Mittwoch, 13. März 2013

Bild zur News "Das iPad als Medium im Unterricht"Überlegungen, die Vielzahl an Schulbüchern in den Taschen der Schüler durch ein einziges Tablet, auf dem alle relevanten Lehrwerke vorhanden sind, zu ersetzen, sind nicht neu. In der Paul Elementary School in Minidoka County, Idaho, ist vor zweieinhalb Monaten ein Pilotprojekt gestartet worden, um Schüler mit dem iPad lernen zu lassen. Durchgeführt wird dieses Projekt von iSchool Campus, das sich als Ziel eine "Smart School" gesetzt hat.
In einem YouTube-Video wird ein erstes Resummee dieses Pilotprojektes anhand von Interviews mit der Schulleiterin, mehreren Lehrern und des District IT Director vorgenommen. Übereinstimmend berichten sie davon, dass die Grundschüler (Elementary Schools umfassen die Jahrgänge 1-5 und unterrichten in der Regel 6- bis 11-Jährige) im Umgang mit den iPads größere Lernmotivation zeigen würden, mehr Verantwortung beim eigenen Lernen übernehmen könnten und kreativer seien. Weiterhin sei die Einführung des Tablets auch für die Finanzen gut, weil über 20.000 Kopien pro Monat gespart würden. Schulbücher sind noch nicht komplett ersetzt, aber die Schulleiterin Colleen Johnson sieht darin nur noch eine Frage der Zeit. Im Rahmen des Projekts wurde auch eine Integration von Macs in die Klassenräume realisiert.
Die Diskussion, ob Schulbücher durch ein Tablet ersetzt werden können oder sollten, ist auch in Deutschland in vollem Gange. Gute Argumente gibt es sowohl dafür als auch dagegen; die Einbindung von Computern und Tablets in die Schulen wird aber sicherlich auch hier weiter ausgebaut werden, ob als Schulbuch-Ersatz oder -Ergänzung.

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Kommentare

Stefan S.
Schulbuchverlag-Aktien verkaufen!
„Manning, Snowden & Levison sind Helden und Obama stinkt.“
Apple Aktien kaufen!?
und wir können erwarten, dass binnen weniger Monate in den USA das iPad als Schulbuch eingeführt worden sein wird. Dann brauchen wir nur noch 90 Jahre um das auch hinzubekommen ...
o.wunder
Für die Schulkinder wäre es ein Segen.
An unserem (staatlichen) Gymnasium muss man ab dem nächsten Schuljahr (als neuer Schüler) ein iPad kaufen, welches mit Schulsubventionen noch rund 400 Fr. kostet. Ansonsten wird man nicht zum Unterricht zugelassen… Fast so fragwürdig wie die obligatorischen DELF und CAE-Tests…
Apfelbutz
Nicht die Hardware ist wichtig sondern die Software. Die Schulen sind gut beraten nicht auf einen einzigen Hersteller zu setzen.
„Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde d ...“
iMäck
ich sehe es kritisch weil es letztendlich nur einige Probleme
kaschiert und unter dem Teppich kehrt.

Was sind wohl die Probleme von Kindern und Schule bzw. dem Lernen?...:

- Eltern die zuhause absolut nix mit den Kindern lernen bzw. denen beibringen...
(soll alles mal die schule machen und das ipad ist jetzt der Heilsbringer)
- dadurch unmotivierte, desillusionierte Lehrer
- zu große klassen
- Kinder die zuwenig Disziplin an den Tag lernen (wieder mal das Problemen der Erziehung)

Komisch...in den asiatischen Ländern bekommen die Kinder auch große Lernerfolge (siehe Pisa)
hin und das OHNE ein Tablet im Unterricht wo wahrscheinlich ein animierter Hase einem für die richtige Antwort gratuliert

Einsatz für die Super Nanny bitte
FoundInTheFlood
In Deutschland ist das ganze nicht so Propaganda-verschleiert und klingt nicht so optimistisch:

http://www.lehrerfreund.de/schule/1s/opfer-laptopklasse/4354
Schlussmann
molinar
und wir können erwarten, dass binnen weniger Monate in den USA das iPad als Schulbuch eingeführt worden sein wird. Dann brauchen wir nur noch 90 Jahre um das auch hinzubekommen ...

In Gaienhofen am Bodensee (Privatschule) starten sie bei einigen Eingangsklassen mit den iPads diese Woche. (90 Jahre ist also übertrieben.)
Hannes Gnad
iMäck
Komisch...in den asiatischen Ländern bekommen die Kinder auch große Lernerfolge (siehe Pisa) hin und das OHNE ein Tablet im Unterricht wo wahrscheinlich ein animierter Hase einem für die richtige Antwort gratuliert
Ah ja. So wie in China oder Japan, wo Schulsysteme gefahren werden, die zu schlimmen Selbstmordraten unter den Schülern führen?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/als-lehrerin-in-china-selbstmord-e iner-schuelerin-schweigen-statt-trauern-a-824361.html

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/schueler-selbstmorde-in-japan-ich- nehme-mir-das-leben-tschues-a-448572.html
Hannes Gnad
molinar
und wir können erwarten, dass binnen weniger Monate in den USA das iPad als Schulbuch eingeführt worden sein wird. Dann brauchen wir nur noch 90 Jahre um das auch hinzubekommen ...
Da passiert gerade sehr viel. Auch wenn sich die deutschen Schulbuchverlage noch nicht so gut anstellen (statt Apps und interaktivem Material bekommen sie aktuell oft nur PDF-Versionen der Bücher auf die Reihe), die Schulen und Schulverwaltungen sind sehr stark interessiert an iPad-Lösungen. In Deutschland gibt es deshalb gerade viele entsprechende Veranstaltungen wie Lehrer-Fortbildungen usw.
chessboard
iMäck
Einiges mag ja durchaus zutreffend, was Du schreibst. Das hat aber letztlich alles mit dem Medium, auf dem das zu vermittelnde Wissen "gespeichert" ist – ob Buch oder Pad – wenig bis gar nichts zu tun.

Und wenn ich mir ansehe, was unsere eigenen Kinder schon in der Grundschule jeden Tag an Gewicht auf ihrem Rücken hin und zurückschleppen, wünsche ich mir jedes Mal, dass auch hierzulande Schulbücher und Arbeitsbücher endlich durch solche Tablet-Rechner ersetzt werden. Vom Lehrmaterial der Gymnasiasten (bzw. der Schüler anderer weiterführender Schulen) ganz zu schweigen. Und dazu kommt noch, dass die Schulen die größten Copyshops sind und neben den ohnehin schon schweren Büchern auch noch dicke Mappen mit Kopien bei den Schülern produzieren.

Ein Pad oder Tablett hätte hier viele Vorteile. Es ist ja nicht zwingend damit verbunden, dass auch die Unterrichtsgestaltung in erster Linie mit diesen Geräten geschieht.

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