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Sonntag, 19. Mai 2013 - 02:33 Uhr·Stefans Kiste

Workflow cmyk - Pixelmator & Co.

Workflow cmyk - Pixelmator & Co.

Vorneweg: ich bin kein Profi auf dem Gebiet der Farbräume und -profile. Aber ich habe versucht mich etwas einzuarbeiten. Ich freue mich über Verbesserungen und Berichtigungen. Und: ich arbeite immer noch mit Snow Leopard!

An Pixelmator wird bisweilen kritisiert, es könne kein cmyk, im Unterschied zu Photoshop. Nun, Pixelmator ist eine Bildbearbeitungssoftware. Das macht man am Monitor und der arbeitet mit RGB (Rotes, grünes und blaues Licht ergeben im richtigen Mischverhältnis weiß.).

Insofern wäre cmyk eigtl. artfremd. cmyk (die Farben im 4-Farbdruck cyan magenta, yellow=gelb und k=schwarz) braucht man im Druck, also bearbeitungstechnisch in der Druckvorstufe. cmyk macht also nur Sinn, wenn das Bild gedruckt werden soll. PS kann das Umwandeln von rgb in cmyk, ist also ein Wettbewerbsvorteil von PS.

Das Problem bei der Umwandlung ist, dass die beiden Farbräume sich nicht decken. Manche Farbbereiche können am Monitor dargestellt werden, lassen sich aber nicht in cmyk umrechnen und später drucken ohne eine Farbveränderung. Wer wissen will oder muss, wie sein Bild gedruckt aussehen wird, muss es also in cmyk umrechnen, damit er sehen kann, was in etwa gedruckt wird.

Oft wandeln aber Druckereien automatisiert die rgb-Daten in cmyk um, aber man weiß dann eben nicht was rauskommt. Manche Druckereien geben Warnungen aus und manche Fehlermeldungen.

Mit SL-Bordmitteln kann man ein rgb-Bild in cmyk umrechnen. Das muss aber in einem cmyk-fähigen Format vorliegen, z.B. tiff, nicht aber jpg!

Für die Druckwerkserstellung nimmt man üblicherweise dann ein Layoutprogramm, also sowas wie Indesign, Quarkexpress oder iCalamus oder Scribus (OpenSource). Diese können mit cmyk umgehen und man kriegt sein druckfähiges pdf mit allen Ressourcen in cmyk.

Hier also ein - mein - Workflow:
1. Bildbearbeitung mit Pixelmator o.ä. Abspeichern als tiff
2. Umwandeln und abspeichern in cmyk mit ColorSync-Dienstprogramm, s.u.
3. Layout erstellen mit Layoutprogramm (iCalamus) und PDF erstellen.

zu 2. ColorSync-Dienstprogramm
Zwar kann man ein jpg öffnen, es aber nicht im cmyk-Farbmodus abspeichern: jpg kann nur rgb.

Also muss man erst das Bild als tiff speichern (z.B. in Pixelmator, Vorschau).

Dieses tiff kann man nun im ColorSync-Dienstprogramm öffnen, "An Profil anpassen" auswählen, und unter "Ausgabe" ein cmyk-Profil auswählen.

"Anwenden" anklicken.

Speichern (Apfel-s)

Kontrollmöglichkeit: Dateiinformationen (Datei im Finder anwählen und Apfel-i) zeigen jetzt Farbraum und Farbprofil cmyk an.

Weiter geht es dann im Layoutprogramm.

Also nochmal in Kurzform:
2 a) Bilddatei abspeichern als tiff
2 b) im ColorSync-Dienstprogramm öffnen
2 c) "An Profil anpassen" + "Ausgabe" + cmyk-Profil auswählen.
2 d) "Anwenden"
2 e) Speichern


Ein Wort noch zu Farbprofilen:
Die meisten Online-Druckereien haben irgendwo angegeben mit welchem Farbprofil sie arbeiten (oft: ISO Coated v2 300% (ECI) ). Das kann man sich evtl. dort oder unter ECI.org (Offset-Profile: ) herunterladen und es seiner Farbprofile-Library (.../Library/ColorSync/Profiles/) hinzufügen, sodass man es nun unter 2 c) "An Profil anpassen" + "Ausgabe" auswählen kann. Das sollte für bestmögliche Übereinstimmung von Monitorbild und Druckerzeugnis sorgen.

