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Forum>Software>Empfehlung: welches Linux für alte MacBooks?

Empfehlung: welches Linux für alte MacBooks?

Turmsurfer
Turmsurfer22.01.2621:11
Hallo zusammen,

hab noch ein paar alte MacBooks 2011 und älter. Selbst mit OCLP sind so zu lahm, auch dank zB nur 2 GB RAM.

Frage: Welches Linux (und ich bin da total noob) könnt ihr mir da zum Testen, Spielen, Experimentieren empfehlen? ZB. Obuntu, Mint, Feodora oder ..
Muss keinen macOS-Lookalilke-Wettbewerb gewinnen!

Danke schonmal!
Turmsurfer
„11. Gebot: Mach täglich dein Backup!“
+2

Kommentare

xcomma22.01.2621:45
Vor ein paar Monaten hatte ich testhalber mal LinuxMint (Cinnamon Edition, damals glaub 22.1 (aktuell 22.3)) auf einem MBP von 2010 installiert.

Für leichte Einsatzzwecke (Web-Browsen, Email, Office) reichte die Performance für Otto Normalnutzer immer noch aus. Bei Youtube Clips habe ich aber gemerkt, dass es da schon eng wird beim Abspielen von 1080p Inhalten, da muss man schon auf 720p runtergehen.
Den USB Installer Stick hatte ich mit Rufus unter einem Windows System erstellt. Der oft zitierte Balena Etcher Ansatz hat für mich bisher noch nie geklappt.

Das MBP hat 4GB RAM und eine (recht einfache, keine High-End) 250er SATA SSD (die auch nur - MBP Modell-bedingt - mit SATA2 angesprochen werden konnte). Einen Test mit der originalen HDD habe ich nicht gemacht. Das MacOS System war damit schon unerträglich langsam.
+1
almdudi
almdudi22.01.2623:24
Die Begrenzung dürfte da halt die RAM-Größe sein.
Auch bei Linux fressen neuere Systemvarianten immer mehr Speicher.
Bei mehr oder weniger historischer Hardware muß man halt schauen, was man darauf installiert. Und ggf. wählen zwischen Sicherheit, also neue Varianten, oder Performance, also etwas ältere.
Linux-Systeme, die mit 4 GB RAM flott laufen, gibt es sicher, wie auch Apple-Systeme. Die stammen halt mehr oder wenige aus der Zeit, als 4 GB noch irre viel waren (anfangs) oder später zumindest üblich.
Und wenn der RAM die Performance einschränkt, wird halt ausgelagert, da kommt es dann auf den Anschluß der Platte an und ob sie genügend freien Platz hat.
0
xcomma22.01.2623:37
almdudi
Und ggf. wählen zwischen Sicherheit, also neue Varianten, oder Performance, also etwas ältere.
Das ist so nicht richtig - oder aber zumindest unglücklich formuliert, da du so implizierst, dass "ältere Linuxvarianten" sich durch bessere Performance auszeichnen bei zeitgleich zu machenden Kompromissen im Sicherheitsbereich.

Es gibt viele verschiedene Linux Distros. Einige auch darauf spezialisiert auf "kleineren Specs" zu laufen und/oder so konfiguriert werden können, dass es auf schmalerer Hardware auch läuft und mitnichten sind die dann "älter und weniger sicher".
Wo durchaus an "RAM Verbrauch" gespart werden kann ist z.B. bei der gewählten Desktop Umgebung, derer es leichtgewichtigere gibt, aber mitnichten so etwas automatisch einhergeht mit Sicherheitseinbussen.
Um bei Linux Mint zu bleiben: das wird auch mit einer leichtgewichtigeren DE angeboten als "Xfce Edition".

Aber man kann es noch viel mehr entschlacken, wenn man z.B. Alpine Linux als Unterbau verwendet.

Natürlich, wenn man die modernste DE, in bestem Look & Feel und sich die komplett aufgebläht konfiguriert/einrichtet, dass es dann dünn wird bei wenig RAM, ist klar. Aber man kann auf älterer Hardware mit kleineren Specs auch generell sich ein aktuelles Linux (sofern z.B. nicht Hardware-bezogene Unzulänglichkeiten vorhanden sind) mit entsprechender Sicherheit, die dem aktuellen Stand entspricht, einrichten. Das wiederum geht überhaupt nicht mit MacOS geschweige denn Windows.
+7
Nebula
Nebula22.01.2623:57
Ich habe für einen iMac 2010 länger was gesucht und bin bei Zorin OS geblieben. Das war ein guter Kompromiss aus gutem Look, Performance und einfacher Bedienung. Der iMac hatte aber auch 12 GB RAM. Ansonste wird ja gerade CashyOS ziemlich abgefeiert. Weiß aber nicht, ob das so auf Macs läuft.
„»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs“
+1
sudoRinger
sudoRinger23.01.2600:28
Es gibt Linux-Distributionen, die für alte Geräte ausgelegt sind. Bei 2 GB RAM sollte vor allem der Desktop schlank sein. Hier mal zwei Beispiele:
Lubuntu . Das ist ein aktuelles Ubuntu 24.04 mit LXQT-Desktop
Bunsenlabs . Aktuelles Debian 12 mit Obenbox-Desktop. Die Screenshots sehen ansprechend aus.
Nebula
CashyOS ziemlich abgefeiert. Weiß aber nicht, ob das so auf Macs läuft.
CachyOS ist optimiert für Geschwindigkeit auf aktuellen Geräten.
+2
RustyCH
RustyCH23.01.2610:17
Auch ich bin bei Mint geblieben, ist recht schlank, übersichtliche Oberfläche und die Repository zum herunterladen von Software ist extrem gross und gepflegt.
Bisher hatte ich bisher noch nie Probleme bei der Hardwareerkennung.

Für 2 GB RAM würde ich wie empfohlen, die Xfce Variante nehmen, aber Wunder darfst du nicht erwarten
Ich würde empfehlen, das RAM auf mindestens 4GB auszubauen, wenn möglich.

Für minimalistische Anforderungen kannst du auch Raspian drauf installieren.
„Unmögliches wird sofort erledigt - Wunder dauern etwas länger“
+2
massi
massi23.01.2610:39
Es kommt halt auch darauf an, wieviel Zeit Du dafür investieren möchtest, einfach nur eine Distro installieren und loslegen oder sich mit dem System beschäftigen und evtl. nur ein minimales Debian installieren und sich das dann so einrichten wie man es möchte.
Der zweite Weg ist aber mit viel Recherche und Lernaufwand verbunden.
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Nebula
Nebula23.01.2616:11
Okay, Cashy empfiehlt mind. 3 GB, bei Zorin sind es aber 2 GB.
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+1
Turmsurfer
Turmsurfer23.01.2618:06
Cool vielen Dank schonmal! Ist auch ein MacBook Air dabei - das hat in der Tat sogar nur 2 GB RAM ..
Ubuntu klingt auch nicht schlecht.
„11. Gebot: Mach täglich dein Backup!“
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xcomma23.01.2620:42
Da Turmsurfer ein Beginner im Linux Umfeld ist, sollte auch die Wahl erst mal auf sogenannte Beginner-freundliche Distros fallen.

