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Forum>Hardware>Empfehlung für Dia-Scanner

Empfehlung für Dia-Scanner

Huba25.01.2212:49
Hallo,

ich habe hier ungefähr anderthalb Umzugskartons Dias stehen. Alle gerahmt (bis auf ganz wenige Ausnahmen), überwiegend mit Glas, etwa ein Viertel sind glaslos gerahmt.
Bevor mir die Schätze vergammeln, möchte ich sie gerne digitalisieren. Aufgrund der Menge scheidet ein Dienstleister aus. Mir fehlt auch die Zeit, die Dias von der Leinwand abzufotografieren (wobei meine Spiegelreflex für diesen Zweck auch eine zu geringe Auflösung hätte)

Kann mir jemand einen Diascanner empfehlen, der brauchbare Ergebnisse liefert?
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Kommentare

Holger111125.01.2213:09
Moin Huba,
Vor ein paar Jahren stand ich vor demselben Problem. Ich hatte mir dann einen Diascanner aus einem Fotogeschäft geliehen. Der konnte ein ganzes Magazin verarbeiten und lieferte brauchbare Ergebnisse.

Informiert: Holger
+1
ww
ww25.01.2213:19
Evt auch Flachbettscanner mit Diascanner.
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HAL 9000
HAL 900025.01.2213:32
Gut, schnell, günstig...

Alle drei Kriterien auf einmal ist unmöglich.
Wenn gute Ergebnisse gewünscht werden, wird es entweder zeitraubend oder teuer.

Wenn die Qualitätsansprüche nicht so hoch sind, kann man das durchaus günstig und flott erledigen.
Ein Scanner, der ganze Magazine in einem Rutsch abarbeiten kann, liefert schnell und günstig Ergebnisse.
Ein Scanner, in den man die einzelnen Dias händisch einlegen muss, braucht natürlich erheblich mehr Zeit.

Aber es gibt folgende Einschränkungen:
- in Glas gerahmte Dias sollte man glaslos umrahmen, das Glas verhindert häufig einen korrekten Fokus auf die Fotoschicht
- all dies gilt nur für Diafilme, die mit dem Standard-E-6-Prozess entwickelt wurden. Kodachrome-Filme, die mit dem Prozess K-14 entwickelt wurden, benötigen aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften besondere Scanner
+6
ww
ww25.01.2213:38
HAL 9000

- all dies gilt nur für Diafilme, die mit dem Standard-E-6-Prozess entwickelt wurden. Kodachrome-Filme, die mit dem Prozess K-14 entwickelt wurden, benötigen aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften besondere Scanner

Echt? Darf ich fragen wieso? Ich habe fast ausschliesslich Kodachrome-Dias
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theodorus25.01.2213:47
Ich stand vor ca. 5 Jahren vor dem gleichen Problem. Beim kritischen betrachten der Dias musste ich mir jedoch eingestehen, dass vieles nicht wirklich würdig war, archiviert zu werden. So reduzierte sich das Ganze von ca. 1500 auf 300 Dias, die ich dann zum Fotolabor meines Vertrauens gebracht hatte. Die Glas-Dias hatte ich vorher noch in Glaslos "umgetopft". Das Fotolabor hatte mir die Dias für ca. 150,-€ eingescannt (Inkl. USB Stick), also etwa 50ct pro Stück. Die Ergebnisse waren O.K.

Wenn Du eine Empfehlung für einen Scanner haben möchtest: die gebrauchen Coolscans von Nikon sind eine Blick wert oder Reflecta. Die Premiumware geht aber ganz schön ins Geld. Der Vorschlag von Holger1111 sich ein Gerät zu leihen käme wahrscheinlich dann in Frage.
+4
Krypton25.01.2213:58
Da gibt’s eine ganze Kiste voller Optionen.

