macOS 27.2 entfernt Rosetta nicht mehr vom Gerät


Vor sechs Jahren kündigte Apple den Wechsel auf selbst entwickelte Prozessoren an. Aufgrund der sich dadurch ändernden Systemarchitektur müssen Apps angepasst werden, andernfalls lassen sie sich nicht mehr ohne Hilfsmittel auf einem aktuellen Mac ausführen. Um zu gewährleisten, dass sie funktionieren, hat man in Cupertino Rosetta entwickelt. Mit dieser Übersetzungsschicht – der nach dem Stein benannt ist, mit dessen Hilfe die ägyptischen Hieroglyphen entschlüsselt wurden – lassen sich Intel-Apps weiterhin auf Apples Prozessoren starten. Da sich die Übergangsphase von der Intel- zur Apple-Architektur aber dem Ende entgegenneigt, hatte macOS Golden Gate beim Upgrade kurzerhand vorhandene Rosetta-Installationen vom Mac entfernt. Nun rudert der Hersteller mit macOS 27.2 wieder zurück.
macOS 27.2 belässt Rosetta...Mit dem Release von macOS 27.2 belässt das OS Installationen von Rosetta auf dem System, falls sich dieser zum Zeitpunkt des Upgrades bereits auf dem Mac befindet. Falls Rosetta mit der Installation von Golden Gate bereits entfernt wurde, ohne dass man dies gewünscht hatte, blieb bisher schon die Möglichkeit, die Übersetzungsschicht erneut zu installieren. Diese Änderung teilt Apple auf einer
Support-Seite für Unternehmenskunden mit. Gegenwärtig ist diese Information nur auf der US-amerikanischen Version der Website zu finden. Dennoch ist es höchst unwahrscheinlich, dass Apple in Deutschland eine andere Linie verfolgt. Der Grund dürfte in einer Verzögerung bei der Aktualisierung der Support-Seite liegen, denn bisher enthält die deutsche Übersetzung noch keine Hinweise zur macOS-Version 27.2.
...dennoch sollten nicht umgestellte Apps zeitnah umgestellt werdenApple scheint zur Erkenntnis gelangt zu sein, dass die ungefragte Entfernung des Tools oft nicht auf positive Resonanz stieß, vor allem bei Unternehmenskunden oder auf produktiv eingesetzten Systemen. Dennoch sollte man ein Interesse daran haben, die genutzte Software auf einem zeitgemäßen Stand zu halten. Apps, die nach wie vor nicht nativ auf M-Chips funktionieren, wurden teilweise seit Jahren nicht mehr aktualisiert, was das Risiko für Sicherheitslücken vergrößert. Darüber hinaus wird der Support für Intel-Apps mit der kommenden Version von macOS nächstes Jahr
fast vollständig eingestellt und steht nur noch für einige Spiele zur Verfügung. Bei den Betriebssystemen war macOS 26 Tahoe bereits das
letzte OS, das auf Intel-Macs noch ausführbar war.