Darunter fallen in der Regel das genannte Linux Mint, Zorin OS und MX Linux kann man auch dazu zählen. Von Linux Mint und MX Linux gibt es eine Xfce Version, also die mit einer sparsameren Desktop-Umgebung daherkommen.
Gut ist, dass alle 3 von Major Distributionen abstammen (Ubuntu (LTS) als auch Debian). Von exotischen Distributionen ist - zumindest am Anfang eines Linux-Users eher Abstand zu halten.

Sich etwas mit Debian von Grund auf was zusammenzustellen, Rolling-Release-Distros wie CachyOS bzw. Arch-basierte Distros halte ich für Beginner überhaupt nicht empfehlenswert.
Auch ein reines Ubuntu tendenziell nicht, denn Linux Mint und Zorin sind im Grunde genommen eine Art kuratiertes Ubuntu (nicht ganz korrekt vermutlich, aber "grundtendenziell" kann man das wohl schon so behaupten) zugeschnitten auf (in aller Regel) Windows-Umsteiger als auch Mac-Umsteiger (insbesondere betrifft das Zorin, zumindest in der Pro-Version (die was kostet)).

Die kostenlose Zorin Standardversion kommt aber auch so mit 4 verschiedenen Desktops , die "Windows-like" sind, sowie eine die "Gnome-Shell like" heisst - und Gnome ist bekanntermassen schon "irgendwie" Richtung Mac, zumindest mehr als dass es Windows-like ist.

Einigermassen Tech-affine Benutzer (ob nun aus der Windows- oder Mac-Welt) sollten sich generell doch recht schnell zurechtfinden können.

Ich hab spasseshalber mal ein Linux Mint MacOS-themed sowie auch Windows11-themed. Da war eine nette Spass-Sache, aber dass würde nur sehr unbedarfte Benutzer "täuschen". Alle hier im Forum vertretenen Mitglieder merken dass nach wenigen Sekunden - und ich muss mir echt kein Linux in ein Mac-look-a-like oder Windows-look-a-like verwandeln - da man sich ein Linux schon auch so "nativ" sehr schön einrichten kann.
+3
almdudi
almdudi23.01.2623:31
xcomma
almdudi
Und ggf. wählen zwischen Sicherheit, also neue Varianten, oder Performance, also etwas ältere.
Das ist so nicht richtig - oder aber zumindest unglücklich formuliert, da du so implizierst, dass "ältere Linuxvarianten" sich durch bessere Performance auszeichnen bei zeitgleich zu machenden Kompromissen im Sicherheitsbereich.

Hatte ich schon mal erwähnt, daß ich der König der mißverständlichen/unglücklichen Formulierungen bin?
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almdudi
almdudi23.01.2623:31
xcomma
almdudi
Und ggf. wählen zwischen Sicherheit, also neue Varianten, oder Performance, also etwas ältere.
Das ist so nicht richtig - oder aber zumindest unglücklich formuliert, da du so implizierst, dass "ältere Linuxvarianten" sich durch bessere Performance auszeichnen bei zeitgleich zu machenden Kompromissen im Sicherheitsbereich.
Hatte ich schon mal erwähnt, daß ich der König der mißverständlichen/unglücklichen Formulierungen bin?
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mitzlaff24.01.2622:01
Kann mich dem Erstantworter "xcomma" nur anschließen. Ein MBP 17" von 2010 (das letzte "große" mit 8GB RAM und 128-er SSD) hatte ich von max. OS 10.13.6 "High Sierra" mehrfach mit OCLP hochgerüstet, zuletzt auf OS 15. Performance ging entsprechend zunehmend in den Keller und das MBP wurde richtig heiß.
Vor einiger Zeit auf Linux Mint 22 Cinnamon umgerüstet, inzwischen 22.3 "Zena". Mit aktuellem Firefox, Thunderbird und Libre Office lässt sich flüssig arbeiten, ständig kommen Updates. DVD läuft mit Celluloid. Nur die Lautsprecher haben wie bei mehreren anderen Laptops auch schlapp gemacht, Ton nur noch verzerrt, Membran kaputt? Kopfhörer oder angeschlossene Miniboxen gehen aber.
Fazit: Rettet die Mac-Senioren vorm Elektroschrott, den haben sie nicht verdient!
+1
Turmsurfer
Turmsurfer01.02.2622:58
Unter einem Video über Linux, hat The Morpheus einen "Linux-Wahl-O-Mat" gebaut!

Linux-Wahl-O-Mat:

Finde ich sehr interessant!
„11. Gebot: Mach täglich dein Backup!“
+7
Nebula
Nebula01.02.2623:30
Bei mir kommt Pop!_OS raus.
„»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs“
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Turmsurfer
Turmsurfer02.02.2600:09
Bei mir auch!
„11. Gebot: Mach täglich dein Backup!“
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Ollee
Ollee02.02.2614:29
Tolles Tool, danke!

Bei mir auch Pop - "Paranoid!" hat es bei mir auf den ersten Platz gehievt.
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40the802.02.2614:58
CachyOS als Anfänger ist schon härter, da Arch.

+1 für Linux Mint in XFCE.
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alagut9902.02.2616:27
Bei mir war es Arch-Linux mit e3 Desktop....
Würde ich mir nie installieren.
Andere Distros auf 'meiner' Liste (Garuda; EneavourOS, KDELive) auch überwiegend mit e3, nur 2 mit KDE.
Mit KDE könnte ich leben, e3 würde ich niemals nutzen.

Meine Auswahl: alter PC, AMD GraKa, möchte gerne auch etwas anpassen (kein Muß), einfache Installation.

Der Alte PC schafft die neueste Distro "all in" mit links und und so ziemlich jeden Desktop kann man anpassen. Keine Ahnung wie der Linux-Chooser auf die Liste kommt.

Cachy-OS könnte mal interessant sein. Sonst lande ich immer bei Linux-Mint.
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ssb
ssb13.02.2619:25
Also ich habe mal Pop_OS, Mint und Fedora auf meinem MBP 13,3 (15", late 2016) ausprobiert. Ich bin aktuell bei Pop_OS hängen geblieben, aber das ist schon sehr buggy.
  • Der Installer kann kein Dual-Boot installieren
  • Die Maus verschwindet immer wieder
  • Bislang kein Audio
  • WiFi war hart einzurichten, sollte aber jetzt funktionieren
  • LAN via USB-C wurde nicht immer erkannt
  • Touchbar geht bisher nicht (damit auch keine F-Tasten)
  • Lüftersteuerung schlecht (sollte jetzt mit mbpfanctl besser sein - das MBP hat sich zuvor immer wieder abgeschaltet)

Also manches sollte System76 in Pop_OS integrieren, wenn sie damit Mac User ansprechen wollen. Aber aktuell fokussieren sich alle eher auf enttäuschte bzw. abgeschreckte Windows User. So muss man viel im Netz suchen und dann schauen, ob man Lösungen für andere Distros unter Pop_OS zum laufen bekommt.
Also bis jetzt war ich nur mit Konfiguration beschäftigt - ich habe noch keine Software ausführen können.
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Mac-Rookie
Mac-Rookie13.02.2619:33
Ich habe ein MBP 15“ 9,1 oder 9,2 - genau habe ich es im Moment nicht im Kopf.

