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Zurück in die Zukunft … Das Ende von Software

MacStudio13.10.2610:33
Hallo,

das Faszinierende an Geisterfahrern ist, dass sie denken, alle anderen fahren falsch. Ich bin so einer.

Als ich Anfang der 90er meine berufliche Karriere als Kreativer in den großen Werbeagenturen in Hamburg und Düsseldorf startete, sah der Job folgendermaßen aus:

Als Art Director saß ich an einem leeren Tisch mit Bleistift und Papier und musste mir etwas ausdenken. TV-/Kinospots, Plakate und Anzeigen. Die Anzeige wurde mit wenigen Worten beschrieben und dazu eine Bleistiftzeichnung gemacht. Die Umsetzung machte das „Atelier“. Das waren Schriftsetzer, heute Mediengestalter genannt. Briefe wurden diktiert. Ich hatte deshalb ein kleines Diktiergerät. Geschrieben wurden die Texte von Schreibkräften. Später bekam ich auch einen kleinen Macintosh SE mit RagTime. Im Prinzip war das dann der „Nachfolger der elektrischen Schreibmaschine“. So blieb das bis Mitte der 90er.

Dann kam Adobe bzw. die Vorläufer davon. Das Atelier wurde geschlossen und ich musste die Layouts selber machen. Später kamen dann sogar der Filmschnitt und die Druckvorstufe dazu. Kurz: Was früher ein riesiges Team war, wurde zur „One-Man-Show“. Wurde ich anfangs zu 100 % für meinen „Gehirnschmalz“, sprich meine Ideen, bezahlt, betrug der Ideenanteil an meiner Arbeit nun nur noch wenige Prozent. Der Rest war die Bedienung der Maus, des Cursors und Menüs.

Nun ist die KI da!

Ich diktiere nun wieder meine Briefe (ohne Word, Office usw.). Ich mache kleine Skizzen und die KI setzt das um. Aus Briefings und Moodboards werden Filme und Fotostrecken. Wie früher. Wieder habe ich 100 % für meine Ideen und meinen Gehirnschmalz. Das ist doch toll. Geil. Nice. Cool.

Kann es nicht sein, dass die letzten 25 Jahre die Idee, einen Arbeitsprozess, der vieler einzelner Berufe und Qualifikationen bedarf, in einer App, nennen wir sie Adobe Creative Suite, in einer One-Man-Show zu integrieren, eine Sackgasse war? Ich meine damit das DENKEN und HANDELN in einer Person zu vereinen.

Es ist doch viel effektiver, wie bis zu den 90ern seine Briefe zu diktieren, anstatt sich in die Bedienung von „Office und Word“ einzuarbeiten. Als kreativer Werber skizziere ich wieder und gebe meine Ideen ins Atelier, nun die KI, anstatt mich durch Menüs von Apps zu arbeiten. Einen Kostenvoranschlag diktiere ich und mein Agent erstellt eine perfekte Kostenaufstellung mit allem drum und dran als PDF. So wie früher die „Sekretärin“ bzw. das Projektmanagement.

Alles wie früher. Ende des App-Irrweges.

Sind wir Boomer die Geisterfahrer? Liegen wir Boomer falsch, wenn die KI die Welt der Pre-90er-/00er-Jahre zurückholt? Wenn wieder Briefe diktiert und Ideen skizziert werden? Wenn wieder ausschließlich Ideen und der Gedanke zählt?

Zurück in die Zukunft
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Kommentare

Weia
Weia19.10.2609:15
TorstenW
Was du hier behauptest ist aber ziemlicher Quatsch.
Quatsch, Stuss – warum musst Du eigentlich jedes Mal ausfällig werden, wenn Du mit mir diskutierst?
Weia
Es gibt aber keinen zwingenden Grund, ausgerechnet auf dieser Zwischenstufe zu beginnen. Warum gerade auf dieser?
Nun, ein relativ simpler Grund könnte sein, das das Gerät auf dieser Ebene misst
Das behauptest Du. Willst Du ernsthaft bestreiten, dass Du in der Analyse der physikalischen Vorgänge beim Messen auf keine tieferen Ebenen mehr gehen könntest, d.h. Quantenphysik im Gegensatz zu allen anderen physikalischen Vorgängen auf der Welt ausgerechnet hier keine Rolle spielt? Denn wenn Du das nicht behauptest, dann steht eben die Frage im Raum, warum Du Deine Analyse willkürlich ausgerechnet auf einer Zwischenstufe startest und nicht einfach vom Endergebnis des Messvorgangs und Ziel der Messung ausgehst, nämliche einem Farbwert, der stets ein Vektor ist. Mein ganzes Argument ist einfach ein Plädoyer dafür, das Endergebnis des Messprozesses als das zu nehmen, was ein Messgerät misst (und nicht etwa Zwischenschritte). Gibt ein Messgerät am Ende eine Farbe aus, dann misst es doch wahrscheinlich Farben … 🙄

