Oakley analysiert Spotlight in macOS 27 Golden Gate


Angesichts der großen Vielzahl und auch Vielfalt von Dateien, die sich heutzutage auf den Massenspeichern eines Macs befinden, gehört eine leistungsfähige Suchfunktion zu den unverzichtbaren Werkzeugen des Betriebssystems. Es ist daher besonders ärgerlich, wenn sich bestimmte Begriffe wegen eines Bugs in dem entsprechenden Tool nicht auffinden lassen. Genau das war aber über einen ziemlich langen Zeitraum bei Spotlight der Fall: Geschlagene acht Jahre lang landeten die Inhalte von reinen Textdateien unter bestimmten Umständen nicht im Index des in macOS enthaltenen Suchdienstes und tauchten daher in den Ergebnissen nicht auf. Erst in macOS 27 Golden Gate behob Apple diesen Fehler (siehe
). Das Unternehmen modifizierte hierfür den Suchmechanismus, sodass nunmehr sämtliche Textdateien korrekt im Index landen.
Mehrere Systemprozesse untersuchen unterschiedliche DateitypenWelche Vorgänge bei der Indexierung ablaufen, hat jetzt der Entwickler Howard Oakley untersucht. Die Ergebnisse der Analyse veröffentlichte er in einem
Beitrag auf seinem Blog The Eclectic Light Company. Mithilfe des von ihm entwickelten Tools SpotTest erzeugte er hierfür eine Reihe von Dateien, darunter reine Textfiles, PDF-, HTML- und XML-Dateien sowie Word-, Pages- und Numbers-Dokumente und Bilddateien. In den von macOS erzeugten Logs untersuchte er dann, was sich im Betriebssystem unter der Haube tut. Kurz nach der Erzeugung der 13 Testdateien startete macOS einen separaten mdworker-Prozess für jedes der neuen Files. Diese riefen dann, je nach Dateityp, gegebenenfalls zusätzliche Dienste auf, beispielsweise den CGPDFService für die Analyse von Texten in PDF-Dateien. Mediaanalasysd hingegen wurde gestartet, um Texte aus den Bilddateien zu extrahieren.
Der Ablauf einer Spotlight-Indexierung
Quelle: Howard Oakley Indexierung der Testdateien nach knapp acht Sekunden abgeschlossenNachdem alle neuen Dateien analysiert worden waren, aktualisierte ein Prozess namens mds_stores sowohl den Metadaten-Index als auch den Inhalts-Index von Spotlight. Der gesamte Vorgang nahm knapp acht Sekunden in Anspruch. In dieser Zeit enthalten ist auch die Komprimierung der Ergebnisse, welche vor dem Schreiben in den Spotlight-Index erfolgt. Oakleys Beobachtungen zufolge liefen alle Prozesse mit niedriger Priorität und wurden daher aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Effizienzkernen des genutzten Mac mini M4 Pro ausgeführt. Das für den Test genutzte Betriebssystem war Version 27.0.1 von macOS Golden Gate.