Anm.: Farbabweichungen können auch auftauchen, wenn Bilder zwar Farbrofile enthalten, diese aber von einem Teil der Bearbeitungs-Kette nicht oder fehlerhaft beachtet wurden.

Viel Glück!
Stefan S., Webdesigner

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Kommentare

Serge
Vorsicht: jpeg kann auch kein RGB. Die Bilddaten werden vorher in das YCrCb Farbsystem umgewandelt und dann komprimiert. Beim Entpacken werden die dann wieder in das gebrauchte System zurückgewandelt, das üblicherweise mit einem eingebetteten ICC Profil vorgegeben wird.
Photoshop z.B. kann daher sehr wohl CMYK-jpegs schreiben, es bettet dann einfach nur ein CMYK-Farbprofil mit ein.

Die Frage ist aber eigentlich: wozu überhaupt mit CMYK arbeiten? Ich arbeite schon seit einigen Jahren mit InDesign nur noch mit RGB. Wenn eine Druckerei CMYK braucht, mache ich die Konvertierung der Farben beim Export des pdf. Wenn die Druckerei gut ist, kann die das auch selbst, bei teilweise sogar besserer Farbwiedergabe. Es ist doch schade, wenn man ein ISO Coated pdf abliefert und dann auf einer HP Indigo druckt, die ein deutlich größeren Farbraum hat. Da gibt es bei Lieferung von AdobeRGB und korrekter Konvertierung in den Farbraum der Indigo deutlich genialere Ergebnisse.
iCode
ein Layoutprogramm, also sowas wie Indesign, Quarkexpress oder iCalamus oder Scribus (OpenSource). Diese können mit cmyk umgehen und man kriegt sein druckfähiges pdf mit allen Ressourcen in cmyk.
Für Leute die Pixelmator verwenden ist es wohl interessant zu wissen, dass iDraw und Apple Pages problemlos CMYK unterstützen.
typneun
Serge
Die Frage ist aber eigentlich: wozu überhaupt mit CMYK arbeiten? Ich arbeite schon seit einigen Jahren mit InDesign nur noch mit RGB. Wenn eine Druckerei CMYK braucht, mache ich die Konvertierung der Farben beim Export des pdf. Wenn die Druckerei gut ist, kann die das auch selbst, bei teilweise sogar besserer Farbwiedergabe. Es ist doch schade, wenn man ein ISO Coated pdf abliefert und dann auf einer HP Indigo druckt, die ein deutlich größeren Farbraum hat. Da gibt es bei Lieferung von AdobeRGB und korrekter Konvertierung in den Farbraum der Indigo deutlich genialere Ergebnisse.

Also, wenn ich mir ansehe, wie verfälscht manche RGB-Bilder bei der automatischen Konvertierung zu CMYK herauskommen (v.a. blauer Himmel, strahlende Farben bei Unterwasserfotos, etc.), dann gibt es für mich weiterhin keine Alternative dazu, bereits im Layout- bzw. Reinzeichnungsprozess in CMYK zu arbeiten. Ich vertraue hierbei keiner Layoutsoftware, die die Bilder nach einer Tabelle konvertiert.

Wegen Indigo: was spricht dagegen, die Indigo-Profile für CMYK zu verwenden?

Nichtsdestotrotz bin ich offen für neue Idee. Drum werde ich mal meinen Drucker wegen der Indigo anrufen und nachfragen, was die davon halten. (Bin halt schon seit 1996 in der Druckbranche, drum sind meine Arbeitsweisen wohl durchaus schon etwas angestaubt. )
ken-o-bi
Bleib so lange Du kannst im RGB-Farbraum, weil der allemal größer ist, als jegliche CMYK-Wiedergabe. Hier erhältst Du Dir den größtmöglichen Spielraum. Bei der Ausgabe entscheidest Du Dich dann – wie Serge richtig schreibt – für die Konvertierung in den vom Ausgabegerät vorgegebenen Farbraum.

