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Der AAPL-Aktien-Thread 2026
Der AAPL-Aktien-Thread 2026
Weia
23.03.26
04:46
Es ist ja sehr ruhig hier geworden – haben sich schon alle von AAPL getrennt oder sind alle nur restlos verwirrt?
Ich wollte in dieser wilden Zeit zumindest einen kurzen Blick aus großer Höhe auf den Gesamtmarkt im Großen und Ganzen geben, um die wichtige Stelle zu markieren, an der der Markt (und die wirtschaftliche Entwicklung zumindest des Westens) stehen.
Hier ein
Quartalschart
des S&P 500, der den gesamten Jahrhunderttrendkanal seit 1929 bis heute zeigt:
Wie Ihr sehen könnt, hat der Markt die letzten drei Quartale tatsächlich leicht über den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals gelugt, konnte sich dessen Gravitation aber nicht entziehen, sondern trat auf der Stelle, bis er jetzt wieder auf den Rand zurückfiel.
Das ist in allen möglichen Zeitmaßstäben ein sehr typisches Verhalten, gleich, ob das der Beginn eine Ausbruchs nach oben ist (dann ist der jetzige Rückfall auf den oberen Rand ein letztes, typisches Von-oben-Antesten des durchbrochenen Widerstands vor dem endgültigen Abstoßen nach oben) oder eine extreme letzte Übertreibungsphase war (Kojote Karl über der Schlucht gleich
), bevor der Markt (samt Karl) abstürzt). Der Chart gibt keine Auskunft darüber, was von beidem passieren wird, sehr wohl aber, dass der Markt an einer auch langfristig sehr wichtigen Scharnierstelle steht.
Die drei Punkte in den letzten fast hundert Jahren, an denen der S&P 500 den oberen Rand berührt hat, fallen mit den drei technologischen Umwälzungen in diesen hundert Jahren zusammen:
industrielle Massenfertigung (1929)
Computer/Internet (2000)
KI (2025)
In allen drei Fällen löste das euphorische Wirtschaftserwartungen aus, die den Markt jeweils an den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals brachten.
Von den ersten beiden Fällen wissen wir, dass diese Erwartungen langfristig gerechtfertigt waren (der Jahrhunderttrendkanal steigt stetig an), aber kurzfristig zu früh (der Markt fällt zunächst deutlich in den Kanal zurück, in die Mitte oder gar den unteren Rand). Die Frage ist, ob das diesmal wieder so sein wird (dann lässt die Tatsache, dass es zuvor zu einer Übertreibung kam, ein besonders böses Erwachen befürchten) oder ob der berühmt-berüchtigte Fall eintritt, dass „diesmal alles anders“ ist und der Markt nach oben aus dem Kanal ausbricht. Letzteres würde darauf hindeuten, dass KI ganz im Sinne ihrer Apologeten eine singuläre Technologie ist, die ein bislang noch nie gekanntes beschleunigtes Wachstum produziert.
Wahrscheinlicher ist der erste Fall, aber auszuschließen ist der zweite nicht. In beiden Fällen dürfte man auf das Jahr 2026 als eines einer Weichenstellung zurückblicken. (Ja, es kann theoretisch natürlich auch der gänzlich unspannende Fall eintreten, dass der Markt eher behäbig um den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals herum weitersteigt.)
Das ist offenkundig keine Prognose, sondern nur eine Landkarte, um zu zeigen, wo wir stehen.
Hier ein
Monatschart
für einen etwas detaillierteren Blick:
Und hier schließlich als Nahaufnahme ein
Tageschart
:
Wieder einmal ist faszinierend, dass der Markt sich nicht nur exakt auf bestimmte Linien zubewegt, sondern das auch noch in genau Moment tut, wo sich zwei wichtige langfristige Linien schneiden (neben dem oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals hier noch der Aufwärtstrend seit 2020 (
dicke grüne Linie
)). Der Kreuzungszeitpunkt dieser beiden Linien, auf den der Markt jetzt fast exakt gefallen ist, steht seit Oktober 2022, also seit mehr als 3 Jahren, fest!
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+32
Kommentare
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torgem
15.07.26
21:18
silversurfer22
torgem
😳 keine 15€ mehr bis zum nächsten AAPL Thread Treffen 😳
😳 Wann
„AAPL: reduzieren“
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-1
torgem
16.07.26
19:07
Sorry, da ist der Text in meinem Beitrag scheinbar verschwunden.
Wer ist bei einem 2. Thread Treffen dabei?
Letztes Mal waren in bei Frankfurt. Welche Orte eignen sich? Wieder Frankfurt? Berlin? Dortmund? … ?
„AAPL: reduzieren“
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+1
silversurfer22
16.07.26
19:38
Dortmund fänd ich gut 😉
Mitte von D natürlich etwas fairer
Hilfreich?
0
thomas b.
16.07.26
19:47
Als Oberhausener käme mir ein Ort in der Nähe vom Ruhrgebiet zugegen.
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+1
macbeutling
17.07.26
08:33
Dortmund wäre ich auch sofort dabei
Auch gerne Köln/ Düsseldorf, wenn jemand einfliegen möchte….mit privatjet 🛩️ zb, bei DEM Kurs
„Glück auf🍀“
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+1
prin73
17.07.26
10:47
Ich wäre natürlich wieder für Frankfurt, wohn da um die Ecke, Ruhrgebiet wäre aber auch machbar…;-)
Hilfreich?
0
torgem
27.07.26
19:22
Das war knapp 😅
„AAPL: reduzieren“
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+1
Anton Ochsenkühn
27.07.26
21:14
Dann werfe ich mal Kassel in den Ring
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0
macbeutling
29.07.26
16:10
So, die 300€ wären geknackt.
„Glück auf🍀“
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+1
ww
29.07.26
16:22
macbeutling
So, die 300€ wären geknackt.
Na, was ist denn jetzt so spannend daran? Die Aktie ist an der NASDAQ über 340$ geklettert, während sich der $-EUR nicht wirklich verändert hat. Da ist also nichts Ungewöhnliches dran.
Hilfreich?
-2
macbeutling
29.07.26
17:01
ww
macbeutling
So, die 300€ wären geknackt.
Na, was ist denn jetzt so spannend daran? Die Aktie ist an der NASDAQ über 340$ geklettert, während sich der $-EUR nicht wirklich verändert hat. Da ist also nichts Ungewöhnliches dran.
Ließ mal was auf dieser Seite hier so steht, dann weißt du es.
„Glück auf🍀“
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+7
ww
31.07.26
09:49
macbeutling
Ließ mal was auf dieser Seite hier so steht, dann weißt du es.
Der Aktienkurs in Euro ist letztendlich irrelevant. Die Aktie wird in US-Dollar gehandelt, und der Euro-Kurs ist lediglich eine Umrechnung. Dadurch entsteht zusätzlich ein Währungsrisiko. Wer auf eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro spekuliert, findet mit anderen Instrumenten bessere Möglichkeiten.
Hilfreich?
-4
s-cope
31.07.26
10:02
@ ww
Da Du auf macbeutlings Hinweis nicht eingegangen bist und die vorherigen Posts also nicht gelesen hast, helfe ich Dir hier weiter: Beim letzten persönlichen MTN-Aktionärstreffen wurde vereinbart, dass das nächste Zusammenkommen stattfinden soll, wenn die Apple-Aktie 300,00 Euro übersteigt.
Deine Erklärungen haben also mit mabeutlings Post vom 29.7.2026 16:10 Uhr also gar nix zu tun. Sie mögen richtig sein, den Kontext hast Du aber nicht richtig einsortiert.
Hilfreich?
+10
ww
31.07.26
11:00
s-cope
@ ww
Da Du auf macbeutlings Hinweis nicht eingegangen bist und die vorherigen Posts also nicht gelesen hast, helfe ich Dir hier weiter: Beim letzten persönlichen MTN-Aktionärstreffen wurde vereinbart, dass das nächste Zusammenkommen stattfinden soll, wenn die Apple-Aktie 300,00 Euro übersteigt.
Deine Erklärungen haben also mit mabeutlings Post vom 29.7.2026 16:10 Uhr also gar nix zu tun. Sie mögen richtig sein, den Kontext hast Du aber nicht richtig einsortiert.
Asche auf mein Haupt.
Ich habe die vorherigen Beiträge gelesen, aber diesen Punkt wohl wirklich überlesen. Sorry!
Hilfreich?
+4
s-cope
31.07.26
11:07
Hilfreich?
0
torgem
31.07.26
23:09
So, ich hoffe es hat jeder den 10% Schock Ganz gut verdaut…
Die 300€ waren ja, wenn auch nur kurz, im Kasten. Wollte zu 300€ plus x eigentlich einen Teil verkaufen bzw. Umschichten, ich hoffe auf eine nächste Gelegenheit dazu. Auch wenn Hoffnung ein schlechter Ratgeber ist.
Ich hatte als Ort für unser Treffen Dortmund in den Ring geworfen und würde dabei bleiben. Ich versuche mal eine Terminfimdung…
„AAPL: reduzieren“
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+1
torgem
31.07.26
23:20
Terminfindung AAPL Aktien - Thread Treffen im Dortmund
(Mehrfachauswahl kann man leider nicht einstellen… ich kümmer mich um die Auswertung
)
„AAPL: reduzieren“
Hilfreich?
-1
Umfrage
Ich nehme am 2. AAPL Aktien Thread Treffen teil!
8.8.
0,0 %
15.8.
0,0 %
22.8.
0,0 %
29.8.
0,0 %
8. oder 15.8.
0,0 %
8. oder 22.8.
0,0 %
8. oder 29.8.
0,0 %
15.8. oder 22.8.
16,7 %
15.8. oder 29.8.
0,0 %
22.8. oder 29.8.
16,7 %
An allen Samstagen im August
50,0 %
8.8., 15.8. oder 29.8.
0,0 %
15.8., 22.08. oder 29.08.
0,0 %
Würde gerne teilnehmen, kann aber an keinem der Tage
16,7 %
8.8., 15.8. oder 22.8.
0,0 %
8.8., 22.8., oder 29.08.
0,0 %
Gesperrt0826
02.08.26
07:09
Wirtschaftswissenschaftler haben noch nie viel von Mathematik verstanden (verglichen mit Mathematikern oder auch Physikern). Der "Jahrhunderkanal" scheint mir eine ziemlich willkürliche (Zukunftsgeraune-)Erfindung zu sein. Begründung: Teile den Kanal mal in zwei Kanäle von 50 Jahren (vier von 25 Jahren etc.) und wende auf die Teilabschnitte jeweils die gleichen Kriterien an, die den Jahrhundertkanal markieren. Dann wird sofort klar, dass die einhüllenden Geraden massiv unterschiedliche (zunehmende) Steigungen aufweisen.
