Letzter Intel-iMac mit 21 Zoll ist nun "Vintage"


Bei Apple gibt es klare Leitlinien, wie lange ein Gerät nach dem Ende des Verkaufs noch Serviceleistungen erhält. Nachdem der Vertrieb eingestellt worden ist, bekommt es für fünf Jahre vollständig Reparaturen. Ist eine halbe Dekade vorbei, rutscht es in die Kategorie "Vintage". Dies bedeutet, dass es weiterhin von Apple und autorisierten Service-Stellen angenommen wird, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen jedoch nicht mehr versprochen werden kann. Nach zusätzlichen zwei Jahren wandern Geräte in die Kategorie "obsolet" bzw. auf Deutsch "abgekündigt" – insgesamt sieben Jahre, nachdem Apple den Vertrieb beendet hat. Ab da entfällt jeder Service. Ganz so weit ist es für den letzten Intel-iMac noch nicht, aber seit gestern
führt ihn Apple auf seinen Support-Seiten offiziell als "Vintage".
iMac (Retina 4K, 21,5", 2019) war letzter iMac mit Intel-ProzessorBei dem besagten iMac handelt es sich nicht um irgendeinen Computer: Er war der letzte kleine iMac, der noch mit Intel-Prozessoren arbeitete. Zwei Jahre später kam 2021 eine mit M1-Prozessor bestückte Baureihe als Ablösung. Gleichzeitig erhielt der Nachfolger bunte Gehäuse und größere Displays – in Anspielung auf den bekannten Vorgänger iMac G3 aus der Zeit der Jahrtausendwende.
Das neue Mitglied der Vintage-Familie verfügt über einen 21,5-Zoll-Bildschirm mit Retina-Auflösung. Er folgt dem größeren Bruder mit 27-Zoll-Bildschirm und 5K-Auflösung von 2019, der bereits schon länger auf Apples Vintage-Liste steht. Für gut zwei Jahre haben Besitzer jetzt weiterhin die Möglichkeit, bei Bedarf Reparaturen vornehmen lassen zu können.
Reparatur und Software-Support sind nicht identischNicht verwechseln sollte man physische Reparaturen mit der Versorgung von Software-Updates. Diese folgen ihrem eigenen Zeitplan. Aufgrund der großen Relevanz von Sicherheitsaktualisierungen wird empfohlen, für den sicheren Betrieb eines Macs nicht nur auf das Funktionieren der Hardware zu schauen. Apple selbst weist darauf hin, dass
in älteren Betriebssystemen nicht mehr alle bekannten Sicherheitslücken geschlossen werden. Der iMac Retina 4K von 2019 hat derzeit zwar noch gute Chancen auf erfolgreiche Reparaturen, aufgrund der Intel-Architektur erhält er aber die aktuelle Hauptversion (macOS 27) nicht mehr.