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Nach Treiber Installation > Bootschleife > Supergau da Arbeitsrechner

Towelie
Towelie14.01.2110:28
Hallo folks,
meine Freundin hat auf ihrem MBP 16“ (2020 / Catalina) das Apollo Twin X interface bzw. die Treiber installieren wollen. Nach dem obligatorischem Neustart und Benutzerpasswort Eingabe bleibt der Ladebalken jedoch über Stunden stehen.

Unsere vergeblichen Lösungsansätze bis jetzt: PRAM & SMC Reset, in HD Utilities des recovery Moudus die erste Hilfe angewendet.
In den Safe Mode kommen wir leider nicht.
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Kommentare

awk14.01.2110:33
Bei einem Rechner der produktiv genutzt wird, würde ich auf die Fehlersuche verzichten und zunächst einen Timemachine Restore durchführen. Den Fehler kann man später suchen.
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Caserio
Caserio14.01.2110:46
Hat genau dasselbe Problem mit meinem Arrow. Universal Audio sind halt PC-Bastler. Software sieht ScheiBe aus und und verursacht eben solche Supergaus. Es hilft nur zurück mit Time Machine. Bei Installation der UA-Software muss das Interface angeschlossen und aktiviert sein. Auch die die externen Festplatten.
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Towelie
Towelie14.01.2110:50
Danke Caserio,

Bei den Preis Gefilden so eine killer SW? Heftig. Ein TM Backup besteht leider nicht (Reue diesbezüglich ist vorhanden)
Wie kann ich am besten auf die Daten der internen HD zugreifen um die Daten zu sichern?
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society14.01.2110:53
Mit gedrücker Shift Taste booten (safe mode). Und Treiber deinstallieren.

Edit : Aber warum kommt ihr in den Safe Mode nicht?
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Towelie
Towelie14.01.2110:54
ka. warum wir nicht in den SM kommen, im UVA forum hatte ein user das selbe Phänomen
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maculi
maculi14.01.2110:57
Was genau meinst du mit safe mode? Sicherer Systemstart? Manchmal klappt das timing nicht auf Anhieb, mehrfach probieren kann nötig sein. Der sollte trotz aller Probleme gehen. Dabei werden Erweiterungen nicht geladen, und daraufhin sollte es möglich sein, sich von Hand durch die diversen Ordner zu wühlen und den Mist wieder zu entfernen.

Einen bootbaren USB-Stick (oder ex. Festplatte) hast du nicht? Sonst darüber starten und aufräumen.
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Towelie
Towelie14.01.2111:04
uns steht nur der recovery modus zur verfügung. Der SM ist def. nicht zu erreichen.

Irgendwelche Ansätze um an die Daten zu gelangen?
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rosss14.01.2111:11
Ich hoffe ich liege nicht falsch, aber eine Neuinstallation vom Recovery Mode aus sollte doch die Daten bestehen lassen und im besten Fall wieder zu einem funktionierenden System führen?
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Macdoor14.01.2111:12
Externe Festplatte anschließen und internes Volumen auf externes klonen. Sofern nicht verschlüsselt, kannst du danach zumindest auf die Daten zugreifen.
„Jeder hat das Recht auf seine eigene falsche Meinung“
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LoCal
LoCal14.01.2111:14
Und wie schaut es aus mit +S beim Start gedrückt halten?
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+1
Weia
Weia14.01.2111:14
Bei dem Treiber dürfte es sich doch um eine Kernel-Extension handeln, oder? Kennst du dich ein bisschen mit dem Terminal aus? Denn dann müsste man die installierte Kernel-Extension doch einfach im Recovery Mode mittels Kommandozeile löschen können; dann sollte der Spuk eigentlich vorbei sein.

