Forum>Software>Google hört im Hintergrund mit (als Sicherheitsfunktion). Gleiche Pläne bei Apple.

Google hört im Hintergrund mit (als Sicherheitsfunktion). Gleiche Pläne bei Apple.

DTP
DTP11.08.2010:01
Google scheint als Sicherheitsfunktion im Hintergrund mitzuhören, z.B. um bei Rauchalarmen oder Einbruchsversuchen zu warnen:
https://www.heise.de/news/Smart-Home-Google-Assistant-hoerte -heimlich-mit-zeigte-neue-Sicherheitsfunktion-4867156.html

Apple hat ja ähnliche Pläne:
https://www.heise.de/news/iOS-14-erkennt-fuer-den-Nutzer-Ger aeusche-4837026.html

Ob das bald ähnlich funktioniert? Mit HomePod? Und was macht Alexa?
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Kommentare

Legoman
Legoman11.08.2010:55
"Sicherheitsfunktion"...
Erich Mielke weint im Grab stumme Tränen, dass er nicht auf diese Idee gekommen ist. Und die Leute freuen sich darüber und bezahlen sogar noch dafür!!!
+14
Deichkind11.08.2011:03
Das nennt man "Feuermelder in der Cloud".
+2
DTP
DTP11.08.2011:05
Legoman
Und die Leute freuen sich darüber und bezahlen sogar noch dafür!!!
Nö. iOS 14 wird für bestehende iPhone Besitzer*innen kostenlos sein.
-10
nane
nane11.08.2011:27
puh... das klingt ja nicht gerade "freundlich".
Erstaunlich, dass man (gefühlt) jedes einzelne Cookie "weg-Ok-en" muss. Hingegen "abhören" nun schon eine "Sicherheitsfunktion" sein soll. Wer denkt sich sowas nur aus?

PS: Unterstützt Initiativen wie NYOB. Max Schrems hat schon viel für den Datenschutz getan und wir können (sollten) Ihn und NYOB dabei unterstützen.
„Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.“
+9
beanchen11.08.2012:28
Verstehe gerade die Aufregung nicht. Das Mikrofon ist doch sowieso immer an, sonst würden Befehle wie "Hei Siri" nicht funktionieren. Wichtig ist es abschalten zu können und noch wichtiger, es sollte auf dem iPhone bleiben und nicht in die Cloud gehen. Ändern tut sich nur, das Gehörte wird feiner unterschieden.
+7
Kuziflu
Kuziflu11.08.2012:43
beanchen
Verstehe gerade die Aufregung nicht. Das Mikrofon ist doch sowieso immer an, sonst würden Befehle wie "Hei Siri" nicht funktionieren. Wichtig ist es abschalten zu können und noch wichtiger, es sollte auf dem iPhone bleiben und nicht in die Cloud gehen. Ändern tut sich nur, das Gehörte wird feiner unterschieden.

Ich fände es richtiger wenn das Mikrofon prinzipiell aus wäre und „Hei Siri“ bewusst eingeschalten werden muss … nicht anders rum.
+2
beanchen11.08.2012:47
@Kuziflu
Ich meine das ist bei der Ersteinrichtung so. Wenn nicht, hast du natürlich Recht. Mein Kommentar bezog sich ja ach nur auf die "Neuigkeiten" im Vergleich zum Bestehenden.
+2
holk10011.08.2013:28
Hey Siri wird nur auf dem iPhone empfangen und verarbeitet. Erst danach wie die Sprache zur Erkennung auch an die Apple Server weitergeleitet. Apple arbeitet intensiv daran, auch für Spracherkennung nur auf dem iPhone durchführen zu können. Das ist wohl mit den Neuen leistungsstarken Prozessoren möglich.
Ich muss kein Apple Fan sein, um hier auch einen erheblichen Unterschied zu Google zu machen. Bei denen ist es das Kern-Geschäftsmodell, möglichst viele Daten vom Nutzer zu erhalten. Apple hätte eher erhebliche Nachteile, wenn sie Daten entgegen ihrem Versprechen abgreifen würden.
+11
holk10011.08.2013:29
Und: Siri lässt sich vollständig ausschalten!
+15
Legoman
Legoman11.08.2015:10
beanchen
Verstehe gerade die Aufregung nicht. Das Mikrofon ist doch sowieso immer an...

Du hast in deiner Wohnung Mikrofone, die dich permanent belauschen - aber du verstehst die Aufregung nicht???

