Journals>Zurück aus "Apple City": ein Reisebericht ganz anderer Natur.>Apple hat erkannt, wer wichtig ist oder warum es niemals einen "headless iMac" geben wird.

Apple hat erkannt, wer wichtig ist oder warum es niemals einen "headless iMac" geben wird.

Hallo.

Vor nunmehr 10 Jahren bin ich vom PC auf die Mac-Plattform umgestiegen. Ich habe die letzten Zuckungen des Mac OS 9 erlebt und bin relativ schnell auf OS X umgestiegen, obwohl es am Anfang etwas holprig war.
Da ich allerdings immer nur "hobbyist" gewesen bin, und Macs bis vor 5 Jahren nicht für das Geld verdienen brauchte, war das egal.War halt mal richtiges Eye-Candy.
Im Laufe der Jahre hat sich dies aber verändert: das OS wurde leistungsfähiger, die Macs schneller und schicker, der Siegeszug der iPx begann.

In den ganzen Jahren gab es aber immer wieder verschiedene Themen die auftauchten, wo man sich häufig dachte:" Warum macht Apple das (nicht)".
Dazu gehörte zum Beispiel der immer wieder verlangte "headless iMac", die Geschlossenheit der iOS-Geräte, die Providerbindung des iPhones, das nicht-lizensieren des OS X an Dritthersteller und so weiter.

Mittlerweile, nach Jahren in der Mac-Community und dem lesen von vielen Berichten zum Thema Apple, glaube ich, die Antwort darauf gefunden zu haben.

Apple weiss, auf wen man Geräte,Dienste, Designs zuschneiden muss, um erfolgreich zu sein: es sind die gewöhnlichen Verbraucher.


Sehen wir uns doch mal an, womit Apples Siegeszug begann.

Es war die Komnbination iTunes und der iPod.Es war das erste Mal, dass Musik einfach verwaltet und beim Anschluss eines MP3-Players auch komfortabel übertragen werden konnte.
Wer Beschwerte sich? Die Geeks, die z.B. unbedingt auch vom iPod auf andere Macs spielen wollten, aber das nicht konnten. Der normale User, der nur unterwegs Musik auf seinem iPod hören wollte,dem war das nicht so wichtig.Wir schreiben gerade das Jahr 2001/2002.

Weiter ging es mit der Einbindung des iTunes Music Stores.
Welch ein Wahnsinn: der Consumer brauchte nun nicht mehr CDs kaufen und diese, für ihn umständlich, rippen, nein, er konnte diese DIREKT in iTunes schicken lassen und sofort auf den iPod spielen. Wahnsinnig komfortabel.
Aber was: man konnte iTunes nur mit iPods syncen?Was soll das denn. Jeder Consumer dachte da: wer ist so wahnsinnig und möchte etwas anderes als einen iPod haben.(immerhin war der Zune noch nicht vorgestellt ). Wir schreiben das Jahr 2004.
In der Zwischenzeit gibt es iTunes für Windows und die iPods WERDEN NICHT MEHR MIT FIREWIRE SONDERN MIT USB SYNCHRONISIERT. BLASPHEMIE. Auch hier wieder: Tausende Mac-User schreien auf, Millionen Windows-User klatschen Beifall: endlich auch iPods für PCs.

Dann, im Sommer 2005: Apple wechselt zu Intel.
Oh man, tausende Mac-User wollten SOFORT zu Linux wechseln. Und nun?
Nach nur 3 Jahren Intel-Macs wurden davon mehr verkauft, als in den 10 Jahren PowerPC davor.
Das nenne ich mal eine kluge Entscheidung.

( ich empfehle hier einen Blick auf die Verkaufs- und Umsatzzahlen der letzten Jahre, die die MTN-Admins dankenswerterweise nach jeder Quartalsberichterstattung veröffentlichen. Hier der Link zu den aktuellsten Zahlen vom Oktober 2010 :

Die nächsten 2 Jahre verliefen relativ ruhig, bis in der Mitte 2006 ein iPod mit touchscreen "gefordert" wurde, am besten noch in ein Telefon verbaut.

