Vorbestellungen des iPhone 18 Pro "lauwarm" – sagt Analyst


Ein von Apple gut gehütetes Geheimnis sind detaillierte Verkaufszahlen einzelner Produkte. Bereits seit Längerem sind selbst in Geschäftsberichten keine genauen Angaben mehr zu finden, wie viele iPhones das Unternehmen verkauft. Für einige Analysten ist das zugleich Problem und Ansporn, Absatzzahlen indirekt zu rekonstruieren. Einer davon ist Jeff Pu von GF Securities. Auf Grundlage der Lieferzeiten bei Vorbestellungen für die neu vorgestellten iPhone-Modelle
will er erkannt haben, dass die Nachfrage bisher nur "lauwarm" sei. Diese Prognose ist jedoch mit vielen Unsicherheiten verbunden.
Wartezeiten fast nur bei iPhone 18 Pro MaxSeit dem 12. September können das iPhone 18 Pro und Pro Max vorbestellt werden. In der frühen Vorbestellungsphase kommt es in der Regel zu Wartezeiten von mehreren Wochen. Anders als die tatsächlichen Verkaufszahlen lassen sich die Lieferzeiten beim Tätigen eines Online-Kaufs direkt auf der Homepage des Apple Stores einsehen. Jeff Pu ist aufgefallen, dass beim iPhone 18 Pro bisher lediglich bei der Version mit 256 GB Speicher in der Farbe Burgunder überhaupt eine Wartezeit prognostiziert wird. Diese liegt bei drei bis vier Wochen. Abgesehen davon werden längere Lieferzeiten nur beim iPhone 18 Pro Max genannt. Bei den Speichergrößen 256 GB und 512 GB beträgt sie bei fast allen Farben drei bis vier Wochen, ebenso in Burgunder mit 1 TB. Alle anderen Optionen sind entweder sofort zu haben oder man muss laut Pu nur ein bis zwei Wochen darauf warten.
Verglichen mit vorhergehenden Jahren sind diese Verzögerungen zwischen Bestellung und Lieferung relativ gering.
Aussagekraft gering – viele EinflussfaktorenOb sich aus diesen Zahlen wirklich ableiten lässt, dass die Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen überschaubar ist, ist ungewiss. Genau genommen erfassen sie nur Abweichungen zwischen der Produktionsmenge und der Nachfrage, womit sie immer von der unbekannten Anzahl produzierter Geräte abhängig sind. Bei mehreren Stichproben im deutschen Store zeigen die Lieferzeiten inzwischen außerdem deutlich nach oben. Bei den 18er-iPhones kommt außerdem eine deutliche Preiserhöhung hinzu, die bereits im Vorfeld in allgemeiner Form
von Apple angekündigt wurde.
Pu vermutet hinter den scheinbar geringeren Zahlen auch das Ausbleiben größerer sichtbarer Hardware-Upgrades vom iPhone 17 Pro zum 18 Pro (Max), im Zusammenspiel mit der Einführung des iPhone Duos. Da dieses erst ab heute vorbestellt werden kann, ist noch gänzlich ungeklärt, ob und wie viele Kunden von einem Pro-Modell zum Duo wechseln möchten.
Ein weiterer Unterschied zu vorherigen Jahren ist das Fehlen des iPhone 18 im Portfolio. Dieses Mal wurde es nicht zeitgleich mit den höher positionierten Geräten vorgestellt, Spekulationen zufolge kommt es
erst im Frühjahr 2027 in den Verkauf. Kunden könnten auf das günstigere Modell warten, wenn die Preiserhöhungen tatsächlich eine wesentliche Ursache für eine geringere Nachfrage sein sollten.