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Apple sagt: Haben erst angefangen, macOS auf Touchscreen zu optimieren

Seit ein paar Tagen weiß die Öffentlichkeit, wie Apple sich seinen neuen Anlauf vorstellt, Macs mit Touch-Bedienung zu steuern. Vorherige Versuche in Form der Touch Bar waren von wenig Erfolg gekrönt und wurden nach einigen Jahren sang- und klanglos wieder eingestellt. Viele Kunden konnten der flexiblen Touch-Leiste auf der Tastatur der MacBook Pros kaum etwas abgewinnen. Der diese Woche vorgestellte neue Versuch mit Touch-OLED-Display kommt bei Kritikern hingegen bisher besser an. Vielfach wird nicht nur die Anzeigequalität der Displays gelobt, sondern auch die Integration der Touch-Elemente. Aufhorchen lässt auch die Aussage eines Apple-Mitarbeiters, der sich zur zusätzlichen Bedienungsmethode in macOS äußert.


Man habe bei Apple erst mit der Optimierung begonnen
Auf Nachfrage erklärte ein Apple-Mitarbeiter, dass das Unternehmen erst am Anfang der Touch-Optimierungen für macOS stehe. Liest man die Aussage genau, lassen sich zwei Schlussfolgerungen daraus ableiten. Erstens sieht man den Anpassungsprozess unter macOS ganz offensichtlich als laufenden Prozess und kommuniziert das offen. Der Bloomberg-Kolumnist Chris Welch rechnet vor allem in macOS 28 mit wesentlichen Verbesserungen. Zweitens stellt sich die Frage, ob Apple plant, künftig auch bei anderen Mac-Modellen schrittweise auf Touchscreens zu setzen, und die Technologie in der gesamten Mac-Palette anbieten möchte. Alternativ könnten berührungsempfindliche Displays dauerhaft ein Feature bleiben, das höherpreisige Macs von den Einstiegsgeräten abheben soll.

Touchscreen kann deaktiviert werden
Wer seinen OLED-Mac ausschließlich über Tastatur, Maus und/oder Touchpad steuern möchte, kann dies indes tun. Um versehentliche Eingaben beim Berühren des Bildschirms zu vermeiden, lässt sich die Funktion auch vollständig deaktivieren. Wie Federico Viticci auf X berichtet, findet sich in den Bedienungshilfen eine entsprechende Einstellung. Die Bedienung sollte in diesem Fall auf die bisher bekannten Methoden beschränkt bleiben.

Kommentare

sudoRinger
sudoRinger30.10.26 12:11
Auf Nachfrage erklärte ein Apple-Mitarbeiter, dass das Unternehmen erst am Anfang der Touch-Optimierungen für macOS stehe.
Bis vor 5 Minuten war ich noch guter Dinge, dass die Touchbedienung macOS nicht kaputt gemacht hat.
Meine Befürchtung ist, dass eine Optimierung von macOS für die Touchbedienung zu mehr Platzverschwendung führt. Das ist ohnehin eine Unsitte bei vielen Programmen geworden.
+18
Tech Berater30.10.26 12:25
Mal schauen, wie lange das dauert, das Apple diesen Irrweg wieder verlässt. Touchdisplay und ständig mit den Fingern/Armen in der Luft oder wagerecht vom Körper weg zu handtieren sieht nur In Filmen/Serien gut aus. Ja, es gibt Anwendungsbereiche, da ist Touch sinnvoll, aber nicht so. Da macht ein Grafiktablet, das mit dem Mac gekoppelt ist, einfach mehr Sinn.
+6
esc
esc30.10.26 12:32
Vielleicht kann man ja somit das iPad aufwerten
+4
slevin
slevin30.10.26 12:46
Ich verstehe die Aufregung nicht. Der Touchscreen ist ein Zusatz und nimmt dem Laptop nichts weg. Im Gegenteil, er bringt eine weitere Eingabemethode mit. Ich war anfangs auch sehr skeptisch, aber inzwischen ertappe ich mich selbst dabei: Wenn ich länger am iPad mit Tastaturhülle und Trackpad gearbeitet habe, tippe ich danach auf dem Mac ganz automatisch mal auf den Bildschirm.
Das Ganze ist ja nicht dafür gedacht, ständig per Touch zu arbeiten. Es geht um die schnellen Handgriffe: kurz etwas antippen, verschieben oder auswählen. Gerade bei der App-Entwicklung für iOS kann das ein echter Vorteil sein, und auch für Bildbearbeitung stelle ich es mir sehr praktisch vor.

Und wie schon erwähnt: man kann’s dann auch deaktivieren.
+8
LittleBOFH30.10.26 12:47
esc
Vielleicht kann man ja somit das iPad aufwerten

Mein Gedanke beim Lesen war, dass mittel- bis langfristig sogar ein komplettes macOS auf einem iPad laufen könnte. Die Hardware würde das leistungsmäßig ja locker hergeben.
+7
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex30.10.26 14:11
LittleBOFH
Die Hardware würde das leistungsmäßig ja locker hergeben.