Die Grafik zeigt viel mehr, dass sich der Anstieg der Kurve eindeutig beschleunigt. In den letzten Jahrzehnten gab es kaum noch Punkte unterhalb des Mittelwerts der einhüllenden Geraden. Der Jahrhundertkanal ist somit ein willkürliches und wahrscheinlich absichtsvoll erfundenes Hirngespinst, das einer mathematischen Analyse keine zwei Sekunden standhält. Auch Ausbruchsgeraune etc. ist kein Anzeichen einer besonderen Zeit oder irgendeiner speziellen Technologieeigenart, sondern liegt nach oben einfach nur im Trend.
Und bitte hört auf (liebe Wirtschaftsexperten), komplexe Kurven als Geraden zu beschreiben und daraus auch noch Kreuzungspunkte etc. abzuleiten. Damit wird nur an unsinnigen Prognosen gearbeitet, die der Prognose der Entwicklung des Gesamtmarktes über die Raterei erheben sollen. Mit mathematisch sauberen Methoden ließe sich vielleicht(!) etwas erkennen, mit diesem Jahrmarktsquatsch sicherlich nicht.
Hinweise auf die Zukunft (oder sonst etwas) könnte einzig die über kurze Abschnitte (Tag zu Tag oder Woche zu Woche etc.) erfasste mittlere Steigung in der Abbildung geben (denn sie ist ebenfalls das Einzige was an diesen Werten für Anleger interessant ist: Wie viel Wertzuwachs ist nach einer (frei wählbaren) Zeitspanne zu erwarten? Statt also sauber den interessierenden Wert anzuschauen (die mittlere Steigung) raunen hier irgendwelche vermutlich interessengeleiteten Menschen (ich meine
nicht
WEIA sondern "Marktanalysten" bei S&P etc.) Quatsch über einen Jahrhundertkanal zusammen. Das ist nichts anderes als fortgeschrittenes Kristallkugellesen. Oder anders ausgedrückt: Hier wird auf ein Ortsdiagramm geschaut, dass mit dem Geschwindigkeitsdiagramm leider nur unerkennbar wenig zu tun hat.
Hilfreich?
-3
QuickSilverEX
02.08.26
12:46
Es hält außerdem keiner Depot-Performance-Analyse stand.
Es wäre ja ganz einfach: Annahme: Chart-„Analyse" (ganz bewusst in Anführungszeichen; „Jahrmarktquatsch" passt deutlich besser, aber ich möchte nicht voreingenommen sein) soll eine Methode sein, um nachweislich regelmäßig eine Überrendite zu erzielen.
Aber dem stellt sich keiner, denn es funktioniert einfach nicht. Man könnte allein diesen Thread als Beispiel nehmen: Mittlerweile rund 20 Jahre alt, und die wenigsten Teilnehmer haben die Rendite der Apple-Aktie geschlagen. Im Gegenteil: Wer sich von „Trendkanal", „Wendepunkt", „Hochs und Tiefs" und was weiß ich noch alles hat beirren lassen, hat sogar deutlich underperformt!
Und dass sich ein Mathematiker über diesen Unsinn totlacht, sollte ebenfalls zu Denken geben.
Hilfreich?
+1
Weia
02.08.26
15:00
Kehrblech
Wirtschaftswissenschaftler haben noch nie viel von Mathematik verstanden (verglichen mit Mathematikern oder auch Physikern). Der "Jahrhunderkanal" scheint mir eine ziemlich willkürliche (Zukunftsgeraune-)Erfindung zu sein.
Ich bin aber kein Wirtschaftswissenschaftler; mein akademischer Hintergrund sind Mathematik, Physik, Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse und dennoch ist der Jahrhunderttrendkanal meine „Erfindung“.
Begründung: Teile den Kanal mal in zwei Kanäle von 50 Jahren (vier von 25 Jahren etc.) und wende auf die Teilabschnitte jeweils die gleichen Kriterien an, die den Jahrhundertkanal markieren. Dann wird sofort klar, dass die einhüllenden Geraden massiv unterschiedliche (zunehmende) Steigungen aufweisen.
Wofür soll das eine Begründung sein? Der Jahrhunderttrendkanal ist natürlich nur einer von prinzipiell unendlich vielen Trendkanälen in unendlich vielen möglichen Zeitspannen von Jahrhunderten bis zu Sekunden. Aufgrund seiner großen Zeitspanne hat er nur größeres Gewicht als ein „Minutentrendkanal“.
Die Grafik zeigt viel mehr, dass sich der Anstieg der Kurve eindeutig beschleunigt. In den letzten Jahrzehnten gab es kaum noch Punkte unterhalb des Mittelwerts der einhüllenden Geraden.
Stimmt und ist doch eine nützliche Erkenntnis, die man mit diesem Analyseinstrument eben gewinnen kann.
Der Jahrhundertkanal ist somit ein willkürliches und wahrscheinlich absichtsvoll erfundenes Hirngespinst, das einer mathematischen Analyse keine zwei Sekunden standhält.
Trendkanäle sind ein Muster, in dem sich soziale Realität abbildet. Sie sind genauso willkürliche Hypothesen oder nicht wie die Hypothese kräftefreier geradlinig-gleichförmige Bewegungen, die es in der physischen Realität ja auch nicht gibt, sondern die ein Konzept zur Analyse der komplexen physischen Realität sind. Das Konzept der Trendkanäle hält jeder mathematischen Regressionsanalyse stand, das heißt, die statistische Wahrscheinlichkeit, dass sich solche Muster zufällig ergeben, ist vernachlässigbar klein.
Die soziologische Statistik hat üblicherweise das Problem, ihren jeweiligen Untersuchungsgegenstand zunächst quantifizieren zu müssen, was stets die Gefahr systematischer Fehler in sich birgt. Der Kapitalmarkt ist soziologisch deshalb so interessant, weil er eine soziale Praxis ist, die ihre Quantifizierung selbst generiert, sodass die Fehlerquelle der Quantifizierung bei der Analyse von vornherein wegfällt. Die strukturellen Muster, die sich damit zeigen, sind im wesentlichen massenpsychologischer Natur, nicht ökonomischer (sofern ökonomisches als rationales Handeln konzeptualisiert wird), und damit ein vielversprechendes sozialpsychologisches Erkenntnisinstrument.
Die Absicht, die ich mit der „Erfindung“ dieses „Hirngespinstes“, in der Wissenschaftstheorie gemeinhin als Hypothese bezeichnet, verbunden habe, war Erkenntnisinteresse, wie das bei akademischen Tätigkeiten halt so ist.
Auch Ausbruchsgeraune etc. ist kein Anzeichen einer besonderen Zeit oder irgendeiner speziellen Technologieeigenart, sondern liegt nach oben einfach nur im Trend.
Aber was ist denn der „Trend“, wenn nicht eine idealisierende theoretische Abstraktion der Realität? Und das sind Trendkanäle eben auch. Und welche Ursachen sollte ein steiler werdender Trend haben, wenn nicht sowas wie eine effizienzsteigernde Technologie (rationaler Aspekt, Ausbruch aus dem Trendkanal gelingt) oder die
Annahme
einer effizienzsteigernden Technologie (massenpsychologischer Aspekt, Ausbruch aus dem Trendkanal gelingt nicht)?
Und bitte hört auf (liebe Wirtschaftsexperten), komplexe Kurven als Geraden zu beschreiben und daraus auch noch Kreuzungspunkte etc. abzuleiten. Damit wird nur an unsinnigen Prognosen gearbeitet, die der Prognose der Entwicklung des Gesamtmarktes über die Raterei erheben sollen. Mit mathematisch sauberen Methoden ließe sich vielleicht(!) etwas erkennen, mit diesem Jahrmarktsquatsch sicherlich nicht.
OK, nimm den Aufwärtstrend von AAPL seit April 2025, dem „Trump-Zoll-Tief“:
Ich habe die Trendlinien (einfachere Verwandte von Trendkanälen) eingezeichnet, die diesen Trend definieren. Die Trendlinien eines Trends bilden sich durch den Wendepunkt, mit dem ein neuer Trend beginnt, und (bei
Aufwärts
trends) neuen Zwischen
tiefs
, die klar (nicht nur minimal/kurzzeitig) unter den bisherigen Trendlinien dieses Trends liegen. Gegenwärtig relevant sind davon nur noch die 3 letzten, fetter gezeichneten grünen Trendlinien.
Diese 3 Trendlinien markieren die Geometrie der letzten Monate; so erfolgte die Abwärtsbewegung im Juni (in kürzerer, untergeordneter Trend) stufenweise von der obersten zur untersten der 3 Trendlinien im rot eingezeichneten, den kurzfristigeren Abwärtstrend definierenden Abwärtstrendkanal. Der Tiefpunkt wurde exakt im Kreuzungspunkt zwischen unterem Rand des Abwärtstrendkanals und unterster Aufwärtstrendlinie erreicht.
Danach erfolgte eine steile (26% in einem Monat, 8% in der letzten Woche!) Aufwärtsbewegung zurück an die obere der 3 Aufwärtstrendlinien am Tag der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse.
In dem
Thread zu Apples Quartalsergebnissen
hat
spheric
geschrieben:
spheric
thomas b.
Tja, ziemlich gute Zahlen heute, aber was hat die Börse so daran gestört, dass es nachbörslich so bergab ging?
[…]
Das ist seit mindestens 15 Jahren fast immer so.
spheric
s Einsicht kann nicht fast allen anderen Marktteilnehmern verborgen geblieben sein. Aber um die Kurse einen Monat lang derart massiv nach oben zu treiben, sind massive Käufe erforderlich. Warum kaufen Marktteilnehmer derart massiv, obwohl es keine neuen ökonomischen Kennzahlen gab, und treiben damit wider
spheric
s Einsicht die Kurse bis auf ein paar Cent
genau an die obere der 3 Aufwärtstrendlinien am Tag der Bekanntgabe der Ergebnisse
? Ökonomisch ist das in hohem Maße irrational und die meisten dieser Käufer sitzen jetzt bereits auf hohen Verlusten.
Wenn solche Konstellationen alle Jubeljahre mal passieren würden, wäre das eine Sache. Sie sind an der Börse aber der statistische Normalfall. Es ist daher schlicht auszuschließen, dass das stets Zufall ist und die soziologisch völlig offenkundige Frage ist, was ist dann der Grund?
Wobei zu bedenken ist, dass technische Kapitalmarktanalyse darauf für sich genommen ja auch keine Antwort liefert – sie zeigt lediglich auf,
dass
die Vorgänge gewisse Strukturen (und zwar weit mehr als nur Trendlinien und -kanäle) aufweisen, aber nicht,
warum
sie das tun.
Kehrblech
Hinweise auf die Zukunft (oder sonst etwas) könnte einzig die über kurze Abschnitte (Tag zu Tag oder Woche zu Woche etc.) erfasste mittlere Steigung in der Abbildung geben
Nein, genau das kann sie nicht, denn das würde eine lineare Fortschreibbarkeit in die Zukunft voraussetzen (
der
klassische Anfängerfehler), während doch jeder Blick auf einen x-beliebigen Chart zeigt, dass genau das eben nicht der Fall ist –
Past performance does not guarantee future results
. Kurzfristige Kursschwankungen haben zum allergrößten Teil viel mit Massenpsychologie und wenig mit Ökonomie zu tun (die ja ihrerseits wesentlich von Massenpsychologie geprägt wird).
