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Homebrew 7 ist erschienen: Paketmanager mit nativer Mac-App – Abschied von Intel-Macs eingeläutet

Homebrew erfreut sich bei zahlreichen Mac-Nutzern großer Beliebtheit. Der populäre Paketmanager ermöglicht nicht nur die Installation einer großen Zahl von Apps auf Desktops und Laptops aus Cupertino, unter anderem von quelloffener Software und Anwendungen etwa von Microsoft oder Affinity. Er kümmert sich auch um Updates und sorgt dafür, dass man stets den Überblick über die auf dem Rechner vorhandenen Softwarepakete behält. Das Entfernen von Anwendungen ist natürlich ebenfalls möglich. Bereits vor einiger Zeit haben wir die leistungsfähige Paketverwaltung in einer ausführlichen Meldung vorgestellt und darin auch die Grundzüge der Bedienung erläutert.



BrewUI erleichtert Mac-Nutzern die Bedienung von Homebrew
Manchen Mac-Besitzer, der auf Homebrew stieß, schreckte allerdings eine Eigenschaft der Paketverwaltung ab: Sie ließ sich ausschließlich mithilfe von Terminalbefehlen bedienen. Diese Hürde ist ab sofort Geschichte. Version 7.0.0 verfügt erstmals über eine grafische Benutzeroberfläche namens BrewUI, welche die Benutzung erheblich komfortabler gestaltet. Die neue App im vertrauten macOS-Design erleichtert nicht nur das Durchsuchen des Homebrew-Katalogs, sondern präsentiert unter anderem auch sämtliche Informationen zu bereits installierter Software in übersichtlicher Form. So lässt sich einfach erkennen, ob Updates zur Verfügung stehen. Das Entfernen nicht mehr benötigter Anwendungen kann man mit einem Mausklick erledigen. BrewUI zeigt allerdings auch die Terminalbefehle an, mit denen man bestimmte Aktionen durchführt, also beispielsweise brew upgrade für die Installation von Upgrades.


Premiere bei Homebrew: Version 7 der populären Paketverwaltung bringt eine App für die grafische Benutzeroberfläche des Mac mit.

Strikteres Sandboxing, Sicherheitslücken geschlossen
Homebrew 7.0.0 geht darüber hinaus bei Installation und Aktualisierung von Paketen schneller zu Werke als die bisherige Version. Das versprechen die Entwickler in einem Blogbeitrag. Im Hinblick auf die Sicherheit hat sich ebenfalls einiges getan. In Homebrew selbst wurden einige Lücken geschlossen. Zudem ist das Sandboxing jetzt strikter gestaltet, Paketprozessen ist es beispielsweise standardmäßig nicht mehr erlaubt, den Benutzerordner auszulesen. Eine hundertprozentige Abschottung gibt es allerdings nicht, Installationsroutinen von Anwendungen können etwa nach wie vor Administratorrechte einfordern.

Einjährige Gnadenfrist für Besitzer von Intel-Macs
Homebrew 7.0.0 erfordert mindestens macOS 11 Big Sur, ältere Versionen des Betriebssystems werden nicht mehr unterstützt. Besitzer von Macs mit Intel-CPU müssen sich langsam auf den Abschied von der Paketverwaltung einstellen: In einem Jahr wird sie nicht mehr auf ihren Rechnern laufen. Gleiches gilt für alle, die noch macOS 11 Big Sur nutzen, ab September 2027 muss mindestens macOS 12 Monterey zum Einsatz kommen.

Kommentare

Peter Eckel15.09.26 16:39
Homebrew hat bereits am 1. September den vollen Intel-Support eingestellt:

% brew upgrade 
Warning: You are using macOS on Intel x86_64.
We do not provide support for this platform (as-of September 2026, announced August 2025).

Apple have dropped Intel x86_64 support in macOS Golden Gate (27).
GitHub Actions are dropping macOS Intel x86_64 runners in 2027.
Homebrew is a non-profit project run entirely by volunteers, not employees.
If the biggest companies in the world cannot support macOS Intel x86_64
any longer, sadly neither can we.

