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Bericht: Mögliche Auswirkung der Preiserhöhungen auf den iPhone-Absatz

Im Juni hatte Apple die Preise im Mac- und iPad-Bereich deutlich angezogen. Das dürfte die Stückzahlen wohl in Mitleidenschaft gezogen haben, ob aber auch die Umsätze im Jahresvergleich litten, erfahren wir am 2. November auf der nächsten Quartalskonferenz. Zur Vorstellung des iPhone 18 Pro und Pro Max wurde dann ebenfalls an der Preisschraube gedreht, wenngleich der Aufschlag von 150 Euro moderater ausfiel, als viele vorab dachten. Nun gibt es einem Marktexperten zufolge Hinweise darauf, dass die höheren Kosten bei den neuen Pro-Modellen ebenfalls Spuren hinterlassen haben.


Bestellungen reduziert
Wie Nikkei Asia unter Berufung auf Quellen aus der Lieferkette berichtet, habe Apple mehrere Zulieferer angewiesen, ihre Produktion von Komponenten für iPhone 18 Pro und Pro Max zurückzufahren. Die Bestellungen für Oktober seien gegenüber der ursprünglichen Planung um mindestens 15 Prozent reduziert worden. Als Grund nennt der Bericht geringere Nachfrage – wenngleich derlei Zahlen immer mit Vorsicht zu betrachten sind. Von Apple gibt es hierzu nämlich keine konkreten Angaben, anlässlich der Quartalszahlen nennt das Unternehmen zudem nur den Umsatz und nicht die exakten Stückzahlen.

Von einem Nachfrageeinbruch kann zudem nicht die Rede sein, denn der Großteil der potenziellen Kunden geht bei den neuen Preisen offensichtlich weiterhin mit. Nikkei betont allerdings, die genannte Reduzierung betreffe vorab aufgestellte Prognosen und nicht den normalen Rückgang wenige Wochen nach dem Verkaufsstart.

Margen als spannende Frage
Gleichzeitig bleibt offen, ob es nicht noch einen weiteren Effekt gibt. Gerade mit den Aufschlägen für den zusätzlichen Speicher hebt Apple die Gewinnspanne der Geräte deutlich an – wenn sich viele Kunden daher zwar für ein neues iPhone, allerdings eines mit weniger Speicher entscheiden, leidet darunter die Marge. Genau das dürfte der Wert sein, auf den Marktbeobachter in den kommenden Monaten genau blicken. Nikkei nennt aber noch einen weiteren Punkt. Möglicherweise warten viele Nutzer auch ab, was Apple im Frühjahr mit dem Basismodell des iPhone 18 zeigt und treffen dann erst eine Entscheidung, welche Ausführung es sein soll.

Kommentare

t.stark
t.stark12.10.26 10:10
Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster: Warum das pro ordern, wenn es bald das duo gibt? Das will man aber vielleicht vorher mal Hands-On mässig ausprobieren bevor man gleich vorbestellt, weil es halt doch echt was Neues in der Apple-Welt ist.
0
mja12.10.26 10:52
Ich habe mich gezielt gegen ein neues iPhone entschieden. Der Preis ist für mich absolut unverhältnismäßig und komplett inakzeptabel.

Für mich ist ein Telefon Gebrauchsgegenstand und ganz sicher kein Statussymbol. Seit verfügbar habe ich das Pro-Modell mit 1TB. Der dafür aufgerufene Preis beim 18er ist nicht vermittelbar. Zumal in einer Zeit in dem in Unternehmen gespart wird. Aber mich reizt auch sonst wenig am 18er. Der Verzicht ist also recht einfach.
+9
boulevard69
boulevard6912.10.26 10:54
Irgendwie sehe ich es nicht ein, die höheren Preise zu bezahlen und dafür in der EU von vielen KI-Entwicklungen ausgeschlossen zu bleiben, nur weil Apple es nicht auf die Reihe bekommt, sich an bekannte gesetzliche Vorgaben der EU zu halten. Google, Microsoft & Co schaffen es ja auch. Solche Fragen scheinen aber in allen Betrachtungen keine Rolle zu spielen.
+10
antipod
antipod12.10.26 11:18
wo bleibt das reguläre iphone? das vermutlich interessanteste produkt. wenn die non pro non air modelle künftig ausbleiben, ist die preiserhöhung ja noch viel doller.
0
mkummer
mkummer12.10.26 11:24
Wenn jemand schon so eine grosse Summe für das 18 Pro Max ausgeben muss, ist sicher bei einer Anzahl von Kunden die Überlegung nahe, gleich noch was drauf zu legen und sich das neue Duo zuzulegen, was bei mir tatsächlich zu diesem Vorgehen führt. Ich war lange ein ziemlicher Gegner der Foldables - Apple Lösung fasziniert mich aber zusehends.

