FreeBSD-Mitbegründer verlässt nach 12 Jahren Apple | News | MacTechNews.de

Themenseite:
Alle Meldungen zum Update auf iOS 7.1

Donnerstag, 27. Juni 2013

FreeBSD-Mitbegründer verlässt nach 12 Jahren Apple

Bild zur News "FreeBSD-Mitbegründer verlässt nach 12 Jahren Apple"
Jordan Hubbard, Leiter der Software-Entwicklung im Bereich BSD und Unix, hat nach 12 Jahren Apple verlassen. Zukünftig wird er bei iXsystems die Leitung und Entwicklung der FreeNAS- und TrueNAS-Produkte übernehmen. Hubbard ist seit mehr als 25 Jahren als Software-Entwickler tätig und war unter anderem Mitbegründer des FreeBSD-Projekt. Im Juni 2001 kam er zu Apple und war von Anfang an für die in iOS und OS X integrierten BSD- und Unix-Technologien verantwortlich. Sich selbst bezeichnet Hubbard als Verfechter und Mitwirkender von Open Source, um die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln und neue Gemeinschaften aufzubauen. User-Interface-Design und Entwickler-Werkzeuge zählen zu seinen Spezialitäten. Daher wird er bei iXsystems auch an neuen Produkten für Privatnutzer und Unternehmen arbeiten.
0
0
0
25

Kommentare

o.wunder
Ups, ist an den Gerüchten das viele Angestellte Apple verlassen, doch was dran? Ich hoffe nicht.
nowMAC
Ups,

viele ungleich einer!
„Ne Ne, seit Steve Jobs nicht mehr da ist.... “
sierkb
nowMAC:

Aber dieser Eine hat's in sich. Und ist nicht irgendwer. Auch und erst recht nicht für Apple.
Forumposter
Ihr könnt ja mal einem Haus das Fundament wegnehmen...
Neodym
Das sind schon deutlich mehr - in den letzten 2 Jahren sind so einige hochranginge Mitarbeiter gegangen. Laut bspw. der Liste bei Business Insider fast zehn Leute, die teilweise viele Jahre dabei waren. Darunter Schlüsselpositionen wie Leitung Vertrieb (Apple Stores), Entwicklung von iPod/iPhone und OSX.

Dazu kommen Scott Forstall - der gegangen wurde - und Bob Mansfield, den man nur mit ganz viel Geld noch halten konnte.

Zusammen mit Jobs selbst hat Apple damit in kurzer Zeit einen erheblichen Abfluß an kreativen Köpfen und wichtigen Mitarbeitern zu verkraften. Klar werden Leute nachgerückt sein, aber die müssen sich auch erstmal finden und zu einem Team werden (und dann noch das Niveau ihrer Vorgänger erreichen).

Ich finde, man hat Apple in den letzten 2-3 Jahren deutlich angemerkt, daß es im Gebälk ordentlich knirscht!

Die letzte WWDC hat mich jedenfalls nicht überzeugt, daß der Laden nach dem Führungswechsel so problemlos weiterläuft, wie sie es immer gerne dargestellt haben.
David_B
12 Jahre in einer Firma sind auch in der IT nicht der Regelfall, schon gar nicht in leitender Position.
Macmissionar
Ich hoffe, er hat vorher ne vernünftige „Schichtübergabe“ gemacht 🙊😶
„A Computer is like an air conditioner: Both stop working as soon as you open Windows.“
sierkb
Forumposter
Ihr könnt ja mal einem Haus das Fundament wegnehmen...

+1
(+++)
o.wunder
Sind Führungsleute das Fundament eines Hauses oder eher das Dachgeschoss?
sierkb
o.wunder:

Du willst Dich über Jordan K. Hubbard, seine Vita und seine Bedeutung in Bezug auf FreeBSD und dem FreeBSD-Abkömmling Darwin/MacOSX und in der Folge solit Bedeutung Apple informieren. Das ist nicht irgendwer, der da grad' von Bord gegangen ist und der dem MacOSX/iOS-Unterbau in den letzten 12 Jahren seine Handschrift verliehen hat, das ist eine Ikone, die da gegangen ist. Apple dürfte damit einen seiner besten Männer verlieren, die bisher für den Betriebssystem-Unterbau verantwortlich zeichneten.
itsnogood71
12 Jahre bei Apple und 25 Jahr als Entwickler. Damit ist man in der IT Branche ein Dinosaurier.