Zumindest intern ist die Hardware ja diegleiche wie bei den Macs. Normale M Chips.
+3
Dunnikin
Dunnikin30.10.26 14:11
LittleBOFH
esc
Vielleicht kann man ja somit das iPad aufwerten

Mein Gedanke beim Lesen war, dass mittel- bis langfristig sogar ein komplettes macOS auf einem iPad laufen könnte. Die Hardware würde das leistungsmäßig ja locker hergeben.

Das ginge selbst auf einem iPhone. Was das Neo eindrucksvoll beweist, da es im Prinzip ein iPhone 16 ist.
+5
t.stark
t.stark30.10.26 14:30
slevin
Ich verstehe die Aufregung nicht....
Ich nehme an Du kennst das mit dem Frosch im Kochtopf? Wehret den Anfängen.
0
OliverCGN30.10.26 15:00
Erst hieß es: Niemand will einen Stylus!
Dann hieß es: Niemand will vertikale Touch-Displays.
Anschließend: Nee, wir können macOS nicht auf dem iPad lauffähig machen, weil es nicht für die Touchbedienung vorgesehen ist - das will niemand.

Apple macht sich selbst unglaubwürdig!

Jetzt wird vermutlich das passieren, was ich schon seit dem ersten iPad prophezeie - nur von hinten aufgezäumt:
Ich habe damals gesagt, dass es vermutlich irgendwann ein iPad geben wird, was man gegen Aufpreis mit einem macOS-ähnlichen System betreiben können wird.

Letztes Jahr wurde iPadOS um Menü und Fenster erweitert.
Nun bringt man ein MacBook mit Touch-Screen raus, auf dem sich iOS/iPadOS Apps vollumfänglich nutzen lassen. Das ist natürlich perfekt, um den Developern im Sommer folgenden Plan zu verkünden:

macOS 28 wird einen iPadOS-Modus mitbringen.
Zukünftig wird es Einsteiger-Geräte geben (iPad, iPadAir, Mac neo, Macbook Air) die alle mit iPadOS auf den Markt kommen. macOS wird dann den ProMacs vorbehalten sein. (oder man wird es ggf. auch auf den günstigeren Geräten dazukaufen können.)

... und das iPhone 20 (19 überspringt man) wird das erste iPhone sein, dass aufgeklappt auch iPadOS nutzen kann...
-4
DP_7030.10.26 17:29
Es gibt auch nach wie vor keinen Stylus. Der Pencil ist ja was ganz anderes. Mit einem Stylus hat man früher die Geräte bedient mangels Touchbedienung. Er war nötig, da man ohne Stylus im Prinzip nichts machen konnte.

Zu macOS: Ich kann nicht verstehen warum so viele meinen macOS soll auf dem iPad laufen. Wie soll das gehen? Die UI ist nicht dafür ausgerichtet, man müsste vieles anpassen, vergrößern, quasi touchfähig machen, dann wäre man quasi bei iPadOS. Mir fehlt auf dem iPad kein macOS aber natürlich könnte man noch einiges von macOS auch für iPadOS übernehmen. Nur würde das iPadOS noch komplexer machen von der Bedienung her. Es ist jetzt schon zu komplex. Ich meine es braucht deshalb eine Art Einfach- und einen Expertenmodus.
+1
t.stark
t.stark30.10.26 17:47
Ich kann nicht verstehen warum so viele meinen macOS soll auf dem iPad laufen. Wie soll das gehen?
Naja ich verstehe das so. Ein iPad, dass schon ein iPad UI hat, aber eben ohne die Einschränkungen von iPads OS. Die Hardware ist ja ohnehin weitgehend die gleiche.
0
Krypton30.10.26 17:52
OliverCGN
Erst hieß es: Niemand will einen Stylus!
Dann hieß es: Niemand will vertikale Touch-Displays.
Anschließend: Nee, wir können macOS nicht auf dem iPad lauffähig machen, weil es nicht für die Touchbedienung vorgesehen ist - das will niemand.

Apple macht sich selbst unglaubwürdig!

Nur wenn man die ursprünglichen Aussagen aus dem Kontext reißt oder falsch versteht.
Ein Stylus war ein «dummer» Plastikstift, den man auf alten Touch-Geräten (etwa einen Sharp Zaurus, den Palm oder Handspring-Geräten oder Windows CE Telefonen/Tablets), um die Dinger überhaupt bedienen zu können. Buttons und Elemente waren so klein, dass man einige Apps (etwa Excel CE oder schon das Startmenü unter Windows CE) nur mit Plastikstift bedienen konnte.
Steve hat gesagt, dass niemand diese Dinger will und dabei ist Apple auch bis heute geblieben.