Dies spitzte sich im Januar 2007 zu als das iPhone vorgestellt wurde.
Wow,ich meine......wow. Damit hatte wohl niemand gerechnet.

iPod,Telefon und Internet Device ( was soll'n das sein?) in einem Gerät....wow.
Einschub: empfehlenswert an dieser Stelle sich noch einmal die 2007er Keynote zu betrachten:

Zitat El Honcho Jobso:
" Widescreen-iPod with touch controls (enormer Applaus der Menge)
a revolutionary mobile phone ( noch mehr Applaus der Menge)
and a breakthrough internet communicator (seeeeeehr verhaltener Applaus der Menge, obwohl diese Funktion, meiner Meinung nach, den Siegeszug des iPhones eingeleitet hat.

"The internet in your pocket"

Millionen Menschen dachten: wow.....ich meine,wow.
Nur die ewigen Zweifler waren wieder da: kein 3G, keine wechselbare Batterie,teuer, nur bei einem Provider etc.
Der normale Consumer dachte nur: wow.
Dann kam der App-Store in 2008 und der Siegeszug der Apps begann.

Auch hier wieder war zu erkennen, das der normale User sich ohne Probleme unzählige kleine Programme runterladen konnte.ganz einfach.Ohne Installationswissen.
Aber auch hier wieder beschwerten sich viele über die Restriktionen, die Apple zur Auflage machte. Den normalen User interessierte das aber nicht, er hatte ja Zugang zu tausenden, mittlerweile hunderttausenden von Apps und konnte sicher sein, dass er von Apple geprüfte Software bekam.
Mal ehrlich: was kann man mehr wollen?

Ähnlich läuft es mit den Macs. Man nehme nur den iMac: nur ein Kabel (Stromkabel) anschließen, und das Ding läuft. Was will der normale User mehr? Wer mehr will, muss halt zum Mac Pro greifen.Punkt.

Und das ist es, was Apple meiner Meinung nach verstanden hat. Die schweigende und zufriedene Mehrheit sind halt die normalen User und das wird die neue Zielgruppe sein, die es zu gewinnen gilt. Konzentriert man sich auf eine Handvoll Pros, droht man bankrott zu gehen.

Und deshalb wird es auch niemals einen headless iMac geben: Consumer brauchen ihn nicht, die wollen nichts wechseln und die Pros greifen eh zum Mac Pro.

Ich sehe es an meinem Vater, der mit seinem PC nie zurecht gekommen ist, mittlerweile einen iMac hat den er moderat ausnutzt, viel mit seinem iPad und mit seinem iPhone macht.
Eine Bekannte, die nie ein Apple-Produkt besaß, hat nun iPad und seit Samstag ein iPhone ,mit dem sie mittlerweile mehr macht, als mit dem Nokia, welches sie vorher besaß und welches mit versteckten Funktionen überfrachtet war.

Apple hat es erkannt, viele andere nicht und deshalb denke ich, dass Apple ein noch größeres Wachstum bevorsteht, als bisher schon hingelegt wurde.

























Kommentare

ChrZap170330.11.10 10:15
Erst einmal vielen Dank für diese äußerst lesenswerte Analyse - echt super.

Ich selber bin auch ein großer Freund von fein miteinander abgestimmten und in der Folge geschlosseneren Systemen. Wenn ich einen Rechner möchte, wo ich alles selber tweaken, feintunen, etc. möchte, wechsel ich auf Linux. Ich möchte aber die Kiste einschalten und loslegen, zu arbeiten, zu surfen, Musik zu hören. Insofern bin ich genau die Zielgruppe, die Du in deinem Journal beschreibst.

