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Apple Music: Mediathek-Abgleich dank Audio-Abdruck konfliktfrei & zuverlässig

Mit der Veröffentlichung des gestrigen iTunes-Updates hat Apple auch einige Probleme beim Abgleich lokaler Mediatheken mit Songs von Apple Music behoben. Bislang wurde anhand von Metadaten bestimmt, ob es sich um den identischen Song handelt, was angesichts gleicher Bandnamen und Musiktitel trotz unterschiedlichen Inhalts zu fehlerhaften Zuordnungen führen konnte. Durch Umstellung auf Audio-Abdrücke des iTunes-Match-Systems erfolgt dies zukünftig zuverlässig.


Tatsächlich hat Apple hier auch eine Änderung im Umgang mit DRM (Digital Rights Management) vorgenommen. Normalerweise sorgt das DRM bei Apple Music dafür, dass ein für die Offline-Wiedergabe gespeicherter Song nach Ablauf des kostenpflichtigen Abonnements nicht mehr wiedergegeben werden kann. Für abgeglichene Songs aus der lokalen Mediathek wird dieser DRM-Schutz jedoch mit der Umstellung auf das iTunes-Match-Systems aufgehoben. Damit verhält sich Apples Musik-Streaming-Dienst genauso wie iTunes Match, was die Transparenz im Umgang mit vorhandenen Songs deutlich verbessert. Probleme beim Abgleich der Mediathek mit Apple Music sind also nicht mehr zu erwarten.

Wer sich nun für Apple Music interessiert, hat die Qual der Wahl. Neben einer kostenlosen Testphase für drei Monate bietet Apple auch drei unterschiedliche Abonnements an. Für Studenten gibt es einen günstigen Tarif zum Preis von 4,99 Euro, welcher wie der reguläre Tarif für 9,99 Euro die Wiedergabe an einem Gerät erlaubt. Da dies bei Familien zu Konflikten führen kann, gibt es außerdem das Familien-Abonnement für 14,99 Euro, bei dem bis zu 6 Personen über die Familienfreigabe auf Apple Music zugreifen können.

Kommentare

valcoholic
valcoholic19.07.16 09:04
Auch absurd zwei ähnliche und dennoch unterschiedliche Varianten desselben Services unter einem Dach zu führen.
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mac minister19.07.16 09:59
Vor zwei Jahren habe ich mal Match ausprobiert und alle meine Musikdateien "aktualisiert". War ne feine Sache für 25 Euro. Ich habe dann meine itunes library kopiert und sie auf mein airbook gezogen. Klar, mit updaten war nach Ablauf des einen Jahres nix mehr, solange sie nicht vom Store kommen. Die Arbeit hält sich in Grenzen, wenn man nicht mehrere Alben pro Monat kauft.
In ein paar Jahren werde ich dann noch einmal in match investieren, falls es das dann noch gibt, für ein neuerliches quali update meiner Musik..
iMusic interessiert mich nicht, ein besserer und teuerer Radiosender, alle Songs sind fort, wenn man nicht mehr bezahlt. Ein wahrer Musikliebhaber will seine Musik behalten, ein Leben lang. Damit ist er verheiratet, nicht mit der Firma apple bei jährlichen Unterhaltszahlungen.
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Jeronimo
Jeronimo19.07.16 10:26
valcoholic
Auch absurd zwei ähnliche und dennoch unterschiedliche Varianten desselben Services unter einem Dach zu führen.

Absurd ist noch milde ausgedrückt. Und es ist auch ein wenig armselig, warum Apple Music vor einem Jahr mit einem minderwertigen Matching-Algorithmus starten musste, wo doch im selben Hause schon vor längerer Zeit eine wesentlich bessere Variante entwickelt und mit iTunes Match verwendet wurde. Klassischer Fall von "rechte Hand weiß nicht, was die linke tut"?
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Frankieboy19.07.16 12:34
Mich würde interessieren, wie viele der „Streaming-Gegner“ zur Miete wohnen ...
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Eitot19.07.16 18:36
Jeronimo
Klassischer Fall von “rechte Hand weiß nicht, was die linke tut”?

War bei iTunes leider schon immer so. Es wurde stets ein eigenes Süppchen gekocht. Das Programm war immer etwas eigen, nie ganz ‘Mac-haft’, und Apple hat sich nie davon gelöst. Ich hatte bei Apple Music auch den Eindruck, dass das hinzugekommene Beats-Team viel Spielraum und das bisherige iTunes-Team kaum etwas zu melden hatte. Beim Redesign für iOS 10 bin ich schon fast sicher, dass man das alte Team gar nicht erst hinzugezogen hat.

Für mich ist die neue Musik-App in iOS 10 grauenhaft. Ich habe mich schon lange nicht mehr so über Apple geärgert. Dabei ist die Anbindung mit der iCloud-Musikbibliothek ein großer Anreiz für Apple Music.
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ocrho19.07.16 21:55
Die Metapher "Miete" passt nicht zu Streaming-Diensten.

Der charakteristische Unterschied zwischen iTunes Store und iTunes Music ist, ob der Benutzer eher Radio-Hörer ist oder lieber eine Musiksammlung aufbauen will. Für eine Musiksammlung fehlen in Apple Music viele Funktionen, weil bei einer eigenen Musiksammlung ist das Thema Pflege Metadaten pro Titel nicht Randthema, sondern Kernthema.

Schaut man sich die Apple Music-App an, so fällt auf, dass dort alle Metadaten-Features wegfallen aus der sichtbaren Benutzeroberfläche:

(1) Herz-Bewertung statt fünf-Sterne-Skala.
(2) Deaktivierter Titel (lokal verfügbar, wird aber übersprungen beim abspielen).
(3) Metadaten-Editor nicht aufrufbar.
(4) Analysen der Metadaten sind für den Benutzer unsichtbar (wann zuletzt gespielt, wie oft gespielt usw.).

Das jetzt auch die Metadaten-Information "Liedtext" in Apple Music sichtbar ist, ist ein guter Anfang, macht aber noch keinen Sommer. Man kann einwenden, dass in der Rubrik "Meine Musik" dies alles editierter ist, aber sobald ich bei Apple Musik einen Titel lösche, dann sind auch alle gepflegte Metadaten weg beim erneuten runterladen. Zudem organisiert Apple Music gelegentlich die Titel auch selber um - das passt auch nicht zu einer eigenen Musiksammlung.
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MetallSnake
MetallSnake19.07.16 23:23
ocrho
Schaut man sich die Apple Music-App an, so fällt auf, dass dort alle Metadaten-Features wegfallen aus der sichtbaren Benutzeroberfläche:

(1) Herz-Bewertung statt fünf-Sterne-Skala.
(2) Deaktivierter Titel (lokal verfügbar, wird aber übersprungen beim abspielen).
(3) Metadaten-Editor nicht aufrufbar.
(4) Analysen der Metadaten sind für den Benutzer unsichtbar (wann zuletzt gespielt, wie oft gespielt usw.).

Das geht mit Apple Music Titeln genauso wie mit allen anderen Titeln. Die Herz-Bewertung hast du für alle Titel wenn du ein Apple Music Abo hast.
Das Schöne an der KI ist, dass wir endlich einen Weg gefunden haben, wie die Wirtschaft weiter wachsen kann, nachdem sie jeden Einzelnen von uns getötet hat.
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