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iFixit zerlegt Apple Watch Series 12 und Ultra 4: Verbesserungspotenzial bei Reparierbarkeit

Reparaturen von Armbanduhren sind seit jeher keine Aufgaben für Grobmotoriker. Das liegt in der Natur der Sache, ist das Innenleben tragbarer Zeitmesser doch in aller Regel äußerst filigran, zudem steht im Gehäuse nur wenig Platz zur Verfügung. Das alles gilt selbstverständlich auch für Smartwatches wie etwa die Apple Watch. Bei diesen kommt noch erschwerend hinzu, dass der erforderliche Akku ziemlich viel Platz im Inneren beansprucht, es dort also noch enger zugeht als bei analogen Uhren. Die Tatsache, dass die Apple Watch und Konkurrenzprodukte anderer Hersteller wasserdicht sind, hat ebenfalls Einfluss auf die Reparierbarkeit. iFixit hat sich jetzt der Apple Watch Series 12 sowie der Apple Watch Ultra 4 angenommen und die beiden Vertreter von Apples jüngster Smartwatch-Generation zerlegt. Besonderes Augenmerk legten die Teardown-Spezialisten dabei auf den Akkutausch.


Apple Watch Series 12: Leichte Verbesserung beim Akkutausch
Der Apple Watch Series 12 bescheinigt iFixit im Vergleich zum Vorgängermodell eine leichte Verbesserung, was den Wechsel des Akkus betrifft. Der 1,461 Wattstunden fassende Energiespeicher ist mit elastischen Klebestreifen im Gehäuse fixiert, was das Entfernen deutlich erleichtert. Bis man ans Innenleben und somit auch die Batterie gelangt, ist allerdings eine eher lästige Hürde zu überwinden: Das verklebte Display muss entfernt werden. iFixit stellte fest, dass hierzu wegen geringer Toleranzen ein signifikanter Kraftaufwand erforderlich ist. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko, das Panel zu beschädigen. Apple hat darüber hinaus die Steckverbindung für die Verbindung zwischen Hauptplatine und Display geändert. Ein Tausch des Bildschirms geht deshalb den Teardown-Experten zufolge stets zwingend mit einem Wechsel des Akkus einher. Die Apple Watch Series 12 lässt sich dennoch etwas leichter reparieren als die Apple Watch Series 11: iFixit vergibt vier von zehn Punkten, eine Verbesserung um einen Punkt.


Apple Watch Ultra 4: Vier von zehn Punkten bei der Reparierbarkeit
Dasselbe Ergebnis steht auch für die Apple Watch Ultra 4 zu Buche, die vier Punkte stellen aber keine Verbesserung gegenüber der dritten Generation dar. Beim Topmodell der Uhren aus Cupertino muss ebenfalls das Display entfernt werden, um an den Akku mit einer Kapazität von 2,444 Wattstunden zu gelangen (Apple Watch Ultra 3: 2.313 Wattstunden). Zwar gibt es an der Unterseite der Uhr vier Schrauben, diese eröffnen jedoch lediglich den Zugang zu den Sensoren und zum S11-Chip. Hat man das Panel erfolgreich vom Gehäuse getrennt und dabei kein Kabel durchtrennt, gestaltet sich der eigentliche Akkutausch laut iFixit ziemlich einfach. Der Vergleich mit Googles Pixel Watch 5 allerdings fällt sowohl für Apple Watch Series 12 als auch Apple Watch Ultra 4 in Sachen Reparierbarkeit äußerst ernüchternd aus: Die Smartwatch des Suchmaschinenkonzerns kommt in dieser Disziplin auf neun von zehn Punkten, weil Google auf Schrauben setzt und nahezu vollständig auf den Einsatz von Klebstoff verzichtet.

Kommentare

Joseph_9845807.10.26 12:53
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Platz die Taptic Engine einnimmt.... aber sieht bei der Pixel Watch ja nicht anders aus.
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