Allerdings hätte ich da doch noch eine kleine Kritik. Ganz so glatt, wie Du es beschreibst, lief Apples Durchmarsch die letzten Jahre doch nicht. Auch wenn man das in Cupertino nicht so gerne hören würde, zumindest einmal musste Apple doch dem Unmut der Kunden nachgeben. Ausgerechnet der App Store, diese Gelddruckmaschine Apples. die jetzt so viele andere Hersteller versuchen, zu kopieren, wäre in ihrer jetzigen Form nicht ohne den Druck der Kunden entstanden. Denn hätten all die Programmierer und Hacker mit Unlock und Cydia(???)-Store nicht gezeigt, was alles mit dem Gerät möglich ist, hätte es zumindest noch eine ganze Weile gedauert, bis weitere Apps von Apple gekommen wären. Erinnern wir uns noch an den sehr verhaltenen Applaus, als Apple seinen ersten Ansatz für Apps auf dem iPhone präsentierte : Webapps. Das hat dann ja bekanntlich auch nicht lange angehalten, zum Glück.

Aber in der Konsequenz hast Du natürlich recht : Apple liefert - neben einem Lifestyle-Produkt - ein Konzept, was viele Leute überzeugt, aber eben um den Preis der Flexibilität. Ob man das will oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.
macbeutling30.11.10 10:26
J, mit den Webapps muss ich Dir Recht geben, das war ein Schuss in den Ofen. Aber auch hier must Du bedenken, dass die Plattform noch sehr jung war und Apple wahrscheinlich noch gar nicht wusste, was die Plattform kann oder aber was die developer damit machen können.
Obwohl die Keynotes immer voll sind mit Superlativen (amazing,incredible, awsome usw.) glaube ich wirklich, dass Apple selber vom Erfolg überrascht worden ist.
So etwas kann keiner planen oder voraussagen.
Glück auf🍀
lenn1
lenn130.11.10 10:33
Es gibt doch aber eine Zeichnung in einem Patentantrag, dass einen Modulmac beschreibt.
Ausserdem: Was ist an einem Mac Mini so anders als an einem Headless iMac?
Doch nur die Leistung!
Request
Request30.11.10 11:06
Ich werde den Artikel Zuhause noch genauer anschauen. Jedoch waren es die Pro-User welche Apple die Stange gehalten haben als der Laden am "Arsch" war. Und genau diesen Leuten zeigt Apple nun den Mittelfinger.
1984 - Think different - Macintosh - iPhone / iPad - Think nothing - 2014
macbeutling30.11.10 11:11
Request:
1.) Warum zeigt Apple denen den Stinkefinger?
2.) Hätte Apple sich eher auf Consumer orientiert, wäre es vielleicht gar nie in diese Schieflage gekommen.

Worauf ich nur hinauswollte ist alleine die Tatsache, dass die Anzahl der Pro-user nicht annähernd ausreichend sind, um ein gesundes Unternehmen von der Größe Apples mit Umsatz zu versorgen.
Glück auf🍀
nextmac30.11.10 11:39
Da magst du wohl recht haben mit deinem Artikel.
"Konzentriere dich auf weniges, aber dieses wenige mach richtig gut" könnte der Leitspruch von Apple sein.

Empfehlenswert wäre eine Konzentration auf das Mac OS, das in letzter Zeit eher nicht mehr so gut daher kommt. 10.6.5 ist da wohl so ein Beispiel.

Das erste Mal seit Jahren schmierte mir der Mac Pro einfach so ab.

Das MacBook Air musste ich neu aufsetzen, weil die Aufstartzeit plötzlich 45 Sekunden und das Aufwecken aus dem Ruhezustand, je nach Dauer desselben, bis zu einer halben Minute dauerte.

Und jetzt funktioniert die Chat-Funktion (Adium, iChat) auf keinem der drei Geräte mit 10.6.5 mehr. Auf den iOS Geräten und unter 10.5.8 funktionieren alle Chats jedoch problemlos.

Und das sind nur gerade die oberflächlichen Probleme. Wer den Artikel in MacGadget gelesen hat, weiss was ich meine.

