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Das iPad - Das Ende der Oldtimer....

Das iPad - Das Ende der Oldtimer...

oder: Fortschritt besteht nicht in der Verbesserung dessen, was war, sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird (Khalil Gibran, Sämtliche Werke)

Das iPad ist da!

Wenn man sich die Reaktionen auf das iPad im Web anschaut, kann man eine bunten Strauss an Meinungen und Empfindungen erleben: Vom ,iTampon‘ ist da die Rede, vom ,aufgeblasenen iPhone‘ oder vom ,Computer für die Frauen‘ (hab ich ernsthaft im Radio gehört!).

Vor allem fühlt man aber eines: Verunsicherung.

Da gibt es jetzt ein Gerät, welches wir mangels Erfahrung mit dem vergleichen, was wir schon kennen. Mit dem klassischen Notebook und mit dem iPhone. Und doch fühlen wir irgendwie, dass es keins von beidem ist - für ein iPhone bietet der große Bildschirm zu viele Möglichkeiten und für ein Notebook ist es ,zu wenig Computer‘.

Was ist das iPad?

Der iPad ist, um eine Analogie zu gebrauchen, ein vollverkleidetes Auto in Zeiten, wo noch Motoren auf Holzrahmen gespannt wurden und mit Holzrädern durch die Gegend fuhren.

Der Fahrer eines solchen Vehikels musste alles machen, alles können und über viel Spezialwissen verfügen. Autofahren war eben was für echte Kerle! Erweiterungen und Tuningmaßnahmen (nein, kein Spoiler, sondern ein besserer Vergaser z.B.) mussten von Hand eingebaut werden. Nach dem Einbauen musste der Motor entsprechend der neuen Möglichkeiten eingestellt und getestet werden und wenn er dann lief, dann war einem der Respekt der anderen Automobilbesitzer gewiss. Der Motor lag frei - wie sollten die ganzen Bewunderer denn sonst sehen, was das Fahrzeug seiner Konkurrenz voraus hatte?

Hätte man einen Besitzer einer solchen Höllenmaschine gefragt, was die nächste Generation von Automobil können sollte, so hätte er sicher gesagt: Stärker muss er sein, schneller und mehr Chrom. WAHOOOUUUUUU!!!

Doch irgendwann war es vorbei. Die Autohersteller hatten erkannt, dass wenn sie mehr Fahrzeuge verkaufen wollten, andere Märkte erschlossen werden mussten. Es gab so viele potentielle Kunden: Senioren, die spazieren fahren wollten; Frauen, die zum Einkaufen und zum Shopping fahren wollten; Firmen, die zuverlässige Arbeitstiere brauchten; Und und und...

Das Auto, welche zukünftige Bedürfnisse befriedigen sollte, musst sich nach den Menschen richten, nicht die Menschen nach den Automobilen. Und so wurden die Fahrzeuge mit schicker Optik verkleidet, so dass man den Motor nicht mehr sah, sie wurden einfacher in der Handhabung und preiswerter. Ein moderner Autofahrer muss nicht mehr wissen, wie ein Motor funktioniert, was eine .DLL von einer .EXE oder einer .PDF unterscheidet... UPS! Ein Vertipper, ich bitte um Verzeihung.

Aber genau das ist ein iPad!

Es geht *nicht* um Gigahertz, um RAM-Größe, um Auflösung und Schnittstellen! Es geht darum, ob wir weiterhin Oldtimer fahren wollen oder moderne Fahrzeuge!!!

Gehen wir hinaus auf den Marktplatz und fragen 10 Menschen, was ein USB-Port ist. Vielleicht wissen es drei! Fragen wir nach der RAM-Größe in ihren PCs zu Hause, vielleicht wissen es noch eine oder zwei. Fragen wir nach SSD-Festplatten, müssen wir schon Glück haben!

Aber was ist mit den anderen Menschen, mit der überwiegenden Mehrheit?

Die ärgern sich tagaus tagein mit Ihrem PC daheim oder im Büro, der sie - die selben Nutzer, die nicht wissen, was ein USB-Port ist! - allen Ernstes fragt, ob ihr Virenscanner die Datei WINLOGON.DLL im SYSTEM32-Verzeichnis löschen oder nur in Quarantäne verschieben soll!!!

Aber hey, wir sind Macianer, da ist alles besser. Ist das so? Wenn ich mir die ganzen Terminal-Hacks zur Aktivierung dieser oder jener Funktion anschaue, oder die Kompatibilitätsmeldung, wenn ich ein Office-Dokument konvertiere oder sichere, dann bin ich nicht so sicher. (Warum läuft CoolIris nur mit der 32-Bit-Version von Safari und nicht mit der 64-Bit - Und wo ist gottverdammt der Unterschied?)

Sicher, wir sehen Systemverzeichnisse nicht, wir müssen nicht mehr so genau wissen, wo wir Dateien ablegen, Spotlight sei Dank) und auch iTunes oder iPhoto übernehmen die ,Arbeit am Motor‘ für uns.

Ich denke, Apple geht den Weg jetzt mit dem iPad weiter in die Zukunft. MAC OS X ist, so wundervoll es ist, ein Art-Deco-Oldtimer. Er sieht wundervoll aus und ist auch toll zu bedienen, aber ein modernes OS ist es lange nicht!

Wenn ich mir den Desktop meines MAC-II CI von 1989 anschaue, so ist der Unterschied zu heute zwar erkennbar aber nicht so riesig wie man gerne meint. Alle wesentlichen Elemente eines Datei orientierten OS sind unverkennbar gleich. Ordner, Dateien, etc...

Vergleiche ich dagegen einen Rechner wie den CI, ein MacBook oder eine Windows-Maschine mit dem iPad, dann stimmt nichts mehr. Keine Verwandschaft, keine Menüs, keine Dateien, kein Abfalleimer - nichts...

Was macht einen moderner Computer aus?