Ich nutze Linux Mint - aber mit einem 5er Kernel, nicht mit einem 6er Kernel.

Mit dem 5er Kernel funktioniert soweit alles wunderbar, sogar Sleep. Ich vermisse kein macOS obwohl es parallel auf einer anderen SSD werkelt.

Mit dem 6er Kernel hatte ich mit Audio und Sleep Probleme und so wirklich gut lief das nicht.
„Bügeln ist keine Frauenbewegung.“
+1
xcomma13.02.2622:14
ssb
[..] Pop_OS [..] wenn sie damit Mac User ansprechen wollen
Ich bin nicht sicher, dass sie explizit Mac User damit ansprechen wollen. Zumindest habe ich das im Kontext von Pop_OS so noch nicht wahrgenommen bisher.
Letztendlich ist Mac Hardware nicht wirklich "Standard x86", auch wenn Teile - insbesondere die CPU - dem entsprechen. Es kann klappen (weil ggf. sich jemand die Mühe gemacht hat Mac-spezifische Hardware zu unterstützen), aber ist dann doch Exoten-Hardware letztendlich.
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dudax
dudax13.02.2623:50
Wer sich für Linux interessiert, ist gut beraten, sich vor der Installation über die neuen Paketformate Snap und Flatpack zu informieren
Auf einem älteren Rechner würde ich grundsätzlich eine Distro mit einer klassischen Paketverwaltung empfehlen - bevorzugt DEB-Format, am besten ein Debian-basiertes System.
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MikeMuc14.02.2609:47
Ich mag es überlesen haben, aber wenn die Rechner alt genug Ding, dann läßt sich da bestimmt das RAM noch aufrüsten und eine HDD durch eine SSD ersetzen. Ob man das Geld dafür noch investieren will muß man selber entscheiden aber es lohnt sich auf jeden Fall, egal für welches OS man sich entscheidet.
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xcomma14.02.2610:42
MikeMuc,
ja, stimmt, dass muss man sich im Einzelfall anschauen und abwägen.
Letztes Jahr habe ich ein MBP 2010 (4GB, 500GB HDD) testweise mit einer SSD bestückt und Linux Mint installiert. Ging grundsätzlich schon, aber war dann aus meiner Sicht nur für sehr leichtgewichtige, einfache Arbeiten verwendbar. Bereits beim Abspielen von Youtube Videos musste man auf maximal 720p runter, denn darüber klappte das schon nicht mehr. Wir standen dann vor der Wahl eines RAM (max 8GB) und SSD Upgrades (von HDD auf SSD; nur SATA2 übrigens), aber das MBP pfeifte doch schon grundsätzlich aus dem letzten Loch. Die Entscheidung fiel auf ein vernünftiges ThinkPad vom Gebrauchtmarkt statt Geld in die Upgrades um ein so altes MBP auf ein dennoch schwer zu ertragendes Leistungslevel zu bringen mit 0 Ausblick für die Zukunft - das Ende der Fahnenstange wäre da einfach erreicht gewesen. Das ThinkPad hat darüberhinaus noch eine 8th Gen CPU, so dass der Benutzer bei Bedarf / auf Wunsch auch ein sauber unterstütztes Windows 11 fahren kann, wenn man z.B. ein Dualboot Setup einrichtet. Sowie lassen sich in Zukunft RAM (max 24GB) und SSDs (2280 und 2242er Format, also 2x Storage, wenn man auf die WWAN Karte verzichten kann) aufrüsten. Es war in diesem Fall einfach das "zukunftssichere" Gesamtpaket.
+1
milk
milk14.02.2612:29
Ich mag https://www.bodhilinux.com -- das läuft auch mit 512 MB RAM sehr gut. Und hübsch isses auch.
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Wellenbrett14.02.2613:53
40the8
CachyOS als Anfänger ist schon härter, da Arch.

+1 für Linux Mint in XFCE.

Ich verwende CachyOS mit KDE-Desktop auf uralter lüfterloser x86-Hardware (Shuttle DS47) mit einem altem Intel-Celeron-Prozessor mit 2 Kernen a´ 1.1 kHz Taktfrequenz, 8GB RAM und einer internen SATA-SSD. Darauf hatte ich an Betriebssystemen und Desktops wirklich sehr viel laufen:
- HaikuOS
- FreeBSD, PCBSD
- Ubuntu, Kubuntu, Lubuntu, Xubuntu, Manjaro, ElemanryOS, OpenSuse, Knoppix, Parted-Magic, CachyOS
- Windows 7, Windows 8, Windows 10, Windows 11