Consumerfreundlich ist die neueste Ausgabe von Max OS X jedenfalls nicht gerade.
zwobot30.11.10 12:44
Das ganze hinkt. Es gibt ja einen Headless nicht Pro Mac. Nur leider ist dieser von der Preis-Leistung kastriert, außer natürlich der Formfaktor ist auch ein Attribut. Die Rede ist vom MacMini. Und anscheinend will ihn ja der Consumer. Er verkauft sich ja wohl nicht schlecht.
tjost
tjost30.11.10 14:35
Apple geht sicher nicht immer den richtigen Weg und auch über Leichen doch wenn es um den Benutzer geht gebe ich Dir recht. Gut geschrieben und bringt es auf den Punkt. Doch der Siegeszug begann schon mit dem iMac von 97 und dem iBook kurz darauf.
Wer meinen Humor nicht versteht darf ihn scheiße finden. Aber nicht kritisieren.
iUser9530.11.10 16:23
Eine sehr schön geschriebene Analyse! Mehr gibt´s da nicht zu sagen!
snowman-x30.11.10 19:07
sehr gut auf den punkt getroffen: es geht vom primitiven über das komplex-komplizierte(windoof) hin zum komplex-einfachen welches einem arbeit erleichtert und jeder bedienen kann(apple produkte)

das ist IMMER so!

und genau das ist was apple macht...iMac ist ein gut gewähltes beispiel...ein kabel..knopf drücken...fertig....keine dose: monitor anschließen..alles einrichten..installieren und machen und tun...nein!


super journal!
ExMacRabbitPro30.11.10 21:42
Request

Immer das olle Geschwafel ala "Pro User haben die Firma gerettet". *sick*

Ich kann es nicht mehr hören - wie überheblich! Meinst Du denn, dass Apple dir etwas schuldet? Wenn ja, was denn genau?

Als wenn die "Pro User" (wer ist denn das überhaupt?) mit ihrem standardmäßig zurückhaltenden Investitionsverhalten und langen Geräteeinsatzzeiten da groß was gerettet hätten. So ein Schwachsinn!

Gerettet hat Apple Ende 97/98 der iMac G3 - ein Konsumer Gerät. Wenn der nicht gekommen wäre und sich gut verkauft hätte, dann wäre der Ofen aus gewesen. Pro User hin, Pro User her.

In den Mittelpunkt des Medieninteresses hat Apple Anfang dieses Jahrzehnts der iPod und der iTunes Store gebracht. Beides reinrassige Konsumerprodukte.

Und richtig wieder erfolgreich machte Apple der Intel Switch (über den ist so mancher "Pro User" immer noch nicht weg) und dann das iPhone und die damit zusammenhängende Produktpalette.

Damit macht man Stückzahlen = Umsatz = Gewinn. So viele "Pro User" die dir einen Mac Pro abkaufen findest Du auf der ganzen Welt nicht. Also mach mal halb lang.
Portnoy30.11.10 22:22
Wo du Recht hast, hast du eben Recht, nicht wahr?!
Ironman1stgw01.12.10 07:24
Man muss nicht jeden Beitrag umschweifend kommentieren... es ist einfach eine hervorragende Zusammenfassung der Tatsachen!
neoxfactory01.12.10 09:03
macbeutling

Ich stimme Dir in allen Punkten zu. Genauso isses.

EXKaninchenPro

Du hast ja sowas von Recht. Die Consumer-Produkte haben apple den Erfolg gebracht und nicht die Pros und Möchtegern-Pros (arbeitslose Künstler).



SeaBee01.12.10 09:18
aus der kommerziellen sicht von Apple mag dein journal stimmen; der rest fehlt.

der grosse fehler der Appleuser ist wohl gewesen, zu denken das es "unser" Apple sei. jedoch basierte auf genau diesem gefühl der hype von vor ein paar jahren (und die der aktuellen fanboys). dieses gefühl wird durch breite marktpräsenz und abhängigkeit verdrängt.

wenn irgendwann nur noch die abhängigkeit vorhanden ist und dadurch wut entsteht, dann ist Apple in einer ähnlichen position wie MS vor einigen jahren. bei mir ist es die wut, dass Mac OS nicht als tablet rauskommt. ich frage mich weshalb. ich vermute(!) das dieses auch nicht passieren wird, weil Mac OS profitabler ist als iOS und man versucht(!) dieses über kurz oder lang nicht mehr zu unterstützen. erst vor wenigen tagen habe ich gelesen, dass 2011 tablets den normalen rechnern viele marktanteile abnehmen wird. was wird 2012 und danach? eine idee von Apple könnte sein, wenn rechenpower auf die cloud ausgelagert werden soll, dann kann man auch schon auf vollwertige rechner verzichten und die tablets werden clients für alles.
ich könnte jetzt noch weiter rumspinnen, aber es werden nun mal viele fragen in deinem journal nicht mal angerissen. wie irrational diese ganze diskussion auch sein mag: sie ist da und sie ist gross!

