Perplexity ermöglicht Mac-Nutzern lokale KI-Berechnungen ohne Serververbindung


Viele Anwender denken bei der Interaktion mit KI-Modellen an server-gebundene Lösungen: OpenAIs ChatGPT, Anthropics Claude und Copilot von Microsoft nehmen standardmäßig Anfragen über ein Chat-Interface oder eine API an, um diese auf den konzerneigenen Servern berechnen zu lassen. Lokale Berechnungen, wie sie Apple Intelligence als bevorzugten Weg vorsieht, sind derzeit ein Nischenthema. Perplexity will dies ändern und offeriert nun mit
Perplexity Personal Computer eine Lösung, die lokal abläuft – exklusiv auf Mac-Hardware.
Anwender laden dafür zunächst die 170 MB große Mac-App sowie den agentischen Browser
Comet herunter. Beim ersten Start der Perplexity-App entscheiden Anwender, auf welche persönlichen Dateien sie zugreifen darf. Als LLM-basierter Agent will Perplexity Dateien, Termine, Erinnerungen und E-Mails eigenständig verwalten. Die Kopplung an ein iPhone ermöglicht das Erteilen von LLM-Abfragen aus der Ferne. Der Anbieter empfiehlt einen Mac mini, der dauerhaft eingeschaltet bleibt; im Prinzip soll sich jedoch jeder Mac eignen.
Qwen als LLMDas Mac-Programm kümmert sich um den Download des großen Sprachmodells. Anwender können zwischen Qwen 3.6 und PPLX Pro wählen – letzteres basiert allerdings ebenfalls auf der Open-Weights-Reihe des chinesischen Herstellers Alibaba Cloud. Perplexity setzt ein Pro- oder Max-Abonnement voraus – diese kosten derzeit 17 beziehungsweise 167 Euro pro Monat. Darin ist jeweils ein gewisses Token-Kontingent für serverbasierte LLM-Interaktionen enthalten. Mit der lokalen Ausführung können Anwender also nicht nur die Privatsphäre ihrer Daten wahren, sondern auch die Compute-Reichweite ihres Perplexity-Abonnements erweitern.
Hardware-AnforderungenVor dem Geldsparen steht jedoch erst einmal eine Investition: Das Ausführen von LLM-Berechnungen stellt hohe Anforderungen, insbesondere an die RAM-Ausstattung des Macs. Als Hardware empfiehlt Perplexity einen Mac mit Apple-Silicon-Prozessor und mindestens 36 GB RAM. Als Anhaltspunkt: Der günstigste Mac in Apples aktuellem Produktportfolio, welcher diese Anforderungen erfüllt, ist ein Mac mini M5 Pro mit 48 GB RAM. Für diese Ausstattung verlangt Apple derzeit 2659 Euro. Ein
Mac Studio M5 Max mit 36 GB RAM kostet aktuell bei Amazon 66 Euro mehr.