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OpenAI stellt "dots" vor – direkte Konkurrenz für Meta Muse

Bereits seit einiger Zeit geht der Trend in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz sehr stark in die Richtung agentischer Systeme. Der wesentliche Unterschied zu den klassischen Chatbots ist die Fähigkeit, mehrstufige Aufgaben aktiv auszuführen und nicht nur als Antwortgeber auf Fragen zu reagieren. Um KI-Agenten in die Lage zu versetzen, möglichst individuell zugeschnittene Tätigkeiten übernehmen zu können, ist der Zugriff auf persönliche Daten meistens unabdingbar. Obwohl Anwender darüber die Kontrolle behalten sollten, kann leicht etwas schiefgehen. Muse – der neuste Agent von Meta – fiel erst vor wenigen Tagen auf, weil er offenbar ohne Erlaubnis private Nachrichten eines Tech-Journalisten synchronisierte. Ein ähnliches System wie Muse stellte gestern Abend auf Basis von GPT‑6 Astra nun auch OpenAI in Form von "dots" vor.


"dots" mit eigenem Cloud-Computer
Der von OpenAI als "dot" bezeichnete Agent erhält einen eigenen Computer in der Cloud, mit dem er arbeiten kann und der über einen Browser verfügt. Damit ähnelt das System in seiner Grundausrichtung stark Muse von Meta. Einmal eingerichtet, lässt sich mit den dots-Agenten über unterschiedliche Kanäle kommunizieren. Dazu gehören Textnachrichten, Slack, Teams und die ChatGPT-Oberfläche. iMessage und RCS-Nachrichten scheinen in Planung, im Moment muss man sich auf eine Warteliste setzen. Auch Sprachanrufe mit dots sind möglich. Eine lokale Installation ist nicht zwingend notwendig. Um an die Daten zu gelangen, die der Agent für die Erledigung der ihm übertragenen Aufgaben benötigt, stehen über 4.000 Apps bzw. Plug-ins zur Verfügung.


"Proaktive Recherche" wichtigstes Feature
Eines der wesentlichen Features von dots ist die dauerhafte Laufzeit und dadurch ermöglichte "proaktive Recherche". Da eigene Cloud-Computer genutzt werden, kann ein einzelner dot jederzeit arbeiten, unabhängig davon, ob Nutzer ihre Geräte eingeschaltet haben. Agiert man gerade nicht aktiv mit einem dot, recherchiert das System selbstständig und sucht nach anfallenden Aufgaben – im Rahmen der bis dahin erfolgten Freigaben. So ist ein dot fähig, konkrete Vorschläge zu liefern, bevor der Anwender ihn darum bittet oder selbst Ereignisse bemerkt, die eine Reaktion erfordern. Am einfachsten stellt man sich dots wie Kollegen vor, die jederzeit kontaktiert werden können und – nach den Schilderungen von OpenAI – kontinuierlich mitdenken und -arbeiten. Im Laufe der Zeit merken sie sich, wie der Nutzer tickt, agiert und welche Vorlieben er hat, um sich entsprechend anzupassen.


Sicherheitsmaßnahmen und Rollout
Um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen, hat OpenAI nach eigenen Angaben eine Reihe von Sicherheitsmechanismen implementiert. Zu den wichtigsten dürften die Trennung von Ausführung und Kontrolle gehören, Auto-Review und eine erzwungene Beschränkung auf reinen Lesezugriff während der proaktiven Recherche.

Ausgerollt wird dots schrittweise, vorerst nur für die teureren Abos Pro und Business Premium in "berechtigten Märkten". In Enterprise kann die Beta-Version getestet werden, wenn der Administrator des Workspace diese freigegeben hat.

Kommentare

Assassin30.09.26 15:20
Was soll da nur schief gehen...
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