Apple beschränkt iPhone-Duo-Käufe auf zwei Geräte pro Kunde – wohl wegen "Scalpern"


In drei Tagen steht das iPhone Duo endlich bei den Händlern und Apple beginnt mit der Auslieferung der vorbestellten Geräte. Die bisherige Nachfrage scheint Apples Erwartungen deutlich zu übertreffen, schenkt man den jüngsten Berichten Glauben. Demnach habe der iPhone-Hersteller erst vor wenigen Tagen seine Bestellungen bei den Zulieferern um rund
30 Prozent erhöht, auf knapp unter zehn Millionen Geräte bis Jahresende. Mehr ist wohl gerade nicht möglich, da man bei dem Duo schon seit Monaten Produktionsschwierigkeiten hat. Auch sehr lange Lieferzeiten sind ein Problem – bis in den
Januar. Eine Konsequenz aus der hohen Nachfrage und dem begrenzten Nachschub scheint jetzt eine Begrenzung der Bestellmenge für Kunden zu sein. Mehr als zwei Geräte lassen sich nicht vorbestellen.
Apple Store nimmt keine Bestellungen mit mehr als zwei iPhone Duo anPraktisch umgesetzt hat man diese Deckelung im eigenen Store durch einen Hinweis, der im Warenkorb angezeigt wird, falls man mehr als zwei iPhone Duo hinzufügt. Die Meldung fordert Kunden auf, die Menge an iPhone Duos in ihrer Order zu reduzieren. Erst danach kann man zur Bezahlung schreiten. Ohne die Mengenanpassung lässt sich der Bezahlvorgang nicht einleiten.
Nicht nur Deutschland betroffenDie Beschränkung auf zwei iPhone Duos pro Käufer scheint flächendeckend zu sein, da sich auch
Berichte aus den USA finden, die über das gleiche Vorgehen dort informieren. In diesen wird auch darauf hingewiesen, dass es zwar in China, Hongkong und Singapur offizielle Einschränkungen bei der Anzahl erwerbbarer Geräte gibt, nicht aber für die USA. Für Deutschland ist genauso wenig eine öffentlich kommunizierte Deckelung bekannt. Unklar ist, seit wann Apple Kunden nur noch den Kauf von zwei iPhone Duo zugesteht.
Nicht nur schlechte Verfügbarkeit könnte Grund für Maßnahme seinEs ist sehr wahrscheinlich, dass die Lieferprobleme der Hauptgrund für Apples Vorgehen sind. Möglicherweise möchte Apple seine Interessenten damit aber auch vor sogenannten "Scalpern" schützen. Dabei handelt es sich um Marktteilnehmer, die bei begehrten und gleichzeitig begrenzten Gütern Bestände leer kaufen – um sie dann mit hohen Gewinnaufschlägen sofort weiterzuveräußern. Apple dürfte kein Interesse daran haben, dass das iPhone Duo auf dem Zweitmarkt zu Wucherpreisen angeboten wird und noch mehr Kunden von der ohnehin schlechten Verfügbarkeit des Geräts verärgert sind.