Nun, die Zeit der modernen Computer beginnt für mich im Jahr 2007, mit der Vorstellung des iPhone und seines OS. Schauen wir uns dieses OS mal etwas genauer an, dann sehen wir viele Gesetze, die neu aufgestellt wurden und alte Gewohnheiten über Bord warfen.

1. Es gibt kein Dateisystem.

Es gibt keine Dateien mehr, keine Ordner, keine langen Pfade, keine Dateinamenerweiterungen, nichts. Nur noch Briefe, Kalkulationen, Mindmaps, Lieder, Bücher, Fotos und so weiter und so fort. Ich muss nicht mehr wissen wo die Daten liegen und wie sie dorthin gelangen. Zum Suchen reichen mir Schlagworte (via Spotlight) und die Organisation übernimmt die Applikation, die mit dem Dokument arbeitet. It‘s just that simple. 
Sicher werde ich Dokumente immer drucken, via E-Mail versenden und sichern können, aber das erledigen Applikationen für uns, nicht mehr wir. Und Applikationen werden Hand in Hand arbeiten, so wie ich jetzt schon in Garageband meine iTunes-Lieder einbinden kann und das Ergebnis an iDVD weiterleite.

2. Es gibt keine Programme.

Es gibt Applikationen. Aber „Apps“ sind viel mehr. Eine App beinhaltet auch die Daten und die Möglichkeit diese zu organisieren, zu bearbeiten und zu verwalten. Eine App ist ein zusätzlicher Knopf auf meinem Startbildschirm, nicht mehr und nicht weniger.
Objekte werden direkt manipuliert. 
Beim iPad fass ich alles an. Bilder drehe ich mit den Fingern, ich schiebe Webseiten hin und her, tappe darauf herum oder schnippe alte Kontakte locker nach rechts weg. Keine Menüs mehr für die alltäglichen Aufgaben. Und wenn Menüs, dann nur da, wo es unbedingt sein muss und auch nur so viele Menüs, wie ich im Moment benötige.

3. Multitasking nur dort, wo es Sinn macht.

Mein Gott, dieses Multitasking - die heilige Kuh der Computerei. Wir Menschen können sehr schlecht verschiedene Dinge gleichzeitig tun. Könnten wir es, wäre Telefonieren beim Autofahren wohl nicht verboten. Trotzdem möchten wir ganz offensichtlich einen Text erstellen WÄHREND wir einen Podcast aufsprechen UND ein Urlaubsvideo schneiden. Hmmmm. Ist ja Quatsch, werden jetzt alle sagen. Ich will ja nur eine DVD rippen während ich nebenbei Musik höre und ein bisschen Surfe!
 Nun, das erste Beispiel ist Quatsch, ich gebs zu. Aber es verdeutlicht, dass wir nicht IMMER und ALLES gleichzeitig machen wollen, sondern nur manche Dinge, bei denen es Sinn ergibt.
 Und genau das wird bald möglich sein. Sicher macht es Sinn, dass die Musik weiterläuft, während ich surfe, das geht ja auch jetzt schon. Es wird also genau geschaut werden müssen, ob es Sinn ergibt, gewisse Funktionen parallel laufen zu lassen. Und diese werden dann auch parallel laufen.

4. Es gibt keine Fenster.

Fokus. Das ist DAS Zauberwort in der Productivity! Fokussiere Dich auf eine Sache. Das ist das Mantra für den Erfolg. Und in der Computerei macht es absolut Sinn. Habe ich kein Multitasking im klassischen Sinn (siehe Punkt 3), dann brauche ich auch keine Fenster mehr. Es gibt Popup-Meldungen, und das reicht. Mehr braucht man nicht.

5. Sei Mobil!

Das A und O. Ein moderner Computer wird mich überall hin begleiten. Ich bin überall online und habe alle meine Dokumente immer bei mir. Was nützt mir das schönste Video, wenn es auf meinem Desktop-PC im Büro liegt, was die Urlaubsbilder auf meinem Media-Center zu Hause? Ich brauche ein Gerät, mit dem ich einfach und überall diese Inhalte entweder via Netzwerk aufrufen kann oder sie gleich mit dabei habe. Mobilität heisst aber auch klein und ausdauernd. Der Akku muss einen ganzen Tag halten und das Gerät muss locker zu tragen sein. Ich darf unterwegs nicht auf eine Steckdose, einen Bildschirm oder eine Tastatur angewiesen sein.

Was ist der Fortschritt und was kostet er?

Nun, genau so wie meine Großmutter von der guten alten Zeit schwärmt, so werden wir auch schwärmen von der Zeit als Computer noch frei waren, als man jede Software installieren konnte, die man wollte und als Computer noch Männersache waren.
Und genau so wie bei meiner Großmutter werden meine Kinder die Augen verdrehen und mich an die Wurmattacken im Internet und an Amoklaufende Flash-PlugIns erinnern.

Moderne Computer werden uns einiges abverlangen.
Es wird eine Art Software-TÜV geben (heute der App-Store und die Genehmigungsrichtlinien). Das wird unumgänglich sein. Als um 1910 in jeder großen Stadt nur 100 Autos fuhren, hielten sich Unfälle durch abenteuerliche Selbstbauten in Grenzen. Aber moderne Städte sind voll von Autos. Wir sind froh, dass es einen TÜV gibt, der dafür sorgt, dass die Bremsen des LKW vor uns auch auf der Autobahn ausreichend gut funktionieren und dass unsere geliebte Beifahrerin nicht durch ein rostiges Loch im Boden verschwinden.
Und genau so werden Fachleute dafür sogen müssen, dass Apps nicht unerlaubt unsere Kontodaten abrufen oder unsere Adresskartei kopieren.
Wenn wir wollen, dass der Computer ein Computer für Alle wird, dann muss so etwas wie eine grundlegende Verkehrssicherheit der Programme gewährleistet sein.
Wie auch immer dieser TÜV für Apps aussehen wird und ob man Apple allein die Macht darüber lassen kann, sei dahin gestellt. Aber wir brauchen eine solche Einrichtung.

