HomeView: Teure Wandhalterung +++ Aussagen zu Drittanbieter-Apps +++ nicht als Überwachungskamera zu verwenden


Eine kostspielige Überraschung hält Apple für Käufer der HomeView-Variante zur Wandmontage bereit. Obwohl diese wie das Tischmodell 299 Dollar kostet, aber auf dessen umfangreiches Lautsprechersystem verzichtet, liegt keine Wandhalterung bei. Stattdessen müssen Kunden eines von drei Zubehörteilen des Partners Schneider Home zusätzlich erwerben. Die günstigste Option mit USB-C kostet 59,95 Dollar, ein Modell für die direkte Verbindung mit der Hausstromversorgung schlägt mit 79,95 Dollar zu Buche. Anfang 2027 folgt zudem eine Variante mit "Power over Ethernet" (PoE) für 129,95 Dollar. Damit steigt der Gesamtpreis auf bis zu 430 Dollar. Bei der günstigsten Halterung wird außerdem ein separates USB-C-Netzteil mit mindestens 20 Watt benötigt.
Drittanbieter-Apps: Kein eigener App Store für HomeViewEine weitere Besonderheit betrifft die Unterstützung von Apps. Obwohl HomeView über einen leistungsfähigen A18-Chip verfügt, bietet Apple keinen eigenen App Store an. Stattdessen stehen ausgewählte Apple-Anwendungen sowie kompatible Audio- und Video-Apps von Drittanbietern zur Verfügung. Letztere werden laut Apple über das iPhone eingebunden – ganz so, wie es auch bei CarPlay der Fall ist. Die Fußnoten weisen zudem darauf hin, dass für bestimmte Apps ein gekoppeltes, kompatibles iPhone in der Nähe sein muss. Welche Drittanbieter-Apps zum Start tatsächlich erscheinen und wie umfangreich deren Funktionen aussehen, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor. HomeView ist somit eindeutig kein frei erweiterbares iPad für die Wand, sondern eine deutlich stärker eingeschränkte Plattform.
Integrierte Kamera nicht zur Überwachung nutzbarObwohl HomeView über eine integrierte 12-Megapixel-Kamera verfügt, lässt sich diese offenbar nicht als Überwachungssystem einsetzen. Apple nutzt die Kamera stattdessen für FaceTime-Videotelefonate sowie zur Erkennung der Personen, die vor dem Bildschirm stehen. Zwar kann HomeView die Aufnahmen anderer Überwachungskameras anzeigen und auswerten, als eigenständige Sicherheitskamera ist das Gerät nicht gedacht. Ein Grund dafür dürften wohl Datenschutz und Missbrauchsvermeidung sein – immerhin soll es ein Alltagsgerät sein, das dauerhaft eingeschaltet im Wohnbereich, auf dem Nachttisch oder an der Wand hängt. Andere Haushaltsmitglieder ohne ihr Wissen aus der Ferne beobachten zu können, wäre recht heikel. Auch die neue LG-Innenraumkamera zeigt, dass Apple das Problem ernst nimmt. Diese schwenkt automatisch nach unten, sobald ein Haushaltsmitglied zurückkehrt, um die Überwachung zu beenden.