Persönlich ist meine beste Erklärung für das Auftreten solcher Strukturen (von denen es ja weit mehr gibt als nur Trendlinien), dass sich darin massenpsychologische Gesetzmäßigkeiten in einer zweidimensionalen Geometrie zeigen.
Wenn das aus Deiner Sicht „Jahrmarktsquatsch“ ist, dann musst Du eine andere Erklärung liefern können. „Alles Zufall“ lässt sich statistisch mit hoher Gewissheit ausschließen.
Statt also sauber den interessierenden Wert anzuschauen (die mittlere Steigung) raunen hier irgendwelche vermutlich interessengeleiteten Menschen (ich meine
nicht
WEIA sondern "Marktanalysten" bei S&P etc.) Quatsch über einen Jahrhundertkanal zusammen.
Der einzige, der etwas von einem Jahrhunderttrendkanal raunt, bin aber ich …
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+3
Weia
02.08.26
15:38
QuickSilverEX
Es hält außerdem keiner Depot-Performance-Analyse stand.
Du verwechselst eine wissenschaftliche Analysemethode mit einer strategischen Handelsstrategie; das hängt nur mittelbar miteinander zusammen.
Abgesehen davon: von welchen Depots redest Du?
Annahme: Chart-„Analyse" (ganz bewusst in Anführungszeichen; „Jahrmarktquatsch" passt deutlich besser, aber ich möchte nicht voreingenommen sein)
Warum bist Du es dann?
soll eine Methode sein, um nachweislich regelmäßig eine Überrendite zu erzielen.
Nein, das ist erstmal eine Analysemethode. Zum Erzielen einer Überrendite brauchst Du noch eine Handelsstrategie.
Aber dem stellt sich keiner, denn es funktioniert einfach nicht.
Du hast alle gefragt?
Man könnte allein diesen Thread als Beispiel nehmen: Mittlerweile rund 20 Jahre alt, und die wenigsten Teilnehmer haben die Rendite der Apple-Aktie geschlagen.
Weder gab es in diesen 20 Jahren hier viele, die versucht haben, mittels Chartanalyse die buy-and-hold-Performance von AAPL zu schlagen (gab es überhaupt jemanden?), noch ist AAPL dafür bislang ein gutes Beispiel, weil die Aktie so enorm performt hat, dass man sie einfach liegenlassen konnte (was ja die Ausnahme und nicht die Regel ist), noch weißt Du von allen hier, welche Rendite sie erzielt haben.
Und dass sich ein Mathematiker über diesen Unsinn totlacht, sollte ebenfalls zu Denken geben.
Welcher Mathematiker lacht sich denn tot? Es sollte eher zu denken geben, wenn dieser Mathematiker nichtmal eine Regressionsanalyse beherrscht, die ihm sofort zeigen würde, dass es hier ein erklärungsbedürftiges Phänomen gibt.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+1
Gesperrt0826
02.08.26
16:46
Weia:
Ich kann und will hier keinen Mathematikkurs für Dich abhalten. Es ist jedoch mathematisch unzweifelhaft, das man Veränderungen und Tendenzen nicht aus Wertekurven sondern aus deren Ableitungen(!) bestimmt. – Geraden haben da nichts zu suchen. Außerdem gehe mal zu Deinem Jahrhunderttrendkanal und definiere insbesondere mal die untere Begrenzungsgerade sauber. So weit ich es erkeen ist das nur eine völlig willkürlich gezogene Parallele zu der durch die zwei (zwischenzeitlichen) Höchstwerte definierten Gerade und den ersten Tiefstwert bestimmten Punkte. Diese Geraden haben nichts mit der Schwankungsbreite oder irgendeiner anderen Eigenschaft der Werte zu tun und ganz sicher nichts mit einer mittleren Steigung o.ä., wie es die Parallelität der begrenzenden Geraden suggerieren will. Die ganze Abbildung ist einfach eine Kurve von Werten, die real ist, und zwei Geraden, die irgendwer ohne mathematische Beziehung zu der Wertekurve darüber gemalt hat. Mathematisch dumme Menschen halten so etwas für klug und überlegt. Was es aber nicht ist, selbst wenn es für mathematisch dumme Menschen überzeugend wirken mag. Es ist einfach eine reale Wertekurve mit zwei parallelen Linien, die aus welchen Gründen auch immer darüber gemalt wurden, um suggestive Kraft zu entfalten. Warum das gemacht wurde, weiß ich nicht, aber das es aus lauteren Gründen geschah darf massiv bezweifelt werden.
Zum Hintergrund übrigens: Ich habe meien Diplomarbeit in Physik am Hamburger Großforschungszentrum DESY (Teilchenphysik, Synchrotronstrahlungslabor etc,) geschrieben. Ich war in einer Forshcungsgruppe, die den sogenannten H!-Detektor entwickelte. Jeden Mittwoch trafen wir uns in der Gruppe zu Vorträgen der Gruppenmitglieder über ein selbst gewähltes Thema. Im Sommer 1988 berichtete der Doktorand Michael Feind von einer Führung, die er an der Hamburger Börse mitgemacht hatte. Er war erstaunt von der Primitivität der Mathematik, die an der Börse genutzt wurde (seien Doktorarbeit beschäftigte sich mit dem Nachweis von Elementarteilchen in den Daten einer Kollision von Elektronen und Protonen, wie sie im H1-Detektor nach der Inbetriebnahme des Beschleunigerrings HERA stattfinden würden. Dabei handelt es sich um eine relativistische und quantenmechanisch sehr aufwändige Analyse von in der Regel zehntausenden Sensorwerten, die eine Kollision erfassen. Er stand also mathematisch gut im Futter. Und wir witzelten darüber aus H1 eine AG zu machen und stinkend reich zu werden.
Michael Feind betrieb übrigens Mitte der 2010er Jahre eine Analysefirma für Banken, die an der Börse tätig waren (so wie die meisten ökonomischen Analysefirmen mit Physikern und Mathematikern arbeiten oder von diesen selbst betrieben werden). Hier geht es zu einem Interview inkl. Kurzbio mit ihm:
). Viel Spaß beim Lesen!
Hilfreich?
-3
sudoRinger
02.08.26
18:15
Eine Kursreihe ist eine endliche Folge von Beobachtungen und hat keine Ableitung. Legst du ihr eine stetige, differenzierbare Funktion zugrunde, hast du bereits eine mathematische Modellierung vorgenommen.
Mathematik besteht eben nicht nur aus Analysis. Die eigentliche Arbeit ist, für einen Gegenstand die passende Modellierung zu finden. Sich mit der Differentialrechnung dem Problem der Schätzung künftiger Kurse zu nähern, ist deshalb genauso begründungspflichtig wie die Chartanalyse (womit über die Güte der jeweiligen Begründung auch nichts gesagt ist).
Weias Jahrhundertkanal basiert auf dem S&P 500, und dass sich da über hundert Jahre überhaupt eine Linie ergibt, ist ja schon ein Befund: Auf logarithmischer Skala bedeutet eine Gerade eine konstante Wachstumsrate. Nun ist der Kurs das Produkt aus Gewinn und Bewertungsmultiplikator, und ein Multiplikator ist ein Verhältnis, das nicht dauerhaft wachsen kann. Über solche Zeiträume ist das Trendwachstum deshalb praktisch vollständig Gewinnwachstum. Wenn die Kurse darüber hinausschießen, steigen sie folglich stärker als die Gewinne.
Ein Ausbruch aus dem „Kanal" müsste also eigentlich durch außerordentliches Gewinnwachstum getragen sein. Das ist er nicht: Das Shiller-P/E liegt bei rund 41, gegenüber einem Median um 16, etwa 32 im Jahr 1929 und dem Rekord von 44 im Dezember 1999. Was wir sehen, ist bisher ein Vorschuss auf künftige Gewinne, nicht deren Bestätigung. Selbst gegen ein zugestandenes „neues Normal" von 25 bis 30 bleibt das hoch (meiner Meinung nach viel zu hoch).
Hilfreich?
+4
sudoRinger
02.08.26
18:30
Der P/E-Multiplikator hängt am Diskontsatz, und der ist über vierzig Jahre gefallen: von real rund vier Prozent Anfang der Achtziger auf null in den 2010er. Ein Gutteil des Anstiegs war deshalb Bewertungsausweitung und kein Wachstum. Die realen Zehnjahresrenditen stehen mittlerweile wieder so hoch wie zuletzt 2008. Die Bewertungen sind seitdem trotzdem gestiegen. Auflösen lässt sich das nur mit der Erwartung außerordentlichen Gewinnwachstums oder mit künftig fallenden Kursen. Das lässt sich auch mit einfacher Mathematik sagen.
Kehrblech
Michael Feind betrieb übrigens Mitte der 2010er Jahre eine Analysefirma für Banken, die an der Börse tätig waren (so wie die meisten ökonomischen Analysefirmen mit Physikern und Mathematikern arbeiten oder von diesen selbst betrieben werden).
Zeigt nicht gerade das den Wert der Mathematik für die Banken?
Hilfreich?
0
Weia
02.08.26
19:30
Kehrblech
Weia:
Ich kann und will hier keinen Mathematikkurs für Dich abhalten.
Das ist ja auch nicht nötig, ich habe das ja studiert. 🤓
Es ist jedoch mathematisch unzweifelhaft, das man Veränderungen und Tendenzen nicht aus Wertekurven sondern aus deren Ableitungen(!) bestimmt. – Geraden haben da nichts zu suchen.
Aber darum geht es hier überhaupt nicht. Die Mathematik spielt an dieser Stelle nicht die Rolle, die Kursbewegungen zu erklären, sondern nur die Rolle zu klären (wie häufig in der soziologischen Statistik), wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich es ist, dass bestimmte soziale Konstellationen (hier: die Kursformationen) sich dem Zufall verdanken oder erklärungsbedürftig sind. Im Falle von Trendlinien, bei denen völlig offenkundig und insofern unbestreitbar zutage liegt, dass sie – warum auch immer – relevante Marker für den Kursverlauf zu sein scheinen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das dem Zufall verdankt, derart gering, dass völlig klar ist,
dass
es sich hier um eine erklärungsbedürftiges Phänomen handelt.
Wie
diese Erklärung aussehen könnte und ob die Mathematik dabei eine Rolle spielt, ist an dieser Stelle vollständig offen.
Außerdem gehe mal zu Deinem Jahrhunderttrendkanal und definiere insbesondere mal die untere Begrenzungsgerade sauber. So weit ich es erkeen ist das nur eine völlig willkürlich gezogene Parallele zu der durch die zwei (zwischenzeitlichen) Höchstwerte definierten Gerade und den ersten Tiefstwert bestimmten Punkte.