Was machen die Profis?
Nun, genau so wie die Müllabfuhr oder die Busbetriebe nicht mit Opel Asconas durch die Gegend fahren, sondern auf Spezialfahrzeugen, so wird es auch weiterhin Platz für diese Spezialrechner geben, um solche Arbeiten zu erledigen. So wie es heute schon Server gibt. Nur für die Masse sind diese Rechner nichts.

Wann ist es denn soweit?
Nun, die moderne Zeit der Computerei hat gerade begonnen. Das iPhone hat den ersten Schritt gemacht. Und Apple hat den Mut, sich an einem großen Rechner moderner Bauart zu versuchen. Dafür alleine gebührt Apple eine Menge Respekt und Anerkennung. Sie werden Fehler machen. Sicher. Aber sie gehen den richtigen Weg nach vorn. Und wenn wir, irgendwann in 3-5 Jahren in der Lage sein werden, auf einem iPad eine iPad-App zu entwickeln, dann sind wir angekommen in der Moderne der Computerei.

Dann werden für Oldtimer noch Liebhaberpreise bezahlt


Mark Allelein (2010)

Kommentare

Mac me Happy
Mac me Happy29.01.10 14:51
WOW! Respekt! Wunderschön und treffend geschrieben!
Besser kann man(n) den Nagel nicht mehr auf den Kopf treffen! Congratulations!!!
An Apple a Day keeps trouble away...
Harald Gress
Harald Gress29.01.10 14:53
Sehr gut! Ich denke, du hast das Thema mit dem Blick in die Zukunft sehr gut erfasst. Und wir können noch nicht wissen, was es in 5 Jahren hier alles geben wir. Mit dem neuen Ansatz von Apple beginnt eine neue Ära der Computer!
<span class="Texticon TexticonFont Italic" style="">Weil unser einziges Nest unsere Flügel sind. Erik Lindgren</span>
Stefan S.
Stefan S.29.01.10 15:09
Frauen, die zum Einkaufen und zum Shopping fahren wollten
Sexismus-Alarm
Manning, Snowden,Levison &amp; sind Helden und Obama stinkt.
kio
kio29.01.10 15:20
eins der besten Journals seit langem

wirklich schön zulesen. triffst den nagel echt perfekt auf den kopf!!


danke!

just do it....
tubtub
tubtub29.01.10 16:23
Kann mich meinen Vorgängern nur anschließen: schön und mit viel Fantasie geschrieben

Ich bin wirklich sehr gespannt wie sich das iPad bzw. dessen Konzept (Asus und MSI prüfen ja derzeit auch ob sie nicht Tablets für 500$ rausbringen) entwickeln wird.
Der AppStore ist Fluch und Segen zugleich. Man muss seine App einreichen, checken lassen. Man kann als User nur im AppStore runterladen. Man ist also schon sehr eingeschränkt.
Der Vorteil liegt klar in der Sicherheit und der zentralen Verwaltung von Programmen. Ich muss nicht erst Google bemühen um ein Programm zu finden. Ich habe sie direkt alle im AppStore.

Ich sehe das iPad als den Desktop-Ersatz der Zukunft. Für den Standard-User reichen die Funktionen des iPad vollkommen aus. Ich stell mir das in einer Familie dann so vor, dass es 2 iPads und einen Desktop-Computer zur Verwaltung bzw. für größere Aufgaben gibt.
Schließlich wird dann irgendwann auch der Desktop nicht mehr nötig sein.


Noch zur Dateiverwaltung: Ich empfinde es schon als Problem, dass ich mir nicht in meine Apps oder auf mein iPhone einfach so ein paar Daten schieben kann. Jedoch verspricht ja hier das iPhone OS 3.2 eine Kehrtwende. Wir werden sehen, inwiefern Apple das implementiert.
silentgreen
silentgreen29.01.10 17:09
Vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag. Wunderbar geschrieben, sehr anschaulicher Vergleich mit den Autos und überhaupt nicht langweilig zu lesen. Zusätzlich finde ich, dass Du Recht hast: Genau so muss das ablaufen. Über Details wird man sich streiten und einigen, aber die Richtung wird wohl diese sein.
Lyo
Lyo29.01.10 17:27
Danke für dieses wunderschön geschriebene Journal! Ich denke jetzt ganz anders über dieses Gadget! Danke!
Fürchte Dich nicht vor langsamen Veränderungen, fürchte Dich nur vor dem Stillstand. Ein Niveauvoller Mensch kann sich auch mal Niveaulos benehmen. Andersherum ist das sehr schwer...
Mr. Krabs
Mr. Krabs29.01.10 18:30
Ich schliesse mich aber auch mal an. Guter Journaleintrag und schöne Parallelen entdeckt!
Deux Strudel!
mazun
mazun29.01.10 18:32
Super! Vielen Dank, das Du das so gut in Worte gefasst hast!
Dieser Text gehört auf alle derzeitigen Diskussionsthreads zum iPad verlinkt!
trashbag9029.01.10 19:04
You nailed it.
Darky
Darky29.01.10 19:30
Schliesse mich meinen Vorrednern 100% an. Danke vielmals für deinen Text! Werde ihn speichern und meinen Kollegen aus der Informatik-Ausbildung zeigen Dort sind so ziemlich alle Windows-Fans.. Und basteln gerne.
roca8429.01.10 19:38
Mann kann auch echt alles schön reden…
Ich werde apple nicht entscheiden lassen welche software gut für mich ist!
Naja evtl wird es echt bald mal zeit für einen switch.
ex_apple_user_neu29.01.10 19:41
Was ist das iPad?

Es ist ein MID.

Auch mal schauen, was so in der Welt passiert. Dann wäre das Erstaunen geringer.
Es ist ein gutes MID. Aber nicht mehr.
Request
Request29.01.10 19:54
Interessant, jedoch für mich teilweise falsch so will ich einfach mal meine Sicht der Dinge erläutern:

Kein Dateisystem
Für mich ist deine Erläuterung interessant aber nicht vollendet ich will aber noch nicht sagen wieso.

