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Wichtige Info zur Verwendung einer Solid State Disk (SSD) & Sleep Mode

Hallo Leute,

es gibt etwas was ich für wichtig befinde und euch deshalb nicht vorenthalten möchte.
Es geht um den "Sleep Mode" von OS X. Hier gibt es verschiedene Modi´s.
Aktuell wird sofern es der Benutzer nicht geändert hat, der gesamte Inhalt des Arbeitsspeichers beim Wechsel in den Sleep Mode (zuklappen, was fast alle MacBook User machen) auf die Festplatte geschrieben!
Aus diesem Grund wird auf der Festplatte immer ein genau so großer Bereich wie der installierte RAM (Arbeitsspeicher) reserviert.

Sinn dieser Funktion ist es, dass der Zustand erhalten bleibt, auch wenn die Batterie leer werden sollte! Das kennt Ihr vielleicht. Wenn das MacBook längere Zeit im Sleep Zustand verbleibt und der Akku dabei leer wird, startet er zwar beim Einschalten wieder am selben Punkt, allerdings mit einem Ladebalken was das erneute Einlesen des RAM Inhaltes von der Festplatte erneut in den RAM darstellt.

Nachteil dieses Features ist, dass bei jedem "zu klapp" Vorgang bis zu 4 GB (bei den MacBooks) auf die SSD geschrieben werden müssen!

Da SSDs eine begrenzte Anzahl von Schreibzyklen aufweisen ist das eine "Verschwendung".

Viel gravierender ist jedoch, dass die meisten SSDs (auch die Vertex und Supertalent) langsamer werden, wenn alle Bereiche ein mal beschrieben waren! Da beim erneuten Beschreiben diese Speicherbereiche überschrieben werden müssen, dauert dies länger, als beim beschreiben von leeren Speicherplätzen (bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liegen sollte!).

Die Firmware einer SSD ist so konzipiert, dass sie Schreibvorgänge auf alle vorhandenen Speicherplätze verteilt. Das ist notwendig, damit alle Speicherbereiche "gleich altern". Würde das Sleepimage von angenommen 4GB immer auf die selbe Stelle geschrieben werden, würden diese Zellen schnell altern und andere kaum benutz werden!

Deshalb wird beim schreiben des Sleep Images immer der gesamte Speicherbereich der Festplatte genutzt!
Wenn bei jedem Sleep Vorgang 4 GB geschrieben werden, ist die gesamte Festplatte nach 32 Sleep Vorgängen komplett ein mal beschrieben worden! (bei 2 GB RAM entsprechend nach 64 Sleep Vorgängen).

Ab diesem Zeitpunkt würde die SSD laut vielen Berichten (siehe z.B. ) deutlich langsamer werden.

Um dem entgegenzuwirken, ist es möglicherweise sinnvoll, den Sleep Mode von 3 auf den Sleep Mode 0 umzustellen. Man muss dann aber darauf achten, dass alle geöffneten Programme und Dateien beschädigt werden können oder ganz verloren gehen, wenn während dem Sleep Zustand der Akku komplett leer wird! (das passiert erst nach ca. 10 Stunden nachdem der Mac von alleine aus geht, nicht wenn er gerade in den Sleep Mode geht, weil der Akku zu schwach ist!).

Den aktuellen Sleep Mode könnt Ihr im Terminal mit dem Befehl:
pmset -g | grep hibernatemode
auslesen

Umstellen in den Sleep Mode ohne auf den RAM Inhalt auf die Festplatte zu speichern geht mit dem Befehl:
sudo pmset -a hibernatemode 0

Danach solltet ihr das vorhandene Sleep Image löschen, das wie bereits erwähnt immer so viel Festplattenspeicher belegt, so groß wie der RAM ist.
Das geht mit dem Befehl:
cd /var/vm sudo rm sleepimage

Danach geht der Sleep Mode genau so wie bisher, nur dass der Inhalt des Arbeitsspeichers nicht auf die Festplatte geschrieben wird. Das ist bei der SSD wie ich finde die bessere Wahl.

Würde mich über Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Kritik freuen.