Soziologie hat es mit statistischen Phänomenen zu tun und da gibt es kein „sauber“ wie in der Physik, sondern nur iterative Näherungen. Dazu kommt in diesem Fall noch, dass es den S&P 500 überhaupt erst seit Anfang der 1950er Jahre gibt und alle Werte davor aus Tagesschlusskursen zurückgerechnet sind (Intraday-Kurse gab es noch nicht), was eine zusätzliche Unschärfe bedingt.
Der Trendkanal ist nicht willkürlich, sondern nach den (was die untere Aufwärtstrendlinie betrifft) bereits anhand des AAPL-Charts geschilderten genau definierten Bildungsregeln gezeichnet: der Startpunkt des Aufwärtstrend und ein (für diesen Zeitraum und Maßstab das erste) Zwischentief. Das ergab zunächst eine minimal geringere Neigung der Geraden, das ist korrekt. Umgekehrt wäre die Neigung unter Zugrundelegung des ersten Zwischentiefs auf Tagesbasis einen Monat (statt 3 Jahre) später sogar noch minimal größer ausgefallen (im Chart nicht sichtbar, da dort 1 Balken für 3 Monate steht).
Wenn ein Kurs erhebliche Zeit später annähernd, aber nicht perfekt auf einer Trendlinie liegt, kann man die Trendlinie bzw. den Trendkanal angesichts der durch den Zeitabstand größeren Präzision beim Neigungswinkel iterativ entsprechend anpassen; aufgrund der beiden geschilderten Unschärfen (retrospektive Kurskonstruktion, minimale Neigungsdifferenz zwischen Monatsabstand und 3-Jahres-Abstand um die jetzige Neigung herum) lag das hier besonders nahe.
Aber daran hängt nichts; man kann auch beide Trendkanäle mit den leicht unterschiedlichen Neigungen einzeichnen, dann wird es halt unübersichtlicher. Jedenfalls kannst Du nicht physikalische Präzisionsvorstellungen an statistische Analysen in der Soziologie anlegen und alles als willkürlich brandmarken, das denen nicht genügt; dann wäre die gesamte Soziologie willkürlich (vielleicht denkst Du das ja
).
Die ganze Abbildung ist einfach eine Kurve von Werten, die real ist, und zwei Geraden, die irgendwer ohne mathematische Beziehung zu der Wertekurve darüber gemalt hat.
Der irgendwer war ich und die mathematische Beziehung ist im Rahmen statistischer Unschärfe doch denkbar simpel – die Parallelen gehen durch 3 herausgehobene Wendepunkte der Wertekurve.
Mathematisch dumme Menschen halten so etwas für klug und überlegt. Was es aber nicht ist, selbst wenn es für mathematisch dumme Menschen überzeugend wirken mag.
Dann bin ich halt mathematisch dumm.
Es ist einfach eine reale Wertekurve mit zwei parallelen Linien, die aus welchen Gründen auch immer darüber gemalt wurden
Na, aus welchen Gründen wohl? Um ein sich millionenfach wiederholendes Muster in Kursverläufen zu verdeutlichen: dass Wendepunkte in Kursverläufen im Rahmen statistischer Unschärfe weit öfter auf derselben Geraden liegen, als durch Zufall erklärbar wäre.
Warum das gemacht wurde, weiß ich nicht, aber das es aus lauteren Gründen geschah darf massiv bezweifelt werden.
Welche üblen Gründe könnte ich denn gehabt haben? Oder ist soziologisches Erkenntnisinteresse kein lauterer Grund?
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+5
Gesperrt0826
02.08.26
23:20
sudoRinger
Zeigt nicht gerade das den Wert der Mathematik für die Banken?
Natürlich. Aber für solche Jobs werden eben i.d.R. nicht Wirtschaftswissenschaftler sondern Mathematiker und Physiker eingestellt.
Hilfreich?
-1
Gesperrt0826
03.08.26
00:20
SudoRinger
Eine Sammlung von Wertepunkten kann mathematischerstmal nicht mit Methoden der Analysis ausgewertet werden, das ist vollkommen richtig. Meiner Meinung nach spricht jedoch nichts gegen die Annahme einer stetigen Modellierung (egal durch welche Art von Kurve, wobei die Modellierung etwa mit hinreichend hochgrradigen Polynomen ohne weiteres in der Lage ist, jeden Punkt genau zu berücksichtigen. Will man es einfacher haben, kommt dann der beste Fit (z.B, nach der minimalen Summe der quadratischen Abweichungen o.ä. zur Anwendung). Ich denke nicht, dass sich dadurch größere Fehler bei der Auswertung mit den dann zur Verfügung stehenden analytischen Methoden einschleichen. Auf dieser Basis wären dann zumindest Fortschreibungen des Kurses möglich, ob diese sich dann mit der Wirklichkeit decken, ist eine ganz andere Frage.
Ich habe mich vor allem gewundert, wer etwas aus den beiden willkürlichen Gerade ableiten will, deren obere durch drei, die unter durch zwei von – wieviel? – Messpunkten definiert scheint, von denen vier aus der Frühphase des Indexes stammen? Und das bei einer Kurve, die durch eine e-Funktion oder auch einen Parabelausschnitt erheblich besser angenähert werden könnte als durch Geraden. Daraus dann noch etwas in Richtung Technologie und Wachstum abzuleiten ist absurd.
Hilfreich?
0
Gesperrt0826
03.08.26
00:22
Weia: Für heute bin ich zu müde. Vielleicht antworte ich Dir morgen noch. Sorry.
Hilfreich?
+1
sudoRinger
03.08.26
00:32
Kehrblech
Ich denke nicht, dass sich dadurch größere Fehler bei der Auswertung mit den dann zur Verfügung stehenden analytischen Methoden einschleichen.
Oh doch ...
Ich habe in der Mathematik Approximationstheorie studiert, das Teilgebiet, das sich damit beschäftigt, diskrete Datenpunkte durch Funktionen anzunähern. Der Punkt daran ist gerade, dass das auf sehr unterschiedliche Weise möglich ist und dass die Ergebnisse auseinanderlaufen. Ein Interpolationspolynom trifft jeden Punkt exakt und schwingt dafür an den Rändern; eine Ausgleichsgerade trifft keinen einzigen Punkt und bleibt am Rand stabil; ein Spline passt sich abschnittsweise an und sagt über das Intervall hinaus überhaupt nichts. Dieselben Daten, drei Modellierungen, drei verschiedene Zukünfte.
Je nachdem, wie du modellierst, interpretierst du später also die Eigenheiten deiner Approximation und nicht die wirtschaftlichen Realitäten dahinter. Welches Modell passt, kann die Mathematik nicht entscheiden, das muss aus dem Gegenstand kommen. Und dafür ist es gut, dass es die Wirtschaftswissenschaften gibt: Dass ein sinkender Diskontsatz den Bewertungsmultiplikator hebt, folgt aus der Definition des Barwerts und nicht aus einer angenäherten Kurve.
Hilfreich?
+3
Gesperrt0826
03.08.26
08:47
sudoRinger
Kehrblech
Ich denke nicht, dass sich dadurch größere Fehler bei der Auswertung mit den dann zur Verfügung stehenden analytischen Methoden einschleichen.
Oh doch ...
Je nachdem, wie du modellierst, interpretierst du später also die Eigenheiten deiner Approximation und nicht die wirtschaftlichen Realitäten dahinter.
Das ist ein Streit zwischen einem mathematischen und einem physikalischen Interpretationsansatz. Es geht um Interpretation. Denn niemand rechnet damit, eine exakt zutreffende Lösung zu finden (am Morgen hat Trump Bauchweh, wofür er eine Vergiftung durch den iranischen Geheimdienst verantwortlich macht – schon ist zumindest auf kurze Sicht – alles hinfällig …). Kurzfristig eine Kurve, die die Wertepunkte "hinreichend genau" beschreibt, keine Vorhersagekraft besitzen können, es geht eher um Langfristigkeit. Jetzt müsste man also einen Fit irgendeiner Modelierungsfunktion verwenden. Und mein Punkt ist vor allem, dass eine Gerade dafür schon vom ersten Ansehen der Punktewerte her, keine gute Wahl ist. Da die Punkte werte eine veränderliche (hier: zunehmende) Steigung (wenn man sie als durch eine mathematisch Funktion irgendwie verbunden annimmt) zeigen und als Einhüllende der Werte nahezu maximal schlecht durch zwei bzw. drei Extrempunkte beschrieben werden (die gegenwärtig bereits überschritten werden). Weias Interpretation bezieht sich nun aber wesentlich auf die Nähe der Lage aktueller Wertepunkte zu den (für mich weitgehend willkürlich gewählten) einhüllenden Geraden, die ihre einhüllende Funktion bei offensichtlicher Zunahme der Steigung ohnehin irgendwann verlieren müssen. Ich halte diesen Interpretationsansatz (der bewusst auf jede Interpretation verzichtet und nur eine Primitivanalyse einer Punktewolke sein will) für unterkomplex und in seiner Fixierung auf Geraden für Verwirrung stiftend, weil unterkomplex. Und das ist im Grunde schon alles, was ich sagen wollte.
Hilfreich?
0
Weia
03.08.26
12:15
Kehrblech
Denn niemand rechnet damit, eine exakt zutreffende Lösung zu finden (am Morgen hat Trump Bauchweh, wofür er eine Vergiftung durch den iranischen Geheimdienst verantwortlich macht – schon ist zumindest auf kurze Sicht – alles hinfällig …). Kurzfristig eine Kurve, die die Wertepunkte "hinreichend genau" beschreibt, keine Vorhersagekraft besitzen können, es geht eher um Langfristigkeit.
Nein, es geht gerade auch um Kurzfristigkeit. Eine der überraschendsten Eigenschaften von Trendlinien ist, dass sie gerade auch für Black-Swan-Ereignisse gelten.
Kurze persönliche Historie: Ich begann um 1985 herum aus dem genannten soziologischen Interesse, mich für Kapitalmarktanalyse zu interessieren. Im Prä-Internetzeitalter gab es die heute allgegenwärtigen Informationen kaum, Charts kannte ich aus dem Wall Street Journal, aber von „technischer Analyse“ und sowas wie Trendlinien hatte ich nur vage gehört. Ich habe dann langsam angefangen, mit dem Wenigen, das ich mitbekommen hatte, selbst ein bisschen herumzuexperimentieren. Und dann kam der berüchtigte Crash im Oktober 1987, der als so außergewöhnliches Ereignis galt, dass alle üblichen Erklärungs- und Analysemethoden offenkundig zum Scheitern verurteilt sein mussten, während ich feststellte, dass die Kursentwicklung völlig regulär innerhalb der durch simple Trendlinien vorgegebenen Geometrie ablief. Das war eine entscheidende Erfahrung für mich, die sich seitdem wieder und wieder bestätigt hat.
Selbst solche unvorhersehbaren Ereignisse wie die Corona-Pandemie,
das
Black-Swan-Ereignis schlechthin in den letzten Jahren, lassen sich mit technischer Analyse erfassen und prognostisch auswerten (siehe Ende dieses Beitrags).