Apps sind die Zukunft aber auch das sind Programme...so einfach ist das. Was man damit machen kann sagt nicht dass es keine Programme sein sollen, den Punkt finde ich sehr komisch.

Multitasking
Hier bin ich absolut nicht deiner Meinung. Das Internet wird immer schneller und damit meine ich nicht DSL sondern das mobile Web, 4G Netze werden kommen und wir werden über UMTS und HSDPA bzw. HSUPA lachen auch wenn diese gute Dienste geleistet haben. Doch zurück zum Multitasking. Wir (nicht alle) lieben das Web und die damit verbundenen Möglichkeiten zu jederzeit (mit bestehender Internetverbindung) auf all unsere Mails, Kontakte und Termine zuzugreifen.
Somit laufen immer viele Programme wie Kalender, Messenger, Mail, Facebook und so weiter und so fort...und das geht nur gut wenn diese Programme ununterbrochen nach neuen Informationen suchen bzw. auf diese warten(Push). Dies wiederum ist nur mit einer Lösung möglich, Multitasking. Weiter kommt bei dem Thema nicht hinzu wieso man einen Podcast beim schreiben aufnehmen sollte sondern viel mehr die Frage der User Experience. Das iPad arbeitet dafür falsch. Ich schreibe also ein Dokument (ganz ausser acht gelassen dass das wohl mehr als nervend ist mit einer Tastatur wie dieser) und brauche dann auf einmal ein Bild um das Geschriebene zu untermalen und dabei gibt es zwei Wege die man gehen kann. Fall ein, iPad/iPhone: Man schliesst das Schreibprogramm, öffnet den Webbrowser und holt sich sein Bild, schliesst den Browser und kopiert öffnet das Schreibprogramm und das Dokument erneut, sucht sich die Stelle wo man war und kopiert das Bild hinein...die UX ist im Eimer. Fall zwei (mein kleiner Liebling darf ran), Android und von mir aus auch (zumindest bis Version 6.5 noch böse) WinMobile: Man wechselt aus dem Schreibprogramm ohne es zu beenden, öffnet den Browser und holt sich sein Bild, wechselt zum Schreibprogramm und kopiert das Bild hinein....die perfekte UX ist da.
Sieht man was ich meine? Multitasking ist essentiell wichtig wenn es um eine gutes User Erlebnis geht...

Sei Mobil
Das ist es! Nur denke ich hier wohl viel extremer als alle anderen hier...was ist Mobilität? Für mich ist es dass ich ungebunden bin an irgendwelche Stationären Geräte. Ich verlagere mich ins Internet (für viele ein besseres Schlagwort: Cloud). Ja, wenn ich mobil sein will brauche ich die Cloud. Aktuell habe ich dieses Erlebnis nicht so wie ich es will.

Ich nutze ein Macbook, einen Windows basierenden PC und ein HTC Hero als meine wichtigsten Geräte. Was ist daran wolkig? Nun ja wolkig wird das Ganze durch Google denn dieses Unternehmen bietet mir eine Wolke an dies gross Genug ist um darauf zu leben. Meine Mails lagern zwar bei MS(Hotmail) aber alles andere ist bei Google, meine Kontakte, meine Termine, meine Dokumente usw. befinden sich auf den Servern des für mich innovativsten Unternehmens der Welt.
Ich habe 24/7 Zugriff auf meine Daten und das von jedem Gerät aus mit den jeweiligen Apps.
Was mir fehlt ist meine Daten im Web, ja das will ich denn ich vertraue Google mehr als den 2 OS Herstellern welche meine Daten genauso ausspionieren könnten. Wer braucht also noch mächtige Hardware mit viel Speicher? Keiner denn meine Daten sind im Web. Ich will nur ein kleines Gerät welches eine Woche durchhält und meine Videos wiedergeben und welches auf meine Musik zugreifen kann. Die Daten müssen zwar immer noch von diesem Gerät verarbeitet (zumindest das abspielen, das decoden können ja ein paar starke Server machen) werden aber das wird sich nie ändern.

Was ist also meine Zukunft?
- Ich im Web, das aktuelle Nutzerprofil unter OS X ist verschwunden und egal von wo ich mich einlogge komme ich an mein Profil ran.

- Performance eines MacPro bei Hardware eines Smartphones, Serverfarmen machen die Arbeit und mein Gerät muss kaum mehr was machen, es hat auch nur eine kleine Disc für das OS denn Speicher braucht es keinen.

- Heavy Multitasking, es wird nur noch schlimmer werden damit und schon gar nicht weniger.

Wer also sind die Vorreiter in diesem Gebiet?
Für mich ist das nicht Apple sondern die zwei grössten Konkurrenten, Microsoft und Google. Google ist klar:

- Die Google Webdienste
- Android
- Chrome OS

aber wieso eigentlich MS? Ganz einfach:

- Windows Mobile 7 is ready for the cloud, das OS soll extrem viele Möglichkeiten in dem Bereich bieten.
- Windows Server + MS.NET/Silverlight, keine andere Sache im Internet ist so mächtig wie dies Kombination (Flash ist ein Wurm gegenüber Silverlight, ein Nichts)
- Windows Azure, das OS in der Wolke, es ist der Schritt zu mächtigen Apps im Web und das wird auf Nah oder Fern die Zukunft sein.
- MS Office 2010 Webapps, aktuell nicht perfekt für das wovon ich träume aber der erste extrem wichtige Schritt

Das ist meine persönliche Ansicht der Zukunft die Apple leider noch nicht erkannt hat und es hoffentlich bald machen wird denn eine innovative Firma wie Apple braucht es auch dort um die Riesen immer wieder wach zur rütteln.
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
rudolf07
rudolf0729.01.10 19:57
Sehr gutes Journal, klar strukturiert und sauber argumentiert. Die gewählte Analogie zum Auto ist clever und treffend gewählt. Respekt.
Ich denke auch, dass sich die Zeit der grossen All-in-One-Betriebsysteme -und damit natürlich auch der All-in-One-Hardware- langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Die Nachfolger werden eher simple BS sein, die auf deutlich kompakterer und effizenterer Hardware laufen. Alllerdings bin ich nicht so richtig überzeugt, dass die Zukunft des Computers überwiegend im Internet liegt. Also mal schauen, was wird.
Wenn der Weise auf den Mond zeigt, schaut der Dumme auf den Finger.
Request
Request29.01.10 19:58
Anhang, das habe ich ganz vergessen:

Kommunikation mit dem Gerät
Touch in der ersten Linie, ganz klar aber extrem wichtig für ein solches Gerät ist eine genaue Bedienung und Handschriftenerkennung mit einem Stift (bitte Apple erkennt das einfach). Als Unterstützung kommt Sprache dazu aber nur als Unterstützung und trotzdem, es ist einfach zu sagen: "Zeige mir die Mails von Hans Meier an" als sich erst durch Menüs zu klicken...
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
marco_aus_bonn29.01.10 20:37
Das nenne ich mal ein Journal. Deine Gedanken sind nachvollziehbar und ich denke ebenso, dass mit iPhone und iPad der Anfang eines neuen Umgang mit Computertechnologie gesetzt wurde.
Ich hoffe nur, dass auch in der Automobilindustrie in den nächsten Jahren solch innovative und "andere" Ideen entwickelt werden. Toyota hat mit dem Prius einen Anfang gemacht und viele eifern dem jetzt nach, aber viele Hersteller, insbesondere die deutschen Hersteller missbrauchen diese Technologien, um ihren PS-Monstern noch ein Quentchen mehr an Leistung und dem Kunden ein Mehr an Euro aus den Rippen zu schneiden.
rudolf07
rudolf0729.01.10 21:04
Request
Gestatte, dass ich deinen Beweis für die angebliche Unabdingbarkeit von MT auf Mobile Devices erwidere.
Ich schreibe also ebenfalls, in Gedanken, einen Text am iPad (ob die Tastatur dabei nervt oder nicht, weisst heute weder du noch ich) und möchte ein Bild einfügen. Ich rufe ein Menü auf, dass mir mehrere Optionen anbietet, woher das Bild kommen soll (z.B. Fotosammlung, MobileMe oder Internet). Ich entscheide mich fürs Internet, darauf hin schliesst sich die Anwendung und der Browser öffnet sich. Ich finde mein Bild und kopiere es. Eine Menü erscheint und fragt: "Zurück zur letzten Anwendung" oder "Neue Anwendung wählen". Ich entscheide mich für ersteres und es öffnet sich die Textanwendung mit dem Cursor an der richtigen Stelle-Bingo! Bei wem von uns beiden gings jetzt wohl schneller und wen interessiert es auch nur einen feuchten Furz, ob dabei die eine App geschlossen wurde, bevor sich die andere öffnete? Diese Arbeitsweise kann man heute schon in ähnlicher Form am iPhone praktizieren, am iPad wird das allemal umfangreicher.
Was deine hemmungslose Begeisterung für Cloud betrifft, nicht mein Ding. Weder werde ich Google, noch MS jemals den Komplettzugriff auf meine Daten oder meine digitale Identität erlauben. Apple übrigen auch nicht. Ausserdem wird weder Google, noch MS allein eine Rundum-Cloud für Millionen Anwender gestemmt bekommen. Das scheitert nicht nur am Misstrauen der User, sondern auch am momentanen Zustand des Internets in Bezug auf Kapazität und Sicherheit. Cloud so wie du dir das wünschts und vorstellst, birgt die unmittelbare Gefahr der totalen Entmündigung und Überwachung in sich. Ausserdem ist MS mittlerweile meilenweit von einem effizienten und zukunftsweisenden Unternehmen entfernt. Dafür versuchen sie einfach auf zu vielen Geschäftsfeldern vorn mitzuspielen. Die .NET-Technologie dümpelt seit Jahren vor sich hin, im Serverbereich spielen andere Plattformen die erste Geige und ob Silverlight jemals mehr sein wird als ein weiteres propitäres Consumer-Format, dass muss sich erst noch zeigen. Windows Azure-bis jetzt nicht weiter als eine Studie, so wie vieles im Hause Microsoft. Vielleicht sollten ja erstmal die existierenden BS richtig entwickelt, gepflegt und gegebenfalls fusioniert werden (Win Mobile vs. Zune), bevor sich MS den nächsten Träumereien hingibt. Google dagegen geht es ausschliesslich um Datenbesitz und -verwertung. Dafür tun die Brüder alles und wen du dich gern als "gläserner User" freiwiilig versklaven willst, gerne doch und viel Spass dabei!
Wenn der Weise auf den Mond zeigt, schaut der Dumme auf den Finger.
Request
Request29.01.10 21:51
Ich rufe ein Menü auf, dass mir mehrere Optionen anbietet, woher das Bild kommen soll (z.B. Fotosammlung, MobileMe oder Internet).
Ich will aber meine Daten aus einer anderen Quelle, z.B. einem Mail, was machst du dann? Das System birgt die Gefahr dass man eingeschränkt wird. Es ist aber, gebe ich gerne zu, interessant.
Was deine hemmungslose Begeisterung für Cloud betrifft, nicht mein Ding. Weder werde ich Google, noch MS jemals den Komplettzugriff auf meine Daten oder meine digitale Identität erlauben. Apple übrigen auch nicht. Ausserdem wird weder Google, noch MS allein eine Rundum-Cloud für Millionen Anwender gestemmt bekommen. Das scheitert nicht nur am Misstrauen der User, sondern auch am momentanen Zustand des Internets in Bezug auf Kapazität und Sicherheit. Cloud so wie du dir das wünschts und vorstellst, birgt die unmittelbare Gefahr der totalen Entmündigung und Überwachung in sich.
Deine Meinung, will ich gar nichts dagegen sagen.
Ausserdem ist MS mittlerweile meilenweit von einem effizienten und zukunftsweisenden Unternehmen entfernt.
Da bin ich andere Meinung, weisst du sicher und musst du für dich auch nicht akzeptieren.
Die .NET-Technologie dümpelt seit Jahren vor sich hin
.NET ist extrem verbreitet, jede neuere wichtige Anwendung wird für das .NET Freamwork geschrieben und es gibt wohl kaum was fortschrittlicheres. Da bin ich relativ gut informiert und lasse mir auch keine falschen Aussagen auftischen.
Silverlight
Oh Silverlight ist einiges mehr (vor allem Silverlight 4 aber auch schon die Vorgänger)...Wikipedia ist dazu schon sehr interessant () zudem sind die wichtigsten Features and der PDC 2009 vorgestellt worden:
Und das demonstriert es schon:
im Serverbereich spielen andere Plattformen die erste Geige
Webserver(Seiten und Dateien Hosten), da ist Linux an der Front(Unix verschwindet da langsam im Bereich unter 0.1%), jedoch nicht an anderen Orten. Solltest dich hier ein wenig mehr informieren.
Windows Azure-bis jetzt nicht weiter als eine Studie
Das ist natürlich so oder ne, doch nicht:
Vielleicht sollten ja erstmal die existierenden BS richtig entwickelt, gepflegt und gegebenfalls fusioniert werden (Win Mobile vs. Zune)
Eines der Windows Mobile 7 Gerüchte und eines das schon mehrfach genannt wurde ist. Das alte Windows Mobile verschwindet Zune wird die basis für Windows Mobile...
Dafür tun die Brüder alles und wen du dich gern als "gläserner User" freiwiilig versklaven willst, gerne doch und viel Spass dabei!
Ach komm, du hast auch einen Facebook Account, eine Mailadresse, einen Webserver oder sonstige Sachen im Web...so werfe nicht mit Steinen wenn du im Glashaus sitzt


