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Apple Intelligence frisst Speicherplatz – und kann nicht mehr entfernt werden

Mit den Upgrades auf macOS 27 und Co. wurde Apple Intelligence zusammen mit Siri AI zu einem integralen Bestandteil von Apples Betriebssystemen. Konnte man bis einschließlich macOS 26 Tahoe Apple Intelligence und Siri unabhängig voneinander (de)aktivieren, ist dies unter dem am 14. September freigegebenen OS nicht mehr möglich. Apples KI-Framework kann nicht mehr separat ausgeschaltet oder entfernt werden. Nur Siri lässt sich ausschalten. Für einige Nutzer noch schlimmer: Apple Intelligence benötigt mindestens zwölf GB an zusätzlichem Festplattenspeicher, die das System immer belegt, unabhängig davon, ob Siri AI aktiviert ist. Vor dem Hintergrund der gegenwärtig extremen Speicherpreise auf dem Markt freuen sich nicht alle Kunden über dieses Vorgehen von Apple.


Apple Intelligence benötigt sehr viel Speicher...
Um Apple Intelligence zu nutzen, lädt macOS 27 ein eigenes Sprachmodell herunter, um möglichst viele KI-Funktionen lokal auf dem Device auszuführen – einschließlich Siri AI. Für den Datenschutz ist dies löblich, weniger Daten verlassen so das Gerät. Je nach Spezifikation gibt Apple den benötigten Speicherbedarf für Apple Intelligence mit mindestens acht GB an. Ab dem iPhone 17 oder einem M4-Chip mit zwölf GB geteiltem Arbeitsspeicher stehen weitere KI-Funktionen zur Verfügung, weshalb der Bedarf dort mit 14 GB noch höher liegt. Eine Ausnahme macht nur die Apple Watch mit eineinhalb GB. Die benötigten Speichermengen können auf kleineren Festplatten sehr schmerzhaft sein.

Leider verhält sich Apple Intelligence in der Realität noch wesentlich speicherhungriger. Mehrere Beobachter wie MacRumors und Ars Technica konnten auf ihren Systemen feststellen, wie Apple Intelligence über 20 GB auf der SSD einnahm. Auf einer 256-GB-Festplatte sind das beinahe zehn Prozent an zusätzlichem Speicherbedarf.

...und kann nicht mehr entfernt werden
Während es bei macOS 26 Tahoe noch genügte, Apple Intelligence zu auszuschalten, um die dafür benötigten Daten zu löschen und den Speicherplatz wieder freizugeben, geht dies unter macOS 27 nicht mehr. Siri AI kann man separat deaktivieren. Außerdem ist es möglich, über die Bildschirmzeit sowie durch Einstellungsmöglichkeiten in einzelnen Apps Apple-Intelligence-Funktionen auszuschalten. Festplattenspeicher bekommt man dadurch jedoch nicht zurück.

Am eigenen Mac überprüfen lässt sich der von Apple Intelligence verwendete Speicher unter:
Systemeinstellungen –> Allgemein Speicher Das "i" bei macOS in der vorletzten Zeile anklicken.

Anleitungen zur Entfernung von Apple Intelligence nicht empfehlenswert
Kursierende Anleitungen zur Deaktivierung von Apple Intelligence und der Löschung der dazugehörigen Daten sollten mit großer Vorsicht gesehen werden. Sie setzen tiefgreifende Eingriffe in das System voraus, wie das Ausschalten der System Integrity Protection (SIP), und sind für die meisten Nutzer nicht zu empfehlen. Ob diese Änderungen System-Updates überleben, ist ebenfalls fraglich.