Und zum Preis - wenn man die allgemeinen Preissteigerungen der letzten Jahre ansieht, kann eigentlich niemand erwarten, dass das an Applekunden einfach vorbeizieht und die Preise auf Jahrzehnte immer gleich bleiben. Wenn ich meine Abrechnungen der letzten Jahre so ansehe, stelle ich zB fest, dass sich die Lebensmittelpreise in den letzten 3 Jahren saftig um ca. >50% erhöht haben. Ein iPhone muss man nicht unbedingt kaufen - ein Mittagessen schon.
+4
L-E12.10.26 11:50
Apple hat es mit den Preisen überzogen. Zu glauben, Kunden wären in Zeiten, wo das Geld knapper ist und die wirtschaftliche und politische Situation unsicherer, bereit noch mehr Geld auszugeben, ist ziemlich dumm. Oder ignorant. Und selbst, wenn die Zeiten bessere wären, sind die Preise komplett irre. Mit mir macht Apple da kein Geschäft mehr.
+6
maikdrop12.10.26 12:25
boulevard69

Nein das stimmt nicht. Google etc. haben eine Übergangsfrist (glaub 18 Monate) weil ihre Produkte schon auf dem Markt waren. Apple bekommt die nicht, weil es noch kein Produkt gab und die EU sagt “Nööö”. Apple war hier leider too late to the party. Dass sie jetzt schmollen, ist aber irgendwie nachvollziehbar. “Fertiges Produkt” und die EU macht neue Regeln vor dem Release.
+1
iDeiff12.10.26 12:25
Apple lotet die Preis Leistungsgrenze die letzten Jahre extrem aus. Bin seit dem iPhone 3 in dem Jährlichen Wechselzyklus, die letzten 3 Jahre habe ich es eigentlich bereut, dieses Mal setzte ich komplett aus. Hoffentlich sehen das mehrere so, den nur dann werden Sie vielleicht wieder was unternehmen ( müssen ). Ich Finanziere für ein Qualitätsprodukt für gewisse Entwicklung und Marge mit, aber nicht für üppige Bonis und Aktionäre.
+1
boulevard69
boulevard6912.10.26 12:39
maikdrop
Apple als Opfer der EU darzustellen, greift mir deutlich zu kurz. Die Regeln waren lange vor Apple Intelligence bekannt und gelten schließlich nicht nur für Apple.
Google zeigt mit Gemini, Gemini Live und der Integration in Android, dass sich KI-Funktionen auch unter europäischen Vorgaben anbieten und weiterentwickeln lassen. Natürlich ist auch bei Google nicht alles perfekt und manches erscheint zunächst nur in den USA. Trotzdem geht die Entwicklung weiter, etwa bei der KI-gestützten Bedienung von Apps.
Ich nutze übrigens sowohl ein Google Pixel als auch ein iPhone 17 Pro, weil mich beide Systeme interessieren. Ich sehe die Sache also nicht durch eine reine Google- oder Apple-Brille.
Mein eigentlicher Kritikpunkt bleibt: Apple verlangt in Europa dieselben hohen Preise, bietet aber teilweise weniger Funktionen. Dass daran ausschließlich die EU schuld sein soll, ist mir als Erklärung zu einfach. Andere Hersteller müssen schließlich ebenfalls mit den europäischen Regeln zurechtkommen.
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Bitsurfer12.10.26 12:55
L-E
Apple hat es mit den Preisen überzogen. Zu glauben, Kunden wären in Zeiten, wo das Geld knapper ist und die wirtschaftliche und politische Situation unsicherer, bereit noch mehr Geld auszugeben, ist ziemlich dumm. Oder ignorant. Und selbst, wenn die Zeiten bessere wären, sind die Preise komplett irre. Mit mir macht Apple da kein Geschäft mehr.
Das iphone 14 Pro mit 256 GB einer Bekannten kostete 2022 1429 Euro.
Mein 15 Pro mit 256 GB 2023 auch 1429.
Das neue 18 Pro 2026 1449.-

Wo haben sie was in letzter Zeit überzogen. War schon immer teuer. Klar, gab mal das 128 GB. Aber nicht Apple mit Birnen vergleichen.
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mja12.10.26 13:06
Wenn jemand Apple hier überzogen in Schutz nimmt: den Gewinnverlauf der letzten Jahre ansehen. Ja Speicher ist teuer geworden. Allerdings hat Apple die Preise drastisch angehoben. Und nur daher kommen die hohen Gewinne. Ich kann das toll finden. Oder eben sagen: „sie bieten einen Mehrwert, deshalb akzeptiere ich höhere Preise. Aber überziehen müssen sie es nicht“.

Wenn ich ganz ehrlich bin, flaut seit Jahren der totale Reiz ab. Das erste Produkt dem ich mich aufgrund des hohen Preises komplett verweigert habe, ist die Apple Vision. Nur wegen des hohen Preises. Gereizt hat sie mich allerdings sehr. Ich bin sicher: da geht es nicht nur mir so und es hat den Erfolg verhindert. Das MBP mit Touch reizt mich dagegen sehr wieder sehr. Denn ich hoffe auf einen echten Impuls für macOS.
+2

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