UND HALT...bitte nicht mehr hauen( )...hätte das iPad Schriftenerkennung...ich wäre der erste der es kaufen würde...
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
indimike29.01.10 22:17
Volle Zustimmung! Was mir allerdings zu den Punkten 1 bis 5 aufgefallen ist: das ist doch gar nicht neu! Kein Dateisystem, keine Fenster, keine Programme - das ist das Konzept des klassischen Palm PDA, auf moderner Hardware zu neuem Leben erweckt.
olly_odd29.01.10 22:44
Vielen Dank, für das tolle Journal!
Ich denke jetzt auch anders über das iPad.
janknet29.01.10 23:09
Richtig gut geschrieben und trifft fast meine Meinung.
Multitasking ist jedoch für mich ein muss.
Zum Thema Cloud - sowas ist zwar hilfreich aber will ich wirklich all meine Daten ins Web verlagern? - Nein niemals! Belanglose Daten, Musik ist OK aber Privatfotos, Videos, Dokumente will ich lieber selber in den eignen vier Wänden lassen.
Ich verstehe nicht wieso Apple bisher nicht eine sinnvolle Speicherlösung für zuhause anbietet. Man könnte z.b. eine HDD an eine Airport hängen oder die Timecapsule aufwerten, so dass wirklich alles dort abgespeichert wird und zwar ausschliesslich dort und die Devices (Macbook, Iphone, iPad, iMac) alle darauf zugreifen können sobald WLAN oder Netzwerk Zugang besteht. Die Speicherlösung könnte natürlich anstatt auf ner externen HDD auch auf nen Imac oder Macbook erfolgen, jedoch bin ich da wesentlich begrenzter im Speicherplatz. Jedoch sollte diese Speicherlösung auf nur einem festen Gerät erfolgen aber sämtliche anderen Geräte sollte darauf ohne Probleme und ohne das man dies überhaupt merkt, zugreifen können. Alle Devices können jedoch Syncen damit man seine Dateien auch Unterwegs dabei haben kann.
Zetaline
Zetaline29.01.10 23:20
Das Journal ist wirklich gut, keine Frage.
Allerdings bin nicht ganz deiner Meinung.

Zu:
Nun die Zeit der modernen Computer beginnt für mich im Jahr 2007, mit der Vorstellung des iPhone und seines OS. Schauen wir uns dieses OS mal etwas genauer an, dann sehen wir viele Gesetze, die neu aufgestellt wurden und alte Gewohnheiten über Bord werfen.

Besonders hier habe ich den Blick über den Tellerrand vermisst. Es wird so getan als würde es nur eine Welt geben die aus Apple Geräten bestehen würde.
Deshalb danke ich @@Request.

Ausserdem finde ich, dass Apple nur notwendige Anpassungen vorgenommen hat um das iPhone mit diesem winzigen Bildschirm komfortabel bedienen zu können. Wo benutzt man das iPhone und wann? Wahrscheinlich wenn man nicht sehr viel Zeit hat und unter widrigen Umständen.
Das heisst aber nicht, dass ich mir das iPhone OS auch auf meinem 24" Monitor wünschen würde. Ganz im Gegenteil!
Am liebsten hätte ich noch einen weiteren 24" Monitor daneben liegen um zu schauen ob Mails reingegangen sind, Aktien gefallen sind, Anleitung lesen oder Tutorials für ein kompliziertes Programm lesen.

Wie schon Request sagte: Heavy Multitasking

Ich finde auch nicht, dass die moderne Zeit des Computers mit Apple und erst seit 2007 beginnen soll.
Es begann schon viel, viel früher. Und zwar mit den Spielekonsolen.
Also Nintendo, Sony Playstation, XBox usw.
Diese Konsolen haben auch nur ein OS was nur das nötigste hatte um Spiele zu laden bzw. Speicherstände zu verwalten. Waren bzw. sind sie schwierig zu bedienen? Was macht Apple hier besser? Man kann es mit dem Finger bedienen und der Coolness Faktor stimmt, aber sonst ist der Unterschied nicht sehr gross finde ich.

Wenn man sich heute mal die Titel ansieht die exklusiv für den PC entwickelt werden so gibt es nahezu gar keine mehr. Alles wird auf Konsolen gerichtet bzw. dafür entwickelt. So manches Spiel erscheint sogar erst gar nicht für den PC oder nur viel später. In diesem Sinne ist der PC/Mac schon heute bereits ein Oldtimer.