PS: als auf Intel gewechselt wurde hatten sich alle gefreut, dass nun Mac OS auch auf jedem x86 rechner laufen wird. war wohl nix, pech gehabt.
cheesus1
cheesus101.12.10 09:29
SeaBee
Shift-Taste kaputt?
Wie wäre es hiermit:
macbeutling01.12.10 12:13
MacOS X als Tablet-OS?
Lass mal nachdenken.....warum? SJ hat genau erklärt,warum das nicht geht.Der gleiche Grund,warum Tablets mit Windows floppten: diese OSes sind drauf angelegt, das Symbole mit der Spitze des Mauszeigers berührt werden. Ergo: dafür bräuchtest Du einen Stift zur Eingabe.
Und es dürfte wohl klar sein, dass da kein Weg hinführt. Anstatt Funktionen hirnlos zu fordern, sollte man sich mal damit auseinandersetzen, warum dies nicht gemacht wird.

Apple lernt aus den Fehlern von Microsoft, ganz klar.
Und auch hier muss man sagen: wie viele Leute brauchen wohl ein volles OS auf einem Tablet? Nicht viele, wie die Geschichte gezeigt hat.
Glück auf🍀
ChrZap170301.12.10 12:51
@SeaBee : Apple ging es am schlechtesten, als die Produkpalette am zerklüftesten war und Macclones die Umsätze schmälerten. Warum sollte Apple irgendeine Veranlassung haben, diesen Fehler noch einmal zu machen ?

Bezüglich des IPads und des IOs denke ich, dort ist die Fahnenstange hinsichtlich Funktionalität und Leistung noch lange nicht erreicht und Apple wird, wenn der Bedarf und die Nachfrage da ist, wie es ja im Moment scheint, auch diese Funktionalität liefern, alles andere wäre wirtschaftlicher Blödsinn, innovationsbremsend noch dazu. Aber das heisst ja nicht zwingend, dass es so daher kommen wird, wie man es sich selber vorstellt. Ich persönlich bin froh, das OS X nicht auf dem iPad gelandet ist, denn für diese Hardware wurde diese Software nun mal nie konzipiert.
TorstenW01.12.10 16:04
Ich finde, dass der Artikel "den Consumer" ziemlich als Ja-Sager mit wenig individuellen Ansprüchen und zuviel Geld darstellt.

Das dürfte mittlerweile auch auf den Großteil der Mac-User zutreffen.
Ich finde das allerdings ziemlich schade, weil es einfach nicht im Bereich des Unmöglichen wäre gewisse Dinge bereitzustellen.
Nehmen wir das Beispiel des headless iMac.
Es würde Apple nix kosten die iMac Hardware in ein MacPro Gehäuse zu bauen, und ich bin mir sicher, das Gerät fände reißenden Absatz.
Aber was wäre die Folge? Der iMac Verkauf würde ebenso wie der MacPro Verkauf völlig zusammenbrechen, und es wird einfach so sein, dass die Gewinnspanne bei beiden Produkten extrem gut ist.

Ebenso solche Aktionen wie der Austausch des Express-Card-Slots gegen den SD-Card Reader.
Einzig und allein Gewinnmaximierung. Natürlich wird ein großer Teil der User den Express Slot nicht brauchen, aber wer ihn braucht muss jetzt mal 500€ drauflegen für das 17" Modell.