Ich hoffe, dieser Beitrag hilft euch weiter....

Gruß Taner

Kommentare

MacAndy22.03.09 12:50
Aber ob dann das wirklich was ausmacht ?

Die SSD kann normal 100000 Mal beschrieben werden. Bei einer 128 GB HD sind das insgesamt 12800000 GB. Sagen wir man versetzt das Book 10 Mal am Tag in den Ruhezustand das macht dann bei 4 GB RAM 40 GB pro Tag. 12800000/40 = 320000 Tage/365 = 876 Jahre. Rechnen wir damit, das man pro Tag noch 60 GB zusätzlich auf die Platte schreibt (Was in der Realität natürlich übertrieben ist) dann kommen wir immer noch auf 350 Jahre Lebenszeit. Von dem her dürfte es meiner Meinung nach kein Problem mit der Lebenszeit einer SSD geben, und die 100000 Schreibzyklen sind noch für Billige SSDs, bessere haben bis zu 500000.
Taner
Taner22.03.09 13:14
MacAndy

Deine Angabe von 100.000 mal bezieht sich auf SLC Chips! die meisten nutzen aber aufgrund des niedrigeren Preises MLC Chips! DIese haben i.d.R. "nur" 10.000 Schreibvorgänge!

Der Hersteller von z.B. OCZ und Supertalent geben bei der 128 GB Verion eine Lebensdauer von ca. 70 Jahren bei 50 GB Schreibzugriff pro Tag an.

Ich denke selbst auch, dass die Lebensdauer unkritisch ist, aber dass die Speicherbereiche alle ein mal beschrieben wurden und die Performance deutlich abnimmt ist eher kritisch! DIe meisten kaufen eine SSD gerade wegen der Leistung!

Gruß Taner
goldmember22.03.09 13:19
dann ist da aber ein denkfehler von dir drinne taner.
denn wenn, wie du ja selbst schreibst, immer andere bereiche der platte genutzt werden um die lebensdauer zu erhöhen, dann ist bereits nach 128gb (bei einer 128 gb ssd) der zeitpunkt erreicht ab dem die platte langsamer wird (wenn das so stimmt, höre ich jedoch zum ersten mal).
nach obigem beispiel wären das nichtmal 3 tage...
dann macht meiner meinung nach der ruhemodus nicht wirklich was aus in bezug auf frühzeitige leistungseinbußen.
Taner
Taner22.03.09 13:35
goldmember

Wie kommst du auf drei Tage?
4GB pro Ruhezustand bei 4 GB Ram
4GB x 3 Tage = 12 GB, nicht 128GB!

128GB / 4GB = 32 Tage! Bei 2 GB RAM = 64 Tage.

Und dass das tatsächlich so ist, kann man in dem angegebenen Link nachlesen! Das bestätigen zahlreiche Nutzer...

Gruß Taner
goldmember22.03.09 13:49
nein, ich meine wenn man annimmt das am tag 50 gb geändert werden, dann sind die 128 gb sehr schnell "voll" (bz einmal geändert worden und somit nicht mehr "leer").
selbst wenn es nur 20 gb pro tag sind, sind das nichtmal 7 tage nach denen die leistung abnimmt.
Johloemoe
Johloemoe22.03.09 13:58
ähm @@ Taner
Wie kommst du überhaupt da drauf 128GB/4GB zu teilen und dann Tage rauszukriegen? Das interessiert mich jetzt mal!

Egal, trotzdem hat der @@goldmember recht, eigentlich sollten relativ schnell alle Zellen einmal beschrieben worden sein, und dass dann die GEschwindigkeit runtergeht höre ich auch zum ersten Mal.
Taner
Taner22.03.09 14:01
Das ist richtig! Im Forum auf den ich im Artikel verlinkt habe, wird das innerhalb von Stunden provoziert, um genau dieses Verhalten zu überprüfen! Die warten da nicht Tage lang, bis die Situation eintritt, sondern kopieren so viele Daten hin und her, bis alles beschrieben wurde. Machen ständig Tests und löschen die Platte danach komplett um erneut zu testen.
Dabei wird immer bestätigt, dass die SCHREIBGESCHWINDIGKEIT enorm abnimmt, wenn alle Speicher ein mal beschrieben wurden!