Und mein Punkt ist vor allem, dass eine Gerade dafür schon vom ersten Ansehen der Punktewerte her, keine gute Wahl ist. Da die Punkte werte eine veränderliche (hier: zunehmende) Steigung (wenn man sie als durch eine mathematisch Funktion irgendwie verbunden annimmt) zeigen und als Einhüllende der Werte nahezu maximal schlecht durch zwei bzw. drei Extrempunkte beschrieben werden (die gegenwärtig bereits überschritten werden).
Geraden wären natürlich denkbar schlechte Kandidaten, um die Kursentwicklung zu beschreiben. Aber darum geht es überhaupt nicht, niemand will die Kursentwicklungen damit mathematisch modellieren. Das ist Dein grundlegendes Missverständnis. Es geht um die (nach meiner Hypothese massenpsychologischen)
Parameter, die Kursen Grenzen setzen
, die nur unter besonderen und damit entsprechend aussagekräftigen Bedingungen überwunden werden können.
Modelliert werden sollen nicht die Kurse, sondern diese Grenzen.
Weias Interpretation bezieht sich nun aber wesentlich auf die Nähe der Lage aktueller Wertepunkte zu den (für mich weitgehend willkürlich gewählten) einhüllenden Geraden, die ihre einhüllende Funktion bei offensichtlicher Zunahme der Steigung ohnehin irgendwann verlieren müssen.
Abgesehen davon, dass ich die Offensichtlichkeit der langfristigen
Zunahme der Steigung
nicht sehen kann (was ist, wenn der S&P 500 in einer Weltwirtschaftskrise in den nächsten Jahren an den unteren Rand des Jahrhunderttrendkanals zurückfällt?) interessiert mich diese Langfristigkeit, die Dir das einzig Wichtige erscheint, gar nicht näher. Denn die langfristige Steigung ist einfach das Ergebnis des mittleren wirtschaftlichen Wachstums einer durch bestimmte Produktionsbedingungen charakterisierten Epoche (und kann sich dementsprechend beim Übergang in eine andere Epoche ändern). Daran ist soziologisch wenig interessant. Interessant ist das gemessen daran „wilde“ Schwanken der Kurse um diese langfristigen Steigungen herum, also praktisch das waagrechte Oszillieren der Kurse, wenn man die wirtschaftlich triviale Steigung herausrechnet. Mich interessiert also genau das, womit nach Deiner Aussage „niemand rechnet“.
Ich halte diesen Interpretationsansatz (der bewusst auf jede Interpretation verzichtet und nur eine Primitivanalyse einer Punktewolke sein will) für unterkomplex und in seiner Fixierung auf Geraden für Verwirrung stiftend, weil unterkomplex.
Trendgeraden und -kanäle sind aber nur einer von vielen Bausteinen, die zusammen die technische Analyse ergeben. Natürlich sind die für sich genommen unterkomplex. Mehr will ich in diesem Forum aber nicht mehr schreiben; ich habe früher mal versucht, hier vollständige Analysen zu liefern, bin dafür aber nur wegen meiner zu langen Beiträge abgestraft worden – dafür mache ich mir diese enorme Arbeit nicht mehr.
Abschließend wie versprochen ein Echtzeit-Beispiel für die
Prognosefähigkeiten technischer Analyse bei einem Black-Swan-Event, der Corona-Pandemie
. Die „unterkomplexen“ Trendlinien haben hier die Funktion, eine bestimmte Chartstruktur deutlich zu machen. Ich zitiere hier nur Ausschnitte, die komplette Analyse könnt Ihr bei Interesse in
Der Apple-Aktien-Thread (März 2020)
nachlesen.
Die wesentlichen Punkte: Es gab (bei vollständiger, nicht „unterkomplexer“ Analyse) nur einen denkbaren zukünftigen Kursverlauf, der alle Randbedingungen erfüllte. Diese Prognose schien in der damaligen Stimmung derart unwahrscheinlich, dass ich sie selbst auch nicht glaubte. Und sie traf mehr oder weniger exakt so ein:
Weia am 16.03.2020 um 03:05 Uhr; blaue Hervorhebungen jetzt von mir
Nach dem Hoch im Januar 2018 war strukturell klar eine große Korrektur erforderlich, bevor der letzte Schub nach oben beginnen würde. Allgemein wird die Zeit vom Januar 2018 bis zum Dezember 2018 als diese Korrektur angesehen.
Aber da gibt es eben das Haar in der Suppe, dass der folgende, vermeintlich letzte Aufwärtsschub 2019 nur 2 Sub-Schübe enthielt, nicht 3. Was also, wenn in Wahrheit die Aufwärtsbewegung 2019 noch Teil der 2018 begonnenen Korrektur war?
Ein klassische und auch intuitiv plausible Korrekturformation, auf die ich schon mehrfach zu sprechen kam, ist das Dreieck, eine Formation, in der die Kurse insgesamt 5 mal hin- und herschwenken, die Kursausschläge aber immer kleiner werden, sodass die Begrenzungslinien eben wie in einem Dreieck aufeinander zulaufen. Bevor die Linien sich schneiden, brechen die Kurse dann mit einer in der Regel sehr heftigen Bewegung aus dem Dreieck aus.
In seltenen Fällen kommt aber auch ein „umgekehrtes“ Dreieck vor, bei dem die Spitze links liegt und die Kursausschläge also ständig größer werden. Und es wäre denkbar, dass die im Januar 2018 begonnene Korrektur ein solches umgekehrtes Dreieck ist, das bis heute andauert und erst jetzt kurz vor dem Abschluss steht:
Das umgekehrte Dreieck wird auch als Megaphon bezeichnet; warum, macht ein Blick auf den Chart augenfällig.
So unwahrscheinlich diese Variante auch sein mag: Sie wäre die einzige Variante, die schlüssig erklärt, warum die Aufwärtsbewegung 2019 nur 2 Schübe hatte
– denn innerhalb eines Dreiecks, das ja stets eine Korrekturformation ist, haben alle 5 Schübe gleichermaßen 2 Sub-Schübe.
Ich halte diese Variante selbst für sehr, sehr unwahrscheinlich. Sollte sie eintreffen, so wäre das ein Triumph für die Strukturanalyse, die mit dem fehlenden 3. Schub das eine Argument für dieses Szenario liefert, das sich nicht wegwischen lässt.
Träfe dieses unwahrscheinliche Szenario ein, dann würden die Kurse zunächst weiter fallen, strukturell zwingend unter das Tief Ende 2018 (andernfalls wäre es kein Megaphon), der Suggestion des Charts nach bis grob 2100. Das Kursziel
2134,72
(Hoch der Korrektur 2015/16) aus meiner Kursziel-Tabelle wäre hier also ein idealer Kandidat.
Danach müsste irgendwas völlig unerwartet Positives geschehen (die FED-Maßnahmen wirken viel besser als erwartet oder der FED fällt noch was unerhört tolles Neues ein, es stellt sich heraus, dass das Verspeisen von Himbeereis den Coronavirus sofort abtötet, Trump widmet all seine Hotels in Flüchtlingswohnheime um und löst so das globale Flüchtlingsproblem, Ingenieuren gelingt es, durch Umwandlung der sozialen Kälte die Klimaerwärmung zu stoppen, wasweißich …), sodass die Kurse unerwartet nach oben drehen. Der Aktienmarkt fühlt sich nach Überstehen dieser Krise nun vollends unbesiegbar und explodiert angesichtes der Massen an Liquidität förmlich nach oben. Sprich: Das Megaphon war das Aufschaukeln, der „Anlauf“ für das Blow-Off-Top, das doch noch an den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals führt.
Das Tief trat eine Woche nach dieser Prognose bei
2191,86
ein; danach stieg der Markt ohne größere Unterbrechung bis Januar 2022 knapp unter den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals an.
Jahrmarktsquatsch?
QuickSilverEX
An diesem Beispiel kannst Du auch gut den Unterschied zwischen Analyse und Handelsstrategie sehen: Die Analyse/Prognose war im Rahmen des Möglichen praktisch perfekt. Gehandelt haben werden danach aus Unglauben und/oder Angst aber nur wenige.
Und jetzt macht damit, was Ihr wollt. Ich bin es müde, angesichts solcher Ergebnisse diese Analysemethode immer wieder gegen krude Vorurteile zu verteidigen.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+2
Gesperrt0826
03.08.26
13:15
Weia:
Du leitest diesen ganzen Trendkanalkrams wirklich aus einem einzigen Mal ab, in dem Du zukünftige Kurse richtig eingegrenzt hast (wenn ich das richtig verstanden habe)? Es bleibt zahlenmythischer Jahrmarktsquatsch (zumindest nach der Darstellung hier), zu der Du vermutlich, wie so viele andere auch, durch eine zufällige Übereinstimmung gebracht wurdest, in die Du nun viel zu viel hineininterpretierst. Pass auf dein Geld auf, kann ich dazu nur sagen. Bzw.: Wir sprechen uns nach Deiner zehnten Million wieder.
Kehrblech
Zunahme der Steigung
Hier muss ich mich korrigieren. Ich meinte einfach die Steigung, sorry.
Hilfreich?
-3
thomas b.
03.08.26
13:28
Leute, könnt ihr eure Mathematik- und Statistik-Grundsatzdiskussionen nicht in einen separaten Thread auslagern? Das hat mit dem Sinn und Zweck des Apple-Threads doch schon lange nichts mehr zu tun.
Hilfreich?
+8
Weia
03.08.26
14:53
Kehrblech
Du leitest diesen ganzen Trendkanalkrams wirklich aus einem einzigen Mal ab, in dem Du zukünftige Kurse richtig eingegrenzt hast (wenn ich das richtig verstanden habe)?
Nein, wie kommst Du darauf? Das ist ein hervorgehobenes
Beispiel
für Black-Swan-Events, von denen Du meintest, sie würden sich der Analyse entziehen, und das ich hier belegen kann, weil ich es vor dem Eintritt der Ereignisse hier gepostet habe.
Sorry, aber ist das jetzt bloß Ignoranz (weil nach Deinem von offenkundig keinerlei näherer Erfahrung beleckten Vorurteil nicht sein kann, was nicht sein darf) oder ist es Böswilligkeit, dass Du mir unterstellst, weil ich hier 1 Beispiel poste, sei das auch das einzige, was ich (aus über 40 Jahren soziologischer Beschäftigung mit dem Thema) vorzuweisen hätte? Nein, meine Aussagen zu Trendkanälen beruhen nicht auf diesem einen Ereignis, das Du als Zufallstreffer diffamierst, sondern auf Tausenden.