Einmal gibt es heute diese sehr günstigen Geräte. Da steckst du ein Dia rein, das wird von «hinten» angeleuchtet und vorn macht eine kleine Digicam die Bilder in einer Sekunde. Das geht schnell, man hat schnell sein Ergebnis, holt aber technisch bedingt nicht das Maximum aus den Dias. Auch beschneiden diese Geräte die Ränder oft relativ stark, um sehr schnell ein Ergebnis ohne viel Nachbearbeitung zu bekommen. Die liegen bei ca. 150 €

So im Mittelfeld liegen einige Geräte von Reflecta (DigitDia 6000 oder 7000). Die haben oft einen Magazin-Einzug und scannen tatsächlich (klassisch). Das dauert ’ne ganz schöne Zeit bei vielen Dias. Die können auch Dinge wie Multi-Scan (zur Rauschreduzierung oder für erweiterten Dynamikumfang), das dauert dann aber auch die doppelte Zeit. Die Geräte gibt’s auch zum mieten (150 - 250 € für 2-4 Wochen) oder gebraucht zu kaufen. Die bekommt man dann auch wieder gut verkauft (eBay etwa).

Dann gibt’s noch teurere Geräte (DigitDia Evolution), die auch eine Staub- und Kratzerentfernung haben. Dabei wird zum normalen Scan noch ein Infrarot-Scan durchgeführt. Anhand der Infrarot-Daten (werden von Staub und Kratzern geblockt) wird dann eine automatische Korrektur angewandt. Das dauert dann nochmal länger (da zum HDR-Doppelscan noch ein IR-Scan dazu kommt), kann einem aber viel Zeit sparen, da eben einiges an Nachbearbeitung weg fällt.
Auch noch ’ne Option können die älteren Nikon Coolscan (LS 4000, 5000ED), die können auch die Tricks mit doppelt- und dreifach-Scan, teilweise mit IR-Scan für die Staubentfernung und mit dem zusätzlichen Slide-Feeder SF200 auch Dias in Stapelbearbeitung einziehen.
Die werden aber schon einige Jahre nicht mehr hergestellt, so dass nur noch Gebrauchte auf eBay (1000 - 1500 gehandelt werden. Teilweise wird aber ein alter Mac mit MacOS 10.6 (wegen der alten Software) und FireWire Anschluss (oder Adapter) benötigt.
Das war zur Zeit als ich die Dias gescannt habe, der Goldstandard. Ist aber dennoch enorm viel Aufwand (Dias teilweise umrahmen, aus Glasrahmen in Kunststoffrähmchen, Dias vorher von Staub befreien, entweder mit Antistatik-Tuch, Pinsel, Druckluftdose oder kleinem Blasebalg – oder allem zusammen, Dias teilweise mit Alkohol von Fingerabdrücken befreien), etc.
Für top Ansprüche könnte man dann die Silverfast-Software verwenden (teilweise dabei) und IT8 Target Kalibrier-Dias von LaserSoft (auch teilweise mit in den Angeboten). Ab und an erwischt man auch noch das seltene Kodak IT8 Target, welches eine Zeitlang zu obszönen Preisen gehandelt wurde.

Nimmt man die Zeit und die dennoch entstehenden Kosten, könnte sich ein Dienstleister auch lohnen.

Hängt aber natürlich alles vom persönlichen Anspruch (ggf. auch von der Qualität der Dias), vom Budget und der persönlichen Zeit ab.
+7
HAL 9000
HAL 900025.01.2214:36
ww
HAL 9000

- all dies gilt nur für Diafilme, die mit dem Standard-E-6-Prozess entwickelt wurden. Kodachrome-Filme, die mit dem Prozess K-14 entwickelt wurden, benötigen aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften besondere Scanner

Echt? Darf ich fragen wieso? Ich habe fast ausschliesslich Kodachrome-Dias

Zur Info:
Mein Archiv besteht, zumindest bei Kleinbild, auch fast ausschließlich aus Kodachrome-Material.
Daher habe ich mir vor Jahren einen passenden Scanner (Nikon Super Coolscan 9000) zugelegt.
Die Bearbeitung ist aber recht zeitraubend, daher bin ich noch nicht fertig...
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ww
ww25.01.2214:42
HAL 9000
Zur Info:
Mein Archiv besteht, zumindest bei Kleinbild, auch fast ausschließlich aus Kodachrome-Material.
Daher habe ich mir vor Jahren einen passenden Scanner (Nikon Super Coolscan 9000) zugelegt.
Die Bearbeitung ist aber recht zeitraubend, daher bin ich noch nicht fertig...

