Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Kommen weitere Preiserhöhungen für Mac und Co.? Apples Aussagen dazu

Auf der gestrigen Quartalskonferenz bezeichnete John Ternus die Preisentwicklung bei Speicherchips erneut als "beispiellos". Schon im Septemberquartal musste Apple deutlich mehr für die Komponenten aufbringen, im laufenden Weihnachtsquartal werde sich die Situation aber noch einmal verschärfen. Anschließend rechnet das Unternehmen unverändert mit weiter steigenden Einkaufspreisen. Damit stellt sich die Frage, ob nach den Preisanpassungen im Juni und September bereits die nächsten Erhöhungen bevorstehen – immerhin gingen auch einige der jüngsten Ankündigungen mit Verteuerungen einher.


Apple will weitere Preiserhöhungen nicht ausschließen
Auf die Frage eines zugeschalteten Marktexperten gab es von Apple keine eindeutige Antwort – wenngleich man das indirekt durchaus als Hinweis sehen kann, dass das Ende der Fahnenstange nicht erreicht ist. Finanzchef Kevan Parekh erklärte, die bisherigen Preiserhöhungen bei Mac, iPad und iPhone seien "widerwillig" erfolgt. Apple müsse sowohl kurzfristige Auswirkungen auf die Gewinnmargen als auch längerfristige Überlegungen berücksichtigen. Weitere Anpassungen wollte er nicht ausschließen.

Speicherpreise: Keine Entspannung in Sicht
Die Prognosen der Marktforscher lassen wenig Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zu früheren Preisen. TrendForce erwartet für das vierte Kalenderquartal 2026 einen weiteren Anstieg von 10 bis 15 Prozent bei DRAM – im Falle von NAND-Flash sollen es sogar 15 bis 20 Prozent sein. Die konkreten Einkaufskonditionen Apples lassen sich daraus nicht konkret ableiten, doch längst scheint Apple dazu gezwungen zu sein, so viel wie alle anderen bezahlen zu müssen.

Was bedeutet das für Apples Gewinnmargen?
Apple erwartet für das laufende Quartal wie berichtet nur noch eine Bruttomarge zwischen 45 und 46 statt knapp 48 Prozent. Laut Parekh geht der größte Teil dieses Rückgangs auf die gestiegenen Speicherkosten zurück. Die Herausforderungen bleiben somit bestehen, außerdem verlieren die zuvor günstiger eingekauften Lagerbestände an Bedeutung. Die bisherigen Preiserhöhungen konnten den Kostendruck also nur teilweise ausgleichen. Sollte sich die Speicherkrise tatsächlich bis weit ins Jahr 2027 erstrecken, dann dürften wohl weitere Preisrunden kaum ausbleiben.

Kommentare

MikeMuc03.11.26 15:31
Wieviel würde es Apple kosten eine eigene Fabrik für Speicher bauen zu lassen und wie lange würde das dauern? Ab dann wäre man nur noch von Zulieferen der „Zutaten“ abhängig. Gäbe es da ausreichend um nicht mehr beim Preis erpressbar zu sein? Ausreichend Abnahmebedarf sollte doch da sein und man könnte die eigenen Kunden mit „Speicher satt“ zu moderaten Preisen verwöhnen.
Das Bankkonto sollte doch für so eine Aktion ausreichen prall sein. Hat man doch damals für die Watch mit dem Glas auch schon mal gemacht, auch wenn es da mächtig in die Hose ging
0
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck03.11.26 15:39
MikeMuc
Selbst die "Big Three" der Speicherhersteller benötigen JAHRE, um Kapazitäten zu erhöhen. Apple hat keine Expertise in dem Bereich – und diese aufzubauen oder extern einzukaufen ist problematisch und langwierig.

Wäre so, als müsste ein Automobilhersteller plötzlich selbst hochwertige LCD-Displays produzieren anstelle diese extern einzukaufen.
+2
MrJava03.11.26 15:43
Apple könnte 1 Jahr einfach mal mit Preiserhöhungen aussetzten … einfach so als eine Art Treuebonus! Leisten könnten Sie es sich.
Hör auf Dich selbst, sonst hört Dich keiner!
+3
d2o03.11.26 15:46
MrJava
Apple könnte 1 Jahr einfach mal mit Preiserhöhungen aussetzten … einfach so als eine Art Treuebonus! Leisten könnten Sie es sich.
Das lässt sich nicht den Aktionären erklären und durchsetzen.
Shareholder value is king
+4
Deppomat03.11.26 15:51
Ok, dann bewegen sich die Profirechner also weiter auf den fünfstelligen Bereich zu. Mad.
+2
Deppomat03.11.26 15:54
MikeMuc
Wieviel würde es Apple kosten eine eigene Fabrik für Speicher bauen zu lassen und wie lange würde das dauern?
Hab ich auch schon mal gedacht und dann gelernt, daß das nicht möglich ist (jedenfalls nicht wirtschaftlich und damit witzlos). Für die nötigen Skaleneffekte ist selbst Apple alleine zu klein, denn nur bei perfekter Auslastung lohnt sich so ein Werk (und das kann ein einzelner Abnehmer nicht hinbekommen). So las ich jedenfalls.
+3
LoCal
LoCal03.11.26 16:02
Ich weiß leider gerade nicht wo, aber ich habe heute einen interessanten Bericht gelesen in dem es darum geht, dass sich die Speicherhersteller nun an Apple rächen.
Es ist bekannt, dass Apple über Jahre den Herstellern die Preise diktiert hat, aber nun haben sie uns nicht mehr Apple das Zepter in der Hand und so fällt Apple nun die Arroganz von damals auf die Füße.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+5
MacSquint
MacSquint03.11.26 16:06
Bei weiterem Anstieg der Preise wird sich das dann nachhaltig auf Stückzahlen und Nutzungsdauer auswirken und der eine oder andere wird halt kein iPad Pro oder MacBook Pro mehr kaufen, sondern eher ein günstigeres Gerät aus der Sparte.
Bei den Konsumenten ist ja letztendlich Geld auch nur endlich vorhanden.
Wenn ich allerdings sehe, wie sich mal eben Leute so ein unfassbar teures iPhone Duo kaufen, scheint das Ende der Fahnenstange offensichtlich noch nicht erreicht zu sein…
+5
Sarkis
Sarkis03.11.26 16:06
Auch Apple-Loyalität hat ihre Grenzen

