiten behoben haben.

@silversurfer22
Das dumme bei dem G3-G5 ist das sie aber am Ende doch unterlegen waren und Apple umgestiegen ist. Und man sollte nicht vergessen das waren auch RICS CPU´s, genau so wie das die ARM sind.
Da spielen eben immer viele Faktoren mit ob sich am Ende was durch setzten kann oder nicht. Das werden wir aber erst in ein paar Jahren sehen ob es die ARM dieses mal schaffen oder nicht. Auch wie gut die von Apple wirklich sind, wenn die anderen mal ihre rausbringen.

Der M1 ist ohne Frage schnell. Aber er hält mit den neusten und schnellsten Mobil CPU´s von AMD nicht mit. Da s was er denen voraus hat ist das er weniger Strom braucht. Hier ist es aber auch eine Frage ob AMD und INTEL nicht hinbekommen das ihre jetzigen weniger Verbrauchen. Gerade AMD hat in letzter Zeit bei den Desktop CPU's gezeigt was da noch geht. Das ein 16 Kerner so wenig Strom braucht hätte vor den Ryzen 3950X keiner geglaubt.
Der Vorteil von Apple ist das es in sich geschlossener Markt ist mit treuen USER'n die so einiges mit machen, wobei der geschlossen Markt auch auf der anderen Seite wieder ein Nachteil ist. Allerdings wird Apple bei der derzeitigen Model- und Preispolitik kaum mehr große Markanteile mehr dazu gewinnen bei den PC's.
+2
bestbernie02.01.2110:06
silversurfer22
hat schonmal jemand drüber nachgedacht was passiert, wenn Apple, dank UNglaublicher Umsatzzahlen (auch wegen der Linuxer), einen Marktanteil von 25, 30 oder XX% erreicht ?
Es könnte schnell passieren, dass das ganze Unternehmen zerschlagen wird, weil es einfach zu groß geworden ist, da es ja jetzt schon das "Wertvollste" ist
Linux hat einen Marktanteil von 1,5%, die Computersparte bei Apple trägt mit rund 10% zum Gesamtumsatz mit bei, der M1 oder die nachfolgenden haben/werden den CPU Markt umkrempeln, aber wie Apple da auf 25% Marktanteil kommen sollte, selbst wenn andere Systeme darauf laufen werden ist für mich fraglich und es wird ja auch bei 25% Marktanteil ein anderes Unternehmen geben, das dann knappe 75% Marktanteil hat.
+3
silversurfer2202.01.2110:50
@Gerry
früher war Apple auf das angewiesen, was IBM liefern konnte und WOLLTE. Es gab ja nie einen stromsparenden G5 und es war absehbar, das die Laptops irgendwann unverkäuflich geworden wären, also musste ein Umstieg kommen (mein Dual 2,5 G5 war einem Mac mini 2,0 hoffnungslos unterlegen und der Mini hat G5 hat das 20 Fache an Strom verbraten)

Mittlerweile sind die CPUs, auch der Mobiltelefone, so schnell, das sie für fast alles, ausser den SEHR rechenintensiven Sachen, für 90% der Leute ausreichend ist.

Wofür lohnt es sich also Geräte zu entwickeln ?
Für einen SEHR kleinen Kreis an Powerusern oder eine SEHR breite Masse an Kunden ?
Und genau für den großen Kundenkreis ist der M1 schnell genug, auch über viele Jahre hinweg. Es ist nur etwas ärgerlich, wenn die M1 Plattform nach 5-6 Jahren keine Updates mehr bekommt, genau das ist mit den Inteldingern sehr positiv, weil auch anderweitig mit anderen OS benutzen zu können.