Das iPad ist hier nur ein weiteres Gerät (böse formuliert: Spielekonsole) das sich überall einmischen möchte.

Und die Moderne muss auch nicht unbedingt bedeuten: besser

Um bei deiner Auto Analogie zu bleiben:
Was ist daran besser (modern?!) sein Auto beim Hersteller abzugeben und für Reparaturen zu bezahlen die eigentlich gar nicht nötig sind?
Kunde: Die Autotür quietscht.
Hersteller-Lösung: Wir tauschen einfach die komplette Tür aus. Kostet sie nur 2000 Euro.
Kunde: Was 2000 Euro? Könnten sie nicht das Schanier auswechseln?
Hersteller: Ha, ha, ha. Nein, sie Komiker! Um die Produktionskosten zu senken bauen wir integrierte Autotüren mit Schanieren. Da müssen sie schon zu einem Oldtimer greifen wie z.B. einen VW Käfer. Den könnten sie eventuell mit eigener Hand reparieren.

Modern bedeutet manchmal leider auch verkrüppelt.

Aber nun weg vom Auto, hin zu Apples Computer.

Ich kaufe ein MacBook Pro für 1800 Euro.
1 Jahr ist vergangen und ich habe auch keine Garantieverlängerung per Apple Care gemacht da ich sowieso meine, 1800 Euro sind schon mehr als genug für ein Laptop.
Nun gut plötzlich merke ich dass der Ethernet oder USB Port oder etwas nicht mehr funktioniert.
Was schlägt Apple mir vor? Ich solle 1100 Euro für ein komplett neues Mainboard zahlen. Und das nur weil ein einziges Bauteil kaputt ist?

Tja, so sieht es doch leider aus mit der "Moderne".
Auf der Verpackung stand: Erfordert IBM kompatiblen PC mit Windows oder besser. Also entschied ich mich für Mac + OS X = ♥
rudolf07
rudolf0729.01.10 23:28
Request
Keiner will dich hauen, na hör mal, ist doch 'n freies Land und jeder soll nach seiner Fason glücklich werden.
Ich will aber meine Daten aus einer anderen Quelle, z.B. einem Mail, was machst du dann?
Meine Aufzählung war als Beispiel gedacht und keineswegs vollständig. Ein Eintrag im genannten Dialog könnte ja lauten "weitere Anwendungen" und in ein simples Auswahlmenü verlinkt, das wird sich sicherlich programmieren lassen. Ich wollte eigentlich nur aufzeigen, dass MT per se nicht zwingend notwendig ist, man sogar im Gegenteil durch clevere Interaktion zwischen den Apps erheblich effizienter arbeiten kann. Und das in mehrfacher Hinsicht (standarisierte Arbeitsabläufe, die mit wenig Aufwand automatisiert werden könnten, erheblich simpleres Speichermanagement, günstiger Energieverbrauch, e.c.). Warum sollten ständig Programme geöffnet sein, die zu 95% der Zeit darauf warten benutzt zu werden?
.NET-Technologie, Silverlight
Es mag ja sein, dass es sich bei beiden um ganz tolle Software handelt, nur was hat Otto Normal User davon. Ich wette, dass 80% aller Windowsnutzer keine Ahnung haben, dass diese Technologien überhaupt existieren. Und eigentlich ineressiert es sie auch nicht. Die meisten wollen nur, "dass die avi nich ruckelt". Deswegen auch "vor sich hindümpeln".
Windows Azure
Die Seite hab ich mir vorher angeschaut, deswegen auch "Studie". Von mir aus auch "Feldversuch". Übrigens peinlich, dass mit Silverlight 1.0 (mehr geht auf meinem G5 nicht) simpelste Werbefilmchen nicht abspielbar sind.
Das alte Windows Mobile verschwindet Zune wird die basis für Windows Mobile...
Bis jetzt ist noch nichtmal klar, ob Win Mobile 6.6 oder 7.0 im Februar startet. Wie du schon richtig sagst...Gerüchte, jede Menge Gerüchte.
Ach komm, du hast auch einen Facebook Account, eine Mailadresse, einen Webserver oder sonstige Sachen im Web
Schön von dir zu erfahren, was ich angeblich alles so im Netz habe.
Nein im Ernst, in irgendwelchen depperten Social-Communitys wirst du mich nicht finden, geht mir völlig am Allerwertesten vorbei. Ich habe ein paar Mailadressen, über die vertrauliche Nachricht generell PGP-verschschlüsselt ablaufen und ein Dropboxaccount. Das wars und ist weit entfernt vom sprichwörtlichen "Glashaus" und noch weiter vom "totalen Cloud", den du anstrebst. Aber wie gesagt...freies Land, Dude.
Schönes Wochenende.
Wenn der Weise auf den Mond zeigt, schaut der Dumme auf den Finger.
Request
Request29.01.10 23:41
Auch wenn ich wieder gerne Gegenargumente bringen würde, es geht hier um etwas anderes und ich beziehungsweise, wenn ich es so sagen darf, wir sind doch sehr abgedriftet. Nur etwas will ich so nicht stehen lassen, .NET

Ja, 80% (vermutlich eher 90%) haben keine Ahnung davon und das ist auch ok denn die 10% welche es kennen sind Softwareentwickler und die User sollen ja auch gar nicht wissen dass da .NET drunter ist...btw. was .NET so mächtg macht, mein Vater(bzw. dessen Abteilung) und neuropie haben eine Flughafenverwaltungssystem entwickelt(1 Lizenz kostet 1.5 Mio. Dollar) welches ihrer Meinung nach NUR mit .NET realisierbar war...und das spricht schon für das Freamwork

So und nun beende ich hier auch
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
Digitalo
Digitalo30.01.10 03:45
Habe dein Journal mit Freude gelesen.