Und von diesen Entwicklungen gibt es in letzter Zeit sehr viele, man muss immer mehr Kompromisse eingehen, und ich seh schon den Punkt auf mich zukommen, wo ich einfach keine Lust mehr habe für Dinge die ich bei Windows PCs einfach so dazubekommen bei Apple noch saftige Aufschläge zu zahlen..
Wie irgendwer schon sagte: Es hält momentan die Abhängigkeit, aber irgendwann wird vllt meine Grenze überschritten.
Natürlich wird das nicht die Mehrzahl der User machen, Apple wird immer mehr zum Standard-Consumer-Geräte-Hersteller mit den gleichen Macken und Problemen.
Aus Gewinn-Sicht sicherlich gut. Aus meiner Sicht eher nicht, aber die wird den Steve auch nicht interessieren
juniorsceptic01.12.10 19:36
Dein Artikel ist nicht schlecht; allein die Überschrift ist schwach.
Einem Unternehmen ist nichts wichtig, ausser dass Gewinn und Umsatz stimmen.
So gesehen hat Apple einfach gelernt wo die dicksten Profite eingefahren werden. Nämlich beim unkritischen Consumer und nicht beim Prosumer oder gar beim Profi.

Für mich ist in vielen Bereichen der Work-Flow am wichtigsten. Da sind andere inzwischen auch besser geworden und mit OSX war ich auch schon einmal zufriedener.

Mir kommt vorerst kein iOS ins Haus. Trotzdem wird Apple weiter wachsen und hoffentlich nicht die gleichen Fehler machen wie andere Monopolisten. (Obwohl ich seit geraumer Zeit ein schlechtes Gefühl habe was diese Firma angeht.)
Andererseits kann man Microsoft nicht mit Apple vergleichen. Aber der Tag an dem Apple sein Blatt überreizt wird kommen...

Ich hoffe einfach, dass OSX schlank und geschmeidig bleibt. Und unterwegs geht es bei mir in Richtung "altes Thinkpad" mir Linux drauf zum Surfen, Mailen und Schreiben. Wenn mir das einer vor 5 Jahren prophezeit hätte wäre er von mir ausgelacht worden.

rondinax02.12.10 04:56
Schade eigentlich. So viel Text um dann letztlich doch nur wieder das Erreichen des Fanboi-Endstadiums auf allzu altbekannte Weise zu bestätigen:
Apple macht alles richtig und was Apple nicht anbietet, braucht man nicht.
macbeutling02.12.10 08:48
TorstenW: Deine Argumente bestätigen doch nur meine Theorie: für den Consumer ist es einfacher, sich einen iMac hinzustellen, als einen erweiterbaren ohne Bildschirm zu nehmen. Da müsste man sich ja wieder Gedanken machen, ob ich etwas austauschen müsste oder nicht. Ausserdem gibt es dann wieder mehr Probleme mit der Kompatibilität von Dritthersteller-Hardware.
Und der Tausch ExpressCard-Slot/SD-Reader: es werden wahrscheinlich mehr Menschen eine SD-Card einlesen lassen wollen, als eine Express-Card.
juniorseptic: Ja, die Überschrift ist ein wenig holperig, gebe ich zu
rondinax: lassen die Verkaufszahlen auf etwas anderes schließen? Da ich auch Investor in Apple bin, beschäftige ich mich seit mehreren Jahren auch mit den Verkaufszahlen der gesamten Produktlinie.
Vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt her gesehen, ist der letzte wirklich große Patzer von Apple der Cube gewesen.
Und das ist fast 10 Jahre her. Was wurde gemacht? Die Produktlinie wurde danach schnell wieder eingestampft.Alles was danach kam, waren Erfolge; ob es jedem Mac-User gefiel sei mal dahingestellt. Das hat nichts mit Fanboyism zu tun sonder ist eine nüchterne Betrachtung der Sache.

Und im Endeffekt hast Du Recht mit deinem letzten Satz ( mit leichter Variation):Apple macht alles richtig und was Apple nicht anbietet, braucht der Consumer nicht
Glück auf🍀
thejerry70
thejerry7003.12.10 07:34
Soweit stimmt es, was im Journal steht: Apple bietet einfach zu bedienende Geräte und (allem Anschein nach) auch hinlänglich Auswahlmöglichkeiten, um unterschiedliche Comsumer-Bedürfnisse befriedigen zu können. Zumindest soweit, dass sie sich für Apple entscheiden.