Danke - werde ich mir mal zu Gemüte führen.
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mitzlaff25.01.2214:58
HAL 9000

Die Nikon-Scanner hatten neben Negativ- und Positivvorlagen auch eine eigene Einstellung für Kodachrome in der Software. Hängt wohl mit dem anderen Schichtaufbau und dem erhöhten Schwarzanteil zusammen: Kodachrome ist eigentlich ein Mehrschichten-Schwarzweißfilm, dem erst bei der Entwicklung die Farbstoffe zugesetzt werden. Das hat die Schärfe und auch die Langlebigkeit der Dias zur Folge (und den hohen Preis).
+1
HAL 9000
HAL 900025.01.2215:03
mitzlaff
HAL 9000

Die Nikon-Scanner hatten neben Negativ- und Positivvorlagen auch eine eigene Einstellung für Kodachrome in der Software. Hängt wohl mit dem anderen Schichtaufbau und dem erhöhten Schwarzanteil zusammen: Kodachrome ist eigentlich ein Mehrschichten-Schwarzweißfilm, dem erst bei der Entwicklung die Farbstoffe zugesetzt werden. Das hat die Schärfe und auch die Langlebigkeit der Dias zur Folge (und den hohen Preis).

Genau. Leider wurde im Jahr 2010 das letzte Labor (weltweit) zur Entwicklung belichteter Kodachromefilme geschlossen. Nach 75 Jahren (das Kodachrome-Verfahren gab es seit 1935)...
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lamariposa25.01.2215:13
Bei Kodachrome-Dias kann ich nur DRINGEND dazu raten das IT8-Target samt Referenz-Text-Datei zu besorgen. Ansonsten sehen die Farben einfach daneben aus. Damals kostete das 65,- € (2010). Mit dem IT8-Target war der Unterschied dann kaum zu sehen, hatte zur Kontrolle ab und an mal eines auf eine reinweiße Tür projeziert, wobei der Rechner-Monitor zumindest softwaremäßig kalibriert sein sollte.

Als Software hatte ich mit Vuescan gescannt, das kann auch das IT8-Target einlesen, was die Original Nikonsoftware nicht konnte (mal abgesehen davon dass die unter neueren Systemen nicht mehr läuft). Staub- und Kratzerentfernung ging auch damit.
Scanner hatte ich einen Nikon LS-50 Coolscan V (gebraucht für 1070,- € gekauft, verkauft für 850,- € ). Das ist ein Einzelbildscanner - bzw. Filmstreifenscanner mittels Aufsatz - aber das störte nicht denn: Parallel zum Scannen übertrug ich die auf den Dias vorhandenen Anmerkungen in eine Datei, und außerdem mussten die neuen Dias ja jeweils vom Staub grob befreit werden. Bis DAS beides erledigt war, war auch der Scanvorgang meist beendet
+1
HAL 9000
HAL 900025.01.2215:13
ww
HAL 9000
Zur Info:
Mein Archiv besteht, zumindest bei Kleinbild, auch fast ausschließlich aus Kodachrome-Material.
Daher habe ich mir vor Jahren einen passenden Scanner (Nikon Super Coolscan 9000) zugelegt.
Die Bearbeitung ist aber recht zeitraubend, daher bin ich noch nicht fertig...

Danke - werde ich mir mal zu Gemüte führen.

Zum Glück hast du Zeit: Kodachrome-Dias sind sehr archivfest, es sei denn, sie werden extrem schlecht gelagert.
Trocken, wohltemperiert und dunkel gelagert werden sie noch ein paar hundert Jahre in excellenter Qualität überstehen...
+2
feel_x25.01.2215:30
Ich kann grundsätzlich erstmal @theodorus nur zustimmen:
War schwer beeindruckt, wie schlecht die Bildqualität meiner Dias im Vergleich zu heutigen Bildern ist.

Zwei Empfehlungen aus eigener Erfahrung: Scanner mieten und Scannen lassen.

Eine oder zwei Wochen Urlaub nehmen und Scanner mieten statt kaufen, zum Beispiel hier:
https://www.scanexperte.de bzw. Bei Amazon:
Da bekommst du eine 2500-Euro-Maschine für 150 Euro die Woche.

Wenn Du das dann mal durchrechnest, ist Dir Deine Urlaubszeit (oder Freizeit oder unbezahlter Urlaub) vielleicht doch zu schade dafür.
Ich habe damals bei Scanexperte dann nur einen Foto-Einzugscanner für die paar hundert Bilder aus den Fotoalben ausgeliehen, für die es keine Negative gab. Das ließ sich in einer Woche entspannt durchscannen.