So schwer ist dieses Argument doch nicht zu verstehen.
Weia
Solche Geräte kenne ich nicht und würde sie auch nicht als Kolorimeter bezeichnen, wenn sie tatsächlich nur die Lichtmenge einer Frequenz messen.
Das ist das Quatschigste was du bisher überhaupt geschrieben hast.
Mach dich doch einfach mal mit der Funktionsweise eines Kolorimeters vertraut, bevor du solchen Stuss erzählst.
Ob du nun eine oder drei Frequenzen misst, macht doch überhaupt keinen Unterschied. Natürlich ist auch ein Gerät zur Messung einer einzigen Farbfrequenz ein Kolorimeter.
Da wäre ich ja gespannt, wie ein Gerät, das nur eine einzige Farbfrequenz misst, die Farbe von Mischlicht bestimmen kann … 😜
Weia
Ich rede von Kolorimetern im Zusammenhang mit Farbmessungen, und die geben nunmal 3 Farbkomponenten, also eine Vektorgröße aus.
Und die funktionieren trotzdem, indem sie genormtes Licht aussenden und die Absorbtion bei bestimmten Frequenzen messen.
Nein, was Du meinst, sind vollkommen andere Geräte. Ich rede von Kolorimetern im Zusammenhang mit Farbmessungen, wie sie für die Farbkalibration von Computerdisplays verwendet werden, nicht von Geräten zur chemischen Analyse von Lösungen, die ja nicht im eigentlichen Sinne Farben messen. Das sollte in einem Mac-Forum und dann noch in einem Thread, der von einem Grafiker begonnen wurde, eigentlich klar sein.

Solche Kolorimeter senden überhaupt kein Licht aus, sondern messen das vom Display ausgesandte Mischlicht bei diversen auf dem Display dargestellten Testfarben mit 3 Fotosensoren für die drei Grundfarben und geben diese als RGB-Vektor aus. Dieser Ist-Wert wird mit dem Sollwert der darzustellenden Farbe verglichen und daraus eine entsprechende Vektortransformation zur Angleichung von Ist- und Sollwert errechnet und als „Farbprofil“ auf dem Rechner abgelegt, sodass das Display wieder korrekte Farben darstellt.

Analog könnten entsprechende „Korrekturprofile“ bei „Vektorgeld“ gesellschaftliche Fehlentwicklungen, die sich in dezentral selbstregulierenden Systemen ergeben, für die Angleichung der Ist-Entwicklung an die gesellschaftlichen Zielvorgaben sorgen. Sowas, wie es jetzt holzschnittartig zum Beispiel mit der CO2-Abgabe als Internalisierung externer Kosten versucht wird, nur viel präziser.
Weia
Woher weißt Du, dass das niemand kann?
Wie oben jemand schon angesprochen hat, fehlen da dutzende Infos
Daraus folgt aber nicht, dass niemand mit diesem Gedankenanstoß etwas anfangen kann.
und ganz grundlegend ist da eine vollkommen verquere Idee, die absolut nicht nachvollziehbar ist.
… die Du nicht nachvollziehbar findest. Das sollte eine tentative gedankliche Anregung sein und keine fertig ausformulierte Theorie; das habe ich mehrfach explizit geschrieben. Wenn Du sie nicht anregend findest, dann halt nicht.
Natürlich kannst du dich jetzt wieder toll finden, weil du glaubst, dass du dir das toll durchdacht hast...
Meine Güte, was hast Du nur für ein Problem mit mir? Lass das Persönliche doch endlich mal fort. So hat eine weitere Diskussion mit Dir keinen Sinn und wird nur immer mehr off-topic.
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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Weia
Weia19.10.2609:27
konnektor
Du hast geschrieben, dass Dein Programm nicht im Internet hängt, nur ein eigenes Projekt ist und höchstens noch von ein paar Freunden benutzt wird ... usw.
Da darf ich dann doch eine Unterschied vermuten, wenn unser Programm […]
Ja, natürlich. Ich bestreite doch nicht, dass es Programme mit hohem Wartungsaufwand gibt.

Ich bestreite nur, dass das für alle Programme (oder auch nur die meisten) gilt und daher das Software-Abo grundsätzlich die angemessene Transaktionsform ist. So klang das aber bei Dir, und wenn ich meine entgegengesetzten Erfahrungen einwandte, tatest Du das apodiktisch als unzulässiges Argument ab.
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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konnektor19.10.2609:55
Weia
Ich bestreite nur, dass das für alle Programme (oder auch nur die meisten) gilt und daher das Software-Abo grundsätzlich die angemessene Transaktionsform ist. So klang das aber bei Dir ...
Ich habe LoCals "Liste" der möglichen Gründe für Abos um ein paar Punkte erweitert. Wenn das bei Dir anders "klingt", kann ich nur aufmerksameres Lesen empfehlen.
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Weia
Weia19.10.2610:28
konnektor
Weia
Ich bestreite nur, dass das für alle Programme (oder auch nur die meisten) gilt und daher das Software-Abo grundsätzlich die angemessene Transaktionsform ist. So klang das aber bei Dir ...
Ich habe LoCals "Liste" der möglichen Gründe für Abos um ein paar Punkte erweitert. Wenn das bei Dir anders "klingt", kann ich nur aufmerksameres Lesen empfehlen.
Ich kann so aufmerksam lesen, wie ich will, Du schreibst …
- Software muss ständig an Hardware, Betriebssysteme, Sicherheit und gesetzliche Regelungen angepasst werden
- Software kann lizenzpflichtige Bestandteile enthalten
Selbst wenn also keine neuen Features dazu kommen, braucht es Mitarbeiter für ein ständiges Rumpfentwicklerteam, die wie jeder andere fair bezahlt werden wollen.
Pay per use wird sich deswegen immer weiter durchsetzen.
… und da steht nirgendwo ein Qualifier wie „Manche Software“; also kann ich das, gerade wenn ich aufmerksam lese, nur als Aussage lesen, die auf alle Software zutrifft. (Ausnahme sind ausschließlich lizenzpflichtige Bestandteile, von denen aber wiederum gar nicht klar ist, wieso die laufende Kosten verursachen müssen und daher in diese Liste gehören.)
„“The morality of god caters to the ones in control, how strange, how odd” – Sofia Isella, “Numbers 31:17-18” aus “Something is a shell .”“
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