Sparprogramm bei Apple: Ternus will KI-Kosten senken, Budgets stark zusammengestrichen


Apple baute den Einsatz künstlicher Intelligenz im Unternehmen deutlich aus und betonte mehrfach, dass derlei Werkzeuge inzwischen integraler Bestandteil der Softwareentwicklung sind. Gleichzeitig sieht man sich inzwischen aber auch mit erheblichen Kosten konfrontiert – denn der Tokenverbrauch leistungsfähiger Modelle kann bekanntlich sehr ins Geld gehen. John Ternus machte durch zahlreiche Entscheidungen bereits klar, Apples Kosten senken zu wollen, unter anderem durch den Abbau von Stellen in mittleren Management-Ebenen. Der Rotstift wird allerdings noch an anderen Stellen angesetzt, das Budget für KI-Dienste sinkt laut
Bloomberg teils erheblich.
Teils erheblich gesenktes BudgetSo senkte Apple die täglichen Kostengrenzen für viele Entwickler von 300 auf 200 Dollar. Weitere Kürzungen seien bereits im Gespräch, wobei bestimmte Teams künftig sogar nur mit 100 Dollar pro Tag auskommen sollen. Außerhalb der Entwicklungsabteilungen galten bereits Limits von 100 Dollar, demnächst möglicherweise nur noch 25 Dollar, wie es im Bericht heißt. Apple stellt den Mitarbeitern unter anderem Dienste von Anthropic, OpenAI und Google zur Verfügung. Einige Teams seien angehalten, fortan verstärkt auf günstigere Alternativen oder lokal ausgeführte KI-Modelle zurückzugreifen.
Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf RekordniveauDie Sparmaßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Apple so viel wie nie zuvor in Forschung und Entwicklung investiert. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2026 stiegen die "Research & Development"-Ausgaben um 32 Prozent auf 45,77 Milliarden Dollar. Als Gründe nennt Apple im
Geschäftsbericht neben höheren Infrastrukturkosten auch Investitionen in künstliche Intelligenz sowie Mehrausgaben für Personal.
Auswirkungen unbekanntWie viel durch die neuen Beschränkungen letzten Endes einzusparen ist, lässt sich schwer abschätzen. Bloomberg betonte aber, dass ohnehin nur wenige Mitarbeiter ihre bisherigen Tagesbudgets vollständig ausschöpfen. Die Reaktionen innerhalb des Unternehmens fallen angeblich unterschiedlich aus. Einige Beschäftigte betrachten die Änderungen schlicht als gewöhnliche Kostenkontrolle, andere sehen darin ein Zeichen für generelle, einschneidende Sparmaßnahmen.