Alles andere habe ich bei Mediafix in Auftrag gegeben.
Erst mal ein Testlauf, welche Qualität für mich reicht, denn besser als die Originale werden die Scans trotz aller Technik nicht und natürlich ist auch das Thema "automatische Bildverbesserung" sehr interessant.
Man bekommt bei jedem Bild dann beide Versionen (Original und die verbesserte Version).

Originale habe ich in mehreren Tranchen hingeschickt aus Sicherheitsgründen.
Heute würde ich die Originale wohl selbst hinbringen.

Je nach Daten: Digitalisierung/Archivierung von Arbeitsmaterialien/Analogmedien für die Steuer.
0
HAL 9000
HAL 900025.01.2216:37
Ich fürchte, da hast du etwas missverstanden.
feel_x
Ich kann grundsätzlich erstmal @theodorus nur zustimmen:
War schwer beeindruckt, wie schlecht die Bildqualität meiner Dias im Vergleich zu heutigen Bildern ist.

Es ging da wohl weniger um die technische Bildqualität der Dias als um die inhaltliche Qualität der Aufnahmen, warum von 1500 Dias nur 300 ausgewählt wurden...

Die technische Qualität alter Dias muss nicht schlechter als aktuelle Digitalaufnahmen sein. Oft eher im Gegenteil...
+3
theodorus25.01.2217:10
feel_x

Es ging da wohl weniger um die technische Bildqualität der Dias als um die inhaltliche Qualität der Aufnahmen, warum von 1500 Dias nur 300 ausgewählt wurden...

Die technische Qualität spielte tatsächlich nicht die Rolle. Ich habe mich einfach gefragt, ob ich das Bild behalten möchte oder nicht. Das war dann je nach Bild sehr unterschiedlich. Ich als Kind unterm Weihnachtsbaum war technisch sicherlich kein Highlight, emotional schon. Wenn man Bilder betrachtet hat halt jeder seine eigenen Werte was erhaltenswert ist und was nicht.
+4
Modnerd25.01.2217:42
Es gibt auch noch eine ganz andere Möglichkeit: Wenn man noch einen lauffähigen Diaprojektor hat und vor allem die Bilder im digitalen Zugriff (und nicht absolut perfekte Qualität) haben will, kann man auch simpel eine brauchbare Digitalkamera auf ein Stativ stellen und die Bilder dann abfotografieren. Das habe ich meinem Vater verordnet - war günstig, Qualität eigentlich OK und er wollte sich in diesem Zuge eh gern noch mal alle Bilder anschauen.

Weil die meisten Bilder eh nur mäßig scharf waren, hat das Abfotografieren kaum geschadet.

Beispielbild:

+1
pb_user
pb_user25.01.2219:14
es gibt auch einen vorsatz für nikon-objektive: ES-2, hier auf die schnelle ein link von netzwerk-fotografie. wäre eine alternative fürs schnelle arbeiten.
+1
HAL 9000
HAL 900025.01.2220:05
Modnerd
Es gibt auch noch eine ganz andere Möglichkeit: Wenn man noch einen lauffähigen Diaprojektor hat und vor allem die Bilder im digitalen Zugriff (und nicht absolut perfekte Qualität) haben will, kann man auch simpel eine brauchbare Digitalkamera auf ein Stativ stellen und die Bilder dann abfotografieren. Das habe ich meinem Vater verordnet - war günstig, Qualität eigentlich OK und er wollte sich in diesem Zuge eh gern noch mal alle Bilder anschauen.

Weil die meisten Bilder eh nur mäßig scharf waren, hat das Abfotografieren kaum geschadet.

Beispielbild:


Oh je.