Kommentare

MLOS24.09.26 13:24
Ich finde es ohnehin absurd, dass man im Premium-Segment überhaupt noch Rechner mit 256 GB SSD verkauft. Und der Mac mini gehört für mich eindeutig auch zum Premium-Segment, genauso auch das MacBook Air. 512 GB sind bei einem vollwertigen Desktop-OS die absolute Untergrenze, wenn man irgendwas damit machen möchte neben im Web surfen oder ein paar Mails schreiben.
+20
froyo5224.09.26 13:24
Betrifft uns hier in Europa ja (noch) nicht.
-15
macfreakz24.09.26 13:29
@froyo52: doch, es sollte verfügbar auf macOS sein, oder? Auf iOS und iPad OS auf keinen Fall.
+7
Chris78
Chris7824.09.26 13:37
froyo52
Betrifft uns hier in Europa ja (noch) nicht.
Betrifft uns nicht, frisst trotzdem Speicher
+4
STB
STB24.09.26 13:40
MLOS
Ich finde es ohnehin absurd, dass man im Premium-Segment überhaupt noch Rechner mit 256 GB SSD verkauft. Und der Mac mini gehört für mich eindeutig auch zum Premium-Segment, genauso auch das MacBook Air. 512 GB sind bei einem vollwertigen Desktop-OS die absolute Untergrenze, wenn man irgendwas damit machen möchte neben im Web surfen oder ein paar Mails schreiben.
insbesondere wenn die 256 GB auch nur halb so schnell arbeitet wie die 512 GB
+6
sudoRinger
sudoRinger24.09.26 13:43
Siri AI funktioniert auf macOS 27 auch in Europa. Ich habe auf dem Macbook 27.2, Siri ist deaktiviert und bei mir belegt es 12.01 GB. Damit sind bei mir insgesamt 113 von 245 GB belegt.


Wer Claude Desktop installiert, hat übrigens schnell mal weitere 30 GB belegt.
+4
macwiz24.09.26 13:44
Hierzulande ist das ja besonders irre: Apple zwingt den User damit zu größerer SSD, AI belegt 20GB Speicher und lässt sich nur in Bruchteilen nutzen. Ist fast wie die EU, die uns bei Neuwagen allerlei (nervigen und z.T. nicht richtig funktionierenden) Überwachungsmüll aka "Sicherheitsassistenten" aufzwingt und die Käufer zahlen auch noch dafür. Irre Welt.
-12
Cloudius24.09.26 13:47


Uiuiui...

Danke für den Tipp, wusste garnicht dass man das einsehen kann.
+6
iEi
iEi24.09.26 13:49
Na dolle. Man kann die Funktionalität nicht nutzen, zahlt aber dafür und es belegt auch noch Speicher. Läuft für uns in der EU…
-7
adiga
adiga24.09.26 14:00
froyo52
Betrifft uns hier in Europa ja (noch) nicht.
In ganz Europa? Betrifft das nicht nur die EU?
+5
sudoRinger
sudoRinger24.09.26 14:03
adiga
froyo52
Betrifft uns hier in Europa ja (noch) nicht.
In ganz Europa? Betrifft das nicht nur die EU?
Nein, das hat diesmal nichts damit zu tun, ob man in der EU oder in Trittbrettfahrer-Europa wohnt.
Siri AI läuft auf macOS 27 Golden Gate mit einem Apple-Account aus der EU, sofern Gerätesprache und Siri-Sprache beide auf Englisch stehen.
Apple hält Siri AI in der EU nur auf iPhone, iPad und Apple Watch zurück.
+7
Pete'rUS24.09.26 14:07
Ich wäre begeistert, wenn ich den KI‑Mist wenigstens komplett deaktivieren könnte.
+26
L-E24.09.26 14:24
18,7 GB. Und ich halte es für eine Unverschämtheit, dass Apple Nutzern nicht die Wahl lässt, das zu installieren oder es bleiben zu lassen.

Ich warte noch auf den Tag, wo Apple das einfach mit einem Update ungefragt aktiviert wie es das mit FileVault nach dem letzten Update gemacht hat.
+3
desko7524.09.26 14:25
@Pete'rUS
Dito.
Ich will ja nicht ausschließen, dass es irgendwann für mich nützlich sein könnte. Ich möchte aber gerne selbst entscheiden, womit ich mir die SSD zumülle.
+19
adiga
adiga24.09.26 15:10
L-E
18,7 GB. Und ich halte es für eine Unverschämtheit, dass Apple Nutzern nicht die Wahl lässt, das zu installieren oder es bleiben zu lassen.
Bei mir sind es 29.7 GB
+3
thomas b.
thomas b.24.09.26 16:42
Auf meinem MacBook Pro M4 pro sind es 28,59 GB
+4
MLOS24.09.26 16:46
Alle Macs mit einem M3 oder höher dürften stärker betroffen sein, da dort die besseren On-Device-Modelle lauffähig sind, so wie ich das verstanden habe.
+6
Zerojojo24.09.26 16:48
MacBook Air M1. Ich bin bei 32 GB für macOS (20 GB davon Apple Intelligence) und 70 GB für System Data. Hab keine iOS Backups oder sonstigen, offensichtlichen Ballast drauf. Das ist einfach viel zu viel nur fürs System und zu intransparent, um etwas dagegen tun zu können. Da muss Apple wirklich nachbessern. Ein System sollte sich nicht selber so zumüllen.
+11
Marcel Bresink24.09.26 17:34
Hier verwechseln ein paar Leute Apple Intelligence mit Siri AI. Das sind zwei verschiedene Dinge, die unabhängig voneinander jeweils ihren eigenen Speicherplatz benötigen.
L-E
Ich warte noch auf den Tag, wo Apple das einfach mit einem Update ungefragt aktiviert