Die aktuellen Preise haben eine neue Dimension erreicht. Selbst als überzeugter Apple-Nutzer mache ich einen Neukauf inzwischen von meiner finanziellen Situation abhängig – nicht von meiner Begeisterung für die Marke. Mein jetziger Mac muss es deshalb weiterhin tun.

Hinzu kommt Apples Upgrade-Politik, die die Kosten zusätzlich in die Höhe treibt: Wer zum Beispiel den Arbeitsspeicher ordentlich aufrüsten will, wird unweigerlich zu weiteren Upgrades wie einer stärkeren CPU gedrängt, die er weder braucht noch wünscht. Eine individuelle, preislich vernünftige Konfiguration wird so immer schwieriger, und das Portemonnaie wird unnötig belastet.

Und ehrlich gesagt: Warum nicht einfach die Zähne zusammenbeissen und ein Jahr oder länger auf Apple-Produkte verzichten?
+10
MetallSnake
MetallSnake03.11.26 16:13
LoCal
Ich weiß leider gerade nicht wo, aber ich habe heute einen interessanten Bericht gelesen in dem es darum geht, dass sich die Speicherhersteller nun an Apple rächen.

Vielleicht hier bei MTN? https://www.mactechnews.de/news/article/Dank-Speicherkrise-Hersteller-von-...
Oder bei Heise? https://www.heise.de/news/NAND-Hersteller-Rache-an-Apple-genommen-11506968...
https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')
+1
LoCal
LoCal03.11.26 16:17
MetallSnake
LoCal
Ich weiß leider gerade nicht wo, aber ich habe heute einen interessanten Bericht gelesen in dem es darum geht, dass sich die Speicherhersteller nun an Apple rächen.

Vielleicht hier bei MTN? https://www.mactechnews.de/news/article/Dank-Speicherkrise-Hersteller-von-...
Oder bei Heise? https://www.heise.de/news/NAND-Hersteller-Rache-an-Apple-genommen-11506968...

Heise wars… aber schön, dass MTN das auch hatte
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
esc
esc03.11.26 16:36
Selbst wenn die Kosten für Speicher sinken, erwarte ich nicht, dass die Hersteller die Preise senken; die Kunden haben sich bereits daran gewöhnt und sind bereit, sie zu zahlen.
+2
Fuji_X03.11.26 16:55
... dann sieht´s wohl schlecht aus im Frühjahr mit dem Kauf eines M6 ( M7 ? ) MacBook Air 16"
+1
LoCal
LoCal03.11.26 17:02
esc
Selbst wenn die Kosten für Speicher sinken, erwarte ich nicht, dass die Hersteller die Preise senken; die Kunden haben sich bereits daran gewöhnt und sind bereit, sie zu zahlen.
See See
esc
Selbst wenn die Kosten für Speicher sinken, erwarte ich nicht, dass die Hersteller die Preise senken; die Kunden haben sich bereits daran gewöhnt und sind bereit, sie zu zahlen.

SKHynix hat seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 33% gesteigert, die operative Marge liegt bei 80%
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
chicken03.11.26 17:26
Zur Aussage: "Wer zum Beispiel den Arbeitsspeicher ordentlich aufrüsten will, wird unweigerlich zu weiteren Upgrades wie einer stärkeren CPU gedrängt,.."

Dass ein gewisser Chip eben nur eine gewisse Menge Arbeitsspeicher ansteuern kann ist eben technisch so "gesetzt" - in wie weit das beliebig verändert werden könnte, entzieht sich meiner fachlichen Expertise.
Wenn der Chip X eben nicht mehr als 32GB kann, du aber gern 64 oder 96GB RAM haben möchtest , dann bleibt nur der Wechsel auf Chip X Pro/Max/Ultra um genau das zu erreichen.

Aber ich konnte früher(tm) auch nicht einfach sagen das ich mehr als X GB RAM in meinem Mainboard verbauen will, Prozessor/Mainboard/RAM war auch damals "limitiert".
-1

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.