Erinnert mich an einen Bekannten, der Anfang der 2000er der Meinung war, das das Abfilmen seiner Dia-Shows mit einen miniDV-Kamera (576i) die Krone der Digitalisierung wäre. Er hat die Original-Dias danach entsorgt.
Heute denkt er anders darüber, aber es ist zu spät...
+1
albertyy25.01.2221:03
...ganz ehrlich: ich habe hier einen Nikon 9000 mit Silverfast Software. Eigentlich das amtliche Gerät dafür ! Alles andere ist schlechter !
Aber ein ganzer Karton mit KB Dias – so wie Du das beschreibst, würde ich den Karton zu einem Dienstleister tragen und in der niedrigsten Qualitätsstufe Einscannen lassen. Und zwar ALLE ! Dann bekommst Du eine DVD oder USB oder sonstwas für einen Datenträger . Zahlst Deinen Obolus und gut ist !!
Ich sage Dir ganz ehrlich, das lohnt sich , weil es UNENDLICH VIEL ZEIT !!!!! in Anspruch nimmt, so einen Karton zu scannen....
Ich spreche aus Erfahrung. Du wirst wahnsinnig .... Nimm ein bisschen Geld in die Hand und lass´das machen.
Wenn Du dann wirklich einige Motive entdeckst (das Sichten geht dann ja rasend schnell) kannst Du die immer noch "besser und hoch aufgelöst erneut mit so einem (meinetwegen gelieghenem 9000er) scannen..... Du wirst auch – wie hier Einige im Forum feststellen – dass Dein Karton nicht nur "lohnenswerte Dias" enthalten....
+5
jk35025.01.2221:50
Hatte mal einen Scanner von Plustek mit Software SilverFast damit erreichte man sehr gute Resultate. Die Zeit die Du brauchst ist enorm darum habe ich wirklich nur die Dias eingescannt die mir etwas Bedeuten. Der Rest war schneller im Papierkorb als auf dem PC.
+1
uni.solo25.01.2222:08
Ich nutze meine MFT-Kamera (Panasonic G9) mit einem Makroobjektiv und manuellem Fokus auf einer kleinen optischen Bank. Dazu ein Milchglasschirm wo das Dia eingespannt wird und eine Videoleuchte mit einstellbarer Farbtemperatur um von hinten zu beleuchten. Die Kamera wird vom Laptop aus ferngesteuert und ich hab die Fotos direkt auf dem Rechner bzw. Bildschirm und kann schon mal inspizieren ob alles zu meiner Zufriedenheit ist. Ich ziehe diese Variante den Scannern vor, weil ich für jedes Bild was mir wichtig ist, prüfen kann, ob es staubfrei ist, der Fokus richtig sitzt, der Weißabgleich stimmt oder ob ich doch lieber eine Belichtungsserie ergänze um den Dynamikumfang zu verbessern. Das Setup eignet sich nicht zum massenhaften Scannen, aber ich scanne auch nicht wahllos alle Dias einer Box ein, nur was mir den Aufwand wert ist.

Im Übrigen halte ich bei Dias 6 MP für völlig ausreichend. Ich hab mich schnell von den 20 MP verabschiedet weil die Körnung des Dias die Auflösung limitiert. Die Qualität der Digitalkameras setzt heutzutage schon ganz andere Maßstäbe als seinerzeit die Dias.
+2
nizza25.01.2222:22
Ich habe diesen Weg gewählt:

https://fotovideotec.de/dias_digitalisieren/index_alt.html

Sehr bequem, die Dias bleiben im Magazin und es geht sehr schnell. Die Ergebnisse waren ziemlich gut, Kodachrome kein Problem. Das Nachbearbeiten habe ich meistens "Fotos" überlassen. Kosten bei mir: Keine
+2
HAL 9000
HAL 900025.01.2222:34
uni.solo
Übrigen halte ich bei Dias 6 MP für völlig ausreichend. Ich hab mich schnell von den 20 MP verabschiedet weil die Körnung des Dias die Auflösung limitiert. Die Qualität der Digitalkameras setzt heutzutage schon ganz andere Maßstäbe als seinerzeit die Dias.