Will Apple denn überhaupt große Marktanteile dazu gewinnen ?
Die Folge wäre dann ganz sicher eine Zerschlagung, wobei die jetzige Größe schon kritisch ist.
Solange eine solch gute Marge erzielt, ist doch alles iO (für die Shareholder)
0
pünktchen
pünktchen02.01.2111:01
Apple beweist ja dauernd dass ein kleines Monopol höhere Gewinne abwirft als ein grösserer Anteil an einem offenem Markt. Natürlich auf Kosten der Kunden - also uns. Wer das verteidigt leidet am Stockholmsyndrom.
+2
rmayergfx
rmayergfx02.01.2111:10
Solange die Vormachtstellung von Windows im öffentlichen Bereich vorhanden ist, wird sich auch im privaten und geschäftlichen Umfeld nicht wirklich ein großer Marktanteil etablieren. Es gibt unendlich viel spezialisierte Software die speziell für Behörden geschrieben wurde, die nicht Multiplattform tauglich ist und es auch keinen Ansatz dafür gibt, das hier etwas geändert werden will. Sieht man gerade wieder beim Software Chaos in München. Aus einem Vorzeigeprojekt wurde ein Desaster. Dabei war die Umstellung zu Linux eigentlich ein Schritt in die richtige Richtung. Zusätzlich gibt es dann auch noch das kleine Problem mit dem Budget. Microsoft zieht nun auch mit ARM nach, je nach Stückzahlen werden die Preise wieder in den Keller gehen und dann bekomme ich für das gleiche Budget eine höhere Anzahl "Nicht Apple Geräte" und damit wird es schon wieder schwerer das Projekt umzusetzen mit Apple Hardware.
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
0
silversurfer2202.01.2111:13
welche anderen Mobiltelefonhersteller machen denn wirklich Gewinn ?
wie sinnvoll ist ein solches Geschäftsmodell auf längere Zeit ?

Ist es nachhaltig, allerbilligsten Kram zu verkaufen und dann sich selbst (keine Updates) zu überlassen ?

möchtet ihr auch weiterhin einfach nur billigst kaufen & dann dem Mist in die 4. Welt entsorgen ? das Zeug kommt irgendwann ja doch zu uns zurück und ewige Expansion kann es nicht geben.
+1
pünktchen
pünktchen02.01.2111:22
Du meinst wer nicht wie Apple dank einer dominanten Marktstellung 30-40% Marge einsacken kann der muss Schrott herstellen? Wieso?
-3
silversurfer2202.01.2111:29
viele vergessen, das Entwicklungsarbeit, egal ob bei Hard oder Software, aber auch langer Support Geld kostet. Mal eben eine Hardware, die durchgeplant funktioniert zu kopieren, ist wesentlich billiger.

ne, aber welche Marge haben denn die anderen Hersteller ?

Bei einem Marktanteil von <20% ist Apple wohl nicht als dominant zu bezeichnen. Warum erhöhen die anderen Hersteller nicht die Preise & Margen auf ein verträgliches Maß (auch wenn wir Kunden dann mehr bezahlen müßten) ?

Ist die "geiz ist geil" Mentalität sinnvoll und über Jahre hinweg durchsetzbar ?

Ich fände "leben & leben lassen" sinnvoller & nachhaltiger, du nicht ?
0
LoMacs
LoMacs02.01.2111:32
pünktchen
Apple beweist ja dauernd dass ein kleines Monopol höhere Gewinne abwirft als ein grösserer Anteil an einem offenem Markt. Natürlich auf Kosten der Kunden - also uns. Wer das verteidigt leidet am Stockholmsyndrom.
Du scheinst den "offenen Markt" nicht ganz verstanden zu haben. Wer überteuert findet, kauft ein anderes Produkt, ganz ohne Stockholm-Polemik.
+2
pünktchen
pünktchen02.01.2111:47
Apple sackt weltweit fast die kompletten Gewinne bei Smartphones + Tablets + Smartwatches ein. Was hat das bitte mit "leben & leben lassen" zu tun? Und wieso bin ich geizig wenn ich Apples Aktionären nicht so einen fetten Gewinn überweisen möchte?
0
pünktchen
pünktchen02.01.2111:49
LoMacs
Wer überteuert findet, kauft ein anderes Produkt, ganz ohne Stockholm-Polemik.

