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John Ternus über die Zukunft der Vision Pro

Seit dem Marktstart Anfang 2024 hat sich die Vision Pro nicht zu einem Produkt für den Massenmarkt entwickelt. Der hohe Preis und das vergleichsweise schwere Gehäuse gelten weiterhin als große Hürden, zudem nahm Apple in diesem Jahr personelle Kürzungen im Vision-Bereich vor. Für den neuen Apple-CEO John Ternus ist dies allerdings kein Grund, die grundsätzliche Idee hinter dem Headset infrage zu stellen – wohlgemerkt öffentlich zu kritisieren, denn intern soll er verschiedenen Berichten zufolge sehr wohl als wenig überzeugt von jener Hardware-Kategorie gegolten haben.


Vision Pro ein Fehlschlag?
Ternus wurde in der Sendung direkt gefragt, ob er die Vision Pro als Fehlschlag betrachte. Eine solche Einschätzung wollte er aber nicht teilen. Für ihn sei Vision Pro ein "unglaubliches Gerät", dessen heutiger Stand mit den frühen Tagen des Computers vergleichbar sei. "Es sind die frühen Tage einer langen Reise", beschreibt Ternus seine Sicht auf das Produkt. Bislang werde Vision Pro vor allem von frühen Anwendern eingesetzt, gleichzeitig entstünden aber immer neue Anwendungsmöglichkeiten. Als Beispiel nennt Ternus den medizinischen Bereich. Chirurgen verwendeten Vision Pro inzwischen bei Operationen, da das Headset ihnen in bestimmten Situationen eine bessere Darstellung ermögliche als ein seitlich aufgestellter Bildschirm.


Team-Abbau, Fokuswechsel
Die Aussagen sind auch vor dem Hintergrund der jüngsten Veränderungen innerhalb Apples interessant. Im Sommer baute Apple Stellen im Vision-Bereich ab, unter anderem in Teams für immersive Videos, Spiele, Audio, Sicherheit und Tests. Gleichzeitig verfolgt Apple die Entwicklung leichterer Brillen weiter. Wie es aber ebenfalls kürzlich hieß, sei Ternus durchaus bereit, jegliche Arbeit an zukünftigen Brillen einzustellen, sollte der neue Ansatz ebenfalls keinen durchschlagenden Erfolg haben. Eine konkrete Zusage zu kommenden Generationen oder zur weiteren Produktplanung machte der Apple-CEO im Interview allerdings nicht.

Kommentare

t.stark
t.stark22.09.26 14:34
Ich teile seine Einschätzung. Vielleicht ist die Vision pro für ein zukünftiges Produkt so etwas wie der Newton für das iPad o.ä.
+3
konnektor22.09.26 15:23
Ich frage mich, wie etwas zum durchschlagenden Erfolg werden soll, das von seinen vorhandenen Anwendungen als auch vom Preis auf eine Nische abzielt?
Halber Preis und Filme und Spiele (zeitweise) gratis dazu und das Produkt wird zum Erfolg. Ob damit im ersten Schritt Gewinne zu machen sind, war Apple in der Vergangenheit doch auch egal. Die macht man dann mit der 3. oder 4. Generation durch günstige Massenfertigung und goldene Hermès-Ständer.
+1
Electric Dave22.09.26 15:36
t.stark
Ich teile seine Einschätzung. Vielleicht ist die Vision pro für ein zukünftiges Produkt so etwas wie der Newton für das iPad o.ä.

Ich weiß, es ist nicht wirklich im Kontext, aber es ist so ein schöner, zeitloser Klassiker:
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