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Vor 20 Jahren: Eine August-WWDC, die den Intel-Umstieg abschließt

Normalerweise veranstaltet Apple die alljährliche Entwicklerkonferenz stets im Juni. Vor 20 Jahren gab es hingegen eine seltene Ausnahme, denn merkwürdigerweise hatte Apple den Termin der WWDC 2006 erst für Anfang August angekündigt. Nachträglich wurde allerdings rasch klar, warum das Event später als sonst erfolgte. Einerseits verzögerte sich die Entwicklung von Mac OS X Leopard recht deutlich, andererseits konnte Apple aber mit einer sehr wichtigen Ankündigung aufwarten. Anstatt des auf zwei Jahre anvisierten Umstiegs (2005 bis 2007) glückte der Intel-Switch maßgeblich schneller. Auf der Keynote hieß es dann nämlich, dass sieben Monate nach dem ersten Intel-Mac nun die letzten beiden verbliebenen Baureihen bereitstehen.


Es ging dann alles sehr schnell
Die Branche blickte etwas überrascht auf Apples Tempo, denn mit derart schneller Abwicklung hatte kaum jemand gerechnet. Unbekannt bleibt, ob Apple von Anfang an mit nur sieben bis acht Monaten kalkuliert hatte – und sich die Angabe "bis Ende 2007" schlicht als großzügigen Puffer einräumte. Nach MacBook Pro, MacBook, Mac mini und iMac fehlten bis zum Sommer 2006 noch zwei Serien, nämlich der Nachfolger des Power Macs sowie des Xserve. Von beiden demonstrierte Apple auf der WWDC die Intel-Varianten, wenngleich bis zur Auslieferung noch etwas Zeit verstrich. Eine weitere Überraschung war, dass die Geräte allesamt auf vier Prozessorkerne setzen, zur damaligen Zeit ein beeindruckender Schritt. Für Apple endete im Sommer 2006 somit nach rund 12 Jahren die PowerPC-Ära. Intel-Chips hielt man daraufhin länger die Treue, als jeder anderen Plattform zuvor.


Mac OS X 10.5 Leopard
Ein weiteres zentrales Thema war Mac OS X 10.5 Leopard – doch wie erwähnt hatte Apple diesmal größere zeitliche Probleme als bei den vorherigen Releases. Apple befand sich auf dem Endspurt, um ein knappes halbes Jahr später die erste Generation des iPhones zu präsentieren. Das band einige Kapazitäten, weswegen zwischen 10.4 (April 2005) und 10.5 (Oktober 2007) rund zweieinhalb Jahre lagen. Auf der WWDC 2006 zeigte Apple nur einen Ausblick, zahlreiche "geheime Funktionen" sollten hingegen erst auf der WWDC 2007 zu sehen sein. Angeblich wollte man so sicherstellen, Microsoft weniger Zeit zum Kopieren zu geben – in Wirklichkeit dürfte der Hauptgrund aber gewesen sein, dass vieles davon schlicht noch nicht stand. Anfang 2007 bestätigte Apple auch, sich "so viele Entwickler und QA-Experten von Mac OS X ausgeliehen zu haben", dass Leopard einige Monate später als geplant erscheinen müsse.

Kommentare

nova.b03.08.26 20:44
WWDC = Worldwide War Damage Commisson?
Hatte schon das zweifelhafte Vergnügen, jedenfalls mit den letzten drei Buchstaben
-18
karlimann
karlimann03.08.26 21:46
Ich kaufte mir damals den ersten Intel MacPro. Der war damals richtig günstig im Vergleich zu heute. Ich bereute den Kauf aber recht schnell, da der erste MacPro relativ schnell von Updates ausgeschlossen wurde. Aber immerhin läuft er noch heute.
+4
MrWombat
MrWombat04.08.26 09:54
karlimann
Ich kaufte mir damals den ersten Intel MacPro. Der war damals richtig günstig im Vergleich zu heute. Ich bereute den Kauf aber recht schnell, da der erste MacPro relativ schnell von Updates ausgeschlossen wurde. Aber immerhin läuft er noch heute.
Über die Jahre hab ich auch den Eindruck bekommen, das die erste Generation von vielen Produkten sehr bald updatemäßig aufs Abstellgleis bei Apple kommen.
CoreDuo, usw…
0
gfhfkgfhfk04.08.26 10:06
MrWombat
Über die Jahre hab ich auch den Eindruck bekommen, das die erste Generation von vielen Produkten sehr bald updatemäßig aufs Abstellgleis bei Apple kommen.
CoreDuo, usw…
Das war klar in dem Moment als die Systeme überhastet auf dem Markt geworfen worden sind. Der wesentliche Unterschied zwischen Core und Core2 ist eben die Unterstützung des 64Bit Modus. Bei Intel und AMD hängt daran noch sehr viel mehr als die Vergrößerung des Adressraums was eine erhebliche Leistungssteigerung für 64Bit Programme bedeutet, so dass das Ende der 32Bit Programme schon vor dem Verkauf des ersten Intel 32Bit Macs feststand.
0
xcomma04.08.26 11:38
Der Umstieg auf die Intel Plattform war der Beginn für mich mit Macs
Der Umstieg auf die Apple Silicon (ARM) Plattform definierte dann aber auch wiederum meinen geplanten Abschied von der Mac Hardware
-2
charly68
charly6804.08.26 16:04
Das waren noch Zeiten...
Sehr früh war klar das Apple auf Intel-CPU Umsteigt.
Da haben viele gelacht und konnten das nicht glauben.
Abwarten , hab ich nur gesagt.
Nicht lange und der erste IntelMacPro stand bei mir zu Hause.
Die Käsereibe war einfach nur cool
Jeder Tag ist ein Geschenk des Teufels...
+1
tranquillity
tranquillity04.08.26 22:09
Damals wurden richtig viele sinnvolle Feature integriert und vorgestellt. Manches gibt es heute leider nicht mehr! Warum eigentlich?
Zum Beispiel TimeMachine ... irgendwie meine ich, dass das früher besser funktioniert hatte. Die schönen Mailvorlagen ... gibt's nicht mehr. Widgets sind auch nicht mehr so schön erreichbar wie damals. Spaces ... richtig cool. Heute nur noch in einer Reihe zu haben.
+2
Mostindianer05.08.26 06:57
xcomma
Der Umstieg auf die Intel Plattform war der Beginn für mich mit Macs
Der Umstieg auf die Apple Silicon (ARM) Plattform definierte dann aber auch wiederum meinen geplanten Abschied von der Mac Hardware
warum? die ARM sind konkurrenzlos und kompatibilität ist unterdessen gewährleistet, ausser man braucht reine Grafikleistung, wie eine NVIDIA RTX-5090er oder so.
+2

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