Das neue iPad mini ist vorgestellt – erstmals mit OLED


Es gibt also wieder eine Ankündigungswoche, denn das erste der für diese Woche erwarteten Produkte wurde nun enthüllt. Zwei Jahre nach der letzten Überarbeitung hat Apple eine neue Generation des iPad mini vorgestellt. Die wichtigste Änderung betrifft diesmal das Display. Erstmals kommt im kleinsten Apple-Tablet nämlich ein OLED-Panel zum Einsatz. Bislang blieb dies den teureren Pro-Modellen vorbehalten. Zudem erhält das iPad mini einen erheblich leistungsfähigeren Chip und weitere technische Verbesserungen. Schon im Vorfeld hieß es mehrfach, dass jene Neuerungen ihren Preis haben und man wohl deutlich tiefer in die Tasche greifen muss. Was bis Juni 599 Euro kostete, anschließend 679 Euro, liegt ab sofort bei mindestens 749 Euro.
Chip und weitere HardwareStatt des A17 Pro aus dem Jahr 2024 kommt jetzt ein A20 Pro (bis zu 6x CPU, 7x GPU) zum Einsatz. Dieser trumpft mit mehr Rechenleistung auf, bringt jedoch noch eine weitere deutliche Verbesserung mit. Statt 8 GB setzt das neue iPad mini auf 12 GB, was vor allem für die lokale Ausführung von KI-Aufgaben wichtig ist. Auch bei anderen Chips hat Apple nachgelegt. Der hauseigene N1 übernimmt die drahtlosen Verbindungen und ermöglicht Wi-Fi 7, Bluetooth 6 sowie Thread. Bei der Mobilfunkversion kommt mit dem C2 zudem Apples eigenes Modem zum Einsatz, nachdem im Vorgänger noch Qualcomm-Technik verbaut war. Eine zusätzliche Änderung betrifft die Frontkamera, die Apple wie bei den größeren iPads an die lange Gehäuseseite verlegt hat. Bei Videogesprächen im Querformat sitzt die Kamera somit mittig und nicht mehr seitlich versetzt.
Erstmals 8,5" OLED statt LCD – und WasserschutzAls sichere Neuerung des aktualisierten iPad mini hatte in sämtlichen Berichten die Umstellung von LCD auf OLED mit P3-Farbraum gegolten – genauso sollte es auch kommen. Im Gegensatz zu LCDs benötigen OLED-Panels keine Hintergrundbeleuchtung, da jeder Bildpunkt selbst leuchtet. Einzelne Pixel lassen sich vollständig abschalten, was vor allem bei dunklen Bildinhalten für echtes Schwarz und höhere Kontraste sorgt. Allerdings kommt nicht dieselbe aufwendige Tandem-OLED-Technik wie beim iPad Pro zum Einsatz – ProMotion mit bis zu 120 Hz findet in der Ankündigung ebenfalls keine Erwähnung. Apple verspricht bis zu 1200 Nits Spitzenhelligkeit, das entspricht einer Verdopplung.
Bisherige iPads verfügten über keine offizielle IP-Zertifizierung gegen Staub und Wasser, das neue iPad mini ist hingegen erstmals offiziell nach IP67 geschützt. Das Gehäuse ist außerdem dünner, statt 6,3 mm kommt es nur noch auf 5,4 mm. Auch bei der Tonausgabe geht Apple neue Wege. Das sogenannte "Acoustic Display" verwendet spezielle Tieftöner, deren Schwingungen über das Display übertragen werden. Für hohe Frequenzen sind hingegen kleine Lautsprecher zwischen Glas und Aluminiumgehäuse zuständig.
Preis und VerfügbarkeitDas neue iPad mini ist ab 749 Euro mit 128 GB Speicher zu haben. Für 256 GB werden 879 Euro, für 512 GB dann 1129 Euro fällig. Mit Mobilfunkchip sind es hingegen 919, 1049 und 1299 Euro. Auch Nanotexturglas ist als weitere Option möglich (nur 256 und 512 GB), der Aufpreis liegt bei 130 Euro. Entscheidet man sich für die 128- oder 256-GB-Version, dann bringt der A20 Pro übrigens einen CPU-Kern weniger mit. Im Falle des 512-GB-Modells ist hingegen eine "Dual 16-Core Neural Engine" verbaut. Apple bietet das Gerät in den Farben Mitternacht und Polarstern an, die Vorbestellungen beginnen am Mittwoch (28.10.). Mit der Auslieferung will man am 6. November beginnen.