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Steve Jobs' Traum eines neuen flächendeckenden Funknetzwerks

Zwischen 2005 und 2007 investierte Steve Jobs viel Zeit in die Ausarbeitung der Vision, ein Apple-eigenes Funknetzwerk auf die Beine zu stellen. Damit sollte es möglich sein, sich beim iPhone nicht auf Mobilfunkbetreiber mit teuren und bisweilen instabilen Netzen einlassen zu müssen. Seiner Idee nach hätte man ungenutzte WLAN-Frequenzbänder einsetzen können, ein solches Netzwerk aufzubauen. Jobs kam jedoch irgendwann zur Überzeugung, sich lieber auf traditionelle Geschäftsmodelle einzulassen und Mobilfunkunternehmen einzubeziehen. Das erste iPhone war somit ganz regulär mit Mobilfunkvertrag zu haben.

Walt Mossberg geht in einem Artikel auf die schon 2011 bekannt geworden Berichte ein und fügt einige weitere Informationen hinzu. Steve Jobs habe sich darüber geärgert, dass zwar beinahe überall WLAN verfügbar sei, dies allerdings meist nur mit kennwortgeschützten Netzen. Seine Idee: Würden alle Router-Hersteller in ihren Produkten Gastzugänge ermöglichen, so böte dies eine einfache und sichere Lösung, um flächendeckend Netzzugang anzubieten.


Nutzer könnten zusätzlich zum eigenen, geschützten Netz noch eine zweites, offenes Netz einrichten. Der Branche müsste es gelingen, möglichst viele Nutzer von den Vorteilen zu überzeugen, an einem großen Funknetzwerk teilzuhaben. Gute Netzabdeckung vorausgesetzt würde sich das Mobilgerät dann immer ein aktives Netz suchen. Bewegt man sich zu weit davon weg, so springt das nächste Netz ein - also ähnlich wie im Mobilfunknetz.

In der Tat begannen Apple und andere große Hersteller in dieser Zeit damit, ihre Router fortan mit der Option des Gastzugangs zu versehen. Die Arbeit an einem übergreifenden, WiFi-basierenden Netzwerk, das gegen Mobilfunknetze hätte konkurrieren können, wurde jedoch nicht fortgesetzt. Nicht ganz sicher ist, ob der heute fast in jedem Router vorhandene Gastzugang tatsächlich auf Steve Jobs' Initiative zurückging und Jobs der Funktion somit zur schnelleren Markteinführung verhalf. Eine spannende Idee war es aber dennoch, ebenso selbstverständlich allerorts WLAN zum Surfen und zur Telefonie nutzen zu können, wie es mit Mobilfunkanbindung möglich ist.

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Kommentare

iGod05.08.14 17:14
Warum sollte ich dann noch einen eigenen Internetzugang haben, schickt doch dann, wenn der Nachbar einen hat?!
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Siganomas
Siganomas05.08.14 17:41
Klingt nach Fon:

Was auch mit der deutschen Telekom gut funktionieren soll

So etwas wäre doch eine gute Lösung für WLAN in Cafe´s usw. Im Ausland bekommt man in etlichen Lokalen kostenloses WLAN, in Deutschland verhindert es die Störerhaftung.

Bei Fon lässt sich der Surfer über seinen Fon-Account identifizieren und somit wäre man raus aus der Haftung.
Ich werde mich diesem verbrecherischen Missbrauch nicht beugen.
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Waldi
Waldi05.08.14 18:05
Das wäre doch besonders den iPod touch Nutzern zu Gute gekommen.
Ob das aber auch im Sinne Apples gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln.
vanna laus amoris, pax drux bisgoris
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Cupertimo05.08.14 18:52
Und was, wenn dann über meinen Gastzugang illegale Dinge gemacht würden? Urheberrechtsverletzungen? Kinderpornografie? etc...?
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Bitsurfer05.08.14 18:52
Das was da geschrieben steht ist bereits realität. Hier (CH) gibt es Gebiete von UPC-Cablecom (Unitymedia in DE) bei denen der WLAN Router unabhängig vom eigenen und Gastzugang über einen dritten Zugang für UPC Kunden freizuschalten. So haben Cablecom Kunden freien Zugang zu den freigegebenen Routern. Den Zugang erhält man aber nur wenn der eigene Router freigegeben ist. Ohne freigabe kein Zugang.

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Mecki
Mecki05.08.14 19:00
Würden alle Router-Hersteller in ihren Produkten Gastzugänge ermöglichen
würden bald alle Deutsche wegen Störerhaftung vor Gericht stehen, denn wenn wir in Dtl. den waren schuldigen einer Straftat nicht ermitteln können, dann bestrafen wir halt irgend jemanden, zumindest wenn die Straftat unter Zuhilfenahme des Internets begangen wurde.
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Schnupps05.08.14 19:06
Manches ist schon weiter als man manchmal denkt: www.freifunk-ruhrgebiet.de
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vb
vb05.08.14 19:08
Cupertimo
Und was, wenn dann über meinen Gastzugang illegale Dinge gemacht würden? Urheberrechtsverletzungen? Kinderpornografie? etc...?

Man kann auch bei allem irgendwie heulen.... Mein WLAN ist offen, die Geräte per MAC Adresse angemeldet.
Man kann auch Anderes blasen als Trübsal...
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Siganomas
Siganomas05.08.14 19:19
Ich sag doch: Fon!

Hat man Zuhause Fon kann man sich mit seinen Fon-Daten überall im Fon-Netzwerk anmelden und ist somit bekannt. Also kann auch niemand illegale Dinge machen und unerkannt bleiben.
Ich werde mich diesem verbrecherischen Missbrauch nicht beugen.
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Aulicus
Aulicus05.08.14 19:28
Man sollte evtl. Anreize schaffen das Gastnetzwerk freizugeben...
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Boedefeld05.08.14 19:39
vb
Cupertimo
Und was, wenn dann über meinen Gastzugang illegale Dinge gemacht würden? Urheberrechtsverletzungen? Kinderpornografie? etc...?

Man kann auch bei allem irgendwie heulen.... Mein WLAN ist offen, die Geräte per MAC Adresse angemeldet.

Und was bringt die Mac Adresse?
Sie ist zwar eindeutig, aber wie willst du belegen, dass dir das Gerät mit der jeweiligen Adresse nicht gehört?

Ist eine ernst gemeinte Frage, kenne mich da nicht sonderlich gut aus, welche Methoden es da gibt.
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charly68
charly6805.08.14 20:21
Mac Adressen können "überschrieben" werden....
Jeder Tag ist ein Geschenk des Teufels...
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valcoholic
valcoholic05.08.14 20:24
Hier bitte ein Glanzbeispiel für ein absolut sinnvoll eingesetztes WLan-Icon. Damit es auch Astronauten auf der Erde noch erkennen können, sprich um dem Accessibility-Aspekt aller möglichen Usergruppen nachzukommen wurde es auch schön groß gehalten. Ich finde das sehr gescheit, immerhin könnte man sonst nicht verstehen, dass es in diesem Artikel um WLan geht. Ich gratuliere dem Redakteur für sein exzellentes Gespür für visuelle Akzente.
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Boedefeld05.08.14 20:38
valcoholic: +1
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o.wunder
o.wunder05.08.14 20:51
FON hat es realisiert.
Davon abgesehen, sind das schöne Träumereien, die in Ballungszentren gut funktionieren können, aber auf dem Land nicht, da die Reichweite von WLAN viel zu begrenzt ist.
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Apfelbutz
Apfelbutz05.08.14 21:11
Ich zahle nicht für meine Bandbreite die dann ein Penner auf der Straße frei nutzt und darüber Verbrechen begeht für die ich einstehen muss. Erst muss es Rechtsicherheit geben!

Ich habe die Durchsuchung und die Konsequenzen erlebt als ein Mitarbeiter in der Firma Kinderporno geschaut hat. Dummerweise hatten wir intern keinen Proxy und keine Protokolle weil ja eh alles Leinwand ist. Scheißdreck, Arschlöcher gibt es genug auch wenn man es ihnen nicht ansieht.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde d ...
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o.wunder
o.wunder05.08.14 21:25
Apfelbutz,
dann schaue Dir mal FON an, da ist das mit der Bandbreite und der Rechtssicherheit gelöst! Link siehe oben. Da ist nichts anonym! Erst informieren, dann meckern.

Na da habt Ihr in der Firma aber keine gute IT Abteilung, normalerweise werden alle Adressen in der Firma protokolliert und dem Mitarbeiter zugewiesen und das für 10 Jahre aufgehoben. Gleiches bei eMail.
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Exx305.08.14 22:16
charly68
Mac Adressen können "überschrieben" werden....

Eben. Ein offenes WLAN mit Erkennung via MAC Adresse ist tödlich. Manche WLANKarten oder Adapter bieten von Haus aus die Möglichkeit, neben der eigentlichen Mac Adresse weitere Adressen anzunehmen, damit es bei großen Netzwerken nicht notwendig ist, die Router ständig umzukonfigurieren oder MAC Adressen zu verwalten. Ruck Zuck ist da deine MAC Adresse gesnifft und der Zugang steht offen.
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zod198806.08.14 07:44
o.wunder
Apfelbutz,
dann schaue Dir mal FON an, da ist das mit der Bandbreite und der Rechtssicherheit gelöst! Link siehe oben. Da ist nichts anonym! Erst informieren, dann meckern.

Ob das so, wie es bei Fon läuft wirklich Rechtssicherheit ist, muss mal erst noch ein Gericht konkret entscheiden. Vorher würde ich sowas in Deutschland unter gar keinen Umständen einsetzen.
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qmunity06.08.14 08:02
Kabel Deutschland bietet doch genau sowas in Deutschland an:
https://www.kabeldeutschland.de/wlan-hotspots/homespot-service.html
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ctismer
ctismer06.08.14 12:21
qmunity
Kabel Deutschland bietet doch genau sowas in Deutschland an:
https://www.kabeldeutschland.de/wlan-hotspots/homespot-service.html

Richtig, und Telekom macht das auch seit April 2013 mit seinen Hotspots.
Siehe dazu den Welt-Artikel
Und mit Fon arbeiten sie auch zusammen.

Insofern wäre der Artikel *noch* besser geworden mit etwas Bezug auf die Situation in Deutschland.
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Cupertimo07.08.14 15:40
vb
Cupertimo
Und was, wenn dann über meinen Gastzugang illegale Dinge gemacht würden? Urheberrechtsverletzungen? Kinderpornografie? etc...?

Man kann auch bei allem irgendwie heulen....

Ja kann man. Ich werde auf jeden Fall nicht lachen, wenn das LKA oder sonstwer bei mir mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür steht, weil meine IP bei irgendeiner Kinderpornobestellung aufgezeichnet wurde.
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