Dass Apple alles richtig macht und der Großteil der Nutzer das ebenso sieht, würde ich allerdings anzweifeln. Apple muss da ja momentan einen Spagat zwischen den jahrelangen Fans (den "Mac Heads" ) und den Neukunden - sprich: den einfachen Comsumern - hinbekommen. Das gelingt nicht immer, wie ja hier auch an den Kommentaren zu lesen ist und ebenfalls im Journal erwähnt wurde. Die größten Probleme, die auf Apple zukommen dürften sind meiner Meinung nach:

1. ... dass sie irgendwann aufgrund der Größe und der anhaltend guten Verkaufszahlen behäbiger und weniger innovativ werden könnten sowie 2. dass die Qualität der Produkte, aufgrund des Rufes nach immer Neuem und "Revolutionärem" abnimmt. Vor allem aber auch, dass die Produktion immer schneller vonstatten gehen soll, weil die Kunden sonst aufschreien. Mit meinen Geräten (MacBook und iPhone 3G) hatte ich leider bislang mehrere Probleme (Lüfter defekt, Verfärbungen am Gehäuse nach wenigen Wochen, tote iSight, rapide sinkende Akkulaufzeit beim MacBook, einfach nicht funktionieren wollende Kabelfernbedienung beim iPhone). Auch im Freundes-/Bekanntenkreis häufen sich die Probleme mit neuen Geräten (defekte Laufwerke im MacBook Pro, Sprünge im Gehäuse des MacBooks etc.). Hier täte Apple mal gut daran, wieder mehr auf die Verarbeitungsqualität zu achten, anstatt auf die reinen Verkaufszahlen zu achten. Sonst könnte langfristig der Ruf als "Premiumhersteller" auf dem Spiel stehen, wenn - abgesehen vom Preis - nur noch wenig "Premium" vorhanden ist (also die Hardware und Software - wie beispielsweise mit den zahlreichen Beschwerden zum neuen iLife - in der Qualität weiterhin abnehmen).
applelizzer
applelizzer03.12.10 12:10
Es gibt immer einige die Probleme mit Software und Hardware haben! Die Masse scheinbar nicht, sonst währe es auch ein Thema ausserhalb der grossen Foren!

Apple macht einfach zu bedienende, verlässliche Geräte für Consumer Punkt!

Die MacPros krönen das ganze und bieten die Möglichkeit einfach zu erweitern...auch Punkt!

Wer noch mehr will soll zu Linux gehen!

Edit: warum funktioniert mtn besser am iPad als Mac-TV?
nasa03.12.10 17:11
naja "verlässliche Geräte für den Consumer" ?
Ich verweise mal an das 27" iMac Fiasko. Oder die was weiss ich wieviel tausend Macbook Oberschalen die ich getauscht habe. Meine Sehnenscheidentzündung kann heute noch ein "Lied" davon singen.

Also nix gegen Apple - aber wie hier schon geschrieben wurde - ein wenig mehr Premium in der Qualität als nur im "Preis" wäre schon noch drin.

Aktuell hat mein neuer Mac Pro einen ratternden Lüfter. Die Endkontrolle gabs wohl noch immer nicht. Schade bei Geräten in diesem Preisbereich.

Naja - es kann ja nur besser werden.

Ein Headless Mac würnscht sich aber so mancher noch immer. Da gehöre ich auch dazu. Ein Mac Pro ist aufgrund des gesalzenen Preises nicht für jeden eine gangbare Alternative.

Der iMac ist wie immer mit Kompromissen behaftet die (ich) nicht eingehen will. Da bleibt bei mir nur ein Mini oder der Mac Pro. Da knirscht man beim Ausfüllen der Bestellung schon mal gerne kräftig mit den Zähnen.
Cliff the DAU
Cliff the DAU03.12.10 19:22
Vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt her gesehen, ist der letzte wirklich große Patzer von Apple der Cube gewesen.

. . . aber nur weil der Preis nicht stimmte. Das Konzept eines Würfels (wie beim Next Computer) ist geil, außerdem kein Lüfter.