Für das lesen macht das wohl keinen Unterschied, deshalb werde es die meisten User nicht merken, was aber nicht bedeutet, dass dieser Zustand wünschenswert ist!

Der Sleep Mode (Mode 3) erreicht diese unerwünschte Situation erheblich früher!
Wenn sich ansonsten keine Daten ändern, würde es deutlich länger dauern, bis der Zustand eintritt...
Angenommen bei den meisten Usern ändert sich am Tag IM DURSCHNITT nur ein halbes Gigabyte, dann würde der Zustand nach 256 Tagen auftreten!
Und bei 4GB RAM und nur einem SLEEP VORGANG pro Tag schon nach 32 Tagen. Wenn man den Rechner am Tag 10 x in den Sleep Zustand schickt, würde das entsprechend auch nach ca. 3 Tagen auftreten!
Deshalb finde ich diesen Artikel ja so wichtig.

Gruß Taner
Taner
Taner22.03.09 14:07
Johloemoe

Was ist denn an meiner Rechnung so schwer?

Bei 4 GB RAM entspricht ein Sleep Vorgang 4GB daten auf die Platte schreiben.
bei meiner Berechnung bin ich von einem Sleep Vorgang am Tag ausgegangen, deshalb 4 GB pro Tag.

4 GB Pro Tag x 32 Tage = 128 GB...

Dabei sind natürlich andere Faktoren nicht mit einbezogen, ich will ja auch keine Wissenschaft daraus machen, sondern auf diesen Umstand hinweisen!
Wenn man bedenkt, dass die Platte mit einem lauffähigen Betriebssystem und USER DATEN befüllt wird, wird ein sehr großer Teil davon bereits in der ersten Stunde voll sein!
Ich z.B. habe derzeit knapp 50 GB in Verwendung. Diese sind von Anfang an weg! Bleiben also nur 78 GB bis alle Bereiche der SSD beschrieben wurden.
Dazu kommen ausserhalb des Sleep Images noch Daten durch NUTZUNG (Mails, Bilder, Musik, Logfiles, Cahces etc...)

Ich will doch nur erreichen, dass alle über diesen Umstand bescheid wissen

Gruß Taner
Johloemoe
Johloemoe22.03.09 14:20
Aha! Ja gut, bei einem Sleepvorgang pro Tag. Wenn SSDs allerdings tatsächlich die Zellen bei Scheibvorgängen alle gleich belastet werden sollte das alles keinen Unterschied machen, weil die dann eh innerhalb kürzester Zeit alle einmal beschrieben wurden.

Aber jetzt versteh ich deine Rechnung^^
Bei mir wärens allerdings mindestens 3 bis 4 Vorgänge pro Tag, da wär ich wesentlich schneller..
Taner
Taner22.03.09 14:30
Übrigens, bei Windows tritt aufgrund der extrem langsamen Schreibgeschwindigkeit der SSD wohl teilweise auf, dass das gesamte System einfriert, ein Bluescreen zum Vorschein kommt bzw. die Festplatte einfach aus dem System verschwindet und nur durch Reboot wieder auftaucht!

Also eine Art "Timeout" des Betriebssystems, wenn die Festplatte in dieser Zeit nicht reagiert, gilt diese als "ausgeworfen, entfernt ..."

Auch wenn das unter OS X nicht auftreten sollte, ist die Performance einfach sehr schlecht!