Vor seinem Wissen und den Produkten die er ermöglicht hat ziehe ich meinen Hut. Aber vielleicht will er nach all diesen Jahren vielleicht auch mal etwas anderes machen. Also das was ihm Spaß macht - nicht das was er als Arbeit sieht....

Es gibt immer wieder gute kreative junge Leute die nicht unbedingt schlechter sind als ihre Vorgänger. Frischer Wind schadet nicht wenn er in die richtige Richtung geht...
halebopp
Relativ häufige Personalwechsel sind in Branchen, bei denen kreative Arbeit geleistet wird, absolut üblich.
Da wird man fast schon komisch angeguckt, wenn man sehr lange beim gleichen Arbeitgeber war.

So kenne ich das zumindest aus der Werbebranche - und es wäre schon eigenartig, wenn es in einer kreativen Firma wie Apple nicht ähnlich zuginge. Leute kommen, Leute gehen.
„Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!“
sierkb
[macports-dev] (26.06.2013): Jordan Hubbard leaves Apple: a new direction for Darwin and MacPorts?

AppleInsider (26.06.2013): Apple software engineering director departs after 12 years to join iXsystems

Pressemitteilung XSystems (26.06.2013): Apple's Jordan Hubbard Joins iXsystems, FreeBSD Co-Founder Wraps Up Historic Tenure at Apple to Become iXsystems CTO

Pressemitteilung PRWeb (27.06.2013): Apple's Jordan Hubbard Joins iXsystems, FreeBSD Co-Founder Wraps Up Historic Tenure at Apple to Become iXsystems CTO

Wikipedia (en): Jordan K. Hubbard

Wikipedia (de): Jordan K. Hubbard

Wikipedia (de): FreeBSD: Geschichte

Wikipedia (en): FreeBSD Ports


Ich empfinde diesen Wechsel fast als Erdbeben, als neuralgisch-empfindlichen personellen Aderlass und empfindlichen Verlust für die Kern-Mannnschaft und Kern-Entwicklung von Apple -- mit FreeBSD-Mitbegründer und Urheber der FreeBSD Ports Paketverwaltung (deren Mac-Ableger er bei Apple als MacPorts ins Leben rief und mit weiterentwickelte) Jordan K. Hubbard verlässt Apple eine Institution, ein nuklides Urgestein der BSD-Unix-Geschichte, jemand, der Darwin/OSX in den letzten 12 Jahren (also im Grunde fast von Anbeginn an seit Bestehens von MacOSX) ganz sicherlich seinen Stempel aufgedrückt und mitgeholfen hat es unter der Haube zu dem Unix zu machen das es heute ist.

Es darf zurecht die Frage gestellt werden, wer nun an seine Stelle rückt und wie und wohin die weitere Entwicklung von dem OSX und iOS zugrundeliegenden Unix-Unterbau namens Darwin nun gehen wird. Es ist, als ginge der Chef-Machinist und Schiffskonstrukteur, der das Schiff, den Maschinenraum, jede Niete und Planke des Schiffsrumpfes, kennt wie kein anderer, weil er maßgeblich dran mitgeplant und mitbaut hat, von Bord. Ihn adäquat auf gleicher Augenhöhe zu ersetzen, dürfte eine schwere Aufgabe sein.

Hubbard kehrt mit seinem jetzigen Wechsel somit zu seinen Wurzeln zurück, zu iXSystems, deren BSD- bzw. FreeBSD-Umfeld und Produkte sind ihm seit ca. 20 Jahren wohlvertraut, gehörte er doch schon jahrelang vor seiner Zeit bei Apple dazu und baute sie mit auf:
http://www.prweb.com/releases/2013/6/prweb10871630.htm
Hubbard and iXsystems are connected through the FreeBSD® Project and many years of history. Hubbard co-founded the FreeBSD project in 1993 and was a long-time executive employee of iXsystems’ corporate ancestors, BSDi and Walnut Creek CD-ROM. BSDi became iXsystems in 2001, and Walnut Creek became the FreeBSD Mall in 2002, before re-joining iXsystems in 2005.

Wikipedia (en): iXsystems aka. Wind River Systems aka. Berkeley Software Design Inc. / Walnut Creek CDROM

Wikipedia (en): Walnut Creek CDROM

Wikipedia (en): Wind River Systems
halebopp
Sicher war der wichtig. Steve Jobs auch.
„Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!“
3-plus-1
halebopp
So kenne ich das zumindest aus der Werbebranche - und es wäre schon eigenartig, wenn es in einer kreativen Firma wie Apple nicht ähnlich zuginge. Leute kommen, Leute gehen.