Ich finde Apples Produkte zu teuer und kaufe sie trotzdem. Das widerlegt deine Aussage doch schon.
0
pünktchen
pünktchen02.01.2111:52
Um zum Thema zurück zu kommen: in ein paar Jahren wird Apple die Unterstützung der jetzt brandneuen M1-Macs aus irgendeinem mehr oder weniger gutem Grund einstellen. Hoffentlich läuft Linux und/oder Windows bis dahin ordentlich drauf so dass man sie noch ein paar Jahre weiter benutzen kann. Das wäre nämlich nachhaltiger als sich wie von Apple gewünscht neue Macs zu kaufen obwohl die alten es eigentlich noch tun nur weil das letzte macOS was drauf läuft voller Sicherheitslücken ist.
-2
LoMacs
LoMacs02.01.2112:09
pünktchen
Ich finde Apples Produkte zu teuer und kaufe sie trotzdem. Das widerlegt deine Aussage doch schon.
Dann würde ich das Stockholm-Syndrom eher bei dir diagnostizieren als bei anderen, die vor dem Kauf Hard- und Softwarequalität auch mit anderen Systemen vergleichen, die TCO durchrechnen und ihre eigene Produktivität einbeziehen.
+2
pünktchen
pünktchen02.01.2112:25
@LoMacs: Wie kommst du drauf dass ich das nicht mache? Nur weil es für mich aus diversen Gründen die sinnvollste Lösung ist bedeutet dass noch lange nicht dass die Produkte nicht trotzdem überteuert sind. Ihr Mehrwert für mich ergibt sich aus dem geschlossenen Ökosystem und den Opportunitätskosten eines Wechsels. Das ist nichts was Apple für mich herstellt sondern dass sind künstliche Schranken die mich zum Zahlen ihrer Extraprofite nötigen. Wer das rechtfertigt findet auch Schutzgeldzahlungen ok weil man dann schliesslich keine aufs Maul bekommt.

@silversurfer22: was ich übrigens an der Argumentation teure Produkte seien voll Öko da nachhaltiger und alles günstige Schrott so widerlich finde ist dass in der Realität diejenigen welche sich die teureren Produkte leisten können einen viel grösseren ökologischen Fussabdruck hinterlassen, schlicht weil sie mehr konsumieren können. Erst die Erde zerstören und dann auf die Armen die drunter leiden müssen herab schauen und sich als was besseres fühlen. 🤮
-2
silversurfer2202.01.2113:09
ich habe nicht gesagt, das teurere Sachen immer nachhaltiger sind, sondern, das diese oftmals eine längere Nutzungsdauer haben
mein iMac & MBP sind jetzt 10 Jahre, mein Mac mini 9 Jahre alt und bedurften keinerlei Support, Neuinstallation o.ä. das sollen die billigen Dinger mal erst nachmachen

Wieviel Geld ist dir Lebenszeit wichtig, wenn du regelmäßig nach neuen Sachen schauen musst, neu installieren usw usf ?
Ich gebe lieber einmal mehr Geld aus & habe dann viele Jahre meine Ruhe (iMac & Mac mini haben jeweils >85.ooo Betriebsstunden)

größeren Fußabdruck...
DAS zeige mir bei wesentlich günstigeren Geräten, das diese die gleiche Quantität UND Qualität hatten, aber auch so lange eingesetzt werden konnten. Schaue mal, wieviele Leute noch mit Uralt Mac Pros unterwegs sind und damit ihr tägliches Brot verdienen ! die können schon rechnen, was für sie günstiger ist.... nachhaltiger ist es sowieso.

Ach ja ... mein Verstärker zu Hause ist jetzt >30 Jahre jung ... wird immer mal wieder upgedatet und nicht wie bei anderen, zB Accuphase, dann durch ein neues Modell ersetzt.
Und jetzt erzähle du mir einen davon, das dies nicht nachhaltig ist, den Kram über so viele Jahre zu nutzen, ohne regelmäßige Neukäufe

nur weil ich nachhaltiger kaufe heißt das ja nicht, das ich mehr & häufiger kaufe
+2
silversurfer2202.01.2113:13
da stimme ich dir zu... und es wäre schön, wenn eben nicht jedes Jahr große Updates kommen würden, dafür die Geräte, gerade weil sie so leistungsfähig sind, dann auch noch länger Updates bekommen würden.
pünktchen
Um zum Thema zurück zu kommen: in ein paar Jahren wird Apple die Unterstützung der jetzt brandneuen M1-Macs aus irgendeinem mehr oder weniger gutem Grund einstellen. Hoffentlich läuft Linux und/oder Windows bis dahin ordentlich drauf so dass man sie noch ein paar Jahre weiter benutzen kann. Das wäre nämlich nachhaltiger als sich wie von Apple gewünscht neue Macs zu kaufen obwohl die alten es eigentlich noch tun nur weil das letzte macOS was drauf läuft voller Sicherheitslücken ist.
+1
silversurfer2202.01.2113:18
es steht doch den jeweiligen Unternehmen frei, die Preise dann auch um 50% zu erhöhen, warum machen sie das nicht ? nur wer vernünftig kalkuliert & produziert wird langfristig überleben

Warum arbeitest du nicht für 3€ fufzich ? vielleicht weil du es verlangen kannst ?