Gruß Taner
bluefisch20022.03.09 14:55
Was lässt du eigentlich für nen Bockmis* ab? SSDs haben viel höhere Lese und Schreibraten als HDs, Windows bekommt sicher keinen BSOD wegen SSD sonst wär mein HP Elitbook schon 1000 mal mit BSOD weg gewesen.
SSDs haben eine viel höhere Lebensdauer als normale Festplatten...kein Computer läuft so lange wie die SSD Platte laufen könnte...
Stefan S.
Stefan S.22.03.09 15:29
EInzahl: Modus
Mehrzahl: Modi
kein s und erst Recht kein 's

Taner
Taner22.03.09 15:59
bluefisch200

bevor du so einen "Bockmist*" postest, solltest du bitte den von mir geposteten Link mal anschauen! Dort haben ZAHLREICHE User das Problem, wenn die Platte ein mal voll geschrieben wurde!
Hier nochmals der Link:
http://www.hardwareluxx.de/community/showthread.php?t=597094&page=1

Posts 17, 63, 67, 125, 383

Rantanplan
Rantanplan22.03.09 17:01
Auch wenn es angesichts fingernagelgroßer Speicherkärtchen in GB-Größe nicht so aussehen mag: Flash-Speicher ist ein hochkompliziertes Ding. Zum Einen gibt es da die Eigenarten des jeweiligen Controllers, gerade die billigen haben keinen Cache-Speicher und brechen beim Schreiben stark ein. Auf der anderen Seite stehen die Eigenheiten der EEPROM-Technik, zum Beispiel, daß ein Block (oder auch nur ein einzelnes Byte) nicht einfach überschrieben werden kann, sondern immer der gesamte Block gelöscht und neu geschrieben werden muß. Das kollidiert dann mit den üblichen Dateisystemen, die von Sektoren mit 512 Byte ausgehen, so ein Löschblock bei Flash-RAM ist aber mehrere kByte groß. Deswegen muß der Controller, wenn er etwas taugt, Schreibvorgänge zusammenlegen, sonst altert das Flash-RAM noch schneller als nötig. Und dann kommt noch das Wear Levelling dazu, bei dem die Sektorenschreibvorgänge möglichst intelligent verteilt werden, damit alle Sektoren ähnlich stark abgenutzt werden.

Insgesamt sehr komplex und SSDs sind noch eine so junge Sache, das muß sich erst entwickeln. Das sind noch Kinderkrankheiten.
Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck
bluefisch20022.03.09 18:42
-Taner
da haben 5-10 von 466 Post nen Problem...
Ich habe eine Intel X25 und die war auch schon zum bersten voll...trotzdem blieb sie gleich schnell...zudem war meine Aussage dass dein Oberiger Post Bockmist war sehr wohl gerechtfertigt...es stimmt schlicht und einfach nicht...wie gesagt ich hätte schon zig mal meine Haubtplatte verlieren müssen...war einfach noch nie so...
Taner
Taner22.03.09 19:15
bluefisch200

welche Intel X25? die X25-E oder X25-M?

Man darf bei unsere kleinen Diskussion nicht vergessen, dass beide SSDs einen ganz anderen Controller haben! Die X25 ist eine der besten (und teuersten) SSDs auf dem Markt!
Diese kann man nicht mit der Ultradisk (ME) oder OCZ Vertex vergleichen.

Die von mir genannten beiden sind erst seit wenigen Tagen in Deutschland lieferbar! Seit vorgestern gibt es für die Ultradisk eine neue Firmware, die diesen Bug (dass die Platte verschwindet) behebt! Gäbe es das Problem nicht, bräuchte der Hersteller kein Update bereitstellen, welches diesen Fehler behebt!
Auch wenn bei dir die Systemplatte nicht verschwindet, müsste die Schreibgeschwindigkeit langsamer sein, wenn alle Speicherbereiche ein mal beschrieben wurden. Soll laut dem was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, an den Flash Chips liegen. Somit trifft das auch auf die X25 zu, wenn auch nicht so extrem
bluefisch20022.03.09 20:04
Taner
Entweder habe ich etwas überlesen oder du hast nicht genau definiert welche SSDs betroffen sind...also sei nicht erstaunt wenn ich dir wiederspreche...ich kann bei meinem Notebook nur X25 auslesen...ich habe auch nur diese SSD zum verleich...sie wird nicht weniger schnell...somit muss ich auf meiner Meinung dass dies nicht stimmt beharren...
Ich glaube dir aber gern dass die von dir genannten SSDs Probleme haben...
Taner
Taner22.03.09 20:13
Dann sind wir uns doch einig
Es gibt bessere und schlechtere SSDs (wie fast alles auf dem Markt).

