17. Januar 2011

Ein reichlich kurioses, wenn auch interessantes Gerücht macht momentan die Runde. Angeblich zieht Apple in Erwähung, aus den beiden Programmen Safari und iTunes eine einzige Applikation zu machen. Dieses Programm diene dann sowohl zur Verwaltung von Medien als auch dem Surfen im Internet. Um auf iTunes-Inhalte zuzugreifen, muss Apples Browser genutzt werden. Während Safari mit wenigen Prozent Marktanteil eher ein Nischendasein pflegt, könnte Apple durch die Fusion mit iTunes auf einen Schlag zu einem der wichtigsten Browserhersteller werden. Der iTunes Store allein verfügt über 160 Millionen Kunden, iTunes befindet sich hingegen auf noch mehr Computern. Vorausgesetzt, die neue Version von iTunes setzt sich rasch durch, so landet auch Apples Browser auf vielen Millionen weiteren Rechnern. Den Gerüchten zufolge nutzt Apple das diesjährige Musik-Event, um die neue Software vorzustellen. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine weiteren Gerüchte, die in eine ähnliche Richtung gehen. Zudem zeichnete sich die Quelle "Three Guys And A Podcast" in der Vergangenheit zwar durch kühne Prognosen, nicht jedoch durch hohe Trefferquote aus. Wie erwähnt handelt es sich auch angesichts der Übernahme des Musikdienstes "lala" also um ein interessantes Gedankenspiel, das jedoch nur bedingt ernstzunehmen ist.
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Ziemlich genau eineinhalb Jahre vergingen zwischen Steve Jobs' Rückkehr zu Apple im Juni 2009 und seiner jetzt verkündeten Auszeit. In dieser Zeit fanden mehrere sehr wichtige Wegmarken und Produkteinführungen statt. Nach dem September-Event des Jahres 2009, Apple hatte der iPod-Palette die erwarteten Verbesserungen spendiert, erfolgte im Januar 2010 eine der wichtigsten Neuerungen. Die Financial Times bezeichnete das iPad als die Krönung von Steve Jobs' Wirken bei Apple. Schnell stellte sich heraus, wie schnell das iPad neue Kunden anzog und den Tablet-Markt erst so richtig in Schwung brachte.

Eine weitere bedeutende Wegmarke der letzten eineinhalb Jahre war Steve Jobs' offener Brief zu Flash. Schon seit der Vorstellung des ersten iPhones war klar, dass Apple nichts von Flash hielt. Im offenen Brief verschärfte Jobs aber noch einmal den Tonfall. Flash sei die Absturzursache Nummer Eins auf dem Mac; man habe zwar lange mit Adobe zusammengearbeitet, die Probleme blieben hingegen. Der Mai 2010 stellte einen weiteren persönlichen Triumpf für Jobs da. Auch wenn er die Entwicklung nicht als solchen bezeichnen wollte, so hat es Jobs sicherlich mit großem Stolz erfüllt, dass Apple an der Börse erstmals wertvoller als Microsoft war.

Im Juni konnte Steve Jobs das neue iPhone 4 präsentieren und musste schon nach kurzer Zeit gegen ein kippendes Stimmungsbild in den Medien ankämpfen. Die viel zitierten Empfangsprobleme machten eine eilends einberufene Pressekonferenz notwendig, in der Jobs das Thema eingehend behandelte. Angesichts der hohen Verkaufszahlen des iPhone 4 konnte die Problematik den Erfolg des iPhones nicht verhindern, recht schnell verstummten die Berichte zur Antennenkonstruktion auch wieder.