...dann kaufe doch andere Produkte, welche für dich günstiger sind ... oder kauf Tesla, MS, Facebook oder Appleaktien, dann zahlt dir zB Apple JEDES Jahr alle Produkte durch die Dividende, die Anderen über den Börsenwert
pünktchen
Apple sackt weltweit fast die kompletten Gewinne bei Smartphones + Tablets + Smartwatches ein. Was hat das bitte mit "leben & leben lassen" zu tun? Und wieso bin ich geizig wenn ich Apples Aktionären nicht so einen fetten Gewinn überweisen möchte?
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piik
piik02.01.2114:51
silversurfer22
ich habe nicht gesagt, das teurere Sachen immer nachhaltiger sind, sondern, das diese oftmals eine längere Nutzungsdauer haben. mein iMac & MBP sind jetzt 10 Jahre, mein Mac mini 9 Jahre alt und bedurften keinerlei Support, Neuinstallation o.ä. das sollen die billigen Dinger mal erst nachmachen
Da sitzt Du Vorurteilen auf. Viele preiswerte PCs laufen extrem lange. Z.B. in Behörden. Ich kenne einen Fall eines PCs, der eine Maschine steuert und täglich stundenlang im Einsatz ist. Und das seit 1998. Das ist zwar extrem, aber dass preiswerte PCs reihenweise ausfallen würde ist ein Märchen, zumal Apple (bisher - beim M1 ist es anders) gerade Mal das Board und das Netzteil selbst und RAM, HD/SSDs sowie Chips und alle anderen Bauteile einfach zukauft und es da in einigen Teilen keine Spezialqualitätsfertigung für Apple gibt.
Und wer Öko-Aspekte ranzieht: Die Macs im Alugehäuse sind ordentlich energieintensiv in der Herstellung. Sicher baut Apple schöne und gute Geräte, aber es ist nicht alles Schrott, was nicht von Apple kommt. Da können viele Konkurrenten mithalten, auch was Mobilgeräte angeht. Sogar ein "Billigproduzent" wie Xiaomi spart zwar etwas am Gehäuse etc., aber die Smartphones aus diesem Laden haben sicherlich ein fast doppelt so hohes Prei/Leistungs-Verhältnis.
Es ist die Software, das OS, was mich den Extra-Obulus an Apple überweisen lässt.
Und das weiß Apple ganz genau...
0
gfhfkgfhfk02.01.2121:21
bestbernie
Linux hat einen Marktanteil von 1,5%,
Aber nur am immer schrumpfenden Desktop/Notebook Markt. Bei den Server steigt der Linux Marktanteil beständig weiter. Selbst in der Microsoft Azure Cloud beträgt er mittlerweile >70%. Im IoT Markt ist Linux ebenfalls sehr stark verbreitet. Microsoft versucht mit Windows IoT dagegen zuhalten, aber es sieht sehr schlecht aus. QNX ist bei Echzeitanforderungen der wichtigste Konkurrent und nicht Windows.
silversurfer22
@Gerry
früher war Apple auf das angewiesen, was IBM liefern konnte und WOLLTE. Es gab ja nie einen stromsparenden G5 und es war absehbar,
Das ist nicht ganz korrekt, da Apple die erste stromsparende Version des G5 schon nicht mehr verbauen wollte, und Apple ebenfalls nicht auf den fertigen PAsemi PA6T-1682M setzen wollte. Übrigens von der Firma, die Apple dann anschließend gekauft hat, um eigene CPUs entwickeln zu lassen. Sprich uns hätte das ganze x86 Intermezzo erspart bleiben können, wenn Apple sich damals gleich auf eigene CPUs eingelassen hätte.
silversurfer22
… das die Laptops irgendwann unverkäuflich geworden wären, …
In den Laptops wurde von Apple bis zuletzt Motorolas G4 verbaut und keine IBM CPUs!
0
Gerry
Gerry05.01.2100:55
silversurfer22
@Gerry
früher war Apple auf das angewiesen, was IBM liefern konnte und WOLLTE. Es gab ja nie einen stromsparenden G5 und es war absehbar, das die Laptops irgendwann unverkäuflich geworden wären, also musste ein Umstieg kommen (mein Dual 2,5 G5 war einem Mac mini 2,0 hoffnungslos unterlegen und der Mini hat G5 hat das 20 Fache an Strom verbraten)

