Abgegriffene Nutzerdaten: Facebook-Mutter Meta muss 25 Milliarden US-Dollar zahlen


Das Unternehmen Cambridge Analytica existiert seit rund acht Jahren nicht mehr, sorgt aber bis heute für öffentliche Aufmerksamkeit. Grund ist ein Skandal, der 2018 bekannt wurde: Die britische Beratungs- und Analysefirma hatte Daten von knapp 90 Millionen Facebook-Nutzern abgegriffen und ausgewertet, ohne dass diese informiert waren geschweige denn ihre Zustimmung erteilt hatten. In der Folge musste Cambridge Analytica den Weg in die
Insolvenz antreten und verschwand wenig später von der Bildfläche. Für Facebook beziehungsweise dessen Mutterkonzern Meta ist die Angelegenheit allerdings alles andere als beendet: In New Mexico wurde das Unternehmen zu einer Rekordstrafe verurteilt.
Urteil: 43 Millionen Verstöße gegen DatenschutzgesetzeDas Verfahren gegen Meta begann bereits im Jahr 2021. Der US-Bundesstaat verklagte Meta seinerzeit im Zusammenhang mit dem Cambridge-Analytica-Skandal. Nach Auffassung der Generalstaatsanwaltschaft hatte das Unternehmen es versäumt, betroffene Nutzer über den Vorgang korrekt zu informieren. Das Unternehmen habe in diesem Zusammenhang irreführende Angaben gemacht, also gelogen. Vor zwei Wochen wurde Meta nach einer 14-tägigen Gerichtsverhandlung von den Geschworenen schuldig gesprochen. Insgesamt 43 Millionen Mal habe der Konzern, so lautete der Schuldspruch, gegen Datenschutzgesetze des Staates New Mexico verstoßen.
5.000 US-Dollar Strafe für jeden einzelnen VerstoßDem zuständigen Richter Francis J. Mathew oblag es nun, die Höhe der Strafe festzulegen. Diese fiel drastisch aus: Für jeden einzelnen Verstoß muss Meta eigentlich 5.000 US-Dollar zahlen, was sich auf insgesamt 215 Milliarden US-Dollar summiert. Mathew reduzierte diesen Betrag allerdings auf 25 Milliarden US-Dollar – immer noch ein sehr stattlicher Betrag. Generalstaatsanwalt Raúl Torrez zeigte sich mit diesem Verdikt sehr zufrieden. Für ihn stellt es eine Warnung an andere Tech-Giganten dar: New Mexico werde sie im Falle von Verfehlungen weiter zur Rechenschaft ziehen. Torrez hält die jetzt gegen Meta verhängte Strafe einem Bericht der
Tagesschau zufolge für eine der höchsten, wenn nicht die höchste gegen ein Unternehmen, welche es in der amerikanischen Geschichte je gegeben habe. Trotz Jahresumsätzen in dreistelliger Milliardenhöhe dürfte sie Meta durchaus empfindlich treffen: 2025 wies das Unternehmen einen Überschuss in Höhe von gut 60 Milliarden US-Dollar aus. Zudem musste das Unternehmen in diesem Jahr im Zuge eines Vergleichs mit 47 US-Bundesstaaten wegen der bewussten Gefährdung Minderjähriger bereits 17,1 Milliarden US-Dollar zahlen (siehe
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