NetNewsWire 7.2 bringt traditionelles Layout zurück und erleichtert Theme-Auswahl


Die Mac-Version von NetNewsWire kann auf eine bewegte Geschichte von über 20 Jahren zurückblicken. Der RSS-Reader zeigt die neuesten Beiträge von Nachrichtenseiten, Blogs und Podcasts in chronologischer Reihenfolge an. Eine Synchronisierung über iCloud oder einen anderen Dienst hält man den aktuellen Fortschritt der Leseliste geräteübergreifend synchron. Seit 2019 ist
NetNewsWire kostenlos. Mit Version 7.2 kehrt die Spaltenanordnung zurück, welche langjährige Mac-Anwender aus der Mail-App kennen.
Ähnlich wie in Apple Mail ist die Spaltenanordnung nicht standardmäßig aktiv; Anwender müssen sie zunächst im Menü „View“ über den Eintrag „Use Column Layout“ aktivieren. Danach verschiebt sich die Leiste mit den Einträgen des ausgewählten Feeds in den oberen Bereich des Fensters; dabei beschränkt sich die Vorschau auf Überschrift, Icon und Veröffentlichungsdatum. Die Spalte mit einer hierarchischen Liste der abonnierten Quellen verbleibt auf der linken Seite.
Katalog mit ThemesAnwender können die Darstellung der jeweiligen Meldungen individualisieren mittels Themes, welche sie in den App-Einstellungen auswählen. Eine Handvoll bringt die App bei Installation bereits mit; zudem konnten Anwender eigene erstellen und zum Download anbieten. Doch war es bisher eher schwierig, neue Themes zu finden. Nun gibt es einen
Theme Marketplace mit ausgewählten Designs. Derzeit umfasst die Sammlung 24 Themes, sie lassen sich allesamt kostenlos herunterladen. Sie entstand aus der Nutzergemeinschaft von NetNewsWire –
Dave Marquard hat sie erstellt. Von ihm stammt auch das Theme „Ember“.
So sieht NetNewsWire 7.2 in neuer (alter) Spaltenanordnung und mit Theme „PADD“ aus.
Zukunftspläne: Weniger Liquid Glass?Brent Simmons ist seit Sommer 2025 im Ruhestand und widmet sich seitdem verstärkt dem RSS-Reader, den er 2003 erstmals
veröffentlichte. In einem Blog-Post denkt er über zukünftige Schritte nach – und spielt mit dem Gedanken, sich teilweise von Apples UI-Frameworks zu verabschieden. Ihm geht es vorwiegend um die raumgreifenden Umrandungen der Buttons in der Werkzeugleiste. In einem abendlichen Experiment verzichtete er auf NSToolbar und gestaltete seine eigene
Fensterkopfleiste. In seinem Beitrag wägt er ab, was für und gegen die Verwendung vorgegebener UI-Frameworks haben – und sieht in diesem Fall mehr Nach- als Vorteile.