Ich denke das IBM am Ende der Mark nur für Apple zu klein war und sie sich zu wenig Gewinne gesehen haben. Daher haben die da auch wohl am Ende kaum mehr was gemacht.
silversurfer22
Wofür lohnt es sich also Geräte zu entwickeln ?
Für einen SEHR kleinen Kreis an Powerusern oder eine SEHR breite Masse an Kunden ?
Und genau für den großen Kundenkreis ist der M1 schnell genug, auch über viele Jahre hinweg. Es ist nur etwas ärgerlich, wenn die M1 Plattform nach 5-6 Jahren keine Updates mehr bekommt, genau das ist mit den Inteldingern sehr positiv, weil auch anderweitig mit anderen OS benutzen zu können.

Das Problem wir hier sein das der Mac für den großen Kundenkreis zu teuer ist. Viel wissen das der Mac auch ein guter Computer ist, aber eben zu teuer. Egal wie schnell der M1 ist oder nicht. Die selbe Leistung bekommt er wo anderes billiger, oder für das gleich Geld weit mehr Leistung.
Da brauche ich nur meinen aktuellen Desktop als vergleich nehmen. Hat das selbe gekostet wie der dicke fette iMAC in max. Ausstattung. Der unterschied ist das der aber Leistungstechnisch in einer ganz anderen Liga spielt. Da kommt der dicke iMac bei weiten nicht hinterher.
silversurfer22
Will Apple denn überhaupt große Marktanteile dazu gewinnen ?
Die Folge wäre dann ganz sicher eine Zerschlagung, wobei die jetzige Größe schon kritisch ist.
Solange eine solch gute Marge erzielt, ist doch alles iO (für die Shareholder)

Warum sollte man sie gleich zerschlagen, gibt Firmen die größer sind.
-7
pünktchen
pünktchen05.01.2109:54
Gerry
Viel wissen das der Mac auch ein guter Computer ist, aber eben zu teuer. Egal wie schnell der M1 ist oder nicht. Die selbe Leistung bekommt er wo anderes billiger, oder für das gleich Geld weit mehr Leistung.

Eben nicht. Bei Laptops ist Apple mit dem M1 konkurrenzlos schnell und günstig. Allein die X86-Kompatibilität ist ein Argument für andere Laptops. Deinen Desktop kannst du erst dann zum Vergleich heranziehen wenn Apple einen Desktop mit Apple Silicon rausbringt.


Gerry
Warum sollte man sie gleich zerschlagen, gibt Firmen die größer sind.

Allenfalls Microsoft und Aramco. MS gehört genauso zerschlagen und Aramco ist ein Staatskonzern. Die nächsten paar Konzerne sind auch alle ein Fall für die Kartellbehörden: Amazon, Alphabet (Google), Alibaba, Facebook, Tencent. Tesla gehört gerade auch dazu, da ist es bisher eher die Hoffnung der Investoren auf eine marktbeherrschende Stellung welche den Marktwert begründet.
+1
piik
piik05.01.2112:45
Gerry
Warum sollte man sie gleich zerschlagen, gibt Firmen die größer sind.
Schau mal auf die Marktkapitalisierung und dann zeig mir mal, welche Firma größer ist...
Und das ist auch nicht das Kriterium, sondern die marktbeherrschende, monopolartige Stellung.
+6
Weia
Weia05.01.2119:53
Gerry
Warum sollte man sie gleich zerschlagen, gibt Firmen die größer sind.
Auf welcher einsamen Insel hast Du die letzten Jahre verbracht, um nicht mitbekommen zu haben, dass Apple der größte Konzern der Welt geworden ist?

pünktchen
Allenfalls Microsoft und Aramco.
Weder noch.