Krativität ist für die Hardwaregestaltung und die Benutzeroberfläche wichtig, beim - nicht sichtbaren - Unterbau zählt aber nur Stabilität.

Wer da große Experimente macht, wird gegen die Konkurrenten verlieren, die mittlerweile auch alle stabile Systeme bauen (Windows auf NT-Basis als VMS-Nachfolger oder Android auf Linux-Basis).

STabil wird der Unterbau nur, wenn man über Jahre hinweg die Fehler ausbügelt und ganz sicher nicht beim Umsetzen neuer Konzepte, die ein Nachfolger sicher einbringt "um seinen Fußabdruck zu hinterlassen".
arekhon
Manchmal wird so etwas auch einfach überschätzt, egal wie genial solche Leute waren und welchen Einfluss sie zu ihrer besten Zeit hatten.
Als Bill Joy z.B. Sun 2003 verlassen hat ist die Entwicklung von Solaris auch nicht stehengeblieben deswegen. Dinge wie Container, Netzwerk-Virtualisierung, SMF, DTrace, ZFS, neues Paketsystem, das ist alles erst nach ihm gekommen.
Entscheidendere Fehler haben ganz andere Leute gemacht.
BudSpencer
sierkb
o.wunder:

Du willst Dich über Jordan K. Hubbard, seine Vita und seine Bedeutung in Bezug auf FreeBSD und dem FreeBSD-Abkömmling Darwin/MacOSX und in der Folge solit Bedeutung Apple informieren. Das ist nicht irgendwer, der da grad' von Bord gegangen ist und der dem MacOSX/iOS-Unterbau in den letzten 12 Jahren seine Handschrift verliehen hat, das ist eine Ikone, die da gegangen ist. Apple dürfte damit einen seiner besten Männer verlieren, die bisher für den Betriebssystem-Unterbau verantwortlich zeichneten.

Ach quatsch klickibunt Ivy gleich das mit Verläufen wieder aus.
Der macht das schon, glaub mir, ein bisschen Farbe hier, ein paar Flache Icons da
mbh
Oh, jetzt geht's (mal wieder) endgültig zu Ende.
CH
Find ich prima. ..... Aber hoffentlich bekommt PcBSD dann einen ordentlichen Schub.
sierkb
Pro-Linux, 27.06.2013
Jordan Hubbard wechselt von Apple zu iXsystems

Jordan Hubbard, Apples bisheriger Direktor der Abteilung Unix Technologie und FreeBSD-Mitbegründer, wechselt zum Server- und Speicherlösungenhersteller iXsystems. Dort wird er ab Juli als Technischer Direktor die Forschungs- und Entwicklungsabteilung leiten.

Hubbard wird bei iXsystems unter anderem an der freien Speicherplattform FreeNAS und TrueNAS Unified Storage arbeiten und beide Lösungen für Network Attached Storage (NAS) weiterentwickeln. Wie iXsystems in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird er den auf FreeBSD basierenden NAS-Betriebssystemen zu neuen Funktionen verhelfen, etwa Object Storage, einfacherere Integration in die Cloud oder hochperformante Echtzeit-Daten-Deduplikation. Er wird sich ferner damit beschäftigen, neue Produkte und Dienstleistungen für Endverbraucher und Geschäftskunden zu entwickeln.

TrueNAS Unified Storage ist die FreeNAS-Enterprise-Version und eine weit verbreitete Speicherlösung bei Geschäftskunden, die sich in den Bereichen Big Data, Virtualisierung und Cloud Computing tummeln. Es gilt als leicht bedienbare NAS-Lösung, die Fusion-io-Technologien und das Dateisystem ZFS miteinander verbindet. Sie unterstützt die Netzwerkdateisysteme NFS, CIFS, AFP sowie das Internet Small Computer System Interface (iSCSI).

Bei Apple war Hubbard in den letzten zwölf Jahren für viele Entwicklungen der BSD- und Unix-Technologien der Betriebssysteme Mac OS X und iOS verantwortlich. Er legte seinen Schwerpunkt darauf, die Unix-Plattform zu modernisieren. Beispielsweise sorgte er dafür, dass die Sicherheitstechnologien, Geschwindigkeit und Energieeffizienz verbessert wurden und setzte sich für einen Technologieaustausch zwischen Apple und der Open-Source-Gemeinschaft ein.