Die Bekanntgabe von Apples Quartalszahlen im Oktober 2010, ausnahmsweise nahm auch Steve Jobs daran teil, brachte mit einem Umsatz von mehr als 20 Milliarden Dollar einen weiteren Rekordwert hervor. Zwei Events im Herbst aktualisierten Apples Produktpalette, zudem stellte Apple den Mac App Store vor. Noch vor Steve Jobs' Ankündigung, eine gesundheitsbedingte Auszeit zu nehmen, deutete sich bereits der Erfolg des Dienstes an. Am ersten Tag mehr als eine Million Downloads, auf der Quartalskonferenz gibt es vermutlich detailliertere Zahlen.
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Im Jahr 2009 musste sich Steve Jobs sechs Monate lang durch Tim Cook vertreten lassen. Damals war eine Lebertransplantation notwendig geworden, auf dem ersten Event nach der Operation äußerte sich Steve Jobs auch dazu. Eineinhalb Jahre nach Wiederaufnahme der Tätigkeit wird jetzt bekannt: Steve Jobs muss erneut pausieren. Bislang erfolgte noch keine detaillierte Erklärung, warum dieser Schritt notwendig ist. Wie schon vor eineinhalb Jahren heißt es, dass Jobs weiterhin an strategischen Entscheidungen mitwirke, sich aber aus dem Tagesgeschäft zurückziehe. Dieses übernimmt, wie schon vor zwei Jahren, COO Tim Cook. Die Börse reagierte umgehend, Apples Aktie gab schlagartig um mehrere Prozent nach. In einem Schreiben an alle Mitarbeiter äußert sich Steve Jobs folgendermaßen:
Dear team,
At my request, the board of directors has granted me a medical leave of absence so I can focus on my health. I will continue as CEO and be involved in major strategic decisions for the company. I have asked Tim Cook to be responsible for all of Apple's day to day operations. I have great confidence that Tim and the rest of the executive management team will do a terrific job executing the exciting plans we have in place for 2011. I love Apple so much and hope to be back as soon as I can. In the meantime, my family and I would deeply appreciate respect for our privacy.
Steve
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Wie Facebook in seinem Entwickler-Blog bekannt gegeben hat, können Facebook-Apps über die User-Graph-Schnittstelle sowohl E-Mail-Adresse als auch Telefonnummer anfordern. Bei der Anfrage einer App erhält der Nutzer eine Aufforderung zur Autorisierung, bei der die beiden Datensätze unter "Kontaktinformationen" aufgeführt sind. Für bestimmte Web-Apps kann diese Informationen durchaus wichtig sein, allerdings dürften die meisten Facebook-Apps wie Spiele eher keine nachvollziehbare Notwendigkeit für den Zugriff hervorbringen. Auch wenn der Anwender der Herausgabe dieser Kontaktdaten für eine App grundsätzlich erst einmal bestätigen muss, könnten Kriminelle nun versucht sein, durch subtile Phishing-Angriffe an diese interessanten Informationen zu gelangen. Dies könnte zu einer unüberschaubaren Situation führen, wie unter anderem Sicherheitsdienstleister Sophos befürchtet. Er empfiehlt die Reduzierung der Facebook-Kontaktinformationen auf das notwenige Minimum. So ist der Anwender auch geschützt, wenn die Schnittstelle durch einen Fehler plötzlich für wenige Minuten ungeschützt ist.
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Die Gerüchte um die kommende iPad-Generation reißen nicht ab. Wie Mac Rumors bei dem Ersatzteil-Lieferanten GlobalDirectParts entdeckt hat, werden dort bereits wichtige Komponenten des zweiten iPad-Generation angeboten. Für besonders großes Interesse sorgt hierbei der "iPad 2 LCD Screen". Das Multitouch-Display ist als Ersatzteil mit rund 218 US-Dollar deutlich teurer als die Variante für die erste iPad-Generation (145 US-Dollar), was zu der Vermutung führt, dass aufwendige Neuerungen enthalten sein müssen. Hierbei könnte es sich um die vielbeschworene Verdoppelung der Auflösung handeln oder aber vielleicht auch nur um die Integration einer Front-Face-Kamera. Ebenfalls eine interessante Komponente ist der "iPad Vibrating Motor", den es so bei der ersten iPad-Generation bisher nicht gab. Er könnte vor allem bei Spielen für einen Force-Feedback-Effekt sorgen. Darüber hinaus ist in der Auflistung von GlobalDirectParts auch ein weißes iPad zu sehen, was allerdings auch auf einer Konzept-Studie basieren könnte, wie Mac Rumors einräumt.
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Den Zahlen von Asymco zufolge legen die Downloadzahlen von iOS-Apps derart schnell zu, dass innerhalb der nächsten Wochen bereits mehr App- als Musikdownloads stattfinden werden. Als Vergleichswert kann auch die aktuelle iTunes-Promo herhalten, die auf App Nummer 10.000.000.000 zählt. Der iTunes Store für Musik benötigte 67 Monate für 10 Milliarden Downloads, beim App Store sind es gerade einmal 31 Monate.