Wurde zur Installation das reguläre Installationsprogramm aus macOS benutzt? Dann ließe sich dieses Installationsprogramm auch auf einem anderen Mac starten, nicht, um den Treiber zu installieren, sondern du kannst dir dann einfach auflisten lassen, was installiert wird. Dann könnte man genauer eingrenzen, was das Problem sein könnte. Aber eigentlich bin ich mir bei dieser Art Folgen ziemlich sicher, dass es sich dabei um eine Kernel-Extension handeln muss.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Towelie
Towelie14.01.2111:18
klingt logisch thumbup
Macdoor
Externe Festplatte anschließen und internes Volumen auf externes klonen. Sofern nicht verschlüsselt, kannst du danach zumindest auf die Daten zugreifen.
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Weia
Weia14.01.2111:18
rosss
Ich hoffe ich liege nicht falsch, aber eine Neuinstallation vom Recovery Mode aus sollte doch die Daten bestehen lassen und im besten Fall wieder zu einem funktionierenden System führen?
Naja, falls das Problem eine neu installierte Kernel-Extension ist, wäre ja gerade nichts besser, wenn die Daten einschließlich dieser Kernel-Extension bestehen blieben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Towelie
Towelie14.01.2111:22
Weia
Bei dem Treiber dürfte es sich doch um eine Kernel-Extension handeln, oder? Kennst du dich ein bisschen mit dem Terminal aus? Denn dann müsste man die installierte Kernel-Extension doch einfach im Recovery Mode mittels Kommandozeile löschen können; dann sollte der Spuk eigentlich vorbei sein.

In Terminal bin ich ne 2 von 10..
war bei der Installation der SW nicht dabei.. wenn es sich um eine KE handelt kann ich mir das im Terminal im recovery modus aufrufen?


LoCal
Und wie schaut es aus mit +S beim Start gedrückt halten?
komm auch nicht in den single user mode
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rosss14.01.2111:25
Mir war nicht bewusst, dass bei einer Neuinstallation alte Kernel Erweiterungen liegen bleiben.

Wäre es möglich, vom Recovery aus den Systemordner und Library zu löschen und dann neu zu installieren, wenn man die böse Erweiterung nicht findet?
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LoCal
LoCal14.01.2111:36
Towelie
LoCal
Und wie schaut es aus mit +S beim Start gedrückt halten?
komm auch nicht in den single user mode

Das ist merkwürdig, wurde eventuelle das Firmware-Passwort gesetzt?
Und wenn Du sofort nach dem Einschalten drückst, bekommst Du dann die Auswahl des Boot-Laufwerks?
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
+1
almdudi
almdudi14.01.2111:52
rosss
Mir war nicht bewusst, dass bei einer Neuinstallation alte Kernel Erweiterungen liegen bleiben.
Bei einer Neuinstallation als clean install natürlich nicht.
Aber dann sind die Daten weg.
Beim Drüber-Installieren bleibt natürlich alles liegen, was nicht vom OS-Installationsprogramm herrührt.
Die vom Benutzer installierten kext-Dateien liegen ja nicht im Systemordner.
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almdudi
almdudi14.01.2111:55
Towelie
komm auch nicht in den single user mode
Irgendwo habe ich gelesen, den gäbe es bei den neuesten Systemen gar nicht mehr.
Aber wenn du Bammel vor dem Terminal hast, würde dir der SU auch nicht weiterhelfen, der ist doch ohne GUI, nur mit Kommandozeile (oder täusche ich mich da, habe ihn noch nie verwendet).
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LoCal
LoCal14.01.2112:27
almdudi
Towelie
komm auch nicht in den single user mode
Irgendwo habe ich gelesen, den gäbe es bei den neuesten Systemen gar nicht mehr.
Aber wenn du Bammel vor dem Terminal hast, würde dir der SU auch nicht weiterhelfen, der ist doch ohne GUI, nur mit Kommandozeile (oder täusche ich mich da, habe ihn noch nie verwendet).

Doch, da liegst Du richtig … das ist nur die Befehlszeile, aber ist halt recht hilfreich bei solchen Problemen.
„Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem“
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rosss14.01.2112:28
almdudi
rosss
Mir war nicht bewusst, dass bei einer Neuinstallation alte Kernel Erweiterungen liegen bleiben.
Bei einer Neuinstallation als clean install natürlich nicht.
Aber dann sind die Daten weg.
Beim Drüber-Installieren bleibt natürlich alles liegen, was nicht vom OS-Installationsprogramm herrührt.
Die vom Benutzer installierten kext-Dateien liegen ja nicht im Systemordner.

Das bedeutet, wenn ein Benutzer in seiner Library eine fehlerhafte Erweiterung installiert, wird das gesamte System kompromittiert. Das war mir nicht bewusst. Dann hilft es auch nicht, einen neuen Benutzer anzulegen. Hmm.