Es bleibt zahlenmythischer Jahrmarktsquatsch (zumindest nach der Darstellung hier),
Dass Du auf dieser ignoranten Formulierung für die von mir vertretene Position beharrst, nehme ich als Angriff auf meine wissenschaftliche Integrität wahr. Wenn selbst ein durch Dich überprüfbares Beispiel Dich nicht einmal für den Verdacht öffnet, dass
vielleicht
an meinen Argumenten etwas dran sein könnte, und Du auf meine Erläuterung, Deine methodischen Überlegungen verfehlten den hier zur Debatte stehenden Sachverhalt, in keiner Weise eingehst, sondern nur unbeirrt Dein Vorurteil in derselben unverschämten Weise wiederholst, dann weiß ich nicht mehr, wie eine sinnvolle Diskussion mit Dir noch möglich sein sollte. Welche im Rahmen dieses Forums mögliche Darstellung könnte Dich denn überzeugen?
zu der Du vermutlich, wie so viele andere auch, durch eine zufällige Übereinstimmung gebracht wurdest,
Was vermutest Du wild in der Gegend herum? Kannst Du nicht einfach meine Aussage zur Kenntnis nehmen, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt seit über 30 Jahren mit diesem Thema beschäftigt hatte?
in die Du nun viel zu viel hineininterpretierst.
Wissenschaftliches Denken traust Du mir nicht zu?
Pass auf dein Geld auf, kann ich dazu nur sagen.
Du weißt nicht, wovon Du redest, aber plapperst munter weiter. Den Löwenanteil meiner Einkünfte verdanke ich in den letzten knapp 40 Jahren meinen Analysen. 🙄
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+1
Weia
03.08.26
15:01
thomas b.
Leute, könnt ihr eure Mathematik- und Statistik-Grundsatzdiskussionen nicht in einen separaten Thread auslagern? Das hat mit dem Sinn und Zweck des Apple-Threads doch schon lange nichts mehr zu tun.
Was ist denn der Sinn und Zweck des Apple-Threads? Immerhin enthielt mein letzter Beitrag vor Deinem doch einen AAPL-Chart, der Deine an anderer Stelle gepostete Frage beantwortet, warum der Kursrückgang diesmal so stark ausfiel.
Ich hatte mir noch überlegt, am Vorabend der Bekanntgabe der Apple-Quartalsergebnisse eine Warnung vor dem wahrscheinlich bevorstehenden Kursrutsch zu posten, aber habe dann davon abgesehen in Antizipation der Reaktionen, wie ich sie auch jetzt wieder ernte. Insofern hat sich, keine Angst, auch diese Diskussion erledigt.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
-2
silversurfer22
03.08.26
15:45
Weia
thomas b.
Leute, könnt ihr eure Mathematik- und Statistik-Grundsatzdiskussionen nicht in einen separaten Thread auslagern? Das hat mit dem Sinn und Zweck des Apple-Threads doch schon lange nichts mehr zu tun.
Was ist denn der Sinn und Zweck des Apple-Threads? Immerhin enthielt mein letzter Beitrag vor Deinem doch einen AAPL-Chart, der Deine an anderer Stelle gepostete Frage beantwortet, warum der Kursrückgang diesmal so stark ausfiel.
Ich hatte mir noch überlegt, am Vorabend der Bekanntgabe der Apple-Quartalsergebnisse eine Warnung vor dem wahrscheinlich bevorstehenden Kursrutsch zu posten, aber habe dann davon abgesehen in Antizipation der Reaktionen, wie ich sie auch jetzt wieder ernte. Insofern hat sich, keine Angst, auch diese Diskussion erledigt.
die "Warnung" hättest du ruhig posten können
...
mMn freut sich JEDER über solch Infos von dir ... wenn du dich doch nicht zu diesen edendiglangen Diskussionen hinreißen lassen würdest ... wer meint gegen deine Infos schießen zu müssen, laß die Leute und "übersehe" es "einfach"
Hilfreich?
+3
Gesperrt0826
03.08.26
16:16
Weia:
Die Dauer der Beschäftigung mit einem Thema hat nur sehr, sehr ansatzweise mit dessen Durchdringung zu tun.
Du behauptest auch Black Swan Einzelereignisse zumindest kurzfristig bezgl. der Grenzen ihrer Auswirkungen vorhersagen zu können. Das auf Grundlage zweier willkürlich gezogener Geraden, die nicht einmal die aktuelle Werteentwicklung annähernd korrekt beschreiben. Du verstehst vielleicht, dass man das ohne eine klare Antwort, was Du da eigentlich tust, samt mehrerer erfolgreicher Vorhersagen und einer Begründung, wie Du zu den Geraden gekommen bist, auf einer Stufe mit den Erfindern des Perpetuum mobile ansiedelt, die z.T. sogar lebenslang daran gearbeitet haben, ohne irgendetwas zu erreichen. (Ein Perpetuum mobile widerspräche auch der Invarianz der physikalischen Weltbeschreibung unter Zeittransfomation, was bedeutet, dass die Erwartung, dass die Welt physikalisch heute so ist wie vor und in einiger Zeit, ein Perpetuum mobile ausschließt.
„Plappern“ hat mich als Kritik von Dir übrigens köstlich amüsiert.
Und was tust Du eigentlich, wenn die ganze Kurve von Wertepunkten in vage geschätzt fünfzig Jahren außerhalb des Trendkorridors liegen wird?
Hilfreich?
-5
spheric
03.08.26
17:37
Kehrblech
Und was tust Du eigentlich, wenn die ganze Kurve von Wertepunkten in vage geschätzt fünfzig Jahren außerhalb des Trendkorridors liegen wird?
Vermutlich sanft vor sich hinrotten, wie die meisten von uns hier.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
Hilfreich?
+3
Weia
03.08.26
18:03
Kehrblech
Die Dauer der Beschäftigung mit einem Thema hat nur sehr, sehr ansatzweise mit dessen Durchdringung zu tun.
Sie hat insofern sehr viel damit zu tun, als jemand, der sich derart lange mit etwas beschäftigt und es dennoch nicht ansatzweise durchdringt, ganz besonders intelligenzbefreit sein muss. Wenn Du also in Kenntnis meiner langen Beschäftigung mit diesem Thema meine Ergebnisse nach wie vor als „Jahrmarktsquatsch“ bezeichnest, obwohl Du selbst ganz offensichtlich von dem Thema keine Ahnung hast, sondern einfach nur Dein Vor-Urteil reproduzierst, dann ist das ein Angriff auf meine Person. Man kann auch abweichender Auffassung sein, ohne deshalb ausfällig zu werden.
Du behauptest auch Black Swan Einzelereignisse zumindest kurzfristig bezgl. der Grenzen ihrer Auswirkungen vorhersagen zu können. Das auf Grundlage zweier willkürlich gezogener Geraden, die nicht einmal die aktuelle Werteentwicklung annähernd korrekt beschreiben.
Sie beschreiben die aktuelle Wertentwicklung hinreichend genau: die Hochs werden von mal zu Mal höher, die Tiefs tiefer, deshalb „Megaphon“. Es geht hier nur um die qualitative Struktur, genaue quantitative Daten sind an dieser Stelle irrelevant. Für Dich scheint alles willkürlich zu sein, was Du nicht auf Anhieb verstehst; das wäre hier mit der Lektüre der zitierten Analyse und einem Minimum an hermeneutischem Goodwill aber durchaus möglich gewesen. Seinerzeit hatte ich das in anderen Beiträgen genauer erläutert.
Du verstehst vielleicht, dass man das ohne eine klare Antwort, was Du da eigentlich tust, samt mehrerer erfolgreicher Vorhersagen und einer Begründung, wie Du zu den Geraden gekommen bist, auf einer Stufe mit den Erfindern des Perpetuum mobile ansiedelt,
Nein, das verstehe ich eben absolut nicht. Wenn ich das, was Du hier forderst, liefern würde, wäre das mindestens vom Umfang eines akademischen Aufsatzes; dafür ist hier nicht der Ort, andere beschweren sich verständlicherweise bereits. Wer bist Du, das von mir einzufordern im unpassenden Rahmen eines Forums, während Du selbst Dich zurücklehnst und es bei einem lässig hingerotzten „Jahrmarktsquatsch“ belässt, und wenn die vom Umfang her hier unmögliche Antwort ausbleibt, mich sozusagen als Deine Default-Beurteilung Deiner Mitmenschen maximal abzuwerten? Du selbst schriebst doch auch
Ich kann und will hier keinen Mathematikkurs für Dich abhalten.
(was allein schon eine Unverschämtheit war in Anbetracht der Tatsache, dass Du wusstest oder hättest wissen können, dass ich Mathematik studiert habe), aber forderst das Entsprechende von mir?
In einem Rahmen wie diesem ist ohne Gutwilligkeit und einen gewissen Vertrauensvorschuss in die Kompetenz des Gegenübers eine Sachdiskussion unmöglich.
die z.T. sogar lebenslang daran gearbeitet haben, ohne irgendetwas zu erreichen.
Schön, dass Du nochmals verdeutlichst, wie unverschämt Deine Beurteilung meiner Person ist, ohne mich überhaupt zu kennen.
Und was tust Du eigentlich, wenn die ganze Kurve von Wertepunkten in vage geschätzt fünfzig Jahren außerhalb des Trendkorridors liegen wird?
Was soll ich dann schon tun? Ich nehme die Information zur Kenntnis und wende mich aktuell gültigen Trendkanälen zu.
Jeder
Trendkanal wird irgendwann verlassen, der rote Abwärtstrendkanal im AAPL-Chart oben bereits nach 1 Monat, manche nach ein paar Stunden. Du verwechselst Trendkanäle erneut mit einer Extrapolation des Kursverlaufs, Dein Verständnisfehler von Anfang an.
So, Schluss jetzt mit dieser Debatte in diesem Rahmen. Ich muss mich wirklich nicht auszählen lassen dafür, dass ich versucht habe, anderen zu helfen.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
+1
Anton Ochsenkühn
03.08.26
18:03
Nachdem Weia da seiner Sache immer so sicher ist, hat er bestimmt mit dem Knick nach den Quartalszahlen über einen CFD nen Haufen Geld gemacht
Hilfreich?
-3
Weia
03.08.26
18:11
silversurfer22
mMn freut sich JEDER über solch Infos von dir ...
Die Daumen sprechen eine andere Sprache, das hat sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt.
wenn du dich doch nicht zu diesen edendiglangen Diskussionen hinreißen lassen würdest ... wer meint gegen deine Infos schießen zu müssen, laß die Leute und "übersehe" es "einfach"
Das ist leichter gesagt als getan, wenn die „Schüsse“ sachlich fehlerhaft und menschlich verletzend sind.
EDIT: Und schon geht das ad personam weiter …
Anton Ochsenkühn
Nachdem Weia da seiner Sache immer so sicher ist, hat er bestimmt mit dem Knick nach den Quartalszahlen über einen CFD nen Haufen Geld gemacht
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
Gesperrt0826
03.08.26
19:06
Weia
Kehrblech
Die Dauer der Beschäftigung mit einem Thema hat nur sehr, sehr ansatzweise mit dessen Durchdringung zu tun.
Sie hat insofern sehr viel damit zu tun, als jemand, der sich derart lange mit etwas beschäftigt und es dennoch nicht ansatzweise durchdringt, ganz besonders intelligenzbefreit sein muss.