Offenbar gibt es hier wohl 2 Arten von Aufregung.
Die einen regen sich auf, weil die Menschen sich völlig dämliche Wanzen ins Haus holen für einen minimalen Komfortgewinn (Hey Siri, ich bin zu faul auf mein Handy zu gucken / zum Lichtschalter zu gehen / zur Fernbedienung zu greifen / auch nur einen simplen Knopf zu drücken um die Spracheingabe zu aktivieren...) und es nichtmal merken, was sie da eigentlich tun.
Und die anderen sind vor Aufregung ganz aus dem Häuschen, weil die Geräte noch ganz genauer hinhören und einem dann auch noch sagen, was dieses schrille Piepen in der Küche innerhalb der Qualmwolke eigentlich zu bedeuten hat, weil das Resthirn simple Tonfolgen nicht mehr interpretieren kann.
+8
beanchen11.08.2016:31
@Legoman
Laberlaber ...
Wo hab ich denn geschrieben, dass ich das gut finde oder sogar persönlich nutze(n will)? Wenn du einfach mal lesen würdest statt gleich rumzupoltern: ich verstehe die Aufregung nicht, weil es in der verlinkten Ankündigung keinen Unterschied zum Status jetzt gibt – entweder man hat das Mikro an und nutzt die Sachen oder man schaltet es aus. Das neue an der Nachricht ist also nicht das Lauschen sondern lediglich das Erkennen. Muss man sich darüber aufregen?
+7
Tommy198011.08.2019:38
holk100
Hey Siri wird nur auf dem iPhone empfangen und verarbeitet. Erst danach wie die Sprache zur Erkennung auch an die Apple Server weitergeleitet. Apple arbeitet intensiv daran, auch für Spracherkennung nur auf dem iPhone durchführen zu können. Das ist wohl mit den Neuen leistungsstarken Prozessoren möglich.
Ich muss kein Apple Fan sein, um hier auch einen erheblichen Unterschied zu Google zu machen. Bei denen ist es das Kern-Geschäftsmodell, möglichst viele Daten vom Nutzer zu erhalten. Apple hätte eher erhebliche Nachteile, wenn sie Daten entgegen ihrem Versprechen abgreifen würden.

Die Aussage über Google stimmt hier nicht so ganz. Die neueren "Nest"-Geräte haben einen KI-Chip an Board, der vieles auch Lokal regelt, soweit mir bekannt schon mal alles, was so Haussteuerung angeht. "Licht An", geht dann nämlich nicht mehr in die Cloud.

Für komplexe Anfragen ist es natürlich unerlässlich die Frage ins Netz weiterzuleiten um eine Antwort geben zu können, zumindest solange bis die Geräte auch lokal eine ganze Wissensdatenbank vorhalten, was ich in naher Zukunft aber ehe nicht sehe und ich glaube das will auch niemand wirklich.
+1
Cornel
Cornel12.08.2009:06
Vor zwei Wochen brannte bei uns ein Kellerabteil aus. Die Feuerwehr kam um ca. 10 Uhr Abends und das Wohngebäude wurde evakuiert. Ich schaute zu diesem Zeitpunkt einen Film und hatte Kopfhörer auf. Zum Glück erhielt ich von Siri die Mitteilung, dass es an der Tür klingelte. Ansonsten hätte ich jetzt vielleicht keine Türe mehr oder eine Rauchvergiftung.

Es gibt blinde, taube oder gehörlose Mitmenschen, für diese sind solche Hilfsmittel ein wahrer Segen. Wer diese nicht möchte, kann bei Apple alles deaktivieren. Ich verstehe die Aufregung wirklich nicht.

Zudem haben wir Schweizer die beste Verschlüsselung beim Abhören: Schweizerdeutsch!
+14
albertyy13.08.2004:32
...ach immer diese pumpen Totschlagargumente: "man kann ja alles ausschalten" ....

Legomann hat doch völlig recht mit dem was er sagt !

Und für die paar blinden und tauben Mitmenschen baut Apple sowieso solche Geräte nicht.
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beanchen13.08.2008:59
albertyy
Und für die paar blinden und tauben Mitmenschen baut Apple sowieso solche Geräte nicht.
Auf das andere braucht man gar nicht einzugehen aber hier liegst du komplett falsch: Apple hat eine lange Tradition bei unterstützenden Funktionen. Sprachbefehle und Vorlesefunktionen sowie Unterstützung von alternativen Tastaturen (Braille) gab es schon in den frühen 90ern, vielleicht auch schon früher.

Außerdem muss man ja gar nicht körperlich blind und taub sein, Cornel hat so eine Situation schon beschrieben und meine Kinder sind das aufgrund ihrer "Situation" (Pubertät): wenn die Geschirrspülergeräusche durch die AirPods dringen würden, würde nicht so oft die Tür im laufenden Betrieb aufgerissen.
+3
Wiesi
Wiesi13.08.2009:29
Legoman
Du hast in deiner Wohnung Mikrofone, die dich permanent belauschen - aber du verstehst die Aufregung nicht???

