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MacBook Pro mit Touch und OLED: Letzte Gerüchte zu Preisen, Design, Kühlung und mehr

Am Montag und Dienstag präsentierte Apple das iPad mini 8, den iMac M6 und das MacBook Pro 14" mit M6. Heute steht hingegen noch eine viel weitreichendere Neuerung an, denn das erste MacBook Pro mit OLED-Display und Touch-Bedienung soll sein Debüt geben. Apple hat dazu ausgewählte Medienvertreter nach Los Angeles eingeladen, um unter dem Motto "Pro and tell" besagtes Gerät vorzuführen. Die Erwartungen sind verständlicherweise hoch, immerhin handelt es sich um die umfangreichste Überarbeitung seit 2021. Wenige Stunden vor der erwarteten Vorstellung um 18 Uhr unserer Zeit gibt es nun weitere Informationen. Mark Gurman nennt erstmals konkrete Preisvorstellungen sowie Details zum Scharnier und zur Kühlung.


Preise: Mindestens 400 Dollar mehr
Dass die OLED-Modelle teurer als die bisherigen Modelle werden, war bereits mehrfach zu hören – und dürfte niemanden überraschen. Laut dem Bloomberg-Bericht diskutierte Apple intern einen Einstiegspreis von 2.899 Dollar für die 14"-Variante mit M5 Pro. Das wären 400 Dollar mehr als beim bisherigen MacBook Pro mit diesem Chip. Für die 16"-Version könnte Apple demnach mindestens 3.399 Dollar verlangen, möglicherweise sogar noch mehr, meldet Gurman.

Dem Bericht zufolge sollen die bisherigen Modelle, in denen gleichermaßen M5 Pro beziehungsweise M5 Max zum Einsatz kommen, im Angebot bleiben. Apple würde die OLED-Ausführungen somit als zusätzliche Premiumgeräte positionieren, allerdings wohl ohne eine Modellbezeichnung wie "Ultra".

Neues Scharnier, neues Kühlsystem, weniger Gewicht
Apple hat angeblich größere Änderungen an der Konstruktion vorgenommen, als die äußerlich nur behutsame Überarbeitung vermuten lässt. Das Gehäuse soll etwas dünner, die Displayränder schmaler und das gesamte Gerät spürbar leichter sein. Vor allem in das Scharnier floss wohl viel Arbeit. Apple habe dieses neu gestaltet und verstärkt, denn wenn man das Display mit dem Finger bedient, darf dieses natürlich nicht störend wackeln oder sich sofort nach hinten bewegen. Wer gerade vor einem aktuellen MacBook Pro sitzt und gerne einen Fingerabdruck auf sein Display befördern möchte, kann die Problematik einfach nachstellen – selbst leichter Druck sorgt sofort für Bewegungen.

Auch das Kühlsystem wurde laut Gurman überarbeitet. Die neue Konstruktion soll verbesserte Luftführung durch den Scharnierbereich ermöglichen und gleichzeitig zur Gewichtsreduzierung beitragen. Gerade angesichts des dünneren Gehäuses bleibt spannend, wie sich die Änderungen auf die Kühlleistung unter hoher Last auswirken – und ob das neue MacBook Pro genauso lang ohne Drosselung der Performance durchhält.


Hintergründe: Tim Cook gab vor vier Jahren grünes Licht
Gurman nennt außerdem Hintergründe zur weitreichenden Entscheidung, erstmals einen Touchscreen in einem Apple-Notebook zu verbauen. Demnach hatte Tim Cook das Projekt bereits vor rund vier Jahren genehmigt, angeblich auf vielfachen Kundenwunsch hin. John Ternus leitete die Entwicklung maßgeblich und vertrat intern wohl die Ansicht, Apple sei diesbezüglich hinter die Konkurrenz zurückgefallen. Berührungsempfindliche Displays zählten seiner Auffassung nach längst zur Standardausstattung vieler moderner Notebooks. Das stellt durchaus eine bemerkenswerte Kehrtwende dar, so vehement wie Apple immer argumentierte, Touch-Displays hätten auf Macs nichts verloren. Genannt wurden ergonomische Probleme, also der ausgestreckte Arm beim Bedienen, wie auch die Systemoberfläche selbst – kleine Elemente sind nun einmal besser für einen Mauszeiger als den Finger geeignet.

Kommentare

eastmac
eastmac28.10.26 09:28
Das ist dann für die 5 % Pro-Nutzer - das kann sich ja kein normaler Mensch mehr leisten.
+3
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck28.10.26 09:37
eastmac
Das ist dann für die 5 % Pro-Nutzer - das kann sich ja kein normaler Mensch mehr leisten.

Die Preise sind happig. Auf der anderen Seite ist die effektive Nutzungsdauer der Geräte deutlich gestiegen. Ich hab einen sechs Jahre alten Mac mini mit M1 und ein fünf Jahre altes MBP 16" mit M1 Max. Der Mac mini fängt jetzt an etwas zu nerven, aber beim MBP kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich mit einem neuen Gerät produktiver wäre. Daher: Ob das Zeugs vor 5/6 Jahren jetzt bissel mehr oder weniger gekostet hat, macht bei dieser langen Nutzungsdauer kaum was aus.
+5
Metti
Metti28.10.26 09:42
Ich warte auf das iPad mit macOS.
Das wäre für mich der Grund für ein neues iPad. Aktuell ist es lediglich als Daddelgerät nutzbar. Für mich wären die aktuellen Icons von macOS groß genug für Touchbedienung. Zumal man die Darstellung ja auch skalieren kann.

Das wäre allerdings ein Konkurent zum Neo …
Kommt deshalb leider nicht in absehbarer Zeit 🙁
0
MLOS28.10.26 09:44
Sollte das Sortiment wie im Artikel beschrieben aussehen, macht Apple also den gleichen Fehler wie 2016 nochmal. Das Lineup ist dann sehr verwirrend. Wo ist die damalige Klarheit des Produktportfolios nur geblieben?
Diese Komplexität zieht sich ja irgendwie durch alle Produktkategorien.
0
eastmac
eastmac28.10.26 09:44
Mendel Kucharzeck
eastmac
Das ist dann für die 5 % Pro-Nutzer - das kann sich ja kein normaler Mensch mehr leisten.

Die Preise sind happig. Auf der anderen Seite ist die effektive Nutzungsdauer der Geräte deutlich gestiegen. Ich hab einen sechs Jahre alten Mac mini mit M1 und ein fünf Jahre altes MBP 16" mit M1 Max. Der Mac mini fängt jetzt an etwas zu nerven, aber beim MBP kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich mit einem neuen Gerät produktiver wäre. Daher: Ob das Zeugs vor 5/6 Jahren jetzt bissel mehr oder weniger gekostet hat, macht bei dieser langen Nutzungsdauer kaum was aus.


Da hast du natürlich auch wieder Recht, hier werden dieses Jahr die MBP von 2019 gegen aktuelle getauscht, aber der Preis war für unsere, sonst in Windows verliebte IT schon heftig.
+1
borisbojic
borisbojic28.10.26 09:47
eastmac
Das ist dann für die 5 % Pro-Nutzer - das kann sich ja kein normaler Mensch mehr leisten.

Ein "normaler Menschen" braucht so ein Gerät auch nicht. Da reicht meistens ein simples MacBook Air
+2
strellson28.10.26 09:53
borisbojic
eastmac
Das ist dann für die 5 % Pro-Nutzer - das kann sich ja kein normaler Mensch mehr leisten.

Ein "normaler Menschen" braucht so ein Gerät auch nicht. Da reicht meistens ein simples MacBook Air

Meiner Frau ist sogar noch Happy mit ihrem 12" Intel Macbook. Das Teil hat wirklich null Leistung. Aber sie hat halt andere Ansprüche.
+1
MCDan28.10.26 09:56
...so vehement wie Apple immer argumentierte, Touch-Displays hätten auf Macs nichts verloren. Genannt wurden ergonomische Probleme, also der ausgestreckte Arm beim Bedienen, wie auch die Systemoberfläche selbst – kleine Elemente sind nun einmal besser für einen Mauszeiger als den Finger geeignet.
Es könnte so einfach sein, wenn Apple das Thema mal mit Verstand anpacken würde.

Meine Lösung wäre ein iPad, auf dem ein iPadOS/macOS Hybrid läuft. Ohne Maus läuft das Gerät im "iPad" Mode mit Touch Bedienung. Verbindet man eine Maus dann wechselt das Gerät in den "macOS" Mode mit Maus Bedienung.

Mit SwiftUI lassen sich Apps, bei gleichem Code, für Touch und Maus Bedienung entwickeln. Dies funktioniert ja bereits jetzt (mehr oder weniger gut). D.h. eine App zeigt je nach Touch oder Maus Mode einfach das dafür passende UI an. Damit würde man sich auch den Aufwand von 2 Apps für iPadOS und macOS sparen.

Problematisch könnte nur der Einsatz von Pro oder Max CPUs in einem iPad Gehäuse werden. Da müsste sich Apple dann ggf. etwas bezüglich der Kühlung einfallen lassen.

Wie gesagt, es könnte so einfach sein, wenn man nur möchte.

Nachteil für Apple wäre natürlich, dass man dann natürlich nur noch 1 Gerät (iPad) und nicht mehr 2 Geräte (iPad + MacBook) verkaufen kann.
-3
MLOS28.10.26 09:57
borisbojic
Ein "normaler Menschen" braucht so ein Gerät auch nicht. Da reicht meistens ein simples MacBook Air

Die Leistung mit Sicherheit nicht, aber den Touchscreen wünschen sich bestimmt ein paar "normale Menschen" auch. Selbstverständlich kommt der aber nicht in die Leistungslinie für "normale Menschen".
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matt.ludwig28.10.26 10:17
borisbojic
Ein "normaler Menschen" braucht so ein Gerät auch nicht. Da reicht meistens ein simples MacBook Air

Auch das war schon quasi immer so.
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matt.ludwig28.10.26 10:17
MLOS
Die Leistung mit Sicherheit nicht, aber den Touchscreen wünschen sich bestimmt ein paar "normale Menschen" auch. Selbstverständlich kommt der aber nicht in die Leistungslinie für "normale Menschen".
Ich kann mir allerdings noch nicht erklären, was an einem Touchscreen pro sein soll. Heute Abend sind wir hoffentlich schlauer.
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