Journals>Big Boy>UNO Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen

UNO Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen

Liebe Leser. Unter findet derzeit eine Unterschriftenaktion statt, welche die Ratifizierung der „UNO Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen“ durch den Bundesrat fordert. 139 Staaten haben sie bereits unterschrieben, 49 auch ratifiziert.

Die Konvention stellt lediglich sicher, dass behinderte Menschen die gleichen Rechte erhalten, wie gesunde Menschen. Man könnte meinen, das sei durch die Bundesverfassung längst gewährleistet, dem ist aber nicht so!

In den Verfassungen aller demokratischen Staaten finden wir zwar wohlklingende Formulierungen wie „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“ oder „Kein Mensch darf diskriminiert werden“. Das Dumme ist nur: Wenn das Gesetz auf dem Papier von „Menschen“ spricht, versteht der Jurist in der Praxis eigentlich „männliche, weisse, heterosexuelle, gesunde Christen im erwerbsfähigen Alter“.

Alle Gruppen, die diesem Raster nicht entsprechen, müssen sich ihre Rechte mühsam erkämpfen. Bestes Beispiel sind da die Frauen, die ja über die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, aber in der Schweiz erst seit 1990 (Bundesgerichtsurteil gegen Appenzell-Innerrhoden) flächendeckend das Stimm- und Wahlrecht ausüben können.

Während dem aber die meisten Minderheiten in der Schweiz heute einen einigermassen akzeptablen „Status Quo“ geniessen, werden behinderten Menschen teilweise immer noch fundamentale Grundrechte, wie zum Beispiel das Recht auf Selbstbestimmung, Bildung oder Niederlassungsfreiheit vorenthalten.

Sehen Sie es von dieser Seite: Diese Unterschriftenaktion bietet Ihnen die einzigartige Möglichkeit, etwas Gemeinnütziges zu tun, ohne auch nur einen Rappen investieren zu müssen. Deshalb bitte ich Sie als Betroffener: Seien Sie solidarisch und unterschreiben Sie die UNO-Behindertenkonvention, damit auch die Damen und Herren im Bundeshaus begreifen: Es gibt keine „Behinderten“, es gibt nur „Menschen mit einer Behinderung“!

Islam Alijaj, Lomali Technologies, Zürich

Kommentare

jogoto30.06.09 09:27
Das Problem bei solchen Gesetzten ist, so gut sie auch gemeint sind, dass sie für die, für die sich gemacht sind, in der Praxis nichts bringen, den anderen aber oft das Leben schwer machen.
Schildie
Schildie30.06.09 09:28
Vielleicht solltest du hier klarer machen, dass es sich um die Schweiz handelt, sonst wundern sich hier gleich alle, seit wann der deutsche Bundesrat UNO-Konventionen ratifiziert
Kannix30.06.09 10:27
In was für einem Forum sind wir hier???
dreyfus30.06.09 14:51
Also_ Ich drücke die Daumen, beschämend genug ist, dass das überhaupt eine UN Konvention erfordert.

Ich würde allerdings den letzten Absatz des Journals löschen (nicht böse gemeint, nur eine Meinung). Wer etwas, eigentlich selbstverständliches, fordert, sollte sich nicht auf das Niveau eines Anlageberaters begeben. Außerdem heisst es (hier zumindest): Behindert ist man nicht, behindert wird man. Viel Glück!
Big Boy30.06.09 15:31
Schildie: Schau im 5. Abschnitt nach

Kannix: Aha, gmäss dir sollte man das Thema garnicht behandeln Genau solche Leute machen doch die ganze Sache so kompliziert. Der Kannix ist gesund und froh, was um in Geschieht interessiert ihm nicht.........
Lass mich gewähren und ich werde mich meinem Schicksal fügen. Sperre mich ein und ich werde unvergesslich. Töte mich und ich werde unstreblich.
Zimtstärn
Zimtstärn30.06.09 17:29
Danke für die Info Big Boy. Ich bin froh, dass es immer wieder Menschen gibt, die für andere einstehen. Hab unterschrieben und es auch an andere weitergeschickt...
morszeck30.06.09 17:39
@Schildie... das hat nix mit der Schweiz zu tun, zumal die UNO ihren Sitz in den USA (NY) haben. Also ist diese Unterschriftensammlung international...
Kannix30.06.09 18:42
@BigBoy: Habe ich das geschrieben? Nein, nur denke ich, dass dieses Forum nicht dazu da ist, alle möglichen Themen zu veröffentlichen... auch, wenn sie noch so wichtig sind... Dafür gibt es spezielle Boards...
DonQ
DonQ30.06.09 20:04
das ist von 2007.

und manche sind nur groß im jammern und kohle machen,sag dir ich.

an apple a day, keeps the rats away…
DonQ
DonQ30.06.09 20:30
nichtsdestotrotz werde ich das zeichnen, ermahne aber zu mehr solidarität.

hab mein leben riskiert und meine gesundheit verloren und ich würde wieder mein leben riskieren, aber sicher nicht mehr für die uno…
an apple a day, keeps the rats away…
clausammac01.07.09 18:30
Das "Gegenteil" von "behinderten Menschen" sind "nichtbehinderte Menschen", nicht "gesunde Menschen", denn Menschen mit Behinderung sind nicht krank. Diskriminierung hat auch etwas mit Sprache zu tun.
DonQ
DonQ02.07.09 17:18
hmm ?

kranke menschen sind dann nicht behindert ?

wo liegt da der sinn oder grund in der empfindlichkeit ?

chronisch kranke sind durch ihre krankheit meist behindert und behinderte können auch mal mehr leistung bringen, als nichtbehinderte…

sry, verstehe den sinn von der unterscheidung (chronisch) krank und behindert nicht so, die medizin kann eh kaum heilen, sondern nur helfen und chronisch krankheiten können sehr wohl ein behinderungsgrund sein.

und wenn dir ein bein amputiert oder weggesprengt wird oder das rückenmark durchtrennt, dann ist da zb. eigentlich die medizin dran zu helfen.



an apple a day, keeps the rats away…
ExMacRabbitPro02.07.09 18:42
Das Dumme ist nur: Wenn das Gesetz auf dem Papier von „Menschen“ spricht, versteht der Jurist in der Praxis eigentlich „männliche, weisse, heterosexuelle, gesunde Christen im erwerbsfähigen Alter“.

Das halte ich für ein Gerücht!
westmeier
westmeier03.07.09 08:26
ExMacRabbitPro:
Sehe ich genauso wie du. Der Autor dieses Textes fühlt sich nach meinem Verständnis dort mehr diskriminiert als er ist - wenn er es denn ist.
Daher werde ich mich dort NICHT beteiligen. Wenn diese völlig überflüssige und bescheuerte Phrase nicht gewesen wäre, wäre dies anders gewesen.

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um diese Funktion nutzen zu können.