Ich betreibe das Ganze quasi als Hobbyprojekt um mit Alternativen zu macOS vertraut zu sein, falls Apple (noch mehr) Murks macht. Durch die langsame Hardware merkt man ziemlich direkt, wie schnell sich ein System anfühlt. Windows10 war gerade noch benutzbar, Windows 11 war nicht mehr benutzbar (es war übrigens ziemlich einfach, den Installer zu "überreden", das System überhaupt auf der Hardware zu installieren). An HaikuOS kommt nichts heran, das fliegt geradezu. Knoppix und Partei-Magic hatte ich nur im Live-Modus von CD oder USB-Stick laufen, lassen sich also nicht ganz vergleichen.
CachyOS ist nach HaikuOS selbst mit KDE-Desktop das zweit-flüssigste System, das ich auf dieser Hardware bisher installiert hatte! Xubuntu fühlte sich mit XFCE auch schnell an, hatte hier und da aber Hänger. Mich interessiert bei meinem Projekt u.a auch, wie stabil das System läuft, wie es OS-Updates bewältigt, und wie stabil die Paketmanager funktionieren, ohne im Terminal etwas manuell reparieren zu müssen. Auch bei der Stabilität ist CachyOS gerade zu den Ubuntu-Derivaten im Vorteil. Bei den Ubuntu-Derivaten hakte hier und da der Paketmanager und mehr als 2 Systemupdates hat eine Installation meistens nicht überstanden, dann habe ich es neu installiert, weil ich sonst zu viel im Terminal manuell hätte reparieren müssen.
Zu dem Thema Einsteigerfreundlichkeit: bei modernen Linux-Systemen hängt es mehr vom Desktop ab, wie vertraut sich das anfühlt. Nur bei der alten Suse-Linux-Distribution, waren viele Sachen nur im Terminal zu bewältigen. Von Arch bekommt man in der Praxis bei CachyOS nichts mit, die Systemupdates laufen zwar im Terminal, aber immer mit dem gleichen Muster und bis auf ein paar Nachfragen mit sinnvollen Standardvorgaben vollkommen automatisiert. Also Windows 10 und 11 finde ich "komplizierter" (nicht wirklich schwierig, aber fast so, als wurde alles absichtlich verwirrend gestaltet). Und in der Zeit, die Windows 10 oder 11auf dieser Hardware prüften, ob sie überhaupt etwas installieren wollen hat CachyOS locker alles bereits installiert
Für Deine Verwendung auf einem älteren MacBook mit 2GB RAM würde ich auf auch auf jeden Fall einen schlankeren Desktop verwenden. sudo-Ringer hatte hier bereits XFCE empfohlen. Das tolle bei CachyOS ist auch, das es etwa 20 verschiedene Desktops unterstützt, die man direkt bei der Installation auswählen kann. Die verschiedenen Distributionen verwenden inzwischen fast ausschließlich 64bit-Kernel und der sollte einfach aktuell sein. CachyOS führt etliche Kernel Optimierungen durch, damit sich das System im Desktop-Einsatz (im Gegensatz zum Einsatz in Servern) besonders flüssig anfühlt. Ansonsten macht noch das verwendete Dateisystem einen Unterschied. ZFS braucht sehr viel RAM , btrfs weniger, ext 4 noch weniger und ext 2 am wenigsten, hat aber kein Journaling. Ich habe auf meiner Museums-Hardware mit 8GB RAM btrfs im Einsatz. Wenn es mit 2GB nicht flüssig läuft, dann bleibt nur ein RAM-Upgrade und bei der Gelegenheit würde ich direkt auch eine SSD einbauen. Bei RAM mußt Du auf die passenden Spezifikationen achten und die SSD dürfte bei Deinem Macbook schon SATA (also nicht IDE oder PATA) sein. CachyOS unterstützt drei Bootloader, die man bei der Installation auswählt und die dann jeweils komplett automatisch eingerichtet werden: systemd-boot, Limine und GRUB. Wenn Du nur CachyOS booten willst (also kein Dualboot mit macOS), dann soll GRUB am besten von den dreien mit der Apple-Hardware zurecht kommen. Bei Dualboot mit macOS brauchst Du so weit ich weiß eine Bootloader-Kaskade von OCLP zu GRUB, da bin ich mir aber nicht ganz sicher. Evt kann OCLP auch direkt Linux booten.
Falls Du es installierst, berichte doch mal. Und viel Erfolg mit der Installation!
+3
Wellenbrett14.02.2614:11
Der macOS-Rechtschreibkorrekturfehler oben ließ sich leider nicht mehr korrigieren: es muß natürlich "elementary OS" heißen.
+1
Wellenbrett14.02.2614:25
Selbst wenn OCLP direkt Linux booten können sollte, wäre es dennoch nicht empfehlenswert ihn zu verwenden, weil CachyOS dann die Bootloader-Konfiguration nicht automatisch pflegt.
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xcomma14.02.2614:43
Mit OCLP kenne ich mich nicht aus, aber bzgl. CachyOS und Bootloader: hab neulich (allerdings auf einem ThinkPad) ein Quadruple-Boot System eingerichtet (ist nur eine Testmaschine zum Ausprobieren) und neben Windows 11, landeten auch Linux Mint (Cinnamon), Fedora Workstation (Gnome) und zuletzt CachyOS drauf.
Als Bootloader hab ich Grub genommen, aber bin noch nicht so tief drin. Jedenfalls konnte ich Grub z.B. von Mint aus nicht konfigurieren, sondern es hat für mich erstmal nur via CachyOS, das zuletzt installierte OS, aus geklappt. Von dort aus konnte ich dann alle vorher installierten Betriebssysteme einbinden und vor allem hab ich das Bootloader Bild und Menü, welches CachyOS einem aufzwängt, umkonfiguriert, wofür ich den Grub Customizer benutzt habe.
0
xcomma14.02.2614:48
Wellenbrett
[..] Und in der Zeit, die Windows 10 oder 11auf dieser Hardware prüften, ob sie überhaupt etwas installieren wollen hat CachyOS locker alles bereits installiert
Ohne die Stoppuhr mitlaufen gelassen zu haben: Linux Mint Installation ca. 10min + weitere (max) 10min für den Update Lauf nach Erstinstallation. Fertig.
Windows 11 - auch wenn ich selber nicht direkt viel machen muss, aber die langen Wartezeiten sind so nervig und der Computer ist praktisch einen halben Tag lang blockiert nur für die Installations- und Update-Routinen.
+1
dudax
dudax14.02.2614:53
Für ein macOS-Dual- oder Multi-Boot-System auf der internen Platte nutze ich den Bootmanager rEFInd
Die Installation von rEFInd mit dem 'refind-install-script' ist einfach und funktioniert zuverlässig.
0
Wellenbrett14.02.2614:56
xcomma
Mit OCLP kenne ich mich nicht aus, aber bzgl. CachyOS und Bootloader: hab neulich (allerdings auf einem ThinkPad) ein Quadruple-Boot System eingerichtet (ist nur eine Testmaschine zum Ausprobieren) und neben Windows 11, landeten auch Linux Mint (Cinnamon), Fedora Workstation (Gnome) und zuletzt CachyOS drauf.
Als Bootloader hab ich Grub genommen, aber bin noch nicht so tief drin. Jedenfalls konnte ich Grub z.B. von Mint aus nicht konfigurieren, sondern es hat für mich erstmal nur via CachyOS, das zuletzt installierte OS, aus geklappt. Von dort aus konnte ich dann alle vorher installierten Betriebssysteme einbinden und vor allem hab ich das Bootloader Bild und Menü, welches CachyOS einem aufzwängt, umkonfiguriert, wofür ich den Grub Customizer benutzt habe.
Mir ist unklar, ob Du das Verhalten von CachyOS positiv oder negativ siehst. CachyOS unterstützt wie gesagt drei verschiedene Bootloader und richtet GRUB fertig ein. Mir wäre die Bootloader-Individualisierung mit eigener Bildauswahl und Menükonfiguration direkt bei der Installation jedenfalls zu viel des Guten. Lieber zunächst eine Konfiguration die funktioniert und viele Bedürfnisse abdeckt, als endloses Konfigurieren.
0
xcomma14.02.2614:57
Turmsurfer
[..] MacBooks 2011 und älter
Vor 2 Wochen hab ich erst ein MBA 2011 (4GB, 256GB SSD) in den Händen gehabt und einen Abend lang Linuxe (Plural so richtig? ) installiert.

Resultat: Linux Mint XFCE - aber das Touchpad konnte ich nicht dazu bewegen die "Natural"-Scrollingrichtung aufzugeben um wirklich die natürliche Richtung (also die bekannte, althergebrachte Scrollrichtung ) anzunehmen.

Nicht dass Cinnamon nicht gelaufen wäre, aber bei der RAM Ausstattung liegt XFCE doch näher.

Fedora Workstation (Gnome Edition) hätte ich aber unterm Strich lieber drauf gehabt, weil das auf einem Macbook doch einfach "polishter" aussieht, allerdings ist das unsäglich langsam gewesen.