Pro Tag finden mehr als 30 Millionen App-Downloads statt, Tendenz weiter steigend. Dafür verantwortlich ist nicht nur die wachsende Zahl betriebener iOS-Geräte sondern auch das Nutzerverhalten. So greifen Anwender verstärkt auf Mobil-Applikationen zurück, im Durchschnitt verfügt jeder Nutzer jetzt bereits über 60 Apps. Vor zwei Jahren, der App Store war noch recht neu, lag der Wert bei gerade einmal 12 Programmen pro Anwender.
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Mit der Übernahme von Palm gelangte HP im vergangenen Jahr auch an das moderne Mobile-System webOS. Das mit HTML und JavaScript ausgestattete Betriebssystem bietet viele Funktionen auf Basis bekannter Web-Techniken und verfügt für kritische Anwendungsfälle wie Navigation und Spiele auch über ein C-basierte Plugin-Schnittstelle. Bislang sind nur Palm-Smartphones mit webOS erhältlich, doch wird HP voraussichtlich Anfang Februar sein erstes webOS-basiertes Tablet vorstellen. Allerdings plant HP anscheinend noch einen Schritt weiterzugehen und auch Netbooks mit webOS auszustatten. Auf der webOS-Seite sind mittlerweile dafür verschiedene Hinweise zu finden, wie PreCentral entdeckt hat. Unklar ist jedoch, ob das Netbook wie schon die Smartphones neben der Tastatur auch ein Multitouch-Display besitzen wird. Sollte HP mit der webOS-Plattform erfolgreich sein, könnte von einer ganz neuen Seite ein Mac-Konkurrent entstehen.
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Die neunte Beta von Firefox 4 ist erschienen und könnte die letzte Beta vor der Fertigstellung sein. Die grundsätzlichen Arbeiten am bekannten Web-Browser sind bereits abgeschlossen, so dass sich die Entwickler nun in der verbleibenden Arbeiten auf Fehlerbehebungen und Optimierungen konzentriert. Version 4 wird unter anderem über eine verbesserte Programmoberfläche und erweiterte Unterstützung von HTML5 und CSS3 verfügen. Darüber hinaus hat die Mozilla Foundation auch viel Wert auf eine erhöhte Geschwindigkeit gelegt. So wurde die schnelle Script-Engine Jägermonkey integriert und die Anbindung der 3D-Schnittstelle WebGL verbessert. Weitere Verbesserungen betreffen die Sicherheitsfunktionen sowie die Schnittstellen für Plugins. Die Firefox 4 Beta 9 soll sich bereits für den regulären Einsatz eignen und benötigt mindestens Mac OS X 10.5 Leopard.
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Apple gibt am morgigen Abend die Zahlen für das abgelaufene Quartal bekannt. Verkündet werden die Zahlen für das vierte Kalenderquartal 2010, Apples erstes Finanzquartal 2011. Bisherigen Einschätzungen zufolge verkaufte Apple im Weihnachtsquartal mehr Macs als je zuvor. Zum ersten Mal könnte diesmal die Marke von vier Millionen Macs innerhalb eines Quartals fallen.
Wie üblich gibt es auch wieder einen QuickTime-Stream zur anschließend stattfindenden Pressekonferenz. Zahlreiche Journalisten werden dann die Gelegenheit nutzen, direkt Fragen an Apples Finanzchef Peter Oppenheimer zu stellen. Die Pressekonferenz beginnt um 23 Uhr unserer Zeit und dauert erfahrungsgemäß zwischen einer halben und einer ganzen Stunde.
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Die zweite Generation des iPads wird mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten Wochen angekündigt. Wie üblich kursieren im Vorfeld viele Geräte zu möglichen Neuerungen, die das iPad 2 mitbringen soll. Erneut heißt es, Apple werde dem neuen iPad eine deutlich höhere Auflösung spendieren. Apples iBook-App deutet an, dass die Auflösung bei 2048x1536 Pixel liegen kann. So legte Apple einige Grafikdateien nicht in der bislang typischen Auflösung ab, sondern entschied sich für Abmessungen, die von momentan in iPad oder iPhone eingesetzten Displays nicht in voller Auflösung dargestellt werden können. Sofern Apple die Auflösung des iPads tatsächlich verdoppelt, infolgedessen müssen viermal mehr Pixel berechnet werden, ist auch der Einsatz eines leistungsfähigeren Grafikchips erforderlich. Auch dieser wird in neuen Gerüchten genannt. So setze Apple angeblich auf den leistungsfähigen SGX543-Chip, der zwei Prozessorkerne mitbringt und die Grafikleistung fast verdoppelt.

Aktualisierung: Im Warensystem von Best Buy sind zudem drei neue iPad-SKUs aufgetaucht. Die mit "Apple iPad SKU WiFi" überschriebenen Einträge weisen dieselben Preise wie das aktuelle iPad auf.
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