Meines Wissens nach greift InDesign bei der Konvertierung auf die gleichen Tabellen zurück, wie Photoshop selber. Daher ist die händische Bearbeitung in Photoshop nicht mehr zwingend notwendig. Außer, Du möchtest dort manuell eingreifen, mit gesteuerten Farbkorrekturen, die Dir ein optimiertes Ergebnis versprechen.
oxydent
es kommt immer daruaf an wie man ein pdf aus indesign schreibt.
wenn die voreistelllungen im griff hat und man weiss was man tut, dann geht es ganz gut in rgb modus die daten zu erstellen und dann in cmyk auszugeben.

man muss dann nur auch 100% bei rgb bleiben und nicht anfangen hier ein wenig rgb und da ein wenig cmyk bilder, logos oder was auch sonst immer zu verwenden.

wenn man z.B. ein himmelbild in rgb in PS hat und dieses dann in 4c umwandelt, dann sieht es gleich um längen schlechter aus. probiert es aus.

ich verwalte alles bilder und logos in adobe bridge und habe die voreinstellungen so gemacht, das alles in rgb geladen wird, aber die bildschirmanzeige in cmyk (simuliert) erfolgt.

ergebnisse im druck passen immer zu 98% zu der darstellung am monitor.

ich mache immer hochwertiger druck + pdf x4 beim export und je nachdem welches papier und so, wird das raster angepasst und der farbauftrag geregelt. feinesund glattes papier veträgt mehr farbe als zeitungspapier... weiter hat man bei pdf x4 keine großen probleme mit den transparenzen, aber das geht nun zu weit.
*sick* - welcher fehlt?“
Stefan S.
Dankeschön für die informativen Kommentare!
Arbeitet wer mit Scribus? Wie geht das da?
„Manning, Snowden & Levison sind Helden und Obama stinkt.“
halebopp
Also wenn ich mich nicht am Ende der Verarbeitungskette befinde,
brauche ich CMYK eigentlich gar nicht. Ok das war früher mal anders.
Aber die Umwandlung in CMYK können längst schlaue RIPs bei den Druckereien übernehmen -
und den meisten Druckern ist das auch erheblich lieber.

Bevor sie ahnungslose Grafiker Kernschrott erzeugen lassen, weil die von Farbsystemen keine Ahnung haben,
nehmen sie vom Grafiker lieber RGB-Daten an und bereiten sie selber auf.

Macht ja auch durchaus Sinn, wenn man bedenkt, wie viele Faktoren in die Umwandlung mit eingehen. Punktzuwachs, Papier, Rasterweite und -winkel, das sind immer noch für die meisten Grafiker kaum beherrschte Zusammenhänge. So was macht wirklich der Fachmann am besten - nämlich der Drucker oder Litho-Fachmann. Bei Verlagen und komplexen Workflows können allerdings andere Abläufe gelten.

Fazit: Photoshop ist heut beim Grafiker nicht mehr zwingend erforderlich - wird aber aus Gründen der Dateikompatibilität (psd-Format) doch überwiegend eingesetzt. Wenn das nicht erforderlich ist, dürfen ruhig mal andere Softwares ran, auch wenn sie nur RGB verarbeiten können.
„Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!“
Wolfgang Duenkler
...schlaue RIPs und ahnungslose Grafiker...

Zitat aus dem Zusammenhang gerissen!
W.Dünkler
Graphicdesigner
Serge
typneun
Also, wenn ich mir ansehe, wie verfälscht manche RGB-Bilder bei der automatischen Konvertierung zu CMYK herauskommen (v.a. blauer Himmel, strahlende Farben bei Unterwasserfotos, etc.), dann gibt es für mich weiterhin keine Alternative dazu, bereits im Layout- bzw. Reinzeichnungsprozess in CMYK zu arbeiten. Ich vertraue hierbei keiner Layoutsoftware, die die Bilder nach einer Tabelle konvertiert.
Die Tatsache, dass du dem "Nach Tabelle konvertieren" nicht traust liegt dann wahrscheinlich daran, dass du Color Management eventuell nicht ganz verstehst. Das ist auch nicht ganz einfach, aber wenn man weiss, was man da macht, erspart es viel Arbeit. Es lohnt sich durchaus, sich das genauer anzuschauen, auch wenn man mit CMYK bislang gute Ergebnisse bekommen hat.