Zorin OS - hätte sicherlich auch gut ausgesehen, rein optisch, aber es kamen schon während der Installation Fehler auf, die ich nicht weiterverfolgt habe, weil ich auf Debugging bzw. Lösungsfindungen keine Lust hatte. Wenn ein OS schon während der Installationsprozedur mit unerwarteten Meldungen kommt, nehme ich grad Abstand.
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xcomma14.02.2615:13
Wellenbrett,
ich finde CachyOS sehr nice! Aber ich habe noch praktisch keine Erfahrung mit Arch (und Manjaro nehme ich hiervon mal aus).
Worauf ich nur hinaus wollte ist, dass ich unter CachyOS die anderen OS erkennen und in den Bootloader einbinden liess. Ja, automatisch klappte das irgendwie nicht (wie du schriebst), aber man kann es manuell auf Terminal Ebene machen oder etwas angenehmer via dem grub-customizer.
Das ist eigentlch alles was ich nur dazu erwähnen wollte.

Ansonsten - wenn etwas nicht klappen sollte - schreibe ich mir das selber erstmal zu, weil ich noch kein ausreichendes Verständnis für die Bootloader unter Linux habe.

Limine ist mir auch schon über den Weg gelaufen im Zusammenhang mit Omarchy , welches mir als erstes Vortasten in Wayland dient.
Aber ich muss zugeben, dass mir Bootloader noch ein böhmisches Dorf eher sind.
Inbesondere, was man manchmal liest, wenn Windows meint bei einem Update diesen in Mitleidenschaft zu ziehen, so dass dann andere installierte Systeme - ausser Windows selber - erstmal nicht mehr gebootet werden können.

Für den Quadruple Boot als auch durch CachyOS geleitet: ist es wichtig nur 1 EFI Partition einzurichten, die eine Mindestgrösse aufweisen muss (irgendwas nahe herum bei 4GB sogar), denn sonst kann man z.B. CachyOS erst gar nicht installieren bzw. es gibt ein Chaos, wenn jedes OS seine eigene Bootpartition einrichtet. Da empfohlen wird, dass im Zusammenspiel mit Windows auf jeden Fall zuerst Windows installiert werden soll, muss man auch erstmal nachschauen, wie man eine EFI Partition entsprechend einrichten kann. Denn der Standard-Windows Installer legt immer nur eine 100MB EFI an. Das war auch ein Spass bis das alles mal lief
Wellenbrett
Mir wäre [..] zu viel des Guten. Lieber zunächst eine Konfiguration die funktioniert und viele Bedürfnisse abdeckt, als endloses Konfigurieren.
Mein Bedürfnis zunächst ist, dass ich alle OS starten kann. Und da der Bootloader essentiell ist, möchte ich so was zuerst gelöst haben wollen, damit ich mir später - nachdem man ggf. viel Zeit in den sonstigen Aufbau / Einrichtung / Programm-Installationen usw. gesteckt hat - nicht das System zerschiesse, wenn ich dann erst am Bootloader mich zu schaffen mache und dann aus Unwissenheit (als Beginner, der ich noch bin) etwas kaputt mache.
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Wellenbrett14.02.2615:45
xcomma
Wellenbrett,
ich finde CachyOS sehr nice! Aber ich habe noch praktisch keine Erfahrung mit Arch (und Manjaro nehme ich hiervon mal aus).
Worauf ich nur hinaus wollte ist, dass ich unter CachyOS die anderen OS erkennen und in den Bootloader einbinden liess. Ja, automatisch klappte das irgendwie nicht (wie du schriebst), aber man kann es manuell auf Terminal Ebene machen oder etwas angenehmer via dem grub-customizer.
Das ist eigentlch alles was ich nur dazu erwähnen wollte.

Ansonsten - wenn etwas nicht klappen sollte - schreibe ich mir das selber erstmal zu, weil ich noch kein ausreichendes Verständnis für die Bootloader unter Linux habe.

Limine ist mir auch schon über den Weg gelaufen im Zusammenhang mit Omarchy , welches mir als erstes Vortasten in Wayland dient.
Aber ich muss zugeben, dass mir Bootloader noch ein böhmisches Dorf eher sind.
Inbesondere, was man manchmal liest, wenn Windows meint bei einem Update diesen in Mitleidenschaft zu ziehen, so dass dann andere installierte Systeme - ausser Windows selber - erstmal nicht mehr gebootet werden können.

Für den Quadruple Boot als auch durch CachyOS geleitet: ist es wichtig nur 1 EFI Partition einzurichten, die eine Mindestgrösse aufweisen muss (irgendwas nahe herum bei 4GB sogar), denn sonst kann man z.B. CachyOS erst gar nicht installieren bzw. es gibt ein Chaos, wenn jedes OS seine eigene Bootpartition einrichtet. Da empfohlen wird, dass im Zusammenspiel mit Windows auf jeden Fall zuerst Windows installiert werden soll, muss man auch erstmal nachschauen, wie man eine EFI Partition entsprechend einrichten kann. Denn der Standard-Windows Installer legt immer nur eine 100MB EFI an. Das war auch ein Spass bis das alles mal lief
Wellenbrett
Mir wäre [..] zu viel des Guten. Lieber zunächst eine Konfiguration die funktioniert und viele Bedürfnisse abdeckt, als endloses Konfigurieren.
Mein Bedürfnis zunächst ist, dass ich alle OS starten kann. Und da der Bootloader essentiell ist, möchte ich so was zuerst gelöst haben wollen, damit ich mir später - nachdem man ggf. viel Zeit in den sonstigen Aufbau / Einrichtung / Programm-Installationen usw. gesteckt hat - nicht das System zerschiesse, wenn ich dann erst am Bootloader mich zu schaffen mache und dann aus Unwissenheit (als Beginner, der ich noch bin) etwas kaputt mache.
Ich habe Deine Multiboot-Konfiguration zu wenig mitgedacht. Ja, Windows verhält sich in Multiboot-Konfigurationen ziemlich "assozial". Bevor ich auf der oben genannten Museums-Hardware CachyOS solo installiert habe, lief darauf ein Triple-Boot mit Windows 11, HaikuOS und CachyOS. Ich hatte diesen graphischen Windows-Bootmanager (ja, Microsoft hat einen eigenen Bootmanager, jedoch wohl eher für eigene Windows-Plattformen) installiert, weiß aber gerade nicht wie der heißt. Allerdings lief das auf eine Bootmanager-Kaskade mit Grub hinaus, weil Linux ja beim Boot-Manager auch etwas eigen ist und möglichst von GRUB gebootet werden will. Seitdem ich nur noch CachyOS installiert habe, ist das ganze Bootmanager-Gefrickel vorbei.
Zunächst hatte ich systemd-boot verwendet, der minimalistisch-ästhetisch ist, aber leider keine btrfs-snapshots unterstützt. Das wollte ich jedoch unbedingt testen, deshalb bin ich zu Limine gewechselt: Man kann dann beim Booten einfach einen früheren Snapshot auswählen und das Dateisystem wird auf den früheren Zustand zurückgesetzt. Das wird von CachyOS total automatisiert unterstützt, das heißt, wenn der CachyOS Paketmanager irgendetwas installiert legt er vor und nach dem Installieren jeweils einen btrfs-Snapshot an (dauert ca. 1-2s auf meiner Uralt-Hardware) und trägt das ebenfalls automatisiert in den Bootmanager ein - wirklich genial. Man kann natürlich auch manuell beliebig Snapshots anlegen, die dann ebenfalls im Bootmanager zur Verfügung stehen
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xcomma14.02.2616:12
Wellenbrett
Seitdem ich nur noch CachyOS installiert habe, ist das ganze Bootmanager-Gefrickel vorbei.
Das ist eigentlich das beste und damit ergeben sich einige Fragestellungen nicht mehr bzw. viele Distros sollten sich relativ problemlos installieren lassen.

