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TechTicker: ELAC goes Retro, CANOR Crius H5S, Yamaha R200A Receiver, Edifier STAX SPIRIT S5 und mehr

Die Woche im TechTicker: ELAC feiert weiter seinen Hundertsten und bringt geile Retro-Lautsprecher und einen feschen Röhren-Amp. Außerdem: Neue Kopfhörer von Edifier und Cambridge (Over- und In-Ear), ein günstiger Yamaha-Receiver und Canors super schicker KHV steht vor dem Start.


ELAC PRÄSENTIERT COOLE 80ER-INSPIRIERTE LAUTSPRECHER UND EINEN RÖHRENVERSTÄRKER
In seinem Jubiläumsjahr (100 Jahre) ist der Kieler Traditionshersteller ELEC erwartungsgemäß besonders bemüht, die Stärken der Marke und ihre schöpferischen Wurzeln in ein besonderes Licht zu stellen. Neben technologischen Vorzeigeprodukten wie den Toplautsprechern der Concentro-Serie gehören dazu auch besonders klassisch inspirierte Neuvorstellungen, wie der Retro-Wecker RD 100. Als weiteres Highlight hat ELAC jetzt zwei weitere außergewöhnliche Produkte angekündigt, die den Blick zurück wagen, dabei aber mit neuester Technik ausgestattet sind.


Nummer Eins ist ein Lautsprecher, dessen Form und Finish an typische Lautsprecherboxen der 80er Jahre erinnert, die als absolute Hochzeit des HiFi galten. – Als es noch kein Internet, keine Smartphones und kein Social Media als Zeitfresser gab. Die Drei-Wege-Boxen ELAC BALTIC EL 100 passen mit ihrer breiten Schallwand, dem warmen Holzfurnier, den prominenten Chassis (mit einer "Bärennase" als Mitteltöner) oder der goldfarbenen Stoffabdeckung sind aber nicht nur eine 80er-Homage, sondern spiegeln auch aktuelle Trends wieder, wie man sie vor allem in japanischen Jazz-Kissas, Listening Bars und Sound Spaces zelebriert, die oft eine besonders gemütliche und klassisch eingerichtete Atmosphäre bieten.


Zu den technischen Details schweigt sich ELAC noch aus, denn es handelt sich bislang nur um ein Preview. Die BALTIC 100 sollen erst im Frühjahr 2027 erscheinen.

Das gilt auch für die zweite ungewöhnliche Neuheit aus der nördlichen Landeshauptstadt. Der TUBE 100 genannte Amp ist ein Röhren-Vollverstärker, dessen Design eine gelungene Mischung als klassischen Elementen (wie freiliegenden Röhren) und moderner Gehäusearchitektur darstellt. Seine sanft glimmenden Röhren stehen optisch frei, aber unter kleinen Schutzkäfigen geschützt auf der Oberseite des zeitlos gestalteten Aluminium-Gehäuses. Sparsamer Umgang mit Bedienelementen verleihen dem TUBE 100 einen besonders cleanen Look. – Sehr gelungen, wie ich finde.


Auch hierzu verriet ELAC in seiner Pressemeldung noch nicht allzu viele Details. Nur, dass der TUBE 100 vielleicht der erste Röhrenverstärker überhaupt ist, der neben den üblichen analogen Inputs über einen HDMI ARC Anschluss für TV verfügt. Ein Ausstattungsmerkmal, das um Röhrenverstärker bisher einen Bogen gemacht hat.


Die Drei-Wege-Lautsprecher ELAC BALTIC 100 sollen, wenn sie im nächsten Frühjahr verfügbar sind, 2.499 Euro das Paar kosten. Der ELAC TUBE 100 soll im gleichen Zeitraum für 1.998 Euro in den Handel kommen.


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CANOR: DAC-KOPFHÖRERVERSTÄRKER CRIUS H5S STARTET IN KÜRZE
Gut Ding will Weile haben. So dauerte es auch eine ganz Zeit, bis nach der Vorstellung des schicken Canor Crius H5S DAC-Kopfhörerverstärkers auf der High End im Mai ein kaufbares Produkt wurde. – Oder bald werden wird. Denn ein klein wenig zusätzliche Geduld ist noch erforderlich, bis der Marktstart erfolgt. Im November soll es soweit sein.


Der Crius H5S ist nicht nur ein DAC und Kopfhörerverstärker, sondern – wie die viele Geräte dieser Kategorie – auch als Vorverstärker an Endstufen oder geeigneten Aktivlautsprechern nutzbar. Ein vielseitiges kleines Edel-Werkzeug, nicht nur für HiFi-Enthusiasten, sondern auch für Musikschaffende.


Mit seiner Ausgangsleistung von max. 4 Watt ist der Crius H5S auch für anspruchsvolle dynamische und magnetostatische Kopfhörer ausgelegt. Direkt an der Gerätefront stehen vier Kopfhörerausgänge zur Verfügung, u. a. ein symmetrischer 4-poliger XLR-Anschluss und ein 4,4-mm-Anschluss ("Pentaconn"). Außer Elektrostaten können daran so gut wie alle Kopfhörer direkt angeschlossen werden.


Der kompakte und desktoptaugliche Canor Crius H5S folgt mit seinem Auftritt der Canor Designsprache und ist aufwendig konstruiert. Neben dem typischen Silber und Schwarz ist er auch in einem sehr außergewöhnlichen Kupfer-Finish erhältlich. Er bildet den Einstieg in die neue Essential Line und ist laut Hersteller eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach hochwertigen, leistungsfähigen und platzsparenden Audiolösungen. Der UVP liegt bei 1.899 Euro.


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YAMAHA PRÄSENTIERT DEN R200A RECEIVER DER EINSTEIGERKLLASSE
Produkte wie diese sind typisch japanisch. Zumindest heutzutage. Receiver sind eine Gerätekombination aus Vollverstärker und Tuner, wie sie früher äußerst populär war. Vor allem der Tuner, also ein Radioempfänger, haben jedoch dank Streaming stark an Bedeutung verloren. Die Japananer bleiben dieser Bauart aber nach wie vor treu und so bringt nun Yamaha eine brandneue Version dieser Geräteklasse für Einsteiger auf den Markt.


Der R200A ist Vollverstärker und DAB+/FM/AM-Tuner in einem schlichten, schwarzen Gehäuse. Im Gegensatz zu seinen Vorfahren beherrscht der R200A aber auch drahtlosen Signalempfang via Bluetooth (5.3) mit Multipoint. Sein Verstärker leistet 2 × 100 Watt an 8 Ohm und verfügt über Ausgänge für zwei Lautsprecherpaare (A/B). Neben analogen Line-In-Eingängen bietet der R200A auch über einen Phono-Input und einen Ausgang für Subwoofer. Auch Kopfhörer können angeschlossen werden (6,35 mm). Über Digitaleingänge verfügt er allerdings nicht.


Der Yamaha R200A ist in Kürze in Schwarz oder Silber verfügbar und kostet 369 Euro.


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EDIFIER STAX SPIRIT S5: MODERNER MOBIL-OVER-EAR MIT TRADIOTIONSNAMEN
STAX gilt als eine der berühmtesten und angesehendsten Marken, wenn es um High-End Kopfhörer geht. Die Firma wurde 1938 in Japan gegründet und ist bis heute eng mit dem elektrostatischen Kopfhörerbau verbunden. 1960 stellte STAX mit dem SR-1 seinen ersten elektrostatischen Kopfhörer vor. Umso erschreckender war die Meldung, als STAX von dem eher für Massenprodukte und billige Bluetooth-Speaker bekannten chinesischen Hersteller Edifier übernommen wurde. Zumindest bis heute bleibt STAX zum Glück als eigenständige Marke erhalten (in Deutschland im Vertrieb von ATR) und es gibt weiterhin fantastische Elektrostaten der Marke.

Edifier profitiert hingegen von dem klangvollen Namen, bleibt aber auch seiner Linie treu, eher Kopfhörer für den Mainstream zu produzieren. Etwas Stax-Know-How steckt aber auch in dem neuen SPIRIT S5. Einem Bluetooth-Over-Ear für unterwegs., der über einen 89 × 70 Millimeter großen Planarmagnet-Treiber (Magnetostat) verfügt.


Eine Besonderheit dabei ist die von Edifier entwickelte "EqualMass-Technologie". Das Magnetfeld eines Planartreibers ist über die Fläche der Membran nicht an jeder Stelle gleich stark. Einzelne Bereiche werden stärker angetrieben oder unterschiedlich belastet, womit die die Membranfläche nicht einheitlich bewegt. Teilschwingungen und Verzerrungen sind die Folge. EqualMass soll diese Unterschiede ausgleichen. Statt Leiterbahnen mit unterschiedlicher Breite einzusetzen, verteilt Edifier mehrere gleich breite Leiterbahnen parallel über die Membran, woduch Antriebskraft und Masse gleichmäßiger verteilt werden sollen. In der inzwischen zweiten Generation dieser Technologie ergänzt eine symmetrische Leiter- und Stützstruktur das Prinzip. Damit diese Abstimmung nicht nur beim Entwicklungsmuster stimmt, wird jeder S5 während der Produktion automatisch mit einem festgelegten Referenzexemplar abgeglichen.

Der Edifier STAX SPIRIT S5 liegt wegen dieser aufwendigen Technik preislih auch nicht mehr im Einsteigerbereich. Rund 500 Euro kostet der Kopfhörer, dessen Akku für bis zu 80 Stunden Hörspaß unterwegs bietet. Für eine saubere drahtlose Verbindung sorgt Bluetooth 5.4 mit Unterstützung für aptX Lossless, aptX Adaptive und aptX HD sowie LDAC und LHDC. Multipoint hält zwei Bluetooth-Geräte gleichzeitig verbunden.


Über USB-C nimmt der S5 digitale Audiosignale von einem Computer oder mobilen Player entgegen. Ein analoger 3,5-mm-Eingang macht ihn auch mit klassischen HiFi-Komponenten kompatibel. In der Edifier ConneX App stehen drei Klangprofile, ein frei einstellbarer Equalizer und anpassbare Bedienelemente bereit. Für Telefonate kombiniert der S5 zwei Mikrofone mit Qualcomm aptX Voice und einer Geräuschunterdrückung für die Sprachaufnahme.

Zum Lieferumfang gehören ein Paar Lammleder-Ohrpolster, ein zusätzliches Paar mit Cooling-Mesh-Gewebe, ein USB-C-Kabel, ein 3,5-mm-Audiokabel, ein Adapter auf 6,35 Millimeter, ein Transportetui sowie zwei Beutel für die Ohrpolster.


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CAMBRIDGE MELOMANIA A100SE: VERBESSERTE HIRES IN-EARS
Cambridge Audio (siehe Test des AVO 300 gestern) kann auch Kopfhörer. Das haben sie besonders eindrucksvoll mit den Melomania P100 Bluetooth Over-Ears bewiesen, die im REWIND-Test schwer beeindruckt haben. Und das zu einem sehr günstigen Preis. Auch auf dem Gebiet der In-Ears sind die Briten stets am Puls der Zeit. Das beweisen sie nun mit den überarbeiteten In-Ears Melomania A100SE.


Angetrieben werden die A100SE von einem winzig kleinen Verstärker in echter Class-AB-Schaltung. Diese treiben 10-mm-Neodym-Treiber für tiefe, saubere Bässe, transparente Mitten und kristallklare Höhen an. Die Musik kann über Bluetooth 5.4 (mit Multipoint-Option) in hoher Auflösung zum Melomania A100SE übertragen werden. Die Earbuds verarbeiten dabei eine Auflösung bis zu 96kHz Samplingfrequenz und unterstützen LDAC, aptX Lossless und AAC. 96 kHz bedeutet aber kein Lossless-HiRes. Bluetooth erlaubt das derzeit noch nicht uneingeschränkt, auch wenn Protokollnamen wie "aptX Lossless" das suggerieren. Für Apple-User steht ohnehin nur das AAC-Protokoll zur Verfügung, das gar keine lossless-Übertragung erlaubt. Auch Dolby Spatial Audio wird unterstützt.


Mit einer Akkuladung soll der Melomania A100SE bis zu 11 Stunden ununterbrochener Wiedergabe durchhalten, wenn ANC ausgeschaltet ist. Mit Geräuschunterdrückung sind es immerhin noch 6,5 Stunden. Dazu kommen bis zu 28 weitere Stunden Nutzungsdauer durch nachladen im zugehörigen Case. Dank Schnellladefunktion können die True Wireless In-Ears in nur 10 Minuten Ladezeit genug Energie für 3 Betriebsstunden aufnehmen. Die A100SE sind außerdem wassergeschützt nach IPX5.


Zum Lieferumfang gehören Silikon-Aufsätze in drei Größen. In der Melomania App (iOS/Android) kann die Zuordnung der Touch-Bedienelemente frei belegt werden. Die Cambridge Audio Melomania A100SE sind ab sofort in den Farbvarianten schwarz, mitternachtsblau oder weiß zum UVP von 149 Euro zu haben.

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