Und deine X25 gehört zu den besten! Daher ist zu erwarten, dass diese sehr gut funktioniert.
Die Vertex und Ultrdisk sind noch seeehr neu und noch Fehlerbehaftet. Ich habe selbst eine bestellt und freue mich, dass ich sie morgen endlich einbauen kann.
Ich bin überzeugt, dass es bald eine Firmware geben wird, die diese SSDs richtig gut nutzbar machen wird.

Gruß Taner
Johloemoe
Johloemoe22.03.09 20:17
Taner
Die ganze Geschichte deutet doch eher darauf hin, dass die SSDs von diesen Firmen (OCZ etc.) schlecht sind, bzw. Fehler haben. Dass eine SSD nach dem ersten Vollschreiben langsam wird halte ich für blöde, das wäre auch schon im Internet plattgetreten worden, man erinnere sich nur an die Vergleichstests beim MacBook Air. Solche "Belastungen" muss eine SSD abkönnen, sonst ist sie nix wert. Wenn man damit umgehen muss wie mit einem rohen Ei bringt mir das ganze Ding auch nix.

EDIT: Du warst schneller
trigunas10822.03.09 21:38
Mal ne ganz andere Sache: Für das Umschalten der Sleep Modi kann man auch die Freeware SmartSleep verwenden.
WALL*E
WALL*E22.03.09 23:32
Also:

1. Wozu kann man Dateien speichern und den Mac ausschalten? Ich würde im Traum nicht darauf kommen das Ausschalten durch den Sleep Mode zu ersetzten. Das ist in meinen Augen wirklich Stromverschwendung, egal wie wenig es sein mag.

2. Ich glaube nicht wirklich dass die Leistungseinbußen so extrem sind, dass sie neben den "normalen" Einbußen noch erwähnenswert sind. Mich würden da wirklich mal Geschwindigkeitstests interessieren. Wahrscheinlich sind es Unterschiede, die im Bereich von ein paar Hundertstelsekunden liegen
Johloemoe
Johloemoe23.03.09 00:21
WALL*E
Naja, mitm Mac/notebook ergibt das schon Sinn. Einfach zusammenklappen und mitnehmen, danach wieder aufklappen und weiterarbeiten, ohne Verzögerung und sauschnell..
Taner
Taner23.03.09 09:50
WALL*E

und du fährst wirklich deinen Rechner jedes mal runter, wenn du 10 Minuten auf Toilette musst? Oder bist du dann so "verschwenderisch" und lässt ihn tatsächlich durchlaufen?

Mein MacBook geht jedenfalls von alleine in den Ruhezustand, wenn man man ein paar Minuten inaktiv wird! Keiner kann mir erzählen, dass er den Rechner nie für 10 Minuten stehen lassen hat. Jeder muss mal an die Haustür, ans Telefon, auf Toilette, was zum trinken holen etc... Und keiner wird in dieser Zeit seinen Rechner runter und wieder hochfahren! Aber der Ruhezustand geht von alleine, und das aufwachen dauert nur eine unmerkliche Sekunde...

Also auch der Ruhezustand hat seine Berechtigung!

Gruß Taner
Rantanplan
Rantanplan23.03.09 17:59
WALL*E

Du schraubst wahrscheinlich auch den Wasserhahn ab, wenn du gerade mal kein Wasser brauchst