Apple 2,22 Billionen $
Aramco 2,04 Billionen $
Microsoft 1,64 Billionen $

(Quelle: )
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
DTP
DTP05.01.2121:01
piik

Schau mal auf die Marktkapitalisierung und dann zeig mir mal, welche Firma größer ist...
Und das ist auch nicht das Kriterium, sondern die marktbeherrschende, monopolartige Stellung.
"Monopolartige" Stellungen sind ja kein Problem. Jeder Erfinder hat ja per Definition erstmal ein Monopol.

Wenn Kartellbehörden einschreiten, dann passiert das, wenn Unternehmen marktstarke oder marktbeherrschende Stellungen ausnutzen.
+3
gfhfkgfhfk05.01.2121:35
Weia
Auf welcher einsamen Insel hast Du die letzten Jahre verbracht, um nicht mitbekommen zu haben, dass Apple der größte Konzern der Welt geworden ist?
Apple ist nicht der größte Konzern, sondern die Aktiengesellschaft mit der größten Marktkapitalisierung.
-2
Weia
Weia05.01.2121:42
gfhfkgfhfk
Weia
Auf welcher einsamen Insel hast Du die letzten Jahre verbracht, um nicht mitbekommen zu haben, dass Apple der größte Konzern der Welt geworden ist?
Apple ist nicht der größte Konzern, sondern die Aktiengesellschaft mit der größten Marktkapitalisierung.
Und wie willst Du die Größe eines Konzerns messen? In Quadratkilometern?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
gfhfkgfhfk06.01.2107:48
Weia
Und wie willst Du die Größe eines Konzerns messen? In Quadratkilometern?
Umsatz? Mitarbeiter? Wert der produzierten Dinge/Dienstleistungen? All das ist bedeutend sinnvoller als die Marktkapitalisierung, die möglicherweise rein gar nichts mit dem wahren Wert des Unternehmens zu tun hat.
-3
Weia
Weia06.01.2108:41
gfhfkgfhfk
Weia
Und wie willst Du die Größe eines Konzerns messen? In Quadratkilometern?
Umsatz? Mitarbeiter? Wert der produzierten Dinge/Dienstleistungen? All das ist bedeutend sinnvoller als die Marktkapitalisierung, die möglicherweise rein gar nichts mit dem wahren Wert des Unternehmens zu tun hat.
Der „wahre“ ökonomische Wert eines Objekts ist stets, was andere dafür zu zahlen bereit sind. Alle anderen Metriken sind durch und durch subjektiv, somit intersubjektiv unbrauchbar und mithin in ökomischen Prozessen sinnlos. Und was andere für ein Unternehmen zu zahlen bereit sind, ist nun mal dessen Marktkapitalisierung.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
DTP
DTP06.01.2109:05
Weia
gfhfkgfhfk
Weia
Und wie willst Du die Größe eines Konzerns messen?
Umsatz?
Der „wahre“ ökonomische Wert eines Objekts ist stets, was andere dafür zu zahlen bereit sind. Alle anderen Metriken sind durch und durch subjektiv…

Und was andere für ein Unternehmen zu zahlen bereit sind, ist nun mal dessen Marktkapitalisierung.
Ich find Umsatz die bessere Kennzahl, denn ansonsten wären ja nicht-börsennotierte Unternehmen „nichts wert“.

Auch Fortune 500 nimmt die Umsätze als Kennzahl.
+1
pünktchen
pünktchen06.01.2109:37
Der Umsatz lässt sich zwischen verschiedenen Unternehmensarten nicht sinnvoll vergleichen. Wenn ein Supermarkt $100 Umsatz macht steckt da vielleicht $5 eigene Leistung drin, bei einem reinen Dienstleister hingegen eher $100. Da ist die Marktkapitalisierung schon sinnvoller, allerdings ist da viel Spekulation auf zukünftige Entwicklung drin. Wenn man die wirtschaftliche Grösse im hier und jetzt messen möchte wäre vielleicht die Wertschöpfung am sinnvollsten: Leistungen - Vorleistungen. Oder Löhne + Gewinn vor Steuern.