Das mag für deine alten Dias zutreffen.
Für gute KB-Kodachrome, aufgenommen mit guten Leica-Objektiven, wären 100 MP gerade recht.
+2
maceric
maceric26.01.2201:03
Ich habe die letzten zwei Jahre ca. 1000 Dias mit einem Epson Perfection V850 pro gescannt und scanne immer noch.
Kann ich nur wärmstens empfehlen.
Es sind 2 Diahalter für je 12 Kleinbild-Dias dabei, sowie eine Vielzahl von Rahmen für andere Formate und Scansoftware und Software zur Profilierung.
Als Scan-Software verwende ich Silverfast AI-Studio, welches Stapelverarbeitung beherrscht.
Die Software ist in Bedienung und Stabilität ein absoluter Albtraum, ein ordentliches Handbuch ist nicht dabei.
Kann ich absolut nicht empfehlen, bis auf einen Punkt: Die Qualität der Scans ist konkurrenzlos gut und aus diesem Grund ertrage ich Abstürze und seltsames Verhalten (alles Verbunden mit erheblichem Zeitverlust) zähneknirschend.
Der Zeitaufwand ist, auch wenn alles glatt geht, immens.
Inklusive Scanvoreinstellung der einzelnen Rahmen und abpinseln / abblasen der Dias dauert das Scannen von 12 Dias ca. 45 Minuten (bei 4800dpi), sofern man Silverfast nicht kompliziertere Aufgaben wie Drehungen berechnen lässt. Wobei ca. die Hälfte der 45 Minuten reine Scan-Zeit ist, während der man einen weiteren Rahmenhalter vorbereiten oder die Dias nachbearbeiten kann. Für die Nachbearbeitung in Photoshop benötige ich je nach Zustand und Wichtigkeit des Dias zwischen einer und 15 Minuten pro Stück.
Glasgerahmte Dias müssen, wie oben schon erwähnt, zusätzlich noch umgerahmt werden.

Die Liste der bereits genannten Scan-Services würde ich noch um diesen hier ergänzen:
+1
Weia
Weia26.01.2202:04
maceric
Als Scan-Software verwende ich Silverfast AI-Studio, welches Stapelverarbeitung beherrscht.
Die Software ist in Bedienung und Stabilität ein absoluter Albtraum, ein ordentliches Handbuch ist nicht dabei.
Kann ich absolut nicht empfehlen, bis auf einen Punkt: Die Qualität der Scans ist konkurrenzlos gut und aus diesem Grund ertrage ich Abstürze und seltsames Verhalten (alles Verbunden mit erheblichem Zeitverlust) zähneknirschend.
Ja, ein altes wohlbekanntes Problem. Hast Du die Version 8 oder 9 der Software benutzt?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
FlyingSloth
FlyingSloth26.01.2203:06
Ich kann den Epson Perfection V700 sehr empfehlen. Vorgaengermodell vom obig genannten V850. Allerdings ist der 700 mittlerweile guenstig auf ebay zu erhalten und kann dort auch wieder gut verkauft werden.
Zu Silverfast stimme ich maceric vollkommen zu. Vom Handling ein Albtraum, vom Scanergebnis allerdings Top.
„Fly it like you stole it...“
+1
maceric
maceric26.01.2207:02
Weia
Ja, ein altes wohlbekanntes Problem. Hast Du die Version 8 oder 9 der Software benutzt?

Version 8.
Ich habe Version 9 als Demo getestet und keinen großen Unterschied festgestellt.
Würdest Du sagen, daß sie besser funktioniert?

Wobei meine Bereitschaft nochmal einen dreistelligen Betrag zu bezahlen ehrlich gesagt gegen Null geht.
0
Oxymoron26.01.2207:28
Ich benutze seit vielen Jahren den Epson Perfection V750 Pro. Der liefert nicht nur bei Dias erstklassige Ergebnisse, sondern auch bei Negativen und Abzügen. Außerdem wird er von Epson immer noch mit Treibern versorgt.
+1
Marcel_75@work
Marcel_75@work26.01.2208:15
Ich frage nur mal interessehalber, weil dies hier gar nicht erwähnt wurde bisher:

Mitte der 1990er war in dem kleinen Verlag in dem ich jobbte bei Dias immer die Ansage "Trommelscanner".

Weiß nicht mehr, welcher Hersteller/Gerät das war, es war jedenfalls unglaublich groß (knapp 2 Meter hoch) und die Dias musste man händisch auf der Scantrommel 'ankleben' mit Spezial-Tesa.

Die Scans selbst liefen dann extrem schnell und die Qualität war wirklich hervorragend.

Solche "Trommelscanner" gibt es aber scheinbar gar nicht mehr?
+1
StraightEdge89
StraightEdge8926.01.2209:20
Huhu,

interessantes Thema, danke dafür. So ein paar Dias gibt es noch die ich wegschmeißen möchte weil es total unpraktikabel ist mit dem Zeugs.

Den Link von "pb_user" finde ich super, Danke!
Da ich keine besonderen Ansprüche habe an das alte Zeugs werde ich mir einfach sowas holen https://www.novoflex.de/de/einstellschlitten-castel/castel-cop-digi.html und es abfotografieren. Schnell, schmerzlos, qualitativ ausreichend für meine Vorlagen.