Wenn man dual-booten muss und eines der OS davon ist Windows - kann man eigentlich nur empfehlen, dass ohne Bootmanager zu machen und jeweils auf separaten Disks zu installieren und letztendlich über's BIOS zu wechseln. Das erspart einem Bootloader-Problematiken - vor allem wenn ein Microsoft OS im Spiel mit dabei ist. Aber: das geht nur bei Geräten möglich, die mehr als eine Disk haben - da ist man bei Macbooks raus.

Zum Thema Limine + btrfs-snapshots: sehe ich das richtig, dass vor allem durch den btrfs Ansatz die "Furcht vor Arch-Update gebrickten Systemen" Vergangenheit ist, weil man so immer wieder auf einen vorherigen, lauffähigen Zustand instant (also halt durch einen Reboot) zugreifen kann? Und somit der Beigeschmack, den Rolling Releases bisher an sich haben, Geschichte ist?
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sudoRinger
sudoRinger14.02.2616:15
Wellenbrett
Ich betreibe das Ganze quasi als Hobbyprojekt um mit Alternativen zu macOS vertraut zu sein, falls Apple (noch mehr) Murks macht.
Man kann dann beim Booten einfach einen früheren Snapshot auswählen und das Dateisystem wird auf den früheren Zustand zurückgesetzt. Das wird von CachyOS total automatisiert unterstützt, ...
Snapshots vom Linux-System waren schon oft meine Rettung, wenn ich was verbastelt habe. Ich teste die Linux-Distributionen auf meiner Synology DS224+, die einen Virtual Machine Manager hat. Auf diese Weise habe ich schon mehr Distributionen getestet als ich hier zugeben sollte ... Das Gute ist, dass eine Distribution mit dem VMM schnell aktiviert/deaktiviert werden kann und per Snapshot (auch btrfs) auf einen alten Zustand zurückgesetzt werden kann.

Meine Intention ist ebenfalls, dass ich Linux kennenlerne, bevor ich es wg. Apple-Enshittification nutzen muss. Übrig geblieben sind bei mir EndeavourOS + KDE, CachyOS + Hyprland und Fedora Budgie.

Ich muss aber feststellen, dass die einzige praktische Anwendung bislang war, dass ich über Fedora eine ausgebaute RAID-HDD aus meiner Synology mounten konnte, um sie zu kopieren (funktioniert mit macOS nicht).

Ansonsten ziehe ich für mich das Fazit, dass macOS mein Frontend bleibt (aber auf Macs mit Minimalausstattung) und ich als Backend Linux Server nutze oder Alpine Linux in eigenen Containern. Für Linux Desktop habe ich ehrlich gesagt bislang keine Verwendung.
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xcomma14.02.2616:31
sudoRinger
[..] Linux kennenlerne
[..] Apple-Enshittification
[..] macOS mein Frontend bleibt (aber auf Macs mit Minimalausstattung)
Für Linux Desktop habe ich ehrlich gesagt bislang keine Verwendung.
Bei mir ist der Abschied bereits eingeläutet. Die letzten 7 gekauften Rechner sind schon allesamt nicht mehr aus dem Hause Apple und der bestehende Mac Fuhrpark wird mit der Zeit auch nach und nach abgebaut. Einen 2018er Mac Mini werde ich als einzigen noch behalten. Ferner schliesse ich nicht aus doch noch mal eine Silicon Maschine (dann aber nur vom Gebrauchtmarkt) zu holen zum Rumspielen.

Linux Desktop kann ich analog einsetzen - mir fällt grad nichts ein, wofür ich noch ausschliesslich einen Mac bräuchte.
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Wellenbrett14.02.2616:32
xcomma
..
Wenn man dual-booten muss und eines der OS davon ist Windows - kann man eigentlich nur empfehlen, dass ohne Bootmanager zu machen und jeweils auf separaten Disks zu installieren und letztendlich über's BIOS zu wechseln. Das erspart einem Bootloader-Problematiken - vor allem wenn ein Microsoft OS im Spiel mit dabei ist. Aber: das geht nur bei Geräten möglich, die mehr als eine Disk haben - da ist man bei Macbooks raus.
Ja, sehe ich auch als die beste Lösung für dieses Setting an.
xcomma
Zum Thema Limine + btrfs-snapshots: sehe ich das richtig, dass vor allem durch den btrfs Ansatz die "Furcht vor Arch-Update gebrickten Systemen" Vergangenheit ist, weil man so immer wieder auf einen vorherigen, lauffähigen Zustand instant (also halt durch einen Reboot) zugreifen kann? Und somit der Beigeschmack, den Rolling Releases bisher an sich haben, Geschichte ist?
Ich denke ja. Ich hatte zwar bisher keinerlei Probleme mit dem Arch-Rolling Release-Ansatz unter CachyOS, aber beruhigend ist es schon; es besteht ja auch immer die Möglichkeit, das böswillig Schadcode untergejubelt wird. Bisher ist CachyOS bei mir ja nur eine Alternative für die Zukunft, ähnlich wie bei sudoRinger:
sudoRinger
...
Meine Intention ist ebenfalls, dass ich Linux kennenlerne, bevor ich es wg. Apple-Enshittification nutzen muss. Übrig geblieben sind bei mir EndeavourOS + KDE, CachyOS + Hyprland und Fedora Budgie.
...
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sudoRinger
sudoRinger14.02.2616:45
xcomma
mir fällt grad nichts ein, wofür ich noch ausschliesslich einen Mac bräuchte.

Mir fehlt unter Linux vor allem die App-übergreifende Automatisierung, die ich unter macOS mit Keyboard Maestro, Alfred, AppleScript und DEVONthink nutze. Das würde mir fehlen. Aber dafür benötige ich den Mac nur als "thin client".
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xcomma14.02.2618:00
sudoRinger
[..] Keyboard Maestro, Alfred,
Zumindest Shortcuts, Keychords, Launcher und generell Keyboard-zentrische Workflows - da sollte Linux ja ein First-Class-Citizen sein
sudoRinger
App-übergreifende Automatisierung
AppleScript
MacOS hat damit bestimmt sehr tolle Integrationen und Möglichkeiten.
Mich hat AppleScript nie gereizt, alleine schon aus dem Grund, dass es proprietär ist und ausschliesslich nur auf/in MacOS einsetzbar ist. Da find ich Python, Shell-Scripting usw. interessanter und universeller einsetzbarer.

Falls es allgemein beschreibbar ist (und deine Privatsphäre nicht tangiert) wäre es möglich kurz ein paar der Automatisierungen zu erwähnen, die du für dich aufgebaut hast? Um eine Idee zu bekommen wie die Problemstellung aussieht um dann ggf. Linux-basierte Ansätze sich vorstellen zu können.
sudoRinger
DEVONthink
Das ist eine der wenigen Software(s?), die, wenn man umfänglich die Möglichkeiten nutzt, sehr schwer zu ersetzen sind. Ich find auch nachwievor, dass das eine der wenigen Must-Haves auf dem Mac sind. In meinem Falle benutze ich aber nur einen Bruchteil davon und dafür werde ich unter Linux auch Wege finden.
Einen davon habe ich auch bereits gefunden, da die integrierte OCR Funktion in DevonThink meinte mit Anbruch von 2026 nicht mehr funktionieren zu wollen. Ein seltsamer Fehler. Es ist eine ältere Version von DT, aber ich betreibe es in Kombination mit einem alten MacOS auch - so dass es eigentlich problemlos weiterlaufen sollte. Ein Zertifikat habe ich bereits auch erneuert, aber das half nur eine Winzigkeit in DT selber zu beheben und hatte leider keinerlei positive Auswirkungen auf den OCR Teil. Die Schuld liegt nicht bei DT, sondern ist in der Abbyy Finereader Komponente zu suchen zu dem DT leider auch keine Antwort/Erklärung hat. "Lifetime" ist also relativ und nicht wirklich lifetime...
Für den OCR Part hab ich mich nun der sehr tollen Software NAPS2 bedient, die zugleich auch die Scanning Software ersetzt.
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Wellenbrett14.02.2618:03
sudoRinger
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Snapshots vom Linux-System waren schon oft meine Rettung, wenn ich was verbastelt habe. Ich teste die Linux-Distributionen auf meiner Synology DS224+, die einen Virtual Machine Manager hat. Auf diese Weise habe ich schon mehr Distributionen getestet als ich hier zugeben sollte ... Das Gute ist, dass eine Distribution mit dem VMM schnell aktiviert/deaktiviert werden kann und per Snapshot (auch btrfs) auf einen alten Zustand zurückgesetzt werden kann.
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zu "... per Snapshot (auch btrfs)...": ist das technisch ein btrfs-Snapshot des Host-Systems - also Deiner Synology - der sich partiell auf das jeweilige Verzeichnis bezieht, in dem sich die VM-Dateien des Linux-Gast-Systems befinden (das kann btrfs meines Wissens ja), oder kann der VMM irgendwie das brtfs des Gast-Systems zurücksetzen?

" Auf diese Weise habe ich schon mehr Distributionen getestet als ich hier zugeben sollte ..."
Die Mac-Anwender, die diesen Thread bisher mitgelesen haben, die interessiert Linux wohl auch...evt. wegen Apple-Enshittification und so...
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sudoRinger
sudoRinger14.02.2618:22
xcomma
sudoRinger
App-übergreifende Automatisierung
AppleScript
MacOS hat damit bestimmt sehr tolle Integrationen und Möglichkeiten.
Mich hat AppleScript nie gereizt, alleine schon aus dem Grund, dass es proprietär ist und ausschliesslich nur auf/in MacOS einsetzbar ist. Da find ich Python, Shell-Scripting usw. interessanter und universeller einsetzbarer.
AppleScript ist eine zähe Bastelei, ich nutze lieber Ruby. Aber der Punkt ist nicht die Sprache, sondern die Schnittstelle: macOS-Apps lassen sich per Apple Events von außen steuern und miteinander verknüpfen. Das ist das, was mir unter Linux fehlt.

Wellenbrett
zu "... per Snapshot (auch btrfs)...": ist das technisch ein btrfs-Snapshot des Host-Systems ... oder kann der VMM irgendwie das brtfs des Gast-Systems zurücksetzen?
Die Snapshots sind VMM-Snapshots auf Host-Ebene. Die Synology sichert den kompletten VM-Zustand unabhängig vom Dateisystem im Gastsystem. Mit "btrfs" meinte ich, dass die Synology selbst btrfs nutzt, was diese Snapshots erst ermöglicht.
" Auf diese Weise habe ich schon mehr Distributionen getestet als ich hier zugeben sollte ..."
Die Mac-Anwender, die diesen Thread bisher mitgelesen haben, die interessiert Linux wohl auch...evt. wegen Apple-Enshittification und so...
Nicht, dass ich mir das im Mac-Forum nicht zu sagen trauen könnte, sondern eher die viele Zeit, die ich dafür eingesetzt habe statt zum Beispiel Fernsehgucken, was normale vernünftige Leute so in ihrer Freizeit machen
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Wellenbrett14.02.2618:31
xcomma
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sudoRinger
DEVONthink
Das ist eine der wenigen Software(s?), die, wenn man umfänglich die Möglichkeiten nutzt, sehr schwer zu ersetzen sind. Ich find auch nachwievor, dass das eine der wenigen Must-Haves auf dem Mac sind. In meinem Falle benutze ich aber nur einen Bruchteil davon und dafür werde ich unter Linux auch Wege finden.
Einen davon habe ich auch bereits gefunden, da die integrierte OCR Funktion in DevonThink meinte mit Anbruch von 2026 nicht mehr funktionieren zu wollen. Ein seltsamer Fehler. Es ist eine ältere Version von DT, aber ich betreibe es in Kombination mit einem alten MacOS auch - so dass es eigentlich problemlos weiterlaufen sollte. Ein Zertifikat habe ich bereits auch erneuert, aber das half nur eine Winzigkeit in DT selber zu beheben und hatte leider keinerlei positive Auswirkungen auf den OCR Teil. Die Schuld liegt nicht bei DT, sondern ist in der Abbyy Finereader Komponente zu suchen zu dem DT leider auch keine Antwort/Erklärung hat. "Lifetime" ist also relativ und nicht wirklich lifetime...
Für den OCR Part hab ich mich nun der sehr tollen Software NAPS2 bedient, die zugleich auch die Scanning Software ersetzt.
Devonthink ist für mich auch einer der Gründe an macOS zu kleben. Zu den OCR-Problemen: mir ist bei Devonthink Pro 3 unter macOS 10.15 bereits aufgefallen, das die Abbyy Finereader OCR-Komponente gefühlt irgendwie länger braucht um in die Pötte zu kommen, also scheinbar vor dem eigentlichen OCR-Prozeß eine "Denkpause" einlegte. Dann habe ich mir das Update auf Version Devonthink Pro 4 gekauft, die Denkpause bei OCR-Prozessen ist jedoch unter macOS 10.15 und seit ein paar Tagen auch unter macOS 26.3 - geblieben. Kann es sein, das Abby Finereader nicht für Apple Silicon kompiliert wurde? Denn wenn mehrere OCR-Prozesse hintereinander laufen, findet nach meiner - zugegebermaßen eher beiläufigen Beobachtung - nicht vor jeder Datei eine erneute Denkpause statt.
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Wellenbrett14.02.2618:50
sudoRinger
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Wellenbrett
zu "... per Snapshot (auch btrfs)...": ist das technisch ein btrfs-Snapshot des Host-Systems ... oder kann der VMM irgendwie das brtfs des Gast-Systems zurücksetzen?
Die Snapshots sind VMM-Snapshots auf Host-Ebene. Die Synology sichert den kompletten VM-Zustand unabhängig vom Dateisystem im Gastsystem. Mit "btrfs" meinte ich, dass die Synology selbst btrfs nutzt, was diese Snapshots erst ermöglicht.
Ah, das bestätigt aber mein zunehmendes Halbwissen über btrfs, dass btrfs das partiell - also bezogen auf ein Verzeichnis kann. Du willst ja nicht das komplette btrfs-Dateisystem Deiner Synology zurücksetzen (ich sag nur "Katastrophe!"), nur um eine VM zurückzusetzen. Durchaus beachtenswert. Danke für die Auskunft!
sudoRinger
Wellenbrett
" Auf diese Weise habe ich schon mehr Distributionen getestet als ich hier zugeben sollte ..."
Die Mac-Anwender, die diesen Thread bisher mitgelesen haben, die interessiert Linux wohl auch...evt. wegen Apple-Enshittification und so...
Nicht, dass ich mir das im Mac-Forum nicht zu sagen trauen könnte, sondern eher die viele Zeit, die ich dafür eingesetzt habe statt zum Beispiel Fernsehgucken, was normale vernünftige Leute so in ihrer Freizeit machen
Ach so, verstehe. Geht mir ähnlich, Linux - oder bei mir kürzlich MacOS 9.2.2 - in einer UTM/Qemu-VM installieren : solange es keine Arbeit ist, ist es entspannend.
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sudoRinger
sudoRinger14.02.2619:06
Wellenbrett
Ah, das bestätigt aber mein zunehmendes Halbwissen über btrfs, dass btrfs das partiell - also bezogen auf ein Verzeichnis kann. Du willst ja nicht das komplette btrfs-Dateisystem Deiner Synology zurücksetzen (ich sag nur "Katastrophe!"), nur um eine VM zurückzusetzen. Durchaus beachtenswert. Danke für die Auskunft!
Genau, btrfs kann das auf Subvolume-Ebene. Bei der Synology werden Snapshots auf Ordner-Ebene angelegt (Hierarchie: Volume > Ordner > Verzeichnis). Für VMs legt die Synology eigene Subvolumes an, die im normalen Dateimanager nicht sichtbar sind, daher findet man die VM-Dateien dort auch nicht, so dass man sich erstmal fragt, wo die überhaupt sind.
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xcomma15.02.2612:58
Wellenbrett
[..] Devonthink Pro 4 gekauft
[..] Kann es sein, das Abby Finereader nicht für Apple Silicon kompiliert wurde?
Dann hast du ja die aktuellste Version. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass ein grundsätzliches Problem mit Silicon vorhanden ist, denn dann wären diese eklatanten Probleme schon viel häufiger / bekannter geworden. Da du die aktuelle Version hast, würde ich mich an deiner Stelle im Forum von DevonThink anmelden und dort deinen Fall schildern. Evtl. findet sich jemand, nicht zuletzt der (oder einer der) Eigentümer, der sich auch mal ab und an persönlich dort meldet, der dir helfen kann diesbzgl.

In meinem Falle ist es noch Version 2... in Kombination mit High Sierra und Intel Mac.
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xcomma15.02.2613:08
sudoRinger
[..] App-übergreifende Automatisierung
Ich kann da im Moment nur im Dunkeln stochern bzgl. Alternativen. Vermutlich geht es auch hauptsächlich um GUI-Anwendungen, denn auf Terminal-Ebene böte sich ggf. einiges an Shell-Scripting, Piping usw. an, oder?

Für GUI-Automatisierungen bin ich auf die Schnelle auf "xdotool" gestossen, aber ich kann mir auch vorstellen, dass so etwas immer eine etwas wackelige Angelegenheit ist, denn so was verlässt sich auf die Bildschirmauflösung, Platzierung der Fenster - da es letztendlich einen Benutzer mit Maus- und Keyboardeingaben simuliert. Für "mal eben auf die Schnelle eine kurzfristige bzw. kurzweilig einzusetzende" Automatisierung, vielleicht. Aber wenn man kompliziertere, dauernd wiederkehrende, stabile Automatisierungen haben will - ist das vermutlich eher nicht das richtige.

Ansonsten - aber auch hier habe ich nur grob davon gehört - scheint seit geraumer Zeit gewisses Aufsehen in der Automatisierungslandschaft folgendes Stück Software (aus Berlin übrigens) zu erregen: n8n.
Da sind auch einige Integrationen mittlerweile gelistet:
Wie das ganze aber wirklich aussieht / funktioniert - weiss ich nicht. Neben dem üblich zu bezahlenden PaaS-Angebot der Firma, kann man es auch umsonst selbsthosten - was zumindest für das private Umfeld bzw. Homelabs ausreichen könnte.
Vielleicht bekommst du damit deine AppleScript-basierten Lösungen abgelöst?
Geht natürlich auch nur, wenn nicht Mac-only Software (wie es bei DevonThink der Fall ist) dabei ist. Ansonsten muss dafür auch erst Ersatz gesucht werden - um letztendlich den urprünglichen Zweck realisieren zu können. Ist aber auch keine schlechte Idee alles neu zu durchdenken bzw. auf den Prüfstand zu stellen im Zuge eines allgemeinen Switches.
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sudoRinger
sudoRinger15.02.2614:16
xcomma
Vermutlich geht es auch hauptsächlich um GUI-Anwendungen, denn auf Terminal-Ebene böte sich ggf. einiges an Shell-Scripting, Piping usw. an, oder?
Guter Hinweis auf n8n. Das habe ich tatsächlich schon als Container auf der Synology laufen, bin aber noch nicht dazu gekommen, es einzusetzen. Für Web-Service-Automatisierung sieht das vielversprechend aus, ist dann aber eher Ersatz für Zapier oder IFTTT. Beim Mac dachte ich eher an den Zugriff auf API-Ebene direkt mit den Apps über ein Scripting Dictionary.

Ich will das aber nicht verkomplizieren. Ich mache mich jetzt schon nicht so abhängig von den Mac-Apps und das Meiste lässt sich mit Skripten machen. Bei DEVONthink zum Beispiel indexiere ich nur die Dateien, so dass ich meine Skripte direkt mit den Dateien arbeiten lasse und nicht mit DEVONthink.

Ich habe es nicht ganz so eilig mit einem Wechsel zu Linux, aber – wer weiß – vielleicht ist mein nächster Laptop schon mit Linux. Und ein iPad kommt mir nach der heutigen Wiederherstellungsaktion (Wischen auf dem Homescreen funktionierte nach Update auf 26.3 nicht mehr) nicht mehr ins Haus.
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