Imho wird ein Notebook durch das Instant-On/Off überhaupt erst richtig benutzbar. Wenn ich es jedesmal wenn ich es nutzen will erst neu starten muß, die ganzen Apps die ich nutze wieder starten muß ... dann würde ich mir drei Mal überlegen, ob ich das Ding aus- oder anschalte. Sorry, aber man kann sich auch mit der Kneifzange die Hose anziehen, praktisch ist es deswegen aber noch lange nicht.
Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck
Johloemoe
Johloemoe23.03.09 18:22
Taner
Andere Geschichte: DU WEISST dass die entsprechenden SSDs probleme machen, und hast dir TROTZDEM eine bestellt? SO gutgläubig wäre ich ja nicht. SSDs sind noch in den Kinderschuhen, d.h. ich würde maximal eine Top-SSD (z.B. von Intel) kaufen, um sicherzugehen dass auch alles so funktioniert wie erhofft. Mir dagegen die Erstversuche von irgendwelchen Chinesen zu kaufen, wo ich von vornherein weiss, dass die jetzt nicht ordentlich gehen und dann auf ein Update hoffen halte ich für grob fahrlässig. Und die Lösungen die da im Forum diskutiert werden sind ja wohl auch Lötzinn.. So Sachen wie "Windows installieren, Pagefile auf andere Platte und dann von der SSD nurnoch lesen" schiessen ja wohl komplett am Ziel vorbei. Wenn ich mir son Teil kaufe, möchte ich es doch auch benutzen!?
WALL*E
WALL*E23.03.09 19:45
Johloemoe, Taner, Rantanplan

Natürlich nutze ich den Sleep Mode, im Journal hat es sich nur so angehört, dass der Mac auch über Nacht 10 Stunden im Sleep Mode ist, anstatt ausgeschaltet zu werden.
Taner
Jeder muss mal an die Haustür, ans Telefon, auf Toilette, was zum trinken holen etc...
Das stimmt natürlich. Ich muss auch zugeben, dass ich dann meinen iMac nicht ausschalte, ich weiß zwar nicht wie weit deine Tür von deinem Arbeitsplatz entfernt ist, aber da wird es dann auch albern den Mac in den Sleep Mode zu schicken.
Rantanplan
Sorry, aber man kann sich auch mit der Kneifzange die Hose anziehen, praktisch ist es deswegen aber noch lange nicht.

Das Beispiel kann mich jetzt zwar nicht wirklich überseuzeg aber naja
Esäk
Esäk23.03.09 22:29
@Taner
Du irrst Dich.
Was Du meinst ist ein Effekt der Fragmentierung. Das hat nichts mit dem "einmal beschrieben sein" der SSD zu tun. Wenn die SSD allerdings entweder fragmentiert ist oder aber viele kleine Files wild über die SSD verteilt sind, dann gibt es beim Schreiben mit einer SSD aber tatsächlich ein Problem, das eine normale Platte nicht hat. Wird nämlich beim Schreiben ein Block verwendt, der gültige Daten hat, aber noch nicht voll belegt ist, sondern noch was frei hat, dann muss dieser Block nämlich zunächst in einen Puffer gelesen werden, dieser dann mit dem neuen Inhalt upgedated werden und zum Schluss wieder auf die SSD geschrieben. Werden so zum Beispiel eine Ladung zu je 50% gefüllter Blöcke beschrieben, dann bricht die Schreibleistung natürlich ein. Und zwar auf deutlich unter 50% dessen, wie wenn nur mit keinen gültigen Daten belegte Sektoren beschrieben werden würden. Denn in diesem Fall muss nur geschrieben werden und fertig. Das ist eine Prinzipsache.
Und von daher ist zumindest der Eindruck nicht falsch, dass eine SSD mit Benutzung langsamer wird. Mir ist im moment nicht klar, wie das anders also durch permanentes Vermeiden von Fragmentierung optimiert werden könnte.
Die Todesstrafe gehört auch in Hessen abgeschafft!
epionier
epionier23.03.09 23:25
@Taner

Ich muss dich mal in einigen Punkten korrigieren.

1. Stimmt es dass SSD ein wenig langsamer werden wenn die Flash-Zellen einmal beschrieben wurden.Du wirst jedoch kaum verhindern können dass 128GB durch deine Methode nicht geschrieben werden. Das hat man wohl innerhalb von ein paar Tagen getan, auch wenn man nicht alles voll belegt.

2. Sagt Esäk zutreffend dass der Performance-Verlust, insbesondere wenn die MLC-SSD wenig Speicher verbleibt, an der Fragmentierung liegt. Die aktuelle Generation der SSDs verwendet ein Verfahren names Write-Combining. Dies führt jedoch auch zu einer Fragmentierung, was das ganze bremsen kann/tut.
Daher trat dieser Effekt bei den ersten SSDs nicht auf.