Homebrew no longer builds bottles for this configuration.
Consider MacPorts, which provides binary packages for this macOS version:
  https://www.macports.org

Ich habe meine beruflich bedingt noch auf Intel laufenden Rechner jetzt auf MacPorts umgestellt ... ungern, aber ging halt nicht anders

Ich hätte es deutlich vorgezogen, wenn Homebrew noch bis zum offiziellen Supportende für die Intel-Plattform weiter funktioniert hätte, kann aber auch verstehen, daß man keine weitere Arbeit mehr in eine sterbende Plattform stecken will.
Ceterum censeo librum facierum esse delendum.
+8
Embrace15.09.26 20:42
Homebrew darf meiner Meinung nach irgendwie gar keine grafische Benutzeroberfläche haben 😅
+3
Peter Eckel15.09.26 21:11
Embrace
Homebrew darf meiner Meinung nach irgendwie gar keine grafische Benutzeroberfläche haben 😅
Ach, "darf" ... von mir aus können sie gern ein GUI dranstricken, solange ich es nicht benutzen muß. Das ist mir herzlich egal - etwas anderes wäre, wenn die textbasierte Bedienung wegfiele.

Andererseits bin ich nicht so sicher, ob die Zielgruppe für Homebrew wirklich die ist, für die ein GUI eine nützliche Erweiterung darstelt. Meist installiert man sich damit ja doch eher Unix-Tools, die dann wieder textbasiert sind.

... andererseits könnte man natürlich argumentieren, daß die Arbeit, die in das GUI geflossen ist, nicht besser in den Support von Intel-Plattformen bis zu deren wirklcihem Aus investiert worden wäre.

Na ja, was soll's, MacPorts geht auch.
Ceterum censeo librum facierum esse delendum.
+2
Danger16.09.26 08:52
Ich hab immer HomeBrew verwendet und kenne MacPorts nur vom Namen her. Gibt's da großartige Unterschiede? Hat MacPorts Vorteile, die HomeBrew überflügeln?

Habt ihr da ein paar Stichworte für mich?
0
slmnbey
slmnbey16.09.26 10:05
Ich war eigentlich sehr angetan von CaskHub . Leute wie mich, die ungern mit dem Terminal - aus Ahnungslosigkeit, arbeiten mögen finde ich eine GUI doch ganz nett. Finde ich ja gut, wenn nun das homebrewing, so wie ich verstanden habe, auch offiziell mit der App BrewUI unterstützt wird.
Gefundene Rechtschreibfehler dürfen behalten werden!
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Peter Eckel16.09.26 11:21
Danger
Ich hab immer HomeBrew verwendet und kenne MacPorts nur vom Namen her. Gibt's da großartige Unterschiede? Hat MacPorts Vorteile, die HomeBrew überflügeln?
Vom Prinzip her sind beide Paketmanager, in der Funktion also weitgehend äquivalent.

Der Hauptunterschied ist, daß Homebrew einen einem (idealerweise Admin-)Benutzer gehörenden Dateibaum für die Installation nutzt, MacPorts hingegen bei der Installation sudo benötigt. Mit der Aktualität der Pakete und der Verfügbarkeit MacPorts vs. Homebrew habe ich bislang keine Erfahrung, bislang war alles da, was ich brauchte.
Ceterum censeo librum facierum esse delendum.
+1
Peter Eckel16.09.26 11:22
slmnbey
Ich war eigentlich sehr angetan von CaskHub . Leute wie mich, die ungern mit dem Terminal - aus Ahnungslosigkeit, arbeiten mögen finde ich eine GUI doch ganz nett. Finde ich ja gut, wenn nun das homebrewing, so wie ich verstanden habe, auch offiziell mit der App BrewUI unterstützt wird.
Dann haben wir vermutlich unterschiedliche Anwendungsfälle ... ich brauche einen Paketmanager, um mir Kommandozeilentools zu installieren, da hat ein GUI eher nicht so viel Sinn für mich.
Ceterum censeo librum facierum esse delendum.
+1
schnullibutz
schnullibutz17.09.26 16:15
Ich benutze Homebrew um per Script Rechner mit Software zu versehen. Für unsere Laborrechner geht das für so 80 bis 90 Prozent alle Anwendungen, das spart eine Menge Arbeit.
System installieren, Homebrew laufen lassen und dann den Rest manuell installieren.
+2
dundo
dundo03.10.26 14:39
Docker?
Am Ende bereust du, es nicht getan zu haben. Carpe diem.
-1

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