Bloomberg: Apple begräbt KI-Anstecker


Auch das Smartphone-Zeitalter wird irgendwann zu Ende sein – und die Suche der Industrie nach dem "Next Big Thing" ist in vollem Gange. Eine Zeit lang wurden KI-Pins als die nächste disruptive Gerätekategorie gehandelt, doch der Enthusiasmus hat sich mittlerweile gelegt. Nach dem
Scheitern des Humane AI-Pin am Markt ist es ruhig um kleine Ansteck-Computer mit Kamera geworden.
Apple KI-PinBereits seit mehreren Jahren kommen immer wieder Gerüchte auf, dass Apple auch an einem derartigen KI-Anstecker samt eingebauter Kamera arbeitet. Der Apple-Pin sollte sich entweder als Kette tragen oder an der Kleidung befestigen lassen. Prototypen sollen über die verbaute Kamera die Umgebung wahrgenommen und mittels Visual Intelligence ausgewertet haben.
Das Design des Apple-Ansteckers soll sich am AirTag orientiert und aus Aluminium und Glas bestanden haben. Am Rand verbaute Apple einen einzelnen Knopf zur Aktivierung des Gerätes. Diverse Berichte gingen davon aus, dass Apple einen Marktstart im Jahr 2027 anvisierte.
Arbeit wohl eingestelltNun
berichtet Mark Gurman von Bloomberg, dass Apple die Arbeit am KI-Pin wohl eingestellt oder zumindest pausiert hat. Über die genauen Gründe, warum Apple das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt beerdigt, ist nichts bekannt. Denkbar ist, dass der neue Apple-CEO John Ternus in dieser Produktkategorie keine Zukunft sieht. Ferner ist auch möglich, dass Apples gewünschte Funktionen mit der aktuellen Technologie schlicht nicht umsetzbar sind – und Apple daher die Entwicklung beendete.
AirPods mit Kamera könnten ähnliche Aufgaben erledigenEs ist ein offenes Geheimnis, dass Apple an AirPods mit integrierter Kamera arbeitet, denn bereits in einer Vorabversion von macOS 26.7 fanden sich viele Hinweise inklusive eines
Videos. Auf dem "Surprise & Shine"-Event Anfang September stellte der Konzern die Kamera-AirPods jedoch noch nicht vor. Diese könnten jedoch einige Funktionen eines AI-Pins übernehmen, wie zum Beispiel Fragen zur Umgebung des Nutzers beantworten.