Und dann bin ich doch wieder froh, dass in meinen Kombi vor neunzehn Jahren noch kaum Elektronik verbaut worden ist und mit dem Schraubenschlüssel noch etwas ausgerichtet werden kann.
Muty
Muty30.01.10 04:53
Request:
Das was .NET kann, können Java EE Applikationen definitiv schon lange. Nur ist .NET natürlich perfekt in Windows Computer eingebettet. Macht aber bei dem riesigen Bedarf an großen, komplexen Web-Applikationen nicht so viel aus. Java EE mit einem gescheiten Application-Server. Gibt es schon ewig und funktioniert perfekt. Unsere Großkunden wünschen fast ausschließlich Java-basierte Lösungen, .NET eher die mittelständischen.

Das sagt allerdings nichts über .NET selbst aus. Ich persönlich mochte es, als ich noch kein Mac hatte und Visual Studio als die perfekte IDE empfand. Nun, einige Jahre später und vor allem mit mehr Arbeitsspeicher, liebe ich Eclipse
Request
Request30.01.10 09:15
Muty
Ich kann immer nur von meinen Erfahrungen sprechen
Java ist in meinem Umfeld grösstenteils am schwinden (es hat auch gravierende Probleme die .NET nicht mehr hat und das ist normal denn .NET ist einfach jünger).
Ich arbeite bei einem Pharmakonzern (Roche) und wir entwickeln fast ausschliesslich in CSharp.NET oder C bzw. Assembler für Hardwarenahes...aber wie gesagt, mein Umfeld ist nicht deines und so sehe ich in den nächsten 10 Jahren eine übermacht an .NET und das endgültige Verschwinden von Java...so und nun schaue ich hier nicht mal mehr rein denn sonst kann ich nicht aufhören..
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
kvoecking
kvoecking30.01.10 09:36
Als ich in den 90ern mit Begeisterung Star Trek Deep Space Nine geschaut habe, liefen die dort immer mit so kleinen Pads rum, auf denen sie geschrieben, gerechnet oder gelesen haben. Damals dachte ich: Wow, so müsste mein Compi sein. Nicht mal 20 Jahre später ist SciFi Realität. Ob Jonathan Ives wohl planmäßig SciFi Design durchforstet, würde mich echt interessieren.
Ansonsten: Chapeau! Das ist ein tolles Journal.
Zur weisen Belehrung gehört Intelligenz, zum Anschreien lediglich eine laute Stimme.
analyst30.01.10 10:11
Wirklich ein hervorragendes Journal! Genau das ist es, was ich vor der Keynote erwartet habe. Ein Gerät, welches die zukünftige Richtung für die Consumer - und das sind wir nunmal privat fast alle - aufweist. Es ist nur noch das wichtigste vorhanden, alles andere hat man weggelassen (naja, nen SD-Karten Slot hätte man vielleicht noch durchgehen lassen können)
Was hier nun diskutiert wird über .Net etc geht ja schon wieder am Thema iPad total vorbei, denn das sind nunmal Spezialanwendungen, und für die wird es wie im Journal beschrieben auch weiterhin Spezialfahrzeuge geben (im Falle von .Net und Silverlight treffenderweise die Müllabfuhr )
Multitasking wird ersetzt durch "Workflow", also eine sinnvolle Aneinanderreihung von verschiedenen tasks, apps oder was auch immer. Wir Menschen können erwiesenermaßen kein Multitasking, also warum wird immer danach geschrien? Das gleichzeitige abspielen von Musik oder die Skype Kontaktliste im Hintergrund würde ich eher als "Multithreading" bezeichnen, und das ist schon möglich und benötigt keine gleichzeitig geöffneten Fenster. Ich freue mich, wenn ich ein Gerät in der Hand halte, bei welchem ich mich auf EINE Anwendung voll konzentrieren kann, ohne unnötig abgelenkt zu werden. Über die Effizienz der Nutzung und die Tiefe der Erfahrung (ja sogar ein Erleben) eines Programms werden wir uns sicher noch freuen. DAS ist es denke ich auch, was Steve Jobs meinte, als er von einer völlig neuen Surf-Erfahrung sprach. Einfach nur die Website und nicht viel klickibunti ablenkendes GUI aussenrum. Die Zukunft wird damit für unser überfordertes Gehirn wohl wesentlich stressfreier, das ist es, worauf ich mich freue! Wir bekommen wieder die Chance, uns mit einem Task zu beschäftigen, wodurch wir Menschen erwiesenermaßen viel kreativer werden können. Nicht umsonst wurde diess Malprogramm auf der Keynote vorgestellt. Künstler werden verrückt nach so einem Ding sein.
Zum Thema Cloud noch ein paar Worte:
ich denke schon, das "die Cloud", also Serverfarmen verteilt auf die Gnaze Welt, einen Teil zu unserer zukünftigen Datenverwaltung beitragen wird. Die Frage ist nur, wie sicher die Technologie sein wird und dadurch auch wem wir unsere Daten anvertrauen wollen. Das Unternehmen muss Vertrauen geniessen, das wird das wichtigste sein. Wir vertrauen unser Geld ja auch lieber einer rennommierten Bank an, als dem Heinz Mayer um die Ecke, der es in einem Safe einschließt. Und genau da sehe ich den großen Pluspunkt von Apple. Viele User vertrauen dem Unternehmen. Es verdient sein Geld mit realen und digitalen Waren und nicht wie z.B. Google zu 99% mit Werbung und mit dem Wissen über uns User. Wenn das dann soweit ist, werden wir unsere iTunes Songs und Filme nur noch bei bedarf von mobilen Geräten abrufen. Viel mehr als den Platz ein paar private Daten und Programme werden wir in einer völlig vernetzten Welt nicht mehr auf unseren mobilen Rechnern benötigen. Ach ja, die iDisk gibt es ja schon heute, aber ich bin sicher, dass da demnächst ein grosses iDisk 2.0 Update ansteht.

Am schönsten finde ich jedoch, dass wir diese ganze Entwicklung gerade live miterleben dürfen

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von meinem iPhone gesendet
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