Das ist bereits so, darum geht es ja im Artikel. Auch wenn Du Siri AI nicht einschaltest, werden trotzdem an allen möglichen Ecken und Enden verschiedene Komponenten von Apple Intelligence nachinstalliert, und zwar mehr oder weniger ungefragt. Ein Apple-Account ist dazu übrigens nirgendwo erforderlich. Zum Beispiel:

  • Wenn man "Image Playground" startet, werden die AI-Komponenten zur Bildgenerierung installiert.
  • Wenn man in "Fotos" eine Funktion aus der Rubrik "Werkzeuge" aufruft, werden die AI-Komponenten zur Bildnachbearbeitung installiert.
  • Wenn man in irgendeinem Texteingabefeld das Menü "Schreibtools" aufruft, werden die AI-Komponenten zum Textverständnis nachinstalliert.

Wenn man diese drei Dinge macht, werden etwa 14 GB zusätzlich verbraucht, auch auf dem kleinsten M1-Mac.
froyo52
Betrifft uns hier in Europa ja (noch) nicht.

Das betrifft jeden Anwender von macOS 27 weltweit. Apples Anti-EU-Propaganda gilt für iPhone und iPad.
+18
euha0124.09.26 19:25
Zwingt mich auf OS26 zu bleiben. Benötige den SSD Platz für andere Dinge. Habe auf OS26 Apple Intelligence deaktiviert, als ich die Meldung nach mangelndem Speicherplatz bekam und danach neu gestartet.
+6
strateg
strateg24.09.26 19:51
sudoRinger
adiga
froyo52
Betrifft uns hier in Europa ja (noch) nicht.
In ganz Europa? Betrifft das nicht nur die EU?
Nein, das hat diesmal nichts damit zu tun, ob man in der EU oder in Trittbrettfahrer-Europa wohnt.
Siri AI läuft auf macOS 27 Golden Gate mit einem Apple-Account aus der EU, sofern Gerätesprache und Siri-Sprache beide auf Englisch stehen.
Apple hält Siri AI in der EU nur auf iPhone, iPad und Apple Watch zurück.

mit trittbrettfahrer europas meist du wohl etwas neidisch die schweiz — seit vielen jahren das beliebteste auswanderland der deutschen

zumal die deutschen seit einiger zeit in europa eher trittbrettfahrer sind als in der spur
cuntentientscha, attentivitad, curaschi —
-8
towerhigh24.09.26 19:53
euha01
Zwingt mich auf OS26 zu bleiben. Benötige den SSD Platz für andere Dinge. Habe auf OS26 Apple Intelligence deaktiviert, als ich die Meldung nach mangelndem Speicherplatz bekam und danach neu gestartet.
Bei meinem MBA M5 mit macOS 26 sind es trotz deaktiviertem AI&Siri 9,65GB.
Auf meinem iPhone 17 6,49GB und iPad 24,95GB - jeweils die aktuellste Version und jeweils alles deaktiviert.
+3
sudoRinger
sudoRinger24.09.26 20:42
strateg
mit trittbrettfahrer europas meist du wohl etwas neidisch die schweiz
Als Trittbrettfahrer nutzt die Schweiz den Sicherheitsschirm von NATO und EU und zahlt kaum etwas dafür (0,7 % vom BIP). Bis zum Krieg war sie der wichtigste Handelsplatz für russisches Öl, bei Dünger und Getreide mischt sie bis heute kräftig mit. Sie schmückt sich mit Neutralität, um der Ukraine Gepard-Munition zu verweigern. Und sie ist Vermieter von FIFA, UEFA und IOC. Mit den Mieteinnahmen kann man dann ja die deutschen Ärzte locken.
+9
Hans.J
Hans.J24.09.26 21:25
STB
insbesondere wenn die 256 GB auch nur halb so schnell arbeitet wie die 512 GB
Dafür sind sie aber doppelt so schnell voll. Ist doch auch etwas
+4
strateg
strateg24.09.26 22:06
sudoRinger
strateg
mit trittbrettfahrer europas meist du wohl etwas neidisch die schweiz
Als Trittbrettfahrer nutzt die Schweiz den Sicherheitsschirm von NATO und EU und zahlt kaum etwas dafür (0,7 % vom BIP). Bis zum Krieg war sie der wichtigste Handelsplatz für russisches Öl, bei Dünger und Getreide mischt sie bis heute kräftig mit. Sie schmückt sich mit Neutralität, um der Ukraine Gepard-Munition zu verweigern. Und sie ist Vermieter von FIFA, UEFA und IOC. Mit den Mieteinnahmen kann man dann ja die deutschen Ärzte locken.

