Marktbericht: Apple überholt Samsung bei Smartphone-Verkäufen in Europa


Der Smartphone-Markt leidet unter den hohen Speicherpreisen. Auf Herstellerseite geraten vor allem Anbieter günstigerer Telefone und aus dem Mittelklasse-Segment unter Druck. In diesen Produktkategorien sind Kunden besonders preissensibel und niedrigere Margen lassen wenig Spielraum, die erhöhten Speicherkosten an Käufer durchzureichen. Auf der Seite der Smartphone-Käufer spürt man dies über alle Segmente hinweg. Dies führt zu einer negativen Marktdynamik und insgesamt schrumpfenden Verkaufszahlen. Einem aktuellen Report zufolge schaffte es Apple in dieser ungünstigen Ausgangslage, im zweiten Quartal 2026 Samsung bei den Smartphone-Verkäufen in Europa zu überholen – jedenfalls bei Geräten, die über Mobilfunkanbieter verkauft wurden.
Apple hat Nase in Q2 vornIm zweiten Quartal dieses Jahres sank
der Analyse von Counterpoint zufolge der Absatz von Smartphones, die über Netzbetreiber in Europa verkauft wurden, um insgesamt 4 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal im Vorjahr. Dies ist deutlich weniger als der Rückgang des europäischen Gesamtmarkts, wo die Verluste sogar 11 Prozent betrugen.
Interessanter wird der direkte Vergleich des Absatzes zwischen Samsung und Apple. Dort lag 2025 Samsung noch mit 39 Prozent vor Apple mit 33. Dieses Kräfteverhältnis hat sich nun umgekehrt: Apple führte dieses Jahr in der gleichen Zeitspanne mit 37 vor Samsung mit nur noch 34 Prozent. Counterpoint erklärt die Verschiebung teilweise damit, dass über Netzanbieter in der Regel höherpreisige Geräte verkauft werden. Gleichzeitig stellt man einen "collapse" des Smartphone-Marktes am unteren Ende fest.
Ausblick düsterZwar gehen die Analysten davon aus, dass die Verkäufe über die Netzbetreiber im Vergleich zu vertragslosen Smartphone-Verkäufen noch weiter steigen, insgesamt erwartet man aber weiterhin eine schwierige Marktlage, die durch die unverändert hohen Speicherpreise verursacht wird. Handys, die über einen Mobilfunkvertrag verkauft werden, bezahlt man meist über die gesamte Vertragslaufzeit ab, weshalb dies in der aktuellen Lage für viele Kunden attraktiver erscheint.