Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

AirPods 5: Ein Wegwerfartikel wird zumindest "kaum reparierbar"

iFixit hat vor zwei Jahren in einem Zerlegebericht die AirPods der vierten Generation unter die Lupe genommen und überprüft, ob es weiterhin ein Ding der Unmöglichkeit ist, Defekte zu beseitigen. Das Fazit lautete, bei jeglichem Reparaturbedarf seien die Ohrhörer ein Fall für den Mülleimer. Selbst ein Akkuwechsel durch Apple bedeute Entsorgung des Originals, Austausch durch ein neues Exemplar. Jetzt ging es um die Frage, ob vielleicht die AirPods 5 zumindest manche der Kritikpunkte angehen. In der Tat: Erstmals erhalten AirPods nicht mehr null von zehn möglichen Zählern im "Repairability Score". Von einfacher Reparierbarkeit könne weiterhin nicht die Rede sein, allerdings machte der Spezialist Verbesserungen aus.


Akku ohne Zerstörung zu erreichen
Apple setzt bei den AirPods 5 wieder auf Akkus mit kleinen Kontaktstiften, eine Bauweise, die bereits bei den AirPods 3 zum Einsatz kam. Damals bestand allerdings das Problem darin, gar nicht erst zerstörungsfrei an den Akku heranzukommen. Bei der neuen Generation fällt genau dieser Schritt deutlich einfacher. iFixit erwärmte den Klebstoff mit einem gewöhnlichen Haartrockner und konnte das Gehäuse anschließend mithilfe einer Klemme öffnen. Der Akku ließ sich danach mit einer speziellen Zange greifen und laut iFixit vergleichsweise intuitiv abstecken.


Erstmals: 2 statt 0 Punkte
Die AirPods 5 erreichen damit immerhin 2 von 10 Punkten und nicht mehr die schlechteste Note. Das markiert einen bedeutenden Unterschied zu den Vorgängern. Nach Einschätzung von iFixit sollten erfahrene Techniker und auch besonders mutige Heimwerker den Akku der Ohrhörer mit einer vernünftigen Erfolgsquote austauschen können. Deutlich schlechter sieht es weiterhin beim Ladecase aus, iFixit bezeichnet dieses als "Desaster". Ohne Beschädigungen gelange man nicht an das Innere – obwohl die Akkus im Case genauso schnell altern wie in den Ohrhörern selbst und eine Reparatur dann durchaus sinnvoll wäre.

Kommentare

AJVienna30.09.26 12:15
Gibt es eigentlich in-ear Kopfhörer die reparierbar sind und wenn ja was kann da kaputt gehen was reparierbar wäre? Ich meine Batterie austauschen klingt mal gut, aber was sonst ergibt da überhaupt Sinn?
+1
Fontelster
Fontelster30.09.26 13:10
»Nach Einschätzung von iFixit sollten erfahrene Techniker und auch besonders mutige Heimwerker den Akku der Ohrhörer mit einer vernünftigen Erfolgsquote austauschen können«

Und die entsprechenden Akkus kann man problemlos kaufen?
0
Ruebennase200630.09.26 13:19
Eigentlich ganz einfach, man sollte alle diese Akku Dinger gar nicht erst kaufen. Dann gibt es weniger geplanten Elektroschrott oder es regt evtl. auch mal ein umdenken an das man solche Dinge reparierbar macht. Abgesehen davon das jede Kabelverbindung dem Bluetooth in der Qualität bei weitem überlegen ist. Ja ich weiß die notwendigen Buchsen am iphone fehlen, was aber nicht nur der wasserdichtigkeit geschuldet ist sondern vor allem dem Kaufverhalten den potentiellen Elektroschrott für viel Geld zu erwerben.
+2
ggedöns30.09.26 13:21
Sennheiser sagt, dass bei den neuen Momentum True Wireless 5 die Akkus im Case und in den Stöpseln austauschbar seien: . Es ist mir allerdings nicht gelungen, herauszufinden, was die Ersatzakkus kosten.
+3
Uschaurischuum!
Uschaurischuum!30.09.26 13:59
Für mich kommen diese Dinger nicht mehr in Frage. Ich hatte mich 3 mal drauf eingelassen. Immer nach Ablauf der Garantie ein Defekt (Akku oder Sound-Qualität).
Wem ernsthaft etwas an Nachhaltigkeit gelegen ist kann hier leider nur drauf verzichten.
Brauchen wir alles was wir können?
0
L-E30.09.26 15:05
Apple und Nachhaltigkeit? Halte ich weitgehend für ein Märchen. Wenn auf einem Mainboard nur ein kleines Bauteil defekt ist, das eine gute Werkstatt innert einer halben Stunde ersetzen kann, fliegt bei Apple das ganze Board raus und wird durch ein neues ersetzt. Natürlich zu gesalzenen Preisen für den Nutzer, sofern Gewährleistung nicht mehr greift. Ich habe es leider auch schon erlebt, dass innerhalb der Garantie seitens Apple ein Wasserschaden unterstellt und eine Reparatur abgelehnt wurde. Und diese Unterstellung war glatt gelogen, wie sich herausstellte, und ich auch vorher wusste, denn Flüssigkeit kam mit dem Rechner nie in Berührung. Eine Werkstatt ersetzte den durchgebrannten Kondensator. Kosten: 160 Euro. Bei Apple hätte das ganze Board rund 1200 gekostet.
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.