PS - macht auch die deutsche Monopolkommission so:
+2
Weia
Weia06.01.2112:28
DTP
Ich find Umsatz die bessere Kennzahl, denn ansonsten wären ja nicht-börsennotierte Unternehmen „nichts wert“.
Wären sie natürlich, nur wäre dieser Wert nicht so trivial festzustellen. Er würde nur dann offensichtlich, wenn ein nicht börsennotiertes Unternehmen von einem anderen gekauft wird, was ja vorkommt. Bei anderen ökonomischen Objekten wie zum Beispiel Immobilien ist das ja hingegen der Regelfall und gleichwohl kein Problem. Andere Kenngrößen als der Preis, wie Mieteinnahmen, Bauzustand, Lage und so weiter (die Pendants zu Kennzahlen wie Umsätzen, Wertschöpfung und so weiter bei Unternehmen wären) werden alle herangezogen werden, um den Wert einer Immobilie abzuschätzen, aber der tatsächliche Wert ergibt sich ausschließlich durch den Verkaufspreis, der erzielt werden kann.

Die Diskussion ist im hiesigen Kontext aber insofern müßig, als sich bei den größten Unternehmen der Welt ganz sicher um Aktiengesellschaften handeln wird (wenn man mal von staatlichen Konglomeraten absieht).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
steve.it06.01.2112:34
Die Überschrift des Threads liest sich wie von einem naiven Apple Fanboy.
Natürlich ist das M1 MacBook bei Linuxern _nicht_ beliebt, weil sich außer in der Virtualisierung bis jetzt kein Linux drauf starten lässt. Dann ist nach der Logik auch Gerät XY bei Linxern beliebt nur weil irgendjemand Linux darauf hackt. Und das geschieht bei vielen Geräten. LOL

Ist Nintendo bei Linuxern beliebt?

WOW
LOL
+2
Weia
Weia06.01.2112:43
pünktchen
Wenn man die wirtschaftliche Grösse im hier und jetzt messen möchte wäre vielleicht die Wertschöpfung am sinnvollsten
Dann fehlt aber die Zukunftsträchtigkeit, die einen ganz wesentlichen Teil des Unternehmenswertes ausmacht. So gesehen wäre Amazon den größten Teil seiner Geschichte nichts wert gewesen, weil das Unternehmen ja bis zum Anschlag in Expansion investiert hat, die natürlich immer auch eine Vorleistung ist. Das wurde Amazon zwar meist als bloßer Versuch der Steuerminimierung ausgelegt, war de facto aber wohl der zentrale Baustein für den enormen Erfolg über die Jahre. Das hat nur die Marktkapitalisierung einigermaßen korrekt erfasst; mit dem Wertschöpfungsansatz hättest Du da ein völlig verzerrtes Ergebnis bekommen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
pünktchen
pünktchen06.01.2113:06
Der Ausgangspunkt war aber eben die Grösse und nicht der Wert. Und die Wertschöpfung ist nicht identisch mit dem Gewinn sondern umfasst auch Löhne (und Steuern). Bei den Vorleistungen kommt es natürlich drauf an wie man die buchhalterisch verteilt aber solche Detailfragen stellen sich bei jeder Betrachtungsweise. Ausser bei der Marktkapitalisierung, da überlässt du solche Kleinigkeiten anderen. Allerdings beantwortet sie eben eine ganz andere Frage die hier überhaupt nicht gestellt wurde.
-2
Weia
Weia06.01.2115:26
pünktchen
Der Ausgangspunkt war aber eben die Grösse und nicht der Wert.
Aber genau das war meine Ausgangsfrage: Was anderes als Wert soll „Größe“ bedeuten?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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pünktchen
pünktchen06.01.2115:46
Es gab doch ein paar Vorschläge: Umsatz, Mitarbeiter, Wertschöpfung. Nach deiner Logik wäre Tesla der grösste Autohersteller der Welt und das sind sie sicherlich nicht. Die Anleger erwarten vielleicht dass Tesla das wird, oder zumindest der profitabelste. Aber noch ist es nicht so weit.

Für den durch Garys Frage bestimmten Kontext allerdings kommt es eh allein auf die marktbeherrschende Stellung, ihren Missbrauch und das Fehlen von milderen Mitteln um da was dran zu ändern an. Und eben nicht auf die Grösse, egal wie man die bestimmt.

Auch die Marktkapitalisierung ist übrigens irreführend, weil ja nicht alle zu dem Preis gekauft haben oder verkaufen (können) würden. Das ist eine eher hypothetische Zahl.
+1

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