iPhone Duo: Die ersten Testberichte sind erschienen – zwischen begeistert und ablehnend


Kaum ein neues iPhone der letzten Jahre wurde mit derartiger Spannung beäugt wie das iPhone Duo – immerhin stellt es eine sichtbare Abkehr von bisherigen Konzepten aus dem Hause Apple dar. Während man aktuell kaum eine Chance hat, das Gerät zu bestellen, zumindest mit zeitnaher Zustellung, versorgte Apple wie üblich ausgesuchte Journalisten mit Exemplaren des faltbaren Smartphones. Die Pressesperre ist nun gefallen, sodass die Testberichte veröffentlicht werden dürfen. Zahlreiche bekannte Quellen äußern sich darin zu den Erfahrungen in den ersten Tagen aktiver Nutzung. Insgesamt überwiegt das Lob – teils ist sogar die Rede davon, Foldables seien die Zukunft des iPhones. Allerdings gibt es auch ziemlich kritische Stimmen, die den Sinn sowie Apples softwareseitige Umsetzung infrage stellen.
Display und Falz: Apples größter TrumpfBesonders viel Lob erhält Apple für das 7,6 Zoll große Innendisplay mit seiner matten Nanotextur.
The Verge widmet diesem sogar einen eigenen Erfahrungsbericht und bezeichnet die weitestgehend reflexionsfreie Oberfläche als erheblichen Fortschritt. Vor allem beim Lesen und in heller Umgebung mache sich die Konzeption bezahlt. Das Display erinnere dadurch teilweise fast an einen E-Reader. Bei dunklen Bildinhalten gehe allerdings etwas Brillanz verloren. Auch die unvermeidliche Falz stellt nach Ansicht der Tester kein wirkliches Problem dar. Sie bleibt bei bestimmten Lichtverhältnissen erkennbar und ist mit den Fingern zu spüren, fällt bei normaler Nutzung aber wesentlich weniger auf als bei vielen Konkurrenzprodukten.
Gesamtpaket: Durchaus viel KritikGenerell zeichnen The Verge und auch das
Wall Street Journal aber ein zwiegespaltenes Bild. Kritikpunkte gibt es so einige, vor allem hinsichtlich der Software – einmal mehr könne diese leider nicht das Potenzial der Hardware ausschöpfen. Beim Multitasking bleibe Apple hinter den Möglichkeiten zurück, die man vom iPad kenne.
Hinzu kommen praktische Nachteile, denn das Außendisplay sei für manche Aufgaben zu klein, das aufgeklappte Gerät biete aber nicht alle Vorzüge eines Tablets. The Verge beobachtete außerdem erhebliche Wärmeentwicklung bei bestimmten Anwendungen, gelegentliche Leistungseinbußen sowie je nach Nutzungsverhalten enttäuschende Akkulaufzeit. Bei den Kameras müsse man trotz des hohen Gerätepreises gegenüber dem iPhone Pro Abstriche machen, zudem sei Touch ID statt Face ID wahrlich kein Fortschritt.
Marques Brownlee: Für die meisten Nutzer nicht das richtige iPhoneDas Wall Street Journal stellt den tatsächlichen Mehrwert deutlich infrage. Für rund 2.000 Dollar erhalte man ein schwereres Smartphone, das zwar faszinierende neue Möglichkeiten eröffne, in alltäglichen Disziplinen aber oft hinter günstigeren iPhones zurückbleibe. The Verge fügt hinzu, man erwarte in dieser Preisklasse schlicht nicht, so viele Kompromisse eingehen zu müssen. Während der Erprobung habe der Tester teilweise sogar sein iPhone 17 Pro besonders zu schätzen gelernt, einfach weil die Bedienung so viel angenehmer war. Dazu kommt die Tatsache, wie viele Drittanbieter-Apps nicht angepasst seien, der Entwicklungsaufwand hierfür ist nämlich nicht zu unterschätzen.
Anderorts hingegen viel BegeisterungPopular Mechanics sieht das iPhone Duo als eines der spannendsten Smartphones des Jahres, die britische Sun vergibt sogar die Höchstwertung von fünf Sternen. Der Wechsel zwischen den beiden Displays funktioniere reibungslos, die hochwertige Verarbeitung und die Displayqualität überzeugen – und vor allem bei Medienwiedergabe punkte das Gerät. "Das Warten war es wert", lautet das Fazit.
Gizmodo kommt zu ähnlichen Erkenntnissen – Apple habe viele Probleme gelöst, die man bei faltbaren Android-Smartphones stets beobachtete. Die Kritik an der Akkulaufzeit will Gizmodo indes nicht gelten lassen, bis zu 7,5 Stunden Bildschirmzeit seien respektabel und nahe an einem iPhone 18 Pro.