Mich wundert, dass keiner die Spiegeldisplay madig macht.

Vielleicht schreibt mal einer warum Apple dem Kunden keine Wahl zwischen Spiegel und matt läßt (Achtung Fanboys, ich weiß dass man bei einigen Modellen die Wahl hat).
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
juniorsceptic03.12.10 20:04
Appleizzer
Wer noch mehr will soll zu Linux gehen

Schön , dass Du das jetzt festlegst
Da freuen sich jetzt bestimmt alle, da sie nicht mehr ziellos umher irren.

Es gibt eine menge Leute die professionell mit OSX arbeiten und denen von der Performance her ein iMac genügt.
Allerdings ist es für viele ein Ausschlusskriterium wenn man nicht eben auf dem kurzen Dienstweg die defekte Festplatte ausbauen kann. Viele Grafiker könnten auf einem iMac alle Arbeiten zufriedenstellend erledigen, möchten aber ein Display ihrer Wahl nutzen, usw.

Klar: Apple zieht sein Business durch; ich mag nur immer diese anmassenden
"Punkt!"
Kommentare nicht.

Eco hat mal geschrieben:
"Der Macintosh ist katholisch: das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung"

Jetzt scheinen nur noch die "ein Recht auf Erlösung" zu haben, die das schlucken was Apple ihnen in die geschlossene Plattform hineindrückt...
(Katholisch heisst übrigens "das Ganze betreffend".)
mobileme03.12.10 20:15
Interesante Sichtweise des Ganzen, meine volle Zustimmung.
Merzer05.12.10 13:41
Ähnlich läuft es mit den Macs. Man nehme nur den iMac: nur ein Kabel (Stromkabel) anschließen, und das Ding läuft. Was will der normale User mehr? Wer mehr will, muss halt zum Mac Pro greifen.Punkt.

Hmm... und das Einstecken des Kabels für den Monitor überfordert also den durchschnittlichen Mac-User? Sehe ich das richtig?

Was ich "mehr" möchte? Ganz einfach, ich würde gern selbst den Monitor auswählen und anschließen können (vorzugsweise meinen Eizo mit mattem Panel), ohne hierfür einen Boliden mit zig nie genutzten Prozessorkernen für zig tausend Euro kaufen zu müssen.

Und solange das Apple nicht anbietet, bleibe ich eben bei meinem guten alten mini mit Core 2 Duo. Ebenfalls Punkt.
Merzer05.12.10 13:48
Ich selber bin auch ein großer Freund von fein miteinander abgestimmten und in der Folge geschlosseneren Systemen.

Der Witz an der Sache ist doch, daß bei Apple zwar Hardware und Betriebssystem immer aus einer Hand kamen, die Abstimmung aber meist miserabel war.

Auf den PowerPCs lief das klassische Mac OS in weiten Teilen in einem 68000er-Emulationsmodus (genauer gesagt wurde ein 68020 im ROM emuliert), selbst bei Einstellung von Mac OS 9 war nur etwa die Hälfte des Codes im Betriebssystem tatsächlich nativer PowerPC-Code. Der Finder wurde erst mit 8.5 zu einer nativen PowerPC-Anwendung.

Gleiches Spiel danach: Next lief auf zahllosen Plattformen, nur nicht auf PowerPC. Daher wurde es auf PowerPC mehr schlecht als recht portiert, danach der Switch zu Intel. Jetzt liefen wiederum Teile des Betriebssystems und viele Anwendungen nur im Emulationsmodus als PowerPC-Anwendungen (Rosetta) auf Intel.

Dazu noch der chaotische Übergang mit verschiedenen APIs, wobei es Apple selbst nicht schafft, alle eigenen Anwendungen als native Cocoa-Anwendungen bereitzustellen - einen nativen Finder gibt es tatsächlich erst seit 10.6!

Und all dieses Herumgeschwitche nur, um am Ende als Hardware eine komplette PC-Kopie mit Intel-Technologien anzubieten?
Weitere Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um diese Funktion nutzen zu können.