Wurden die Daten bereits auf einen externen Datenträger evakuiert? Danach (zur Not mit Vergleich eines gesunden Library Ordners) alle überschüssigen Erweiterungen aus der Original Library entfernen.
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Weia
Weia14.01.2112:36
Towelie
In Terminal bin ich ne 2 von 10..
war bei der Installation der SW nicht dabei.. wenn es sich um eine KE handelt kann ich mir das im Terminal im recovery modus aufrufen?
Ja, und das ist auch nicht schwer oder kritisch.

Wenn Du im Recovery Mode bist, kannst Du das Terminal aus dem Menü Dienstprogramme starten.

Wenn Du das gemacht hast, gibst Du Folgendes ins Terminal ein:
# cd /Volumes
# ls
(Das # steht für die Eingabeaufforderung (den sogenannten Prompt) zu Beginn jeder Terminal-Zeile; den gibt Du nicht mit ein! Abschließen tust Du einen Befehl immer mit der Return-Taste. Tipp: Wenn Du einen Datei- oder Ordnernamen wie /Volumes eingibst, reicht es, die ersten paar Buchstaben zu tippen (bis der Name nicht mehr zweideutig ist) und dann die Tab-Taste, dann wird der Name automatisch vervollständigt. Das hat eine doppelte Funktion: Es geht schneller und Du kannst Dir sicher sein, dass es den Namen auch tatsächlich gibt und Du dich nicht vertippt hast.)

Mit cd (current directory) wechselst Du in einen bestimmten Ordner; mit ls (list) listest Du den Ordnerinhalt auf.

Nach diesem Befehlen bekommst Du eine Liste aller Festplattenpartitionen. Wenn Deine Freundin den Namen ihrer Bootfestplatte nicht individuell angepasst hat, wird das einfach Macintosh HD sein. Ich verwende im Folgenden diesen Namen, ggf. musst Du ihn halt entsprechend ändern.

Ein Punkt noch: Bei Leerzeichen im Namen (wie eben bei Macintosh HD) musst Du vor das Leerzeichen stets \ tippen, sonst denkt Terminal, der Name sei zu Ende und das Folgende ein neuer Parameter. Also würdest Du de facto tippen: Macintosh\ HD.

So, jetzt geht’s weiter, Du gehst in die Bootplatte und da in den Ordner mit den Kernel Extensions:
# cd Macintosh\ HD/Library/Extensions

Und nun listetet Du den Inhalt dieses Ordners zeitlich sortiert auf:
# ls -lt
In aller Regel wird jetzt die zuletzt hinzugefügte Kernel Extension ganz oben stehen.

Wenn Du Glück hast, geht aus dem Namen bereits hervor, dass es sich hier um den Treiber für das Apollo-Interface handelt. Das in der Zeile ebenfalls angegebene Datum sollte im Idealfall das Datum der Installation sein.

Wenn Du unsicher bist, teile uns diesen Namen und das Datum doch mal mit.

Wenn Du sicher bist, kannst Du die Kernel Extension auch einfach gleich löschen. Das ist der einzige gefährliche Befehl, denn wenn Du hier etwas falsch eingibst, löscht Du etwas Falsches!

Löschen ginge so:
# rm -R Boeser\ Apollo\ Treiber.kext
Boeser Apollo Treiber musst Du natürlich durch den tatsächlichen Namen ersetzen. (rm steht für remove.)

Danach sollte der Spuk vorbei sein und Du kannst neu starten.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+9
Noname081514.01.2112:48
Beim Start des Rechners T gedrückt halten bis der Target Modus angezeigt wird. Einen zweiten Mac per Thunderbolt Kabel anschließen. Die Platte des nicht bootenden Rechners wird am Zweitrechner als externe Festplatte angezeigt. Dann solltet Ihr die problematischen Daten finden können und löschen.
+3
Towelie
Towelie14.01.2112:57
Vielen Dank @Noname0815 bzw. @Weia für die ausführliche Erklärung suche jetzt nach dem bösen treiber ^^

Werde die HD erstmal klonen bevor ich in Terminal gehe.

Hoffe ich berichte mit Erfolg.
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Towelie
Towelie16.01.2110:41
Update:

Nach dem erfolglosem Versuch via Terminal (Mangel an skills) sind wir über den target mode und haben die Daten sichern können. Anschließend die besagten kernel extensions des Interface entfernt und et voila der nächste boot erfolgreich wie er im Buche steht!