3. Schreibt man ein Journal wenn man etwas weiss und nicht wenn man etwas vermutet. Dein Beitrag passt besser ins Forum.

4. Selbst wenn du das HDD Sleep Image deaktivierst, schreibt ein Mac dennoch ein HDImage wenn der Akku ganz zu neige geht. Dies ist ein automatischer Sicherungsmodus um deine Daten zu erhalten.

5. Kannst du in SystemsteuerungEnergieoptionen einstellen was dein Mac automatisch wann tut.

6. Die Probleme die du hier schilderst treten momentan insbesondere bei der Vertex und der Ultradrive auf. Das hat aber nichts mit MLC oder SSD als solches zu tun. Die Hersteller haben eine schlechte Firmware, daher treten Probleme auf. Und das zwar schon wenn die SSD einmal beschrieben wurde. Nur das verlangsamen der Speicherzellen liegt in der Natur der Sache.
Taner
Taner24.03.09 13:54
epionier

du bist eigentlich der "Auslöser" für mein Journal
Ich habe dein hervorragndes Journal gelesen und mich auch deshalb für eine SSD entschlosen.
Du hattest geschrieben, dass du das Jounal ergänzen wirst, worauf ich mich auch riesig freuen würde!

Mein Journal war oder ist "vermeintlich" wissen! Das habe ich mir durch Lesen anderer Foren und Problemberichten angeeignet und wollte da ich als Mac User selbst daran interessiert bin, diese Informationen hier ebenfalls an den User bringen...

Noch eine Frage zu diesem Thema:
Das Festplatten Dienstprogramm bietet die Möglichkeit die nicht genutzen Bereiche einer Festplatte zu löschen (mit nullen überschreiben), würde diese Fnktion den gewünschten Efolg bringen?
Siehe Screenshot von mir:
epionier
epionier24.03.09 15:38
Taner

Ich habe zurzeit eine Menge zu tun und es gibt derzeit noch nicht genügend Material um das Journal sinnvoll zu ergänzen. Ich wollte es eigenltich mit der Vertex/Ultradrive schreiben.

Die Vertex und das Ultradrive sind an sich sehr gute SSDs die sehr günstig sind. Jedoch sind derzeit Probleme vorhanden die in keinster Weise akzeptabel sind. Das Laufwerk meldet sich einfach ab...wird nicht mehr erkannt...und ähnliches.

Ich hatte ja auf diese lange gehofft aber ohne eine ordentliche Firmware kann ich diese nicht empfehlen. Ansonsten hat sich im SSD-Markt noch nicht so viel getan. Die Intel ist immer noch die beste MLC-SSD derzeit.
Ich selbst habe eine Samsung SSD verbaut. Die hat zwar nicht die allerbesten seq. Werte ist jedoch bei kleinen Dateien sehr gut und die Leistung ist konstant. Das System ist flüssig und Multitasking kein Problem. Insbesondere muss man keine Angst haben seine Daten zu verlieren. Das muss nämlich eine Festplatte garantieren, sonst lege ich keine Daten darauf ab.

Sag mir doch mal bitte was für eine SSD du verwendest. Den Effekt dass die Geschwindigkeit ein wenig abnimmt aufgrund des ersten Durchlaufs wirst du nicht mehr herstellen können. Das ist aber wirklich nur in synthetischen Benchmarks zu sehen.
Das Problem das MLC-SSDs mit der Zeit der Befüllung an Speed verlieren darf nicht so eng gesehen werden. Erstens ist das bei HDDs extremer und im realen Betrieb wirst du nichts davon merken, da die IOPS relativ konstant bleiben.
SSDs gibt es jetzt ja schon eine Weile und ich habe noch nirgends gelesen dass eine SSD defekt war weil die Speicherzellen ausgelutscht waren. Zumal eine SSD ja über Reserveblöcke verfügt und auch die ausgelutschten Zellen nur eine Schreibsperre haben, also die Daten lesbar sind.

Hier gibt es einen guten, aber auch sehr ausführlichen Artikel zu den heutigen SSDs. Ist ja bald Wochenende, dann machs dir auf dem Sofa gemütlich:
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