Für die höchste Sicherheit empfehle ich Dir, beim Telefonieren das Mikrophon abzuschalten. --- Allerdings verstehen Dich die Leute dann genauso wenig wie ich hier.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
-1
Wiesi
Wiesi13.08.2009:46
albertyy

Und für die paar blinden und tauben Mitmenschen baut Apple sowieso solche Geräte nicht.

Im Prinzip hast Du recht: Als Blinder stelle ich mir die Bedienung eines iPhones recht schwierig vor, vom Telefonieren als Tauber gar nicht zu sprechen. Deswegen ist Dein Kommentar hier nicht so lieblos, wie es scheint.

Aber die Zukunft ist rosig: Apple erfindet das Display mit Brailleschrift und die EarPods mit direkter Ankopplung ans Hirn. Dann hast Du allerdings wiederum Unrecht. Deine Kritiker hier hatten natürlich diese Zukunft im Blick.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
-4
z3r0
z3r013.08.2010:00
Für die, die sich nicht vorstellen können wie blinde Personen ein iPhone nutzen können:
+10
Wiesi
Wiesi13.08.2011:51
Finde ich bewundernswert. Danke für die Aufklärung.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+4
nane
nane13.08.2013:16
z3r0
Sagenhaft! Danke für den Link. Unfassbar für Menschen, die nicht davon betroffen sind und an derartige Nutzungsoptionen gar nicht denken. Einfach nur erstaunlich. Schön, dass es diese Technik gibt.
„Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.“
+3
albertyy14.08.2005:34
lieblos war das ganz und gar nicht gemeint !
schon erstaunlich wie schnell so eine Diskussion abgleitet und das eigentliche Thema sich aus den Augen verloren geht...
Natürlich ist mir die Tradition von Apples Bemühen bekannt , was solche implementierten Funktionen für Seh– und hörbehinderte Menschen angeht.
Finde ich natürlich bewundernswert, daß es für diese Menschen auch Unterstützungsfunktionen
in einem Betriebssystem gibt !
Darum geht es hier doch aber gar nicht.
Es geht meiner Meinung nach um eine schleichende Entwicklung, die Menschen zu überwachen und so etwas dann als normale Sicherheitsfunktionen zu verkaufen....
Das Thema ist gross und betrifft nun wirklich die Masse der Menschen / Konsumenten.
jaja ! "..um bei Rauchalarmen oder Einbruchsversuchen zu warnen." Wer´s glaubt.....
Das sind doch immer dieselben scheinheiligen Argumente dieser Konzerne.

@beanchen: habe ich das richtig verstanden ?
Deine Kinder laufen mit Kopfhörern durch die Wohnung und machen ständig die Tür der Geschirrspülmaschine auf und wieder zu, weil sie das Piepen der Zeitschaltuhr nicht durch ihre laute Dauer-Beriesellung in ihren Ohren, wahrnehmen können? Äh ?? Da läuft irgendetwas falsch bei Euch

Und zu unserem Schweizer Genossen weiter oben: wir haben hier in Deutschland sehr sehr laute Rauchmelder zur Pflicht, deren schrille laute Töne selbst durch Kopfhörer dringen können – und das noch sehr viel früher als die Feuerwehr die Tür eintreten würde
Dafür braucht´s nun wirklich kein SIRI.
Ansonsten sind das ja auch nur angestellte Vermutungen...
-1
beanchen15.08.2009:39
albertyy
Es geht meiner Meinung nach um eine schleichende Entwicklung, die Menschen zu überwachen und so etwas dann als normale Sicherheitsfunktionen zu verkaufen....
Man muss sich die Funktionen doch erst einmal im Detail anschauen: wenn die Aufnahme und Analyse auf dem Gerät bleibt und keine Daten abwandern, ist der Vorwurf der Überwachung haltlos.
@beanchen: habe ich das richtig verstanden ?
...
Da läuft irgendetwas falsch bei Euch
Richtig! Das ist bei Pubertierenden jetzt aber keine großartig neue Feststellung.
+1
Legoman
Legoman16.08.2010:08
beanchen
wenn die Aufnahme und Analyse auf dem Gerät bleibt und keine Daten abwandern, ist der Vorwurf der Überwachung haltlos.
Und du träumst davon, dass man diese Funktion nicht hacken kann?
Jede Tür lässt sich aufbrechen. Nur das, was nicht da ist, kann man nicht missbrauchen.
-1
beanchen16.08.2010:27
Legoman
Und du träumst davon, dass man diese Funktion nicht hacken kann?
Hacken kann man ein Smartphone auch ohne diese "Funktion" und zur Überwachung reicht es, dass ein Mikrofon überhaupt vorhanden ist und darauf würde ich bei einem Telefon ungern verzichten.
+1

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