Federighi zur Frage, ob das iPhone Duo kleine iPads überflüssig machen kann


Apple bemüht sich traditionell darum, die Produktkategorien trotz Überschneidungen klar voneinander abzugrenzen. Ein iPhone soll nicht sämtliche Aufgaben eines iPads übernehmen, ein iPad wiederum nicht den Mac vollständig ersetzen. Meist findet sich daher für jedes Gerät ein eigener Einsatzzweck – und idealerweise ein Grund, warum Kunden gleich mehrere Produkte benötigen. Nach Möglichkeit vermeidet Apple, dass ein Gerät ein anderes überflüssig macht, wenngleich ebenfalls die Devise herrscht: Lieber verdrängen wir ein eigenes Produkt (wie damals beim iPod durch das iPhone), als einem Konkurrenten jene Chance einzuräumen.
Federighi: Es gibt ÜberschneidungenMit dem iPhone Duo wird die Trennung zwischen iPhone und iPad allerdings etwas schwieriger. Das aufgeklappte Smartphone bietet so viel Bildschirmfläche, um bereits stark in Richtung eines kleinen Tablets zu gehen. Apples Software-Chef Craig Federighi wurde in einem Interview mit Marques Brownlee auf genau diese Problematik angesprochen. Dabei sieht er durchaus Überschneidungen, vor allem wenn man das neue iPhone mit einem iPad mini vergleiche. Es könne in der Tat so sein, dass Nutzer eines iPad mini feststellen, mit einem iPhone Duo besser bedient zu sein.
iPhone Duo nicht nur ein sehr großes iPhoneDas iPhone Duo ist laut Federighi keineswegs nur ein viel größeres iPhone, stattdessen habe man das Gerät von Anfang an so entwickelt, um iOS an den zusätzlichen Platz anzupassen. Die Aussage ist durchaus interessant, immerhin lautet eine häufiger geäußerte Kritik an iPadOS, Apple behandle das Tablet weitgehend wie ein riesiges iPhone ohne Telefonfunktionen. Angesichts der hohen Preise für ein faltbares iPhone dürfte wohl eher keine massenhafte Abwanderung von iPad-Kunden hin zum iPhone Duo stattfinden. Umgekehrt greift aber sicherlich kaum jemand zusätzlich noch zu einem iPad mini, hat man bereits die Investition in Apples bis dato teuerstes iPhone getätigt.