Vielen lieben Dank nochmal für euren support

Ps. hier die Antwort von Universal Audio auf das geschilderte Prob.

+10
Weia
Weia16.01.2112:01
Towelie
Nach dem erfolglosem Versuch via Terminal (Mangel an skills)
Oje, tut mir leid. Lässt sich in wenigen Worten beschreiben, wo es geklemmt hat? Ich hatte gehofft, meine Anleitung sei „wasserdicht“ und wäre daher neugierig, wo „das Wasser reinkam“.

Aber dank Target Mode war das ja gottseidank kein Problem
Anschließend die besagten kernel extensions des Interface entfernt und et voila der nächste boot erfolgreich wie er im Buche steht!
Wenig überraschend. Das ist die klassische Situation: Treiber installiert → Mac stürzt ab → installierte Kernel Extension löschen → alles wieder OK.
Ps. hier die Antwort von Universal Audio auf das geschilderte Prob.
Angesichts der soeben erwähnten Tatsache, dass das eine Standardsituation ist, fehlen mir für diese Support-Antwort allerdings die Worte. Das sind ja kompetente Kaulquappen dort!
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
Towelie
Towelie16.01.2117:28
Der Laufwerksname war abgeändert, was wir dann erst hinterher gesehen hatten, da kann auch die Beste Beschreibung nicht helfen

Zum Thema "kein Backup" hab ich sie beschworen endlich aktiv zu werden > kann man die WD my Cloud für regelmäßige TM Backups empfehlen?
Angesichts der soeben erwähnten Tatsache, dass das eine Standardsituation ist, fehlen mir für diese Support-Antwort allerdings die Worte. Das sind ja kompetente Kaulquappen dort!
Bei den Preisen für mich völlig unverständlicher support

Mit etwas mulmigen Gefühl gelang aber die Installation beim zweiten mal
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AppleUser2013
AppleUser201316.01.2119:27
Tja Universal Audio stellt tolle Hardware her, aber mit der Software ist es halt im schlimmsten Fall problematisch...
BTW UA ist keine PC Bastelbude Caserio... All die UA Interfaces und DSP Boxes gabs von Anfang an nur für Mac und erst wesentlich später kam der Windows Support...

Ich gestehe, habe mit einigen aktuellen UAD "Rigs" gearbeitet und da gabs keine Probleme, aber diese System liefen noch unter einen älteren MacOS
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rmayergfx
rmayergfx16.01.2121:16
Towelie
Update:

Nach dem erfolglosem Versuch via Terminal (Mangel an skills) sind wir über den target mode und haben die Daten sichern können. Anschließend die besagten kernel extensions des Interface entfernt und et voila der nächste boot erfolgreich wie er im Buche steht!

Vielen lieben Dank nochmal für euren support

Ps. hier die Antwort von Universal Audio auf das geschilderte Prob.

Der Support hat den Namen gar nicht verdient. Da liest man doch nicht nur zwischen den Zeilen das ihre Software gar keine Schuld hat. Hätten sie wenigstens eine vernünftige Anleitung geschrieben, wie man ihre Bestandteile sauber löschen kann wäre das schon mal ein Ansatz gewesen, aber zu schreiben man soll sich an Apple wenden. Na klar. Die leisten ja auch für jeden Drittanbieter support und kennen jede Kernel Extension auswendig die irgendeine Bude programmiert hat.

Es freut mich sehr für dich das ihr das System nicht komplett neu aufsetzen musstet. So ein kleiner Schuss vor den Bug ist immer gut für den Adrenalinspiegel und erhöht die Bereitschaft was für das Backup zu tun!
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
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momirv17.01.2120:24
Zwei Sachen lehrt uns die Geschichte.

1. Backups sind absolut notwendig.

2. Ein paar wenige grundlegende Shellbefehle sollte jeder Macuser beherrschen. Um cd, ls, rm, rmdir ,mkdir und find zu lernen braucht man kaum mehr als zwei Stunden.

p.s. cd steht natürlich für change directory und nicht current directory
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Weia
Weia17.01.2120:30
momirv
p.s. cd steht natürlich für change directory und nicht current directory
<hüstel/> Da hast Du natürlich recht. 🙄
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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