Der Pencil ist ein zusätzliches Eingabegerät, der Dinge ermöglicht, die der Finger nicht kann (Drucksensitivität, hohe Präzision, Werkzeugänderung bei Neigung oder Drehung des Stifts). Er ist nicht Voraussetzung sondern Erweiterung. So wie ein Torx Schraubendreher deinen Hammer nicht ersetzt sonder im Werkzeugkasten ergänzt.

Ähnlich bei der Touch-Bedienung. Niemand möchte den ganzen Tag einen vertikalen Bildschirm nur via Touch bedienen «müssen». Dabei fällt einem auch heute noch der Arm ab. Es aber zu «können» erweitert die Eingabemethoden.
Touch kann einige Dinge besser, die eine Maus oder ein Trackpad nicht kann. Etwa Multitouch mit bis zu 10 Fingern oder – und darum geht es vermutlich – die «direkte» Objektmanipulation. Direkt schlägt Indirekt via Cursor oder «entfernter» Geste auf einem Trackpad.
Wenn du etwa ein 3D Modell oder ein anderes Objekt einer Software präzise mit zwei Fingern anfassen und drehen, ziehen oder rotieren möchtest, fällt das Trackpad flach, da man hier nicht sehen kann, wo man mit seinen zwei Fingern auf dem Objekt landen würde. Es gibt keine zwei Mauszeiger, keinen Finger-Hover auf dem Bildschirm und auch sonst nichts, was diese direkte Manipulation ermöglichen würde. Daher ist Touch-Input eine zusätzliche Methode, ein spezielles Werkzeug, das es bisher (von Hardware-Mods abgesehen) so am Mac nicht gab.

OliverCGN
Jetzt wird vermutlich das passieren, was ich schon seit dem ersten iPad prophezeie - nur von hinten aufgezäumt:
Ich habe damals gesagt, dass es vermutlich irgendwann ein iPad geben wird, was man gegen Aufpreis mit einem macOS-ähnlichen System betreiben können wird.

Die Aussage ist vage genug, dass man sie je nach Betrachtungswinkel natürlich auf alles mögliche wird münzen können.

Es ist aber auf sehr lange Sicht unwahrscheinlich, dass macOS und iPadOS zusammenwachsen, da viel der darunterliegenden Prinzipien unterschiedlich sind. Aber – und da geht deine Vermutung in eine richtige Richtung – sie übernehmen jeweils gutes vom Anderen System. Dennoch lässt sich iPadOS bis heute im alten «simplen» Modus mit maximal Split-Screen Apps und Slide-Over betreiben. Wer die Einfachheit möchte, bekommt das als Standard. Nur wer mehr möchte und sich die Bedienung zutraut, kann in einen erweiterten Modus schalten.
Praktisch ein Automatik-Auto, bei dem man auch manuell Schalten kann.

Mit Touch am Mac ergeben sich einfach neue Möglichkeiten.

Man kann jetzt mit dem Laptop auf dem Schoß oder auf den Beinen bequem auch mal am Bildschirm scrollen oder kurz etwas bedienen.

Viele iPad Apps, die bisher nur mit Touch vernünftig funktioniert haben, lassen sich jetzt auf dem MacBook bedienen.

Junge Menschen, die praktisch nur Smartphone und Tablet kennen, habe ich schon oft versehentlich auf «klassischen» Bildschirmen rumtippen sehen (ohne Erfolg). Die touch-Bedienung wird mit der nächsten Generation deutlich zunehmen.

Für Anwendungen in Besprehungsräumen setzen sich große Touch-Screens zunehmend durch, bisher praktisch ausschließlich unter Windows. Wenn jetzt MacOS nativ Touch unterstützt, lassen sich mit Macs auch solche Setups bauen. Auch auf Messen, in Shops, Schulen, etc. gibt es viele Einsatzmöglichkeiten.

Seit ich regelmäßig iPads nutze, erwische ich mich an uralt Bankautomaten jedesmal, dass ich direkt auf den Bildschirm tippe, anstatt die Hardwaretasten daneben zu drücken. Die Bildschirm-Bedienung ist heute einfach Standard in solchen Geräten, beim Fahrkartenkauf, an Kaffeemaschinen, im Auto, an HiFi Streaming-Verstärkern, etc und wird auch nicht mehr weggehen.

Jetzt lassen sich viele solcher Szenarien am Mac entwickeln, testen und es wird sich weiter vermehren. Direkt schlägt indirekt.
+2
Olsche31.10.26 08:46
Ich bin mittlerweile ziemlich genervt von Ankündigungen, die dann nicht eingehalten werden. Siri ist für mich eine Enttäuschung, weil sie bis heute nicht zufriedenstellend funktioniert.
Da wird sauteure Oberklasse-Hardware entwickelt und verkauft – und hinterher stellt sich heraus, dass die groß beworbenen Funktionen wohl doch nicht so überzeugend sind. Dann wird Schadensbegrenzung betrieben.
Warum kann man nicht einfach weniger versprechen und den Nutzern dafür ein ausgereiftes System hinstellen? Genau das war für mich damals der Grund, mich für Apple zu entscheiden.
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