Analyst: Entwicklung des Jubiläums-iPhone eingestellt? Bloomberg widerspricht


Apple stellte im Januar 2007 das erste iPhone vor – und revolutionierte den gesamten Mobilfunkmarkt. In den USA kam die erste Generation des iPhones im Juni 2007 auf den Markt, aber in Deutschland musste man sich bis zum November 2007 gedulden, ehe das Gerät hier offiziell verfügbar war. Zum 10. Geburtstag des iPhones stellte Apple das iPhone X vor – und schaffte den seit dem ersten iPhone vorhandenen Home-Knopf ab. Touch ID ersetzte Apple durch die Gesichtserkennung Face ID, welche nun in jedes aktuelle iPhone-Modell übernommen wurde.
Radikales Re-DesignDiverse Quellen berichteten in den letzten zwölf Monaten, dass Apple etwas Ähnliches für den 20. Geburtstag des iPhones plane. Laut den Berichten sollte ein maßgeblich umgestaltetes Modell auf den Markt kommen, welches über eine randlose, gebogene Glas-Front ohne Aussparungen verfügt. Face ID und die Selfie-Kamera sollten unsichtbar hinter dem Display integriert werden.
Produktionsausbeute zu geringAnalyst Edison Lee von Jefferies will nun aus Zuliefererkreisen
erfahren haben, dass Apple das Projekt beerdigt habe. Die Ausbeute während der Testfertigung sei viel zu gering gewesen, um das Jubiläumsmodell wirtschaftlich auf den Markt bringen zu können. Leider ist unbekannt, um welche Komponente(n) des neuen iPhone-Modells es sich handelt – es ist aber anzunehmen, dass es sich wahrscheinlich um das Display, die Selfie-Kamera oder die Face-ID-Sensorik dreht.
Aktien-DowngradeAufgrund der Informationen aus Zuliefererkreisen stufte Jeffries die Apple-Aktie von "Halten" auf "Verkaufen" herunter – und direkt danach fiel die Aktie um rund zwei Prozent. Lee führt hier an, dass die Einstellung des Projektes Apple möglicherweise zukünftig daran hindere, Kunden von neueren Modellen zu überzeugen, denn dies sei in Zeiten steigender Komponentenpreise sehr wichtig. Auch sorgt sich Lee darum, was dies für künftige Modelle bedeuten könnte: Bereits mit dem iPhone X machte Apple vor, dass die Features des Jubiläumsmodells in das normale Produktrepertoire übernommen werden – und gibt es kein maßgebliches neues Jubiläumsmodell, bietet Apple einen geringeren Anreiz, zukünftig ein neues reguläres Modell (zu möglicherweise deutlich höheren Preisen) zu kaufen.
Mark Gurman von Bloomberg widersprichtDirekt nach Veröffentlichung des Berichts
widerspricht der gewöhnlich gut informierte Journalist Mark Gurman von Bloomberg den Informationen von Jefferies. Im kommenden Jahr werden iPhone-Pro-Modelle erscheinen, welche auf der Vorder- und Rückseite gebogenes Glas einsetzen – und dazwischen über einen Metallrahmen verfügen. Diese laufen bei Apple unter den Projektnummern V73 und V74. Es habe zwar ein Versuchsprojekt von Apples Design-Team gegeben, welches noch mehr auf Glas setzte – doch dies sei bereits sehr früh im Entwicklungsprozess eingestampft worden, da sich das Verbinden der Glaspartien nicht realisieren ließ. Die Roadmap von Apple habe sich laut Gurman in den vergangenen Monaten nicht geändert.