Ein wunderbares Gegenbeispiel zu dieser ebenfalls sehr gewagten These ist, dass beispileweise die aristotelisch-ptolemäische Astronomie beinahe 2.000 Jahre gebraucht hat, um überwunden zu werden. Und ich nehme an, Du wirst nicht behaupten wollen, es hätte zwischen ca. 300 v.Chr. und ca. 1600 keine intelligenten Astronomen gegeben. Es gab sogar ziemlich viele davon (sie hatten sich nur in unzutreffende Grundannahmen verrannt.) Also kein Grund Dich beleidigt zu fühlen. Ob man sich in etwas verrennt oder nicht, hat nichts mit Intelligenz zu tun.
Kehrblech
Du behauptest auch Black Swan Einzelereignisse zumindest kurzfristig bezgl. der Grenzen ihrer Auswirkungen vorhersagen zu können. Das auf Grundlage zweier willkürlich gezogener Geraden, die nicht einmal die aktuelle Werteentwicklung annähernd korrekt beschreiben.
Weia
Sie beschreiben die aktuelle Wertentwicklung hinreichend genau: die Hochs werden von mal zu Mal höher, die Tiefs tiefer, deshalb „Megaphon“. Es geht hier nur um die qualitative Struktur, genaue quantitative Daten sind an dieser Stelle irrelevant. Für Dich scheint alles willkürlich zu sein, was Du nicht auf Anhieb verstehst; das wäre hier mit der Lektüre der zitierten Analyse und einem Minimum an hermeneutischem Goodwill aber durchaus möglich gewesen. Seinerzeit hatte ich das in anderen Beiträgen genauer erläutert.
Du willst also sagen, dass die Amplitude der Schwankungen zunimmt oder, mit einem anderen Wort, deren Schwankungsbreite. Habe ich das jetzt richtig verstanden?
Weia
Nein, das verstehe ich eben absolut nicht. Wenn ich das, was Du hier forderst, liefern würde, wäre das mindestens vom Umfang eines akademischen Aufsatzes; dafür ist hier nicht der Ort, andere beschweren sich verständlicherweise bereits. Wer bist Du, das von mir einzufordern im unpassenden Rahmen eines Forums, während Du selbst Dich zurücklehnst und es bei einem lässig hingerotzten „Jahrmarktsquatsch“ belässt, und wenn die vom Umfang her hier unmögliche Antwort ausbleibt, mich sozusagen als Deine Default-Beurteilung Deiner Mitmenschen maximal abzuwerten?
Siehe meine obige Umschreibung über dem Zitat. Deine These, wenn denn das eine Deiner Thesen ist, teile ich übrigens nicht. Die größe Schwankungsbreite des Kurswerts tritt nämlich zu Beginn der Zeitskala, also unmittelbar nach der Erstberechnung, wo sie von Gerade zu Gerade reicht. Die Schwankungen werden tendenziell immer kleiner. Heute erreichen sie schon seit langer Zeit nicht einmal mehr die untere Hälfte Deines Jahrhunderttrendkanals.
Weia
(was allein schon eine Unverschämtheit war in Anbetracht der Tatsache, dass Du wusstest oder hättest wissen können, dass ich Mathematik studiert habe), aber forderst das Entsprechende von mir?
Ich weiß nicht, was Du als Mathematikstudium bezeichnest, ich habe nur auf Widersprüche und Inkonsistenzen in Deiner Darstellung der Kurve und der beiden Geraden hingewiesen. Außerdem habe ich kein Studium von Dir "gefordert", sondern nur gesagt, dass ich Dir die entsprechenden Kenntnisse hier nicht vermitteln will.
Weia
In einem Rahmen wie diesem ist ohne Gutwilligkeit und einen gewissen Vertrauensvorschuss in die Kompetenz des Gegenübers eine Sachdiskussion unmöglich.
Dazu bin ich auch immer bereit, es sei denn ich stoße auf offen erkennbare Widersprüche wie hier.
Weia
Kehrblech
die z.T. sogar lebenslang daran gearbeitet haben, ohne irgendetwas zu erreichen.
Schön, dass Du nochmals verdeutlichst, wie unverschämt Deine Beurteilung meiner Person ist, ohne mich überhaupt zu kennen.
Wer Behauptungen in die Welt setzt, muss mit Kritik rechnen. Und die kann auch scharf sein. Was ich ganz sicher nicht getan habe, ist, quasi ad hominem, Deine Person anzugreifen. Es gibt wirklich mehr als genug sehr intelligente und berühmte Menschen, die sich in Ideen verrannt haben. Kritik ist immer auch ein Angebot an den Urheber von Ideen, sich selbst zu hinterfragen. Leider lautet ein Kalenderspruch unter Wissenschaftlern, dass überholte Meinungen in solchen Fällen nicht berichtigt werden, sondern nur mit ihren Verbreitern aussterben.
Weia
Kehrblech
Und was tust Du eigentlich, wenn die ganze Kurve von Wertepunkten in vage geschätzt fünfzig Jahren außerhalb des Trendkorridors liegen wird?
Was soll ich dann schon tun? Ich nehme die Information zur Kenntnis und wende mich aktuell gültigen Trendkanälen zu.
Jeder
Trendkanal wird irgendwann verlassen, der rote Abwärtstrendkanal im AAPL-Chart oben bereits nach 1 Monat, manche nach ein paar Stunden. Du verwechselst Trendkanäle erneut mit einer Extrapolation des Kursverlaufs, Dein Verständnisfehler von Anfang an.
So, Schluss jetzt mit dieser Debatte in diesem Rahmen. Ich muss mich wirklich nicht auszählen lassen dafür, dass ich versucht habe, anderen zu helfen.
Wie helfen denn Deine Trendkanäle den anderen? Wozu brauchst Du sie – mit eigenem Namen –, wenn nicht um etwas über die zukünftige Kursentwicklung zu sagen? Und warum schreibst Du dann oben:
Weia
Wie Ihr sehen könnt, hat der Markt die letzten drei Quartale tatsächlich leicht über den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals gelugt, konnte sich dessen Gravitation aber nicht entziehen, sondern trat auf der Stelle, bis er jetzt wieder auf den Rand zurückfiel.
Das ist eine Aussage über künftige Kursentwicklungen, wenn auch ziemlich verknuselt. Außerdem schreibst Du dem Jahrhundertrandkanal eine "Gravitation"swirkung auf die Kursentwicklung zu. Wofür es bisher keinen Beleg gibt – im Gegenteil, der Jahrhunderttrendkanal wurde bereits verlassen, die untere Hälfte hingegen seit Jahrzehnten nicht berührt (weil die langfristige Kursentwicklung eben auch im Mittel sehr deutlich keiner Gerade zu folgen scheint). Gleichzeitig behauptest Du, auch kurzfritige Black Swan-Ereignisse, seine von Deiner Theorie/Hypothese/Was auch immer gedeckt – was wohl ziemlich klar eine Prognose zukünftiger Werte ist.
Das alles ist sehr verwirrend, aber vor allem widersprüchlich – vor allem für jemanden, der zu verstehen versucht, was Du da eigentlich treibst oder zu tun beabsichtigst, der hier aber wirklich nicht weiterkommt (aus den genannten Gründen). Wir können aber gerne auch Schluss mit dieser Diskussion machen, die für uns beide ziemlich unbefriedigend verläuft.
Hilfreich?
-4
mac-bs
03.08.26
19:43
Lauter Experten... dann wage ich mal als Laie etwas zum Thema AAPL Aktien Thread 2026 zu schreiben.
Vor langer Zeit habe ich auch mal ein paar AAPL erworben. Über Splits haben die dann Kinder bekommen. Daher lese ich seit langem mit Bewunderung (und meist ohne viel zu verstehen) die Beiträge von Weia. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass damit die zukünftige Entwicklung angedeutet werden soll, andererseits lese ich oft auch Hinweise in Richtung "die Aktie steht so hoch, ein Fall ist möglich". Das verwirrt mich einerseits, andererseits bewundere ich Weia u.a. wg. seiner Bereitschaft zu intensivsten Detaildiskussionen.
Letzten Endes meine ich, wenn diese Analysen wirklich funktionieren würden, gäbe es ganz viele reiche Menschen? Daher bleibt es meinerseits beim Lesen. Halte mich mehr an erkennbare Entwicklungen (ohne Kurven): in den vergangenen Wochen konnte man fast die Uhr danach stellen - die Kurse begannen täglich mit leichtem Verlust und stiegen zwischen 15 und 17 Uhr (Börse USA ?) um mehrere €. Das so etwas mit dem Quartalsbericht aufhört, weiss man auch seit langem. Und da der Kurs - mit Blick auf zurück - annehmbar war, habe ich das genutzt. Hoffe, ich habe nichts falsch gemacht ?
Hoffe mein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag hilft, wieder mehr zum Thema der Aktie zurück zu kommen.
Hilfreich?
+5
Weia
03.08.26
20:50
Kehrblech
Ein wunderbares Gegenbeispiel zu dieser ebenfalls sehr gewagten These ist, dass beispileweise die aristotelisch-ptolemäische Astronomie beinahe 2.000 Jahre gebraucht hat, um überwunden zu werden.
Das ist jetzt aber
sehr
weit hergeholt.
Ob man sich in etwas verrennt oder nicht, hat nichts mit Intelligenz zu tun.
Das sehe ich anders.
Du willst also sagen, dass die Amplitude der Schwankungen zunimmt oder, mit einem anderen Wort, deren Schwankungsbreite. Habe ich das jetzt richtig verstanden?
Nein. Du hast da irgendeine ganz grundsätzliche methodologische Verständnissperre und wir werden die jetzt und hier auch nicht mehr lösen.
Ich weiß nicht, was Du als Mathematikstudium bezeichnest
Meine Güte, was bezeichnet man wohl als Mathematikstudium?
Außerdem habe ich kein Studium von Dir "gefordert", sondern nur gesagt, dass ich Dir die entsprechenden Kenntnisse hier nicht vermitteln will.
Was impliziert, dass sie mir fehlen.
Weia
In einem Rahmen wie diesem ist ohne Gutwilligkeit und einen gewissen Vertrauensvorschuss in die Kompetenz des Gegenübers eine Sachdiskussion unmöglich.
Dazu bin ich auch immer bereit, es sei denn ich stoße auf offen erkennbare Widersprüche wie hier.
Auf die stößt Du nicht, die konstruierst Du.
Weia
Kehrblech
die z.T. sogar lebenslang daran gearbeitet haben, ohne irgendetwas zu erreichen.
Schön, dass Du nochmals verdeutlichst, wie unverschämt Deine Beurteilung meiner Person ist, ohne mich überhaupt zu kennen.
Wer Behauptungen in die Welt setzt, muss mit Kritik rechnen. Und die kann auch scharf sein.
In der Sache, ja. Aber nicht in der suggerierten Beurteilung der Lebensleistung einer Person, die Du gar nicht kennen kannst.
Wir können aber gerne auch Schluss mit dieser Diskussion machen, die für uns beide ziemlich unbefriedigend verläuft.