Die wirklich tollen Sachen hebe ich einfach auf, das ist aber nicht viel.
0
macs®us
macs®us26.01.2210:16
Marcel_75@work
Weiß nicht mehr, welcher Hersteller/Gerät das war,

Wahrscheinlich ein Linotype-Hell Tango oder Heidelberg Primescan.
Mit denen war eine Auflösung bis zu 4300 Linien pro cm / 11'000 DPI möglich wen ich mich recht erinnere.
„Ein Fotograf sollte wie ein kleines Kind sein, das die Welt jeden Tag von neuem entdeckt.“
+2
maceric
maceric26.01.2210:19
Marcel_75@work
Solche "Trommelscanner" gibt es aber scheinbar gar nicht mehr?
Mit dem Aufkommen von guten (und wesentlich günstigeren) Flachbettscannern sind die Trommelscanner verschwunden. Und günstig war damals locker 60.000 DM, Trommelscanner waren gerne mal mehr als doppelt so teuer.
+1
Cornel
Cornel26.01.2212:26
Vor einigen Jahren habe ich dies mit einigen tausend Dias ganz einfach gelöst:

Bei einem alten Dia-Projektor habe ich die Glaslinse entfernt, diesen auf ein Holzgestell montiert und davor meine damalige Nikon D700 mit Makroobjektiv ausgerichtet und fixiert. Einmal eingestellt konnte ich die Dia-Fächer nur noch durchklicken. Mit zwei Fernbedienungen in der Hand hast du keine Sekunde pro Dia. Die Qualität ist spitze und die ganze Lösung kostet nur etwas Bastelzeit. Dafür muss kein einziges Dia aus dem Fächer genommen werden.
+3
Weia
Weia26.01.2213:24
maceric
Weia
Ja, ein altes wohlbekanntes Problem. Hast Du die Version 8 oder 9 der Software benutzt?
Version 8.
Ich habe Version 9 als Demo getestet und keinen großen Unterschied festgestellt.
Würdest Du sagen, daß sie besser funktioniert?
Nein, weil ich sie selbst gar nicht habe und Dich aus Neugier gefragt habe. Es hätte ja sein können, dass die Version 9 viel viel besser ist als die Version 8, die ich kenne.

Das ist kurios. 2012 hat LaserSoft begonnen, von Grund auf neu eine Cocoa-Version der Software mit gänzlich neuer GUI speziell für den Mac zu entwickeln, aber der launische Chef hat das dann noch im selben Jahr plötzlich gestoppt. Ich hätte erwartet, dass eine Version 9, die 8 Jahre später erscheint, dann wenigstens auch erhebliche Verbesserungen gezeigt hätte.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
maceric
maceric26.01.2215:20
Weia
Das ist kurios. 2012 hat LaserSoft begonnen, von Grund auf neu eine Cocoa-Version der Software mit gänzlich neuer GUI speziell für den Mac zu entwickeln, aber der launische Chef hat das dann noch im selben Jahr plötzlich gestoppt. Ich hätte erwartet, dass eine Version 9, die 8 Jahre später erscheint, dann wenigstens auch erhebliche Verbesserungen gezeigt hätte.

Ich kann mich an meinen ersten Kontakt mit Silverfast vor Jahrzehnten erinnern, das war irgendwo an einem PC. Ich fand es als Mac-User damals furchtbar.
Hatte auch die Hoffnung, daß eine Software, die so lange am Markt ist mittlerweile perfekt wäre.
Aber alleine die Oberfläche, die für jede Funktion ein knallbuntes und sehr niedrig aufgelöstes Icon hat...
Nachdem die Leute, wie ich auch, die ganzen Abstriche in Kauf nehmen, weil die Qualität der Scans
halt unschlagbar gut ist, besteht seitens LaserSoft wohl auch nicht viel Handlungsbedarf.
+1
uni.solo26.01.2222:11
HAL 9000
uni.solo
Übrigen halte ich bei Dias 6 MP für völlig ausreichend. Ich hab mich schnell von den 20 MP verabschiedet weil die Körnung des Dias die Auflösung limitiert. Die Qualität der Digitalkameras setzt heutzutage schon ganz andere Maßstäbe als seinerzeit die Dias.