Hubbard und iXsystems kennen sich bereits seit vielen Jahren. Ein gemeinsamer Nenner ist das 1993 gegründete FreeBSD-Projekt, das von iXsystems mit Code und Finanzen gefördert wird. Hubbard war früher als leitender Angestellter bei den iXsystems-Vorgängern BSDi und Walnut Creek CD-ROM beschäftigt.

Quelle: Pro-Linux.de (27.06.2013): Jordan Hubbard wechselt von Apple zu iXsystems
sierkb
USENIX Conference 2008: Mac OS X: From the Server Room to Your Pocket
Jordan Hubbard, Director, UNIX Technology Group, Apple, Inc
This talk will cover the evolution of Mac OS X and its deployment on everything from large servers to embedded platforms. Hardware trends and some of the challenges they present for Apple and the industry as a whole, as well as some of the challenges facing UNIX, will be discussed.

Presentation Audio
Presentation Slides (PDF)
johnnyb
halebopp
So kenne ich das zumindest aus der Werbebranche - und es wäre schon eigenartig, wenn es in einer kreativen Firma wie Apple nicht ähnlich zuginge. Leute kommen, Leute gehen.

Das ist die Krankheit unserer Zeit: der Glaube, dass man mit oberflächlicher Kreativität alles kann... Deswegen kopiert Apple auch seit 5 Jahren Cloud Computing Lösungen und lässt die iOS Icons gleich von der Marketingabteilung machen (das behämmertste Armutszeugnis, das ich seit Jahren als Entschuldigung für no-skill gehört habe)
„Kontext dieser Äußerung: ich bin grundsätzlich zufriedener Nutzer eines Mac, iPhones und iPads, was mich nicht davon abhält, nicht gleichgeschaltet zu denken.“
SpaceHotte
sierkb
Pro-Linux, 27.06.2013
[...]
Bei Apple war Hubbard in den letzten zwölf Jahren für viele Entwicklungen der BSD- und Unix-Technologien der Betriebssysteme Mac OS X und iOS verantwortlich. Er legte seinen Schwerpunkt darauf, die Unix-Plattform zu modernisieren. Beispielsweise sorgte er dafür, dass die Sicherheitstechnologien, Geschwindigkeit und Energieeffizienz verbessert wurden und setzte sich für einen Technologieaustausch zwischen Apple und der Open-Source-Gemeinschaft ein.
[...]

Quelle: Pro-Linux.de (27.06.2013): Jordan Hubbard wechselt von Apple zu iXsystems
Ich glaube, gerade dieser Austausch mit der OpenSource Gemeinschaft wird auch letztenendes der Grund für seinen Abschied gewesen sein. MacOS X/iOS mag zwar immernoch im Kern OpenSource sein, aber neuere Technologien von Apple rückten meines Wissen ja immer weniger nach. Beispielsweise sind FaceTime/iMessage (APNS) immernoch eine BlackBox, anstatt sie offen zu machen und damit für den allgemeinen Durchbruch zu sorgen. Genauso wie das Fundament von OSX einfach nicht auf Software mit GPLv3 setzt und man in der CLI inzwischen uralte Software verwendet (kann man aber zum Glück immernoch selbst verbessern).

Der Schlag dürfte jedenfalls wehtun, egal wie sich das System dauerhaft weiterentwickelt.
sierkb
SpaceHotte:

+1

+1
gfhfkgfhfk
halebopp
Relativ häufige Personalwechsel sind in Branchen, bei denen kreative Arbeit geleistet wird, absolut üblich. …
So kenne ich das zumindest aus der Werbebranche …
Die Innovationskraft der Werbebranche geht gehen null. Es ist immer dieselbe Soße neu aufgewärmt. Wenn betrachtet, ob die Innovationen den Kunden wirklich etwas gebracht haben, dann ist die Innovationskraft der Werbebranche definitiv nicht vorhanden. In der Naturwissenschaft und Technik gibt es zwar auch immer Pseudoinnovationen, aber schlußendlich ist mal sehr viel härter bei der Bewertung von Innovationen.

Was man als Kunde bemerkt, die echten Innovationen bei Apple werden immer weniger. Die technischen Aspekte von OSX werden kaum noch verbessert, und daher immer wieder die Meldungen, daß UNIX Guys Apple verlassen.

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

Welches Office-Paket nutzen Sie regelmäßig?

  • Apple iWork47,3%
  • Microsoft Office (Abonnement)3,4%
  • Microsoft Office (Lizenz)30,2%
  • LibreOffice8,4%
  • Google Docs0,7%
  • etwas anderes4,9%
  • keines5,2%
679 Stimmen17.04.14 - 21.04.14
0