Das sollten wir tun; hatte ich ja bereits geschrieben.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
0
Weia
03.08.26
21:12
mac-bs
Daher lese ich seit langem mit Bewunderung (und meist ohne viel zu verstehen) die Beiträge von Weia. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass damit die zukünftige Entwicklung angedeutet werden soll, andererseits lese ich oft auch Hinweise in Richtung "die Aktie steht so hoch, ein Fall ist möglich". Das verwirrt mich […]
Wieso das? Die
Andeutung der zukünftigen Entwicklung
kann doch die Warnung vor der
Gefahr eines Falls
sein? Hätte ich den erwogenen Beitrag am Tag vor den Quartalsergebnissen geschrieben, den ich dann unterlassen habe, hätte doch genau das drinstehen müssen?
Letzten Endes meine ich, wenn diese Analysen wirklich funktionieren würden, gäbe es ganz viele reiche Menschen?
Das habe ich auch lange gedacht. Aber das ist aus zwei Gründen nicht der Fall:
Kaum einer, der sich nicht näher damit auseinandersetzt, glaubt es, wie Du hier live beobachten kannst.
Wie schon erwähnt, sind Analyse und entsprechendes Handeln zwei ganz verschiedene Dinge. Nimm wieder das Corona-Beispiel: Die Analyse sagt, der Markt muss steigen. Er ist aber die letzte Zeit wasserfallartig gefallen. Hast Du dennoch den Mut, zu kaufen? Oder nagen die Zweifel, dass in dieser Ausnahmesituation die Analysemethode nicht mehr funktioniert? (Es gibt ja nicht ohne Grunde den Börsenspruch
Versuche nie, ein fallendes Messer aufzufangen!
)
Es gibt letztlich nur wenige, die technische Analyse in ihrer ganzen Breite beherrschen
und
von ihrem Funktionieren überzeugt sind
und
sich trauen, danach zu handeln (Emotionen sind der größte Feind beim Handeln).
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
Hilfreich?
-1
cheesus1
04.08.26
00:47
→ Kehrblech
Deine Art de Kritik an Weias Ansatz gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Es mag ja Grund zum Zweifeln an der Methode Weia geben und die wurde in den letzten Jahren auch oft geäussert, wodurch Weia sich schon häufig rechtfertigen musste.
Und ich gebe auch zu, dass ich bis heute keine praktischen Nutzen aus Weias Analysen ziehen konnte und mich auch auf keine Diskussionen mehr mit ihm einlasse, weil die schlicht nicht zu gewinnen sind. Das heißt aber nicht, dass man hier einfach so reinpoltern, die Person angreifen und ihr Ignoranz unterstellen kann. Mir scheint eher der Fall zu sein, dass Du den Ausführungen ebenfalls nicht ganz folgen kannst, woran nichts verwerfliches ist. Aber dann wäre es zielführender, Weias Gedankengang durch gezielte Fragestellungen erst mal zu verstehen und dann ggf. durch sachliche Argumente zu falsifizieren. Aber so sehe ich erst mal nur Getrolle. Und das hat hier auf MTN nichts verloren.
Hilfreich?
+3
Gesperrt0826
04.08.26
00:47
Weia: Nur noch einmal zu Intelligenz und sich verrennen. Auch wen ich jetzt bewusst offen lassen will, ob das bei Dior der Fall ist oder nicht. Mein obiges Beispiel mit den mittelalterlichen Astronomen erschien Dir zu weit hergeholt (was ich anders sehe). Deshalb hier noch zwei andere Beispiele aus der Physik.
Ich nehme an, dass auch Du Albert Einstein eine gewisse Intelligenz zusprichst. Dennoch hat sich Einstein auch verrannt. Er konnte nicht an das Zufallsprinzip der Quantentheorie glauben ("Gott würfelt nicht!") und investierte erhebliche Anstrengungen, um zu zeigen, dass es zu absurden Phänomenen führte. Speziell entwickelte er zur Demonstration solcher Absurditäten das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon. Es geht dabei darum, dass bestimmte Erhaltungsgrößen in der Natur erhalten bleiben, und zwar auch in der Summe. D.h. werden aus irgendeinem Grund zwei Teilchen erzeugt, ein Teilchen und sein Antiteilchen, und räumlich getrennt. So bleibt die Gesamtsumme der erzeugten Eigenschaften als Summe beider Teilchen immer gleich, im Fall von teilchen und Antiteilchen sogar Null. Sollte nun ein Teilchen in irgendwo gezwungen sein, etwa seinen Spin (eine Art quantenmechanischer Drehimpuls) festzulegen, bedeutet das, das automatisch auch der Spin des Antiteichens festgelegt sein müsste, egal wie weit sich beide Teilchen von einander entfernt haben. D.h. die Informationsübertragung der Ausrichtung des Spins des Teilchens führt instantan (ohne Zeitverzögrung9 zur Festlegung auch des Spins des Antiteilchens. Das allerdings würde eine theoretisch bis zu unendlich schnelle Informationsübertragung erfordern, die laut Einsteins eigener Relativitätstheorie aber ausgeschlossen war.
Dieses Paradoxon wurde bis 1982 von Verfechtern der Quantentheorie und solchen, die diese für unvollständig hielten, d.h., dass sie alleine nicht alle Phänomene der Mikrowelt erklären könnte diskutiert. !982 wurde jedoch ein Lösungsansatz zur Klärung der Frage gefunden und schließlich experimentell nachvollzogen: Es zeigte sich, dass die vermutete Ergänzungsbedürftigkeit der Quantentheorie nicht bestand. Die Quantentheorie beschrieb das Paradoxon richtig, wenn es eine unendlich hohe übertragung der Spineigenschaft des Teilchens zu seinem Antiteilchen annahm. Die Quantentheorie war also richtig und bei aller wahrgenommenen Absurdität dennoch korrekt. Einstein hatte sich geirrt und seine Nicht-Akzeptanz der Quantentheorie war falsch. Er wird deswegen nicht weniger bewundert – und erst recht nicht für "dumm" oder unintelligent gehalten. Er hatte sich nur – aus mir unbekannten Gründen – in die Idee verrannt, dass Natur nicht "zufällig" geschehen sollte.
Das gleiche fehlerhafte Festhalten an überholten Vorstellungen ist in der Physik schon fast sprichwörtlich geworden (s.o.). Ernst Mach etw, nach dem die Einheit der Schallgeschwindigkeit benannt wurde (und sicherlich nicht, weil er ein unintelligenter Mensch war) konnte sich gegen Ende des 19. Jhdts. partout nicht mit der Vorstellung von Atomen anfreunden. Jeden, der mit dieser verrückten Idee zu ihm kam, wurde gefragt: "Und, hast's schon einmal so ein Atom gesehen?" (Auch das wurde inzwischen experimentell getan.)
Hilfreich?
-2
sudoRinger
04.08.26
01:22
Kehrblech
Die Börse ist nicht Physik. Kurse sind keine Messwerte eines Experiments. Deshalb lässt sich daraus keine Funktion ableiten, und deshalb ist eine Approximation ohne Modell sinnlos, wie oben geschrieben (du kannst z.B. nicht einfach ein Polynom nehmen, weil es so schön passt, sondern es muss inhaltlich begründet sein).
Um aus Kursen Informationen zu ziehen, braucht es vorher Erkenntnisse von außerhalb der Reihe: entweder die Massenpsychologie, die Weia mit seiner Chartanalyse zu nutzen beabsichtigt, oder Kenntnisse über die Bewertung von Unternehmen, wie sie die Wirtschaftswissenschaften liefern (was mir näher liegt).
Bei Deinem Ansatz passt eher der Spruch: Wenn man nur einen Hammer hat, ist jedes Problem ein Nagel.
Hilfreich?
+5
sudoRinger
04.08.26
01:54
Und noch etwas, weil hier die Frage stand, warum dann nicht alle reich sind: Ein wissenschaftlich sauberer Ansatz ist nicht automatisch der erfolgreichere.
Der Surfer, der gerade eine Monsterwelle reitet, hat bestimmt mehr Spaß als ich, der am Strand steht und sagt „die Welle droht zu brechen …”.
Hilfreich?
+2
Gesperrt0826
04.08.26
02:07
cheesus1
→ Kehrblech
Deine Art de Kritik an Weias Ansatz gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Es mag ja Grund zum Zweifeln an der Methode Weia geben und die wurde in den letzten Jahren auch oft geäussert, wodurch Weia sich schon häufig rechtfertigen musste.
Und ich gebe auch zu, dass ich bis heute keine praktischen Nutzen aus Weias Analysen ziehen konnte und mich auch auf keine Diskussionen mehr mit ihm einlasse, weil die schlicht nicht zu gewinnen sind. Das heißt aber nicht, dass man hier einfach so reinpoltern, die Person angreifen und ihr Ignoranz unterstellen kann. Mir scheint eher der Fall zu sein, dass Du den Ausführungen ebenfalls nicht ganz folgen kannst, woran nichts verwerfliches ist. Aber dann wäre es zielführender, Weias Gedankengang durch gezielte Fragestellungen erst mal zu verstehen und dann ggf. durch sachliche Argumente zu falsifizieren. Aber so sehe ich erst mal nur Getrolle. Und das hat hier auf MTN nichts verloren.
Ich verstehe deine Kritik. Als ich hier gelandet bin, hatte ich nur verstanden, Weia hätte die Grafik von S&P übernommen (inkl. des Jahrhunderttrendkanals). Darüber war ich ziemlich erstaunt, weil das, was dort dazu behauptet stand für mich widersprüchlich war. Das der Jahrhunderttrendkanal Weias Schöpfung ist, ging mir erst relativ spät im Thread auf. Die Widersprüche blieben bestehen (s. meinen Post weiter oben). Was Weia damit will, konnte er mir leider nicht verständlich machen, auch weil sich seine Behauptungen dazu immer wieder widersprachen. Mal hatte es nicht mit Kursprognosen zu tun, dann wieder doch etc. pp. Ich habe Weia anfangs nie persönlich angegriffen, sondern nur allgemein von dem oft nicht sehr tiefen Verständnis von Mathematik unter Wirtschaftswissenschaftlern gesprochen (und das begründet). Ich habe wirklich zu verstehen versucht, was der Hintergrund ist und immer wieder nachgehakt, wo Weias Antworten mir nicht klar oder widersprüchlich erschienen. Leide rhat sich Weia nicht erklärend zu seiner Methode geäußert, sondern imm wieder behauptet ich würde mit Vorurteilen oder wie auch immer voreingenommen an die Grafik herangehen. Das hat leider zu nichts geführt. Ich habe deshalb versucht immer auf die Fakten der dargestellten Werteverteilung hinzuweisen, etwa dass der beste Fit durch die Werte ganz sicherlich keine Gerade ist und das ich seinen Kanal für extrem dürftig begründet bis willkürlich hielte. Weia hat sich auch dazu leider nicht klärend geäußert, es kamen nur neue Widersprüche hinzu. Gegen den Vorwurf des Getrolle verwahre ich mich strikt. Es fehlten nur überzeugende und verständliche Argumente.
Hilfreich?
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