Das Problem sind denke ich nicht ahnungslose Grafiker und Layouter (die gibt es sicherlich auch), ich sehe, dass inzwischen viele Dokumente mit Farbe von Laien gemacht werden (müssen, als Wissenschaftler findet man doch schlicht kaum mehr einen Verlag, der nicht schon ein druckfertiges pdf verlangt, und wirklich viel Hilfe bekommt man von denen auch nicht, weil die selber keine Leut mehr haben, die irgendwelche Ahnung davon hätten). Und diese Laien sind mit CMYK schlicht komplett überfordert, die wollen ihr Foto in ihr Layout klatschen, ohne sich groß um Farbe kümmern zu müssen. Hier ist ein RGB-Workflow dann deutlich überlegen, weil die Konvertierung dann von der Druckerei gemacht wird, die hoffentlich weiss, was sie macht.
ken-o-bi
Also neben schlauen RIPs habe ich auch bereits jede Menge ahnungslose Drucker (PrePresser) erlebt...

Ohne vorherige Rücksprache würde ich KEINE Druckerei die Daten einfach auf’s Rip geben lassen.
halebopp
ken-o-bi
...Ohne vorherige Rücksprache würde ich KEINE Druckerei die Daten einfach auf’s Rip geben lassen.

Damit steht und fällt sowieso alles - zumal es auch um Verantwortung, Haftung, Schadenersatz etc. geht. Unsachgemäß aufbereitete Druckdaten können erheblichen Schaden anrichten, wenn das nicht kontrolliert und rechtzeitig bemerkt wird. Die Kommunikation mit dem kompetenten Drucker ist immer noch durch nichts zu ersetzen.
„Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!“
typneun
Serge
Die Tatsache, dass du dem "Nach Tabelle konvertieren" nicht traust liegt dann wahrscheinlich daran, dass du Color Management eventuell nicht ganz verstehst. Das ist auch nicht ganz einfach, aber wenn man weiss, was man da macht, erspart es viel Arbeit. Es lohnt sich durchaus, sich das genauer anzuschauen, auch wenn man mit CMYK bislang gute Ergebnisse bekommen hat.

Das Problem sind denke ich nicht ahnungslose Grafiker und Layouter (die gibt es sicherlich auch), ich sehe, dass inzwischen viele Dokumente mit Farbe von Laien gemacht werden (müssen, als Wissenschaftler findet man doch schlicht kaum mehr einen Verlag, der nicht schon ein druckfertiges pdf verlangt, und wirklich viel Hilfe bekommt man von denen auch nicht, weil die selber keine Leut mehr haben, die irgendwelche Ahnung davon hätten). Und diese Laien sind mit CMYK schlicht komplett überfordert, die wollen ihr Foto in ihr Layout klatschen, ohne sich groß um Farbe kümmern zu müssen. Hier ist ein RGB-Workflow dann deutlich überlegen, weil die Konvertierung dann von der Druckerei gemacht wird, die hoffentlich weiss, was sie macht.

Ich traue mich zu sagen, dass ich CM in der Tat nicht 100% verstehe. Gerade deshalb werde ich wohl meinen funktionierenden Workflow auch wohl so schnell nicht mehr verlassen. Bin halt auch ne "kleine Klitsche", die sich einen CM-Fachmann nicht wirklich leisten kann.

Trotzdem danke für die Anregungen. Ich werde mir das Thema mal im Hinterkopf behalten - und bei viel Zeit mal zu Gemüte führen.
Bassoonist
Hi, hab diesen Thread über Google gefunden und brauche mal Hilfe, passt zum Thema:

weiss jemand, ob ich aus dem aktuellen Idraw (2.3.1) ein .jpg oder .tiff direkt im CMYK-Farbraum exportieren kann? Ich hab dazu nichts gefunden.

Danke und beste Grüße

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