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Wie funktioniert Gesichtserkennung beim HomeView – ohne FaceID?

Gestern war es so weit, Apple nahm sich auf seinem Event der inzwischen reichlich angestaubten Palette von Home-Geräten an. Nicht nur gab es aktualisierte HomePod minis und ein verbessertes (und teureres) Apple TV 4K – mit dem HomeView wurde auch ein gänzlich neues Gerät vorgestellt. Dieser jüngste Apple-Sprössling ist als ultimative Zentrale für das Apple Home gedacht und kann den Bewohnern eine Vielzahl individualisierter Informationen anzeigen. Dafür muss das HomeView wissen, wer vor ihm steht oder mit wem es spricht. Wie diese Gesichtserkennung funktioniert, obwohl auf die FaceID-Technik verzichtet wurde, wollte John Gruber von Daring Fireball in Erfahrung bringen – und bekam eine Antwort von Apple.


Im Zuhause sind die Sicherheitsbarrieren weniger hoch
Gruber interessierte sich dafür, wie HomeView erkennen kann, welcher Bewohner gerade vor ihm steht, obwohl es keine FaceID-Technik hat. Dem iPhone Duo fehlt diese Technologie ebenfalls, hier gibt es dafür auch keine Gesichtserkennung. Apple antwortete ihm, man gehe davon aus, das eigene Zuhause sei ein sicherer Ort. In Cupertino hält man weniger hohe Sicherheitsstandards daheim für vertretbar. Viele andere Smartphone-Hersteller setzen bei der Entsperrung selbst bei Smartphones auf reine Bildverarbeitung, völlig abwegig ist der Ansatz daher nicht. Apples Antwort an Gruber ging aber noch weiter und erklärte, dass sich ein kürzlich entsperrtes, "registriertes persönliches Gerät" im selben Netzwerk befinden müsse, damit HomeView Nutzer an der Stimme oder am Gesicht erkenne. Diese Kopplung von Personalisierung an ein Telefon im gleichen Netzwerk ist grundsätzlich nicht neu, bei der Stimmerkennung des bisherigen HomePods wird sie in praktisch gleicher Form schon genutzt.

Apple Watch reicht nicht aus
Gruber schlussfolgert, dass unter diesen Umständen nur ein iPad oder iPhone als "zweiter Faktor" für die Entsperrung ausreicht, die Apple Watch bliebe außen vor. Der Vergleich mit dem zusätzlichen Schlüssel wirkt bei genauerer Betrachtung jedoch etwas verkürzt, da die bisherigen Home-Geräte von den iPhones und iPads auch die Informationen für die Personalisierung beziehen. Die Details der neuen technischen Implementierung sind bisher nicht bekannt, aber es ist wahrscheinlich, dass Apple persönliche Termine, Nachrichten etc. weiterhin nicht direkt auf den Home-Devices ablegt – in diesem Fall dem HomeView. Ohne iPhone oder iPad in der Nähe wäre so auch zukünftig Individualisierung ausgeschlossen.

Kommentare

d2o14.10.26 13:18
Und was ist mit mehreren iPhones oder iPads in der Nähe?
Wenn in einer Familie jemand Infos abruft, die nur für ihn bestimmt sind, wie kann Home View dann unterscheiden, für wen die Infos konkret sind, wenn sich in der näheren Umgebung noch andere iPhones oder iPads von anderen Familienmitglieder befinden? Für gewöhnlich sind die auch im gleichen Netzwerk (sofern man nicht extremes Netzwerkmanagement betreibt und jeder sein eigenes Netz zu Hause bekommt).
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