vier überlegungen dazu.

erstens: die schweiz ist kein mitglied der nato. aus diesem verhältnis folgt logisch, dass sie zu keiner zwei-prozent-investition des bip in die verteidigung verpflichtet ist. wo kein vertrag, da keine pflicht.

zweitens: es gehört zur prüfung der prämissen, dass jene, welche diese marke einfordern, sie selbst nicht erfüllen. deutschland hielt sich jahrzehntelang, bis 2024, nicht daran. derselbe staat war bis 2022 der grösste abnehmer russischen gases – über die hälfte des inlandverbrauchs – und leitete es zudem an weitere eu-staaten weiter. das urteil über andere setzt eigentlich die eigene reinheit voraus.

drittens: aus dem unterlassenen wächst die folge. hätten alle eu-mitglieder von anfang an mindestens zwei prozent investiert, so wären die lager der armeen gefüllt gewesen. mit halbgefüllten magazinen aber lässt sich der ukraine kaum wirksam helfen, ohne selbst in bredouille zu geraten.

viertens: dass die schweiz von ihrer zentrumslage profitiert – solange europa ihr gewogen ist – zu verschweigen wäre unredlich. doch die neutralität ist ein pfeiler der schweizerischen gesellschaft und des staates – deren verteidigung, in unruhigen und verwobenen zeiten, einen grösseren mut erfordert als das schwimmen mit dem strom.
cuntentientscha, attentivitad, curaschi —
-1
sudoRinger
sudoRinger24.09.26 22:51
strateg
vier überlegungen dazu.
Danke.
Die heutigen 0,7 % bleiben auch neben dem ehemaligen deutschen Minimum von knapp 1,2 % wenig.

Meine Antwort war ohnehin nur eine Replik auf den „Neid“. Mich stört eher die charakterlose Prinzipientreue, mit der man sogar rechtfertigen kann, dass bei geschätzten 150 bis 200 Mrd. Franken russischem Vermögen nur 7,5 Mrd. eingefroren wurden.

Lassen wir es dabei bewenden. Ok? Ich möchte meine Geschäfte mit den Schweizern nicht gefährden
+2
tranquillity
tranquillity24.09.26 23:23
@sudoringer und @strateg
Passend dazu ein Kommentar aus der tageszeitung
+7
Dr.....X24.09.26 23:37
Also ich drucke meine 17 GB einfach aus und deinstalliere es anschliessend über Terminal von der HDD via: sudo del -AI
+3
sudoRinger
sudoRinger25.09.26 11:44
Soeben habe ich den Mac mini von 15.8.0 auf 15.8.1 aktualisiert und bekomme ungefragt Apple Intelligence mit 10 GB installiert.
In Kürze bekommt der Mac ohnehin macOS 27, aber in Ordnung ist das nicht. Was, wenn ich ohnehin knapp mit Speicher wäre und daher bewusst bei Sequioia bleibe?
+6
strateg
strateg25.09.26 13:13
tranquillity
@sudoringer und @strateg
Passend dazu ein Kommentar aus der tageszeitung

genau das meinte ich mit deren verteidigung: in unruhigen zeiten verlangt sie einen grösseren mut als das schwimmen mit dem strom. wer mit dem strom schwimmt, entäussert sich seiner autonomen vernunft – er wählt bequemlichkeit statt pflicht.
auch die schweiz hat in den letzten jahren vermehrt mit rechtspopulismus zu kämpfen – einer politik, die menschen als mittel gebraucht, nicht als zwecke an sich. diesem vorstoss werden die modernen, offenen schweizerinnen und schweizer abschmettern – nicht aus opportunität, sondern aus pflicht. wer den menschen ernst nimmt, hat keine andere wahl.
cuntentientscha, attentivitad, curaschi —
+1
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