Das mag für deine alten Dias zutreffen.
Für gute KB-Kodachrome, aufgenommen mit guten Leica-Objektiven, wären 100 MP gerade recht.

Hmm, man gibt das Auflösungsvermögen von KB-Filmen mit 40…150 lp/mm (Linienpaare pro mm) an , bei KB sind das 1.5 - 20 MP. Ich hab seinerzeit häufig mit ISO400 fotografiert und sicher mit eher durchschnittlichen Kit-Objektiven… daher passt das mit den 6 MP für mich. Aber bei 100 MP kommen mir doch Zweifel. Das müssten ja dann hochauflösende SW-Filme für Repro sein…? Und Objektive, können die mehr als 100 lp/mm? Ich kenn mich da nur bei MFT aus, da sind sehr gute Werte oberhalb von 90 lp/mm und die dann auch nur für Bildmitte und für einen kleine Blendenbereich.
+2
StraightEdge89
StraightEdge8925.02.2220:10
Hallo,

das Thema hat mich ja nicht losgelassen und ich habe folgendes im Internet gefunden, den Nikon ES-2 Filmdigitalisierungsadapter und ich habe ihn gekauft.

Das Gerät wird mit einem 62 mm Schraubgewinde an das Objektiv angesetzt. Ich habe es an die Fuji xt2 mit dem Zeiss 50mm Makro verwendet. (Mit dem 80er Makro geht es nicht, der Abstand ist zu klein, da muss mehr Platz dazwischen, mit dem Canon efs 60mm geht es auch nicht, der Abstand ist zu klein, aber ein Adapter ist unterwegs...)

Der Rest ist selbsterklärend, als Lichtquelle nutze ich eine LED Lampe mit einem Taschentuch als zusätzlichen Softer, bei Tageslicht aber einfach die Raufaser. Aufgenommen wird im RAW Format die Verarbeitung erfolgt in Capture One.

Das Bild im Wald ist mit einer Canon EOS 300 oder 500 und einem alten (so 2003) Tamron 28-200mm auf einem Kodak Diafilm mit 21 DIN aufgenommen.


Das Bild vom Badesee mit einer Canon AE1 und dem 50mm F1.4 mit einem 21 DIN Agfa Diafilm.


Die Bilder sind verkleinert, lange Kante 2500px.

Ich Finde die Ergebnisse top, es ist schnell gemacht und demnächst bekommt mein Vater das Ding dann kann er seine Alten Dias digitalisieren.

Mangels Kleinbildnegativen konnte ich das digitalisieren von Negativen noch nicht probieren...
Die Reserven sind übrigens Top, ein Dia welches viel zu dunkel ist konnte ich noch reichlich Infos entlocken, einfach durch eine lange Belichtungszeit.
+1
StraightEdge89
StraightEdge8925.02.2220:29
Anbei noch der "Aufbau":
+2
struffsky
struffsky26.02.2208:08
Bei Negativen kann man in CapureOne übrigens die Regler unter Gradationskurve über Kreuz ziehen. Also Lichter zu den Schatten und Schatten zu den Lichtern. Dann ist alles positiv und wie mit Dias normal einstellbar.
+3
Huba26.02.2213:43
Bei heise habe ich zum Thema einen Artikel gefunden, wie man seinen Diaprojektor so umbaut, dass man mit dem Projektor direkt ins Kameraobjektiv reinprojeziert. Probiere ich mal aus, wenn das Sommerloch um die Ecke linst.

https://www.heise.de/ratgeber/Praxistest-Dias-abfotografieren-4325732.html?seite=all


Der Tip mit dem Dia-Adapter von Nikon ist auch gut, behalte ich im Hinterkopf. Danke dafür!
0
pb_user
pb_user26.02.2214:19
StraightEdge89
… ich habe folgendes im Internet gefunden, den Nikon ES-2 Filmdigitalisierungsadapter und ich habe ihn gekauft.
freut mich, zumal ich den adapter – siehe 25.01.22 19:14 – erwähnt hatte.
+3
StraightEdge89
StraightEdge8927.02.2214:09
pb_user
freut mich, zumal ich den adapter – siehe 25.01.22 19:14 – erwähnt hatte.

sorry, ich fand deinen Link damals super, das der der Adapter auch vorgestellt wurde hatte ich im Wust der Infos vollkommen vergessen...
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