
Mac-Praxis: Updates finden und Probleme beim Aktualisieren beheben


Es ist anzuraten, den eigenen Mac möglichst aktuell zu halten – nicht nur, um neue Funktionen und Emojis nutzen zu können, sondern auch, um Fehler zu beheben und Sicherheitslücken zu schließen. In den meisten Fällen müssen Anwender wenig dafür unternehmen: Standardmäßig stellt sich ein neuer Mac beim Einrichten so ein, dass Aktualisierungen automatisch installiert werden. Doch gelegentlich findet ein Mac ein Update der Systemsoftware nicht auf Anhieb. Noch ärgerlicher: Eine Aktualisierung schlägt fehl; im schlimmsten Fall bleibt der Mac in einem unbenutzbaren Zustand hängen. Dann helfen glücklicherweise einige Bordmittel weiter, um die Blockade zu lösen.
Vorher: Daten sichernBevor eine Aktualisierung beginnt, sollten Sie die auf dem Rechner versammelten Informationen auf einem separaten Datenträger sichern. Wenn Time Machine bereits aktiviert ist, sollten Sie nachschauen, wie neu das letzte Backup ist. Für alternative Backup-Mechanismen gilt Ähnliches – und wenn noch keine Datensicherungsroutine eingerichtet wurde, sollten Sie dies schnellstmöglich nachholen. Falls Sie den
Blockierungsmodus nutzen, deaktivieren Sie ihn temporär.
Mac findet Aktualisierung nichtWenn auf MacTechNews ein Update angekündigt wurde, dieses aber unter Systemeinstellungen/Allgemein/Softwareupdate nicht nach kurzer Zeit erscheint, kann dies zunächst an einer fehlerhaften Internetverbindung liegen. Darauf weist macOS allerdings eigenständig hin. Erscheint die Meldung „Dein Mac ist auf dem neuesten Stand“, obwohl eine Aktualisierung ansteht, empfiehlt sich zunächst ein Neustart. Ruft man im Anschluss erneut die Systemeinstellungen-App auf und wechselt in den Softwareupdate-Dialog in der Kategorie „Allgemein“, taucht in den allermeisten Fällen das Update auf.
Sicherer ModusGenügt ein Neustart nicht, die Blockade zu beheben, ist ein Ausflug in den abgesicherten Modus angeraten. Dazu schalten Sie Ihren Mac zunächst aus. Warten Sie etwa zehn Sekunden, um dann den Einschaltknopf gedrückt zu halten. Es erscheint der Hinweis „Für Startoptionen weiter gedrückt halten …“. Belassen Sie den Finger auf dem Einschalter, bis zwei Symbole erscheinen: ein Laufwerkssymbol mit dem Namen „Macintosh HD“ sowie ein rundes Zahnrad-Icon mit „Optionen“. Wählen Sie das Festplattensymbol durch einfaches Klicken aus; halten Sie dann die
-Taste gedrückt und klicken Sie dann auf „Im sicheren Modus fortfahren“ unter dem Laufwerkssymbol. Ihr Mac startet sodann in einem Spezialmodus, welcher unter anderem die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine Aktualisierung gefunden wird. Starten Sie im Anschluss den Mac neu, um den sicheren Modus wieder zu verlassen.
WiederherstellungsassistentIn außergewöhnlichen Fällen bleibt eine Aktualisierung stecken, der Mac reagiert nicht mehr oder startet alle paar Sekunden erneut (Boot-Schleife). In diesem Fall schalten Sie den Mac durch langes Drücken des Einschalters aus. Ein Mac mit macOS 26 oder neuer initiiert in vielen Fällen eigenständig den
Wiederherstellungsassistenten. Dieser setzt eine Internetverbindung voraus; er versucht eine Reparatur des Systems.
Zweiter AnlaufNach einem gescheiterten Update startet ein Mac meist in den bisherigen Zustand, also in das Ursprungssystem ohne Aktualisierung. Für diesen Fall hat Howard Oakley einige
Empfehlungen zusammengetragen: Eine erneute Aktualisierung im sicheren Modus (siehe oben) kann die Blockade lösen. Wenn das nicht hilft, kann der Wiederherstellungsmodus weiterhelfen – dafür gibt es eine
ausführliche Anleitung. Darin sollten Sie zunächst mit dem Festplattendienstprogramm das Volume „Macintosh HD“ mittels Erste Hilfe reparieren.
Das Festplattendienstprogramm, aus dem Wiederherstellungsmodus heraus betrieben, kann eine hartnäckige Aktualisierungsblockade lösen.
DFU-Modus als letzter AuswegWenn auch danach das System nicht aktualisieren will, hilft nur noch eine radikale Option: Ein Backup aller Daten anlegen, den Mac in den DFU-Modus versetzen und über ein USB-C-Kabel mit einem anderen Apple-Silicon-Mac verbinden, welcher den Rechner dann mit einer aktuellen IPSW-Datei
wiederherstellt.