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Apple-Silicon-Herausforderer? Erste Laptops mit Nvidia RTX Spark kurz vor Verkaufsstart

Seitdem Apple im Jahr 2020 den Abschied von der Intel-Plattform eingeläutet hat und eigene Systems-on-a-Chip (SoCs) auf Basis der ARM-Plattform verbaut, hat sich das Blatt gewendet: Plötzlich lagen MacBooks bei der Bewertung von Leistung und Effizienz vor der Konkurrenz auf x86-Basis. Mittlerweile stellte Apple erste Geräte mit der sechsten Generation des M-Chips vor. Chip-Entwickler NVIDIA will nun mit einem neuen Chip namens „RTX Spark N1X“ ebenfalls in diesem Bereich brillieren – dabei liegt der Fokus auf (lokaler) KI.


Der für Mobilgeräte optimierte Chip kommt in zwei Ausführungen daher; diese unterscheidet der Hersteller allerdings nicht namentlich. Die kleinere Variante verfügt über 18 CPU-Kerne, welche der Konzern unter dem Namen „Grace“ führt; als Grafikeinheit dient eine Blackwell-RTX-GPU mit 5.120 Rechenkernen. Die leistungsfähigere Option umfasst 20 Kerne sowie 6.144 GPU-Kerne.

Integrierter Arbeitsspeicher
Ähnlich wie Apple setzt NVIDIA beim RTX Spark N1X auf „Unified RAM“, also aufgelöteten Arbeitsspeicher, welcher sowohl Rechen- als auch Grafikkernen zur Verfügung steht. In fünf Ausführungen steht der Chip Hardware-Partnern bereit – die Reihe „Essenziell“ umfasst 24 oder 32 GB RAM. 48 und 64 GB stehen bei „Erweitert“ zur Auswahl, „Ultimativ“ hat 128 GB RAM verbaut. In einer Tabelle schlüsselt NVIDIA die Unterschiede auf. Den herausgestellten Unterscheidungsfaktor stellt der Umfang lokaler KI-Modelle, welche sich auf dem Gerät ausführen lassen: 24 GB sollen für große Sprachmodelle (LLMs) mit 12 Mrd. Parametern genügen, während 128 GB für LLMs mit bis zu 200 Mrd. Parametern bereit sind.

Effizienz und Preis
Der Verkauf erster Rechner mit RTX Spark beginnt am 16. Oktober bei Hardwarepartnern wie MSI, Dell und Microsoft. Letzterer wünscht, Apple-Kunden direkt abzuwerben und bietet großzügige Rabatte für Kunden, die ihr MacBook gegen ein Surface Laptop Ultra eintauschen. Erst dann werden Praxistests offenbaren, wie sich die beeindruckenden Zahlen auf die Nutzerzufriedenheit auswirken. Besonders günstig geraten die Laptops mit NVIDIA-Chips jedenfalls nicht: Unter dem Preis von 2.899 € des Surface Laptop Ultra bleibt kein Gerät der verschiedenen Windows-Laptop-Anbieter – zumindest nicht während der aktuellen Vorbestellungsphase. Für diesen Preis gibt es bei Amazon derzeit alternativ MacBook Pro mit M5 Pro – ebenfalls mit 18 CPU-Kernen und 24 GB RAM.

Kommentare

Fuji_X13.10.26 12:03
Neeee, Danke ! Muß man sich für den Preis nicht mit rumärgern ....
0
Niederbayern
Niederbayern13.10.26 12:16
Ziemliches Armutszeugnis, wenn eine Firma versucht einen Rabatt zu gewähren wenn man dafür Produkte der Konkurrenz eintauschen soll.
+5
MrBravissimo13.10.26 12:17
Abgesehen vom Preis ist der Pro besser ausgestattet: 1TB SSD und 16 Zoll Liquid Retina XDR Display Bildschirm.
Mal sehen was die Tests sagen…
+2
maculi
maculi13.10.26 12:27
Sind das alles dieselben CPU-Kerne die da verbaut werden? Also nix mit Super-, Performance- bzw. Effizienzkernen? Bin mal gespannt wie sich das dann auf den Strombedarf auswirkt.
+1
esc
esc13.10.26 12:30
Die Anzahl Grafikkerne ist mal eine Ansage, was das in der Praxis bringt werden wir sehen.
+2
Solaris
Solaris13.10.26 12:52
Würde Nvidia nach Apples Zählweise rechnen, hätte der RTX Spark N1X 48 GPU-Kerne (aka 48 "Streaming Multiprocessors").

Die "unglaubliche" Zahl von 6.144 Kernen beim N1X entspricht schlicht Nvidias gewohnter Zählweise der einzelnen Shader-ALUs (CUDA Cores). Bei uns entspricht dieser Chip einem 48-Core GPU-Cluster, das vielleicht im M6 Max kommen könnte.

Jedenfalls begegnen sich damit dieser N1X und Apples M5/M6 Max ziemlich auf Augenhöhe, was Speicherarchitektur und Leistungsaufnahme betrifft – nur mit dem Unterschied, dass auf dem N1X der volle Nvidia-CUDA-Stack für Windows-Geräte zur Verfügung steht, während wir uns über bessere Energieeffizienz und macOS Kompatibilität freuen

Angeblich soll der N1X in Vollausstattung bis 80W ziehen, auch wieder eine ziemliche Hausnummer.
+6
michimaier13.10.26 12:59
Also wenn die Dinger ähnlich performen wie die Grafikkarten, wovon ich jetzt mal ausgehe - dann sind die Dinger den M5 (alle) tatsächlich überlegen - in Sache KI.
dann Linux auf die Kiste spielen und Ports freigeben. Ich persönlich find sie super interessant, aber eben nicht Design, Usability oder OS, sondern die Rechenleistung die da dahinter steckt.
Dieser Post hat keinerlei Anspruch auf Richtigkeit.
-4
vf4713.10.26 14:09
Ich habe bei uns für Testprojekte einen Asus GX10 im Einsatz. Der ist deutlich langsamer als mein 5er Pro Max bei gleichem Model, jeweils für die entsprechende Maschine (Cuda/MLX)
+1
TMS
TMS13.10.26 14:37
Erst dachte ich, dass Konkurrenz zu Apple-Chips nicht schlecht wäre.
Aber bei dem Preis ist es eben keine Konkurrenz, sondern der Versuch, ebenfalls extreme Margen zu erzielen. Was nicht funktionieren wird.
Dann werden die Leute im Zweifel das Original und nicht die Kopie wählen.
-2
gfhfkgfhfk13.10.26 15:28
maculi
Sind das alles dieselben CPU-Kerne die da verbaut werden?
Der GB10 SoC enthält maximal 20 CPU Cores: 10 X925 Cores und 10 A725 Cores. Das sind noch ARM Designs.
0
Raziel113.10.26 15:28
Solaris
Würde Nvidia nach Apples Zählweise rechnen, hätte der RTX Spark N1X 48 GPU-Kerne (aka 48 "Streaming Multiprocessors").

Die "unglaubliche" Zahl von 6.144 Kernen beim N1X entspricht schlicht Nvidias gewohnter Zählweise der einzelnen Shader-ALUs (CUDA Cores). Bei uns entspricht dieser Chip einem 48-Core GPU-Cluster, das vielleicht im M6 Max kommen könnte.

Jedenfalls begegnen sich damit dieser N1X und Apples M5/M6 Max ziemlich auf Augenhöhe, was Speicherarchitektur und Leistungsaufnahme betrifft – nur mit dem Unterschied, dass auf dem N1X der volle Nvidia-CUDA-Stack für Windows-Geräte zur Verfügung steht, während wir uns über bessere Energieeffizienz und macOS Kompatibilität freuen

Angeblich soll der N1X in Vollausstattung bis 80W ziehen, auch wieder eine ziemliche Hausnummer.

Naja CUDA ist jetzt kein großer Vorteil für sich ausser man hat wirklich Systeme die das brauchen. Apple hat ja auch ein Gegenstück
+1
gfhfkgfhfk13.10.26 15:36
Solaris
Jedenfalls begegnen sich damit dieser N1X und Apples M5/M6 Max ziemlich auf Augenhöhe, was Speicherarchitektur und Leistungsaufnahme betrifft – nur mit dem Unterschied, dass auf dem N1X der volle Nvidia-CUDA-Stack für Windows-Geräte zur Verfügung steht, während wir uns über bessere Energieeffizienz und macOS Kompatibilität freuen
Bei Apple ist die CPU stärker und bei nVidia die GPU, so kann man das kurz zusammenfassen.
0
Hugo Bond13.10.26 16:19
Niederbayern
Ziemliches Armutszeugnis, wenn eine Firma versucht einen Rabatt zu gewähren wenn man dafür Produkte der Konkurrenz eintauschen soll.
Ich würde es clever nennen. Was ist an gesundem Konkurrenzdenken denn arm? Ach